Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 28. September 2013

Macht und Moral

Ausgerechnet in Göttingen, wo grüne Jugendliche federführend darin waren, den Wahlkampf der AfD gewalttätig zu behindern, zeichnete Jürgen Trittin 1981 für ein Kommunalwahlprogramm der Grünen verantwortlich, in dem gefordert wurde, Sex zwischen Erwachsenen und Kindern straffrei zu stellen. Ausgerechnet eine aufgewärmte Sexdebatte statt der aktuellen Gewalttätigkeit dürfte mitverantwortlich am katastrophalen Wahlergebnis der Partei sein. Ausgerechnet also ein mehr als 30 Jahre alter Fehltritt, wenn es denn überhaupt einer war, hat bewirkt, was zeitgenössische Gründe nicht vermochten, nämlich der grünen Politik der Denkverbote die rote Karte zu zeigen. Dies war wohl nur möglich, weil Politiker und besonders die Medien eine beispiellos polemische Kampagne geführt haben, ohne sich auch nur einmal mit dem Streitpunkt selbst auseinandergesetzt zu haben. Da muss nun ausgerechnet Konrad Kustos die Grünen einmal in Schutz nehmen.

Samstag, 21. September 2013

Wahn-Wahl als Mahnmal


Als SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles daranging, unter der Parole „Spenden für den Wechsel“ im Internet selbige einzuwerben, rief sie versehentlich zu Überweisungen an die CDU auf. Künstlerpech, könnte man sagen, doch auch hier hat das Chaos System. Demotivierte Mitarbeiter arbeiten für Politiker denen zwar der Erfolg, nicht aber die Sache wichtig ist. Im konkreten Fall hatte der Mitarbeiter einfach den Text der Christdemokraten aus dem Internet geklaut und nicht einmal genug Sorgfalt aufgebracht, die Spuren zu verwischen. Und wie sollte da eine Frau Nahles, die viel Höheres als ordentliche Arbeit im Sinn hat, wissen, was ihre Mitarbeiter in ihrem Namen so veranstalten. Hier im Kleinen wie auch im Großen wird die Bundestagswahl zu einer Fake-Veranstaltung, die mangels Alternativen nichts wirklich zur Wahl stellt, sondern Herrschaftsstrukturen legitimiert und stabilisiert.

Samstag, 14. September 2013

Wahl der Gewalt

"Gepflegter Diskurs"
Wenn in einem Wahlkampf zum Deutschen Bundestag Kandidaten bedroht, geschlagen, getreten und beleidigt werden, wäre normalerweise ein Aufschrei der Empörung fällig. Bei den bundesweit und durchgängig erfolgten Angriffen auf Unterstützer der Alternative für Deutschland, der Partei der Euro-Gegner, war dies nicht der Fall. Im Gegenteil, es paarten sich konsequentes Totschweigen mit klammheimlicher Freude. Offensichtlich geht es also nicht mehr um einen Zusammenhalt der Demokraten, sondern um einen Zusammenhalt der Mächtigen, zu denen die AfD keinesfalls gehören darf. Die Vorfälle im Umfeld des Wahlkampfs zeigen aber noch mehr als eine Demokratie-Inkompetenz der etablierten Parteien: Der Rechtsstaat ist auf einem gefährlichen Weg der Aufweichung von Steuerungsfähigkeit und demokratischer Kultur.

Samstag, 7. September 2013

Giftige Bomben

Es ist Zeit zu handeln. Die Lage ist unerträglich. Menschen kommen zu schade. Wir tragen Verantwortung. Diese Schlagworte passen eigentlich in jeder beliebigen Periode zur weltpolitischen Situation, aber derzeit assoziieren wir sie automatisch mit Syrien. Warum das? Weil die Medien und das in Washington beheimatete selbsternannte Weltgewissen uns das suggerieren. Unbestritten geschehen in Syrien furchtbare Dinge, aber ohne eine kybernetische Betrachtung, warum dies so ist und wie man helfend eingreifen könnte, droht die Gefahr, dass es durch jedwede Intervention schlimmer statt besser wird. Dessen ungeachtet werden aber die Kriegstrommeln geschlagen, und wir fragen uns im Durcheinander möglicher Motive hilflos, wer eigentlich ein Interesse an diesem Krieg in und gegen Syrien hat.