Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 23. Februar 2013

Reich-lich arm

Franz Beckenbauer gehören 150 Millionen Euro. Die hat er sich verdient als guter Fußballspieler und geschickter Vermarkter seines Ruhmes. Obwohl er oft dummes Zeug redet, schätzen die Leute seine Authentizität. Ähnliches gilt für andere Superreiche wie die beiden Aldi-Familien, die jede sogar 16 bzw. 17 Milliarden Euro auf der hohen Kante haben. Eine Neiddiskussion wäre hier völlig unangebracht, denn die Albrechts haben einst die Zeichen der Zeit erkannt und gesetzeskonform eine Marktlücke geschlossen. Ganz nebenbei haben sie dabei, wie es eine funktionierende Marktwirtschaft tun sollte, durch Schaffung einer Konkurrenzsituation die Lebenshaltungskosten der Massen reduziert. Das Problem liegt auf einer anderen statt einer personifizierten Ebene: Die Einkommen der Reichen und der Armen klaffen in der Summe, also strukturell, immer weiter auseinander und offenbaren, dass die Welt nicht mehr im Gleichgewicht ist.

Samstag, 16. Februar 2013

Macht macht Maske

Beim Fasching hat sich Annette Schavan jetzt noch einmal unter die Narren gemischt, nachdem sie das Land so ausdauernd zum Narren gehalten hatte. Fröhlich hat sie geschunkelt, nachdem sie jahrzehntelang in Amt und Würden geschummelt hatte. Die Gemeinsamkeit des scheinbar widersprüchlichen Verhaltens, ist, dass man sowohl beim Fasching als auch in der Politik eine Maske braucht.

Samstag, 9. Februar 2013

Weggedacht durch Medienmacht

An die Spitze geschrieben ...
Die Brüderle-Affäre bringt immer neue Untaten ans Licht. Die Medien wälzen dafür die Archive, um ihre Kampagne gegebenenfalls mit neuen Brüderles verlängern zu können. Auch wenn die Fundstücke bisher so wenig überzeugen können, wie der Fall Brüderle an sich, gibt es doch einen wirklich herben Vorfall: Im Herbst stand in einem Porträt der CSU-Agrarministerin Ilse Aigner zu lesen: „Bodenständig ist sie geblieben, und dirndltauglich ist sie eh.“ Dass die Autorin dieser Zeilen in der Illustrierten „Stern“ auf den schönen Namen Laura Himmelreich hört, hat die Lawine heuchlerischer Empörung aber nicht dämpfen können. Immer mehr offenbart sich, dass wir es hier tatsächlich mit einem Skandal zu tun haben, doch nicht mit einem sexistischen, sondern mit einem der Medien selbst. Wir sehen, dass die Medien immer weniger Skrupel haben, ihre selbstgestrickte Wirklichkeit den Menschen folgenreich als Wahrheit zu verkaufen. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht.

Samstag, 2. Februar 2013

Sex-ist Mist

Antisexistischer Schutzwall
Unerhört, was dieser Brüderle von sich gegeben hat: „Manche glauben, wir wären das schwache Glied in der bürgerlichen Regierung“. Mit solchen männerfeindlichen Synonymen wollen wir nichts zu tun haben, wir fordern den Zwangsaustritt aus der FDP und die Deportation nach Hamburg. Möge er dort sein Himmelreich finden. So, das könnte der Post für heute gewesen sein. Doch weil das für Konrad Kustos' Blog eindeutig zu kurz wäre (Achtung: 'kurz' ist hier keine sexistische Anspielung), reden wir noch etwas über den vorangegangenen Brüderle-Fauxpas, über Dirndl, Kultur und kollektive Mundtotmachung und dessen Folgen für unser Zusammenleben.