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Montag, 7. Januar 2013

Nach-Gedacht: Wasser


Ein bekanntes Phänomen: Die Realität kommt schneller beim Bürger an als bei der Politik -und erst recht bei der EU. Erst am Sonnabend wurde hier berichtet, mit welch absurden Plänen die EU von 2014 an die Menschen zwingen will, Wasser zu sparen, das in Wirklichkeit überreichlich vorhanden ist. Heute meldet die Berliner Presse, dass die Schäden, die durch steigendes Grundwasser verursacht werden, in der Hauptstadt mit jährlich 90 Millionen Euro bekämpft werden müssten. Die Betonung liegt auf „müsste“, denn die Stadt wird die Kosten auf die betroffenen Bürger abwälzen.

  Von feuchten Kellern und Fundamenten sind nicht nur Berliner in der Spree- oder Havel- Niederung betroffen, sondern auch im höher liegenden Umland. Als Hauptgrund für die bedrohliche Situation wird die schwindende Industrieproduktion genannt, aber auch die Tatsache, dass infolge der allgemeinen Sparsamkeit der Wasserkunden sich die Rohwasserförderung der Wasserkraftwerke seit 1989 fast halbiert habe.

Über die Sinnhaftigkeit eines Wassermehrverbrauchs wurde hier schon am Sonnabend geschrieben, die Verbände der Betroffenen fordern nun zusätzlich, stillgelegte Wasserwerke wieder in Betrieb zu nehmen, neue Brunnen zu bohren sowie alte Kanäle zu sanieren.

Der Berliner Senat fühlt sich davon nicht angesprochen. Zynisch verlautet er: „Es gibt kein Grundwasserproblem, sondern ein Problem mit nicht fachgerecht abgedichteten Gebäuden“. Interessant in dem Zusammenhang, dass der Senat zwar 52 Millionen Euro Grundwasserentnahmeentgelt von den Wasserbetrieben kassiert, aber nur 335.000 Euro aufwendet, um das Grundwasser zu regulieren.

Während also die Umweltphilosophen und Konsumankurbler in der EU planen, den Grundwasserspiegel weiter zu erhöhen, sieht deren Berliner Filiale, der Senat, die Schuld beim Bürger. Deshalb stellt man Kredite in Aussicht, auf dass die Bürger die politisch verantworteten Umweltschäden aus eigener Tasche sanieren. Was aber wird sein, wenn der Wasserpegel seine ursprüngliche Höhe wieder erreicht? Einst war der Kurfürstendamm ein höhergelegter Knüppeldamm durch Sumpfgebiet. Wer wird dafür bezahlen müssen, wenn der Prachtboulevard (und einige 1000 Nebenstraßen) erneut aufgeschüttet werden müssen?

1 Kommentar:

  1. Wenn man das logisch mit einem anderen aktuellen Berliner Thema verbindet, kommt man auf den Gedanken, dass die Stadt in die Entwicklung von Flugbooten investieren sollte. Wenn das so weitergeht, ist der Flughafen BBI bei der Eröffnung 2018 nur noch für Wasserflugzeuge erreichbar...

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