Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 29. Juni 2013

Ein Platz platzt

Hätte ein Deutscher am Berliner Oranienplatz einen Asylbewerber niedergestochenen, wäre die Meldung um die Welt gegangen. Nun war es aber ein Türke oder ein Türkischstämmiger, so genau war das nicht zu erfahren, und deshalb reichte es nur zu einer Fußnote in der Lokalpresse. Suggeriert wird dort, dass es sich bei dem Täter um einen durchgeknallten Einzelgänger handelt, doch das greift zu kurz. An diesem einst aufwendig gestalteten Schmuckplatz im Zentrum der historischen Luisenstadt, Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt vom berühmten Gartenbaumeister Lenné, haben revolutionäre Asylsuchende und ihre deutschen Unterstützer schon im vergangenen Jahr mit Duldung der Behörden ein sogenanntes Flüchtlingscamp eingerichtet, das den dortigen Anwohnern - zum großen Teil türkische Migranten - gehörig auf die Nerven geht. Hier haben also vorgeblich gutwillige Gutmenschen ein Pulverfass kreiert, bei dem es nur eine Frage der Zeit war, bis es zu ersten Entladungen kommt.

Samstag, 22. Juni 2013

Die Arroganz der Intendanz

"Lächeln für den Niedergang"
Die gute Nachricht ist: Tom Buhrow moderiert nicht mehr die Tagesthemen. Die schlechte: Er ist jetzt Intendant des WDR. In der vergangenen Woche nahm er Abschied vom Bildschirm und muss nun nicht mehr sein eigenes Gesicht zeigen, wenn es um schlechten Journalismus geht. Stattdessen, wie es der Niedergang von ihm verlangt, ist er nun in höchster Position für diesen schlechten Journalismus verantwortlich. Eben noch dafür zuständig, die Probleme der Welt virtuell wegzulächeln, verfügt er nun über den größten und mächtigsten Sender der ARD mit einem Jahresetat von 1,4 Milliarden Euro. Bei einer solchen Ausgangspositionen ahnt man schon kybernetisch, dass diese Fehlbesetzung kein Fehler ist, sondern „Chaos mit System“.

Samstag, 15. Juni 2013

Armes Deutschland

Die gute Nachricht ist: Nur 5% der Deutschen fühlen sich laut einer EU-Studie arm. Die schlechte Nachricht lautet: 20% sind es. Nun gibt es Armutsdefinitionen reichlich, doch nach den Kriterien der EU bedeutet es, dass in Deutschland bei rund 16 Millionen Menschen „erhebliche materielle Entbehrungen" oder eine „sehr geringe Erwerbsbeteiligung", also Geldmangel, vorliegen. In der Zahl enthalten sind von Armut Bedrohte, deren Einkommen unter 952 Euro monatlich liegt – das sind allein 15,8% der Bürger eines immernoch reichen Landes. Auffällig auch, dass es Jüngeren eher schlechter geht, was sowohl eine Aussage über einen nach unten gerichteten sozialen Vektor ist als auch eine über den Sinn der Geburtenbeförderungspolitik. Fakt ist, dass Armut nicht nur ein Problem für die Menschen mit Arschkarte ist, sondern durch ihre Auswirkungen und besonders durch die Umstände, die sie möglich gemacht haben, ein Alarmsignal für das ganze Gemeinwesen.

Montag, 10. Juni 2013

Neu Nach-Gedacht: Fukushima

Das war ja eine heftige Reaktion auf mein kürzliches Nach-Gedacht zu den ausbleibenden Fukushima-Toten. In den Kommentaren sind die Meinungsgegensätze ebenso gut abgebildet wie die unterschiedlichen Differenzierungsniveaus der einzelnen. Da hilft jetzt kein Nachkarten, aber die Frage bleibt, warum bei manchen Themen manche Leute so fest glauben, ohne zu wissen warum. Einem famosen Hinweis von Frank nachgehend möchte ich daher beispielhaft an der Position des IPPNW versuchen zu zeigen, wie Manipulation an der Grenze zur Gehirnwäsche funktioniert.

Samstag, 8. Juni 2013

Nie sollst Du mich befragen


Dem Jongleur ist nichts zu schwör.
Es hätte so eine schöne Nachricht für Konrad Kustos sein können: Deutschland hat gar nicht so viele Einwohner und es leben auch viel weniger Migranten hier. Das hieße beispielsweise weniger Arbeitslose, weniger Umweltbelastung, weniger Ressourcenverbrauch, weniger neurotische Enge, weniger soziale Konflikte. Hätte, wäre, könnte! Denn die jetzt bekannt gewordenen Zahlen der jüngsten Volkszählung ändern nichts an der Realität, sondern sie offenbaren nur, wie erfolgreich uns Politiker und Wissenschaftler mit ihren Behauptungen wieder einmal auf den Arm genommen haben.

Dienstag, 4. Juni 2013

Nach-Gedacht: Fukushima


Natürlich wollen und können wir offiziellen Verlautbarungen nicht unbesehen glauben. Gebrannte Kinder scheuen das Feuer. Aber zur Kenntnis nehmen müssen wir sie schon, denn sie enthalten immer direkte oder indirekte Informationen und müssen ja auch nicht zwangsläufig falsch sein. Oft erzählen sie auch im Zusammenhang mit dem Nichtgesagten sehr ausführliche Geschichten. Eine dieser Verlautbarungen ist der gerade veröffentlichte Bericht der Vereinten Nationen über die Folgen des Atomunfalls von Fukushima. Nach einer umfangreichen Untersuchung kommt die UN zu dem Schluss, dass als direkte Folge des Atomunfalls weder Menschen starben noch an Krebs erkrankten. Die Katastrophe habe überhaupt keine Gesundheitsfolgen für die Bevölkerung gehabt.

Samstag, 1. Juni 2013

Migranten-Varianten

Im glücklichen, wohlhabenden Schweden, weitab von allen Krisenherden dieser Welt, in diesem Fluchtziel romantischer Auswanderer brennen plötzlich die Autos, und es gab mindestens vier Brandanschläge auf Polizeistationen. Verursacher waren jugendliche Migranten, die in den Plattenbaugettos Stockholms ihre soziale Unzufriedenheit und ihre kulturelle Frustration auslebten. Da passt es vortrefflich, dass zur selben Zeit in Berlin der 6. Integrationsgipfel der Bundesregierung Hof hielt. Die diversen Lobbyisten diskutierten gewollt zielmeidend nicht ob oder wieviel Migration sinnvoll wäre, sondern wie möglichst vielen neuen Migranten der Zuzug ermöglicht werden kann.