Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Freitag, 30. März 2012

Nach-Gedacht: Schlecker

Nun geht also Schlecker entweder den Weg der marktwirtschaftlichen Gesundung oder den alles Irdischen. So weit, so gut. Aber die Tradition der Misswirtschaft soll nicht abreißen.


Sonntag, 25. März 2012

Regeln in der Radarfalle

In den USA gibt es einen neuen Trend: das hektisch blinkende Stoppschild an unbedeutenden Kreuzungen. Diese visuelle Umweltverschmutzung beginnt bei jedem anfahrenden Auto sein nervendes Tun und das pro Auto gleich viermal (rechts, links, oben, unten). Das ist natürlich gut gemeint, aber es entspringt einem nicht nur in Amerika wuchernden, als Sicherheitsdenken getarnten Regelwahn. Kybernetisch gesehen bewirkt es das Gegenteil des Proklamierten, denn alle anderen, noch nicht blinkenden oder heulenden Stoppschilder werden dadurch in der Wahrnehmung der Autofahrer auto-matisch an Bedeutung verlieren. Auf der Metaebene schließlich bedeutet das umsichgreifende Regulieren um jeden Preis aber auch einen elementaren Verlust von Freiheit.

Sonntag, 18. März 2012

(P)fusch Fake Fukushima

Die Kraft der Strahlen
Pastorin Nora Steen brachte soviel Betroffenheit rüber, wie es eben nur ein evangelischer Pastor oder hilfsweise ein grüner Bundestagsabgeordneter vermag (falls das noch unterschieden werden muss). Sie hatte aber auch allen Grund, wollte sie doch in ihrem Debüt als Wort-zum-Sonntag-Kommentatorin die ein Jahr zurückliegende Erdbeben-Tsunami-Atom-Katastrophe und somit 19.000 Tote beweinen. Tat sie dann aber doch nicht, denn die 19.000 Toten waren ihr kein Wort wert. Stattdessen bramarbasierte sie über verstrahlte Sandkästen, Mütter mit Geigerzählern und unbewohnbare Landstriche. In diesem verstrahlten Kommentar voller Glauben statt Wissen kolportiert sie Folgen der Atomkatastrophe, die es so von Anfang an nur in den Medien und in Verlautbarungen anderer interessierter Kreise gegeben hat. Und da war sie an diesem Gedenktag nicht die einzige.

Sonntag, 11. März 2012

Die Banken danken


Schuldenschnitt für Griechenland, na gut, sollen sie doch ihre Akropolis behalten. Aber die kürzlich beschlossenen 530 Milliarden Euro frisch gedrucktes Geld als Bankenbonus sind ein anderes, grundsätzlicheres Kaliber. Lohnt es da überhaupt noch, EU und Euro beim Weg in den Abgrund weiter schreibend zu begleiten? Und wenn ja, wie lange soll das so gehen, wenn nun anscheinend alle paar Monate Milliarden in den Sand gesetzt werden? Keine Ahnung, dieser Blog hat schließlich keine Stabilitätskriterien. Die allerdings hat die EU, wenngleich sich bisher in der Geschichte dieser Umverteilungsorganisation noch niemand daran halten musste. 530 Milliarden Euro also sind es diesmal, die notleidenden Banken von der Europäischen Zentralbank (EZB) für ein paar Peanuts zur Verfügung gestellt werden. Besonders notleidend sind die Banken in Südeuropa, besonders viel bezahlen bekanntlich die Deutschen. Dafür nehmen sie normalerweise teure Kredite bei Banken auf, damit die Banken billige Kredite an Pleitebanken vergeben können. Klingt nicht nur irre, ist es auch. Doch diesmal ist alles ganz anders.

Sonntag, 4. März 2012

Demografen-Demagogie



Bevor uns eine mysteriöse Klimaerwärmung einen kalten Winter nach dem anderen bescherte, bevor uns baufällige Atommeiler einen Strahlenschauer nach dem anderen den Rücken runterjagten, und bevor wir ernsthaft fürchten mussten, dass rechtsradikale Horden demnächst die Macht in Deutschland übernehmen, hatten wir ganz andere Sorgen. Wir sorgten uns, dass die Überbevölkerung die Welt aus den Nähten platzen lassen könnte, dass sie die Lebensgrundlagen dieses einzigen verfügbaren Planeten zerstören könnte, dass sie zu einer unbeherrschbaren Lawine anschwellen könnte. Das ist vorbei: In Umfragen zu den dringendsten Problemen landet das Thema Überbevölkerung inzwischen zuverlässig unter ferner liefen. Vielleicht gehört es zur menschlichen Natur, sich bei den wirklich schlimmen Dingen die Bettdecke über die Ohren zu ziehen?