Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 26. Mai 2012

Sarrazins Eurotik

Da haben sich zwei Parteien gefunden: Wenn Sarrazin sich räuspert, bricht Mainstream-Politikern der dekorative Hassschweiß aus. Also räuspert er sich eben gerne ebenso publikumswirksam. Diese Tragikkomödie des Niedergangs ist aber nicht nur peinlich, sondern symptomatisch für vieles, was falschläuft. Diesmal erzählt uns Sarrazin, der alte Zahlenhexer, in seinem neuen Buch „Europa braucht den Euro nicht“ allerhand Sachen, die wir schon eine ganze Weile wussten. Immerhin: Vielleicht lässt seine Popularität noch einige Euro-Gefolgsmenschen konvertieren - was aber auch nichts hilft, solange den Mächtigen die Anzahl ihrer Gegner völlig egal ist. So entlarvt die Reaktion auf Sarrazin viel mehr über das neue Friedensreich Europa als dessen Argumente.

Samstag, 19. Mai 2012

Experten Exkremente

Obwohl sie es nicht nur zum ersten weiblichen britischen Regierungschef gebracht hat, sondern auch soeben zu einer berührenden Verfilmung ihrer Lebensgeschichte, konnte Margaret Thatcher natürlich auch irren. Ein Recht, von dem sie ausführlich Gebrauch gemacht hat, nicht nur als sie 1974 sagte „Es wird noch viele Jahre dauern - und dies nicht zu meiner Lebenszeit - bevor eine Frau britischer Premierminister wird". Experten, Fachleute, Spezialisten, Verantwortliche – sie alle können irren, sollten es aber möglichst nicht. Schlimm wird es, wenn sie fahrlässig, böswillig oder in Überschätzung ihrer Fähigkeiten oder Möglichkeiten ihre Schlüsselposition missbrauchen.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Beobachtungen 10


Diesmal sind es gleich drei in kurzer Folge gemachte Beobachtungen, aber sie gehören alle zu einem Thema. Vordergründig geht es ums Radfahren und um Radfahrer, aber es geht diesmal nicht um überfahrene rote Ampeln oder das Fahren ohne Licht, sondern um ein Phänomen dahinter. Lest selbst:

Samstag, 12. Mai 2012

Profitable Propheten

Der Club of Rome hat Maßstäbe gesetzt. Nicht in der vergangenen Woche, als er seine düstere Perspektive für das Jahr 2052 vorlegte, sondern 1972, als er seinen ersten Futurologischen Kongress veröffentlichte. Damals bewiesen die involvierten Wissenschaftler mit dem Selbstbewusstsein, das Wissenschaftlern nun mal eigen ist, dass es 1990 kein Erdöl mehr gebe, wenig später die halbe Menschheit verhungert sei und die Überlebenden unter einer menschgemachten Eiszeit erschauerten. Die genannten neuen Maßstäbe ergeben sich aber nicht aus der Realsatire solcher unprognostizierbaren Prognosen, sondern aus dem paradigmatischen Wandel, den die Studie „Grenzen des Wachstums“ trotzdem weltweit auslöste: Aus kritiklosem Zukunftsoptimismus wurde kritiklose Umwelthysterie, die inzwischen flächendeckend die Freiheit des Denkens und Handelns erodiert.

Sonntag, 6. Mai 2012

Jubel Jubiläum

In der Ukraine geht es vielen Leuten nicht so gut. Ohne Freiheit macht das Leben keinen Spaß, vor allem aber ist es uneffektiv. Das merkt jetzt auch Frau Timoschenko - und wenn es weit genug weg ist, merken es auch die Freiheitskämpfer unserer Politiker-Garde. Dann sind sie ganz aufgeregt und kommen auf lustige Ideen, etwa die, eine Milliardenveranstaltung wie die Fußball-Europameisterschaft zu verlegen. Logistische, technische und finanzielle Probleme einer solchen Entscheidung wären unabsehbar und unlösbar, aber windschnittig fordern kann man ja mal im virtuellen Universum, in dem die leben. Übrigens wurden nichtmal die Olympischen Spiele von 1936 verlegt. Über solche Absurditäten der Entscheider in der Niedergangsgesellschaft hätte Konrad Kustos einiges zu posten, aber nicht heute, denn heute gibt es Wichtigeres.