Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 30. November 2013

Medizinisches Handaufhalten

Nachdem die Schulmedizin nachhaltig ihre Unfähigkeit bewiesen hat, Probleme, die sich gängiger medikamentöser oder operativer Methoden entziehen, auch nur einigermaßen hinreichend zu bewältigen, wächst und wächst ein Schattenreich der Pseudomedizin. Alle möglichen Präparate und Methoden von völlig unglaubwürdig bis nicht beweisbar, von Esoterik bis zu überstrapazierter Naturheilkunde machen Milliardenumsätze. Schlimmer noch: Unser guter alter Halbgott in Weiß, der moralisch unantastbare und scheinbar unfehlbare Arzt, wird mit seinem bunten Angebot nicht seriöserer individueller Gesundheitsleistungen immer mehr zum medizinischen Äquivalent des Staubsaugervertreters.

Samstag, 23. November 2013

Schuld und Schule


Mit jedem Jahrgang verbessern sich die Noten unserer Schüler. Ein Durchschnitt mit einer 1 vor dem Komma ist inzwischen beim Abitur eher die Regel als die Ausnahme. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der Abiturienten mit Bestnote 1,0 von 2007-2011 von 455 auf 1000 mehr als verdoppelt. Die schlechteste Abitur-Durchschnittsnote unter den Berliner Gymnasien war zuletzt 2,4. Und da redet Konrad Kustos immer vom Niedergang, wo doch statistisch alles besser zu werden scheint. Demgegenüber stehen immer neue Meldungen und Erfahrungen von unglaublichen Unvermögen moderner Schüler. Ein beispielhafter Dialog: „Was ist eigentlich Infrarot?" „Das is doch das, wo man in den Arm reingucken kann mit!" Nein, liebe Schülerin, das wäre wohl Röntgen gewesen. Und wie man hört, sieht die Realität so aus, dass Handwerker selbst Abiturienten nur notgedrungen als Lehrlinge akzeptieren, weil weder deren Können noch ihre Kenntnisse für viele Jobs ausreichen. Trauen wir also eher unserer Wahrnehmung als den Zahlen, steht hinter diesen Wundernoten ein komplexes System der Selbst- und Fremdtäuschung, steht „Chaos mit System“.

Samstag, 16. November 2013

Kopfloses Kopf-Rechnen

Das Jahr 2013 nähert sich dem Ende, und das ist in vielerlei Hinsicht gut so. Beispielsweise war es das „Wissenschaftsjahr zum demographischen Wandel“, eine Kopfgeburt, die viel über die Wissenschaft selbst, aber auch viel über ihre Auftraggeber aussagt. Deutschland stirbt nach deren Erkenntnissen aus. Die Frauen wollen, so heißt es, partout nicht so viele Kinder in die Welt setzen, wie es die Demographen als erforderlich ausgerechnet haben. Es drohten demnach Folgen für die Rente, die Arbeitskräfte der Unternehmen und natürlich, aber weniger offen formuliert, den Soldatennachwuchs. Schon bald wird das Land also leer sein wie die Antarktis. Im Jahr 2050 beispielsweise werden, so sagen es jedenfalls die bestenfalls nur überforderten Demographen, hier nur noch 70 Millionen Menschen leben. 70 Millionen Köpfe? Sollte das für ein kleines Land nicht genug sein? Und reicht nicht allein diese Zahl aus, das ganze Gerede vom schrumpfenden Deutschland als das zu erkennen, was es ist, nämlich Propaganda interessierter Kreise?

Donnerstag, 14. November 2013

Neu nach-gedacht: Platzangst

So rührend menschenfreundlich war es gedacht, und doch fand es mehrfach die Kritik von Konrad Kustos: Der unter grüner Kontrolle stehende Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg duldet seit langem die Besetzung eines zentralen Stadtplatzes durch selbsternannte politische Flüchtlinge und angebliche Asylbewerber. Die sich als Revolutionäre und Systemüberwinder verstehenden Menschen sind in der benachbarten, ebenfalls seit einem Jahr besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule untergebracht. Nun hat es dort eine Messerstecherei gegeben, bei der ein 20-Jähriger schwer verletzt wurde; ein Spezial-Einsatzkommando der Polizei musste das Haus stürmen. Die grünen Zauberlehrlinge erleben jetzt die Konsequenzen ihrer falsch verstandenen Humanität.

Samstag, 9. November 2013

Besessen Bio essen

Der Edel-Italiener hat seine berühmte Bohnensuppe zwar noch im Angebot, doch verweist er auf der Speisekarte zeitgemäß darauf, welch schändliche Folgen die auf Genuss folgende Furzerei für das Weltklima hat. Was waren das noch für Zeiten, in denen man die Bohnen schlicht mied, um seine Mitmenschen nicht mit den biologischen Folgen zu traktieren. Nun wird politisch korrekt gegessen - also auch auf den schnellen Hamburger verzichtet, denn der kommt von Kühen, und na, Ihr wisst schon… Aber nicht nur wegen der großen Fragen der Welt, sondern auch hinsichtlich persönlicher Betroffenheit muss sich das Essen inzwischen ideologischer Angriffe erwehren. Ganze Kohorten von selbsternannten Ernährungsexperten erzählen uns, was unserer Gesundheit guttut. Und wie es bei Experten häufig und bei Ideologen meistens so ist, liegen sie damit ganz schön daneben. Dem Geschäft schadet es nicht: „Bio“ ist schwer angesagt.

Samstag, 2. November 2013

Mischen impossible


Vor dem Möbelgeschäft an der Ecke des bürgerlichen Wohnviertels hielt die Polizei. Der Laden mit arabischem Kitsch war eigentlich immer leer, also kam die Staatsgewalt vielleicht wegen Geldwäsche? Eine Nachfrage in der Apotheke nebenan schafft Klarheit: „Ach was, das waren die Roma mit einem Überfall, die kommen jetzt hier dauernd vorbei. Bei mir sind sie auch regelmäßig, versuchen mich abzulenken und Ware mitgehen zu lassen.“ Sagt es und zeigt ihr Pfefferspray, mit dem sie die ungewollte Kundschaft bisher noch loswird. Die Gegenseite ist aber nicht weniger unerfreulich: Hilflose Menschen werden familienweise in Zimmern zu Wucherpreisen zusammengezwängt. Ihre zivilisatorische Ferne zur deutschen Lebenswirklichkeit macht es ihnen bei besten Willen mehr als schwer, hier Fuß zu fassen. Also muss es nach zwei Texten zu politischen Begleiterscheinungen der Balkanmigration noch einmal abschließend um die „Endabnehmer“ einer verfehlten Politik gehen: um die betroffenen Menschen auf beiden Seiten. Aber wie es sich bei Konrad Kustos gehört, werden auch daraus grundsätzliche Strukturen und Prozesse des Niedergangs erkennbar werden.