Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Sonntag, 28. August 2011

Hysterische Heil-Suche

Prognosen gehen gerne in die Hosen. Das wissen wir nicht erst, seit der britische Premierminister 1934 ausrief: "Glauben sie mir, Deutschland ist unfähig, einen Krieg zu führen" oder seit Albert Einstein ausführte: "Es gibt nicht den geringsten Hinweis, dass Atomenergie jemals nutzbar sein wird". Schon viel aktueller, nämlich im Juni 1989, glaubte dann der spätere Bundeskanzler Gerhard Schröder sagen zu müssen: "Nach vierzig Jahren Bundesrepublik sollte man eine neue Generation in Deutschland nicht über die Chancen einer Wiedervereinigung belügen. Es gibt sie nicht." Und weniger fahrlässig, aber genauso doof lautete das Urteil der Plattenfirma Decca über die Beatles von 1962. "Uns gefällt Ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern."

Mittwoch, 24. August 2011

Beobachtungen 4

Normalerweise kann man Konrad Kustos mit Rap-Musik in Rekordzeit auf den Baum jagen. Jetzt bin ich aber über einen jungen Österreicher oder vielmehr dessen Rap-Lyrik gestolpert, die mein (musikalisches) Weltbild mal wieder ins Wanken bringt. Zu beinahe hypnotischer Musik hat Kilez More ein künstlerisches Manifest zur Klimalüge verfasst. Das dazugehörige Video wartet mit ausdrucksstarken Bildern auf. Schaut mal rein: http://www.youtube.com/watch?v=AybBEuIpy44&feature=player_embedded#t=319s
Auch in anderen Liedern setzt sich der junge Mann erstaunlich hellsichtig mit dem System des Niedergangs auseinander. Dass er dabei manchmal mit Freimaurerverschwörungstheorien aufwartet, sei seiner Jugend zugeschrieben. Schließlich formuliert er doch selber so treffend skeptisch: „Lasst Euch keinen Eisbären aufbinden."

Sonntag, 21. August 2011

Gesänge des Grauens

Am Mittwoch spielte der FC Bayern München daheim gegen den FC Zürich um den Einzug in die Hauptrunde der Champions League. Gomez traf fast alles, also die Luftlöcher, den Rasen und den Gegner, nur nicht das Tor. Der Ball kreiselte mit hohem Tempo und war am Ende der Stafette wieder beim Torwart. Der Rasen war schön grün, wurde uns aber zu oft durch pomadige Fußballer des Blickes entzogen. Aus dem Einstieg ersieht man, dass es hier schon wieder um Fußball geht, wenn auch diesmal um den der Männer, und nicht um ein gender-maingestreamtes Schaulaufen wie bei der Frauen-Weltmeisterschaft im ausgefallenen Hochsommer. Es geht diesmal also um das wirkliche Leben, und darauf kommt es ja in diesem Blog im Grunde an.

Sonntag, 14. August 2011

Paul verkehrt

In meinem Buch über den Niedergang unserer Gesellschaft gibt es ein Paul-Prinzip. Ich habe das erfunden, um einen Begriff dafür zu haben, dass das berüchtigte Peter-Prinzip ausgedient hat, nach dem jeder Chef solange in der Betriebshierarchie aufsteigt, bis er nur noch Mist macht. Im fortgeschrittenen Niedergang ist es nämlich erforderlich, von Anfang an Mist zu machen, um überhaupt aufsteigen zu können. Warum das so ist, kann hier aus Platzgründen nicht abgehandelt werden, dafür aber – sprunghaft wie wir sind - ein ganz anderes Paul-Prinzip.

Von welchem Paul wir reden? Na, nicht von dem Erfinder des Christentums, also bleibt nur der Krake übrig, der Fußballdeutschlands Niederlage gegen Spanien vorausgesehen hatte. 35.000 Euro für den Leichnam des inzwischen verschiedenen Propheten bot das spanische Städtchen Car-ball-ino, das den englischstämmigen Paul einst zum Ehrenbürger kürte. Beim Tod des Weichtiers hatte übrigens die BBC eigens ihr Programm unterbrochen; da soll mal einer sagen, öffentlich rechtliche Programme würden nicht mit der Zeit schwimmen.

Sonntag, 7. August 2011

Prima Klima

Ende Juli, also mitten in einem schon wieder ausgefallenen Sommer, meldete der Deutsche Wetterdienst, das erste Halbjahr sei deutlich zu warm ausgefallen. Das klang logisch, denn wir hören ja von überall, dass es eine Klimaerwärmung gibt. Warum sollten wir uns also von einigen Skeptikern und unserer eigenen Wahrnehmung das Frieren verleiden lassen? Und um Ostern herum, gab es ja wirklich eine Art Sommer. Was man mit Statistik so alles machen kann.