Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 28. Dezember 2013

Philadelphia-Phänomen

Nicht alles ist Käse, aber mit dem Käse geht es doch eigentlich schon los: Wer hat einmal versucht, in einem Discounter seiner Wahl eine Packung Doppelrahmfrischkäse zu kaufen? Den richtigen, den weißen, den Vater aller Frischkäse? Den, der im Volksmund zumeist und zu unrecht auf „Philadelphia“ reduziert wird? Dann wisst er, wovon ich spreche. Der ist nämlich meistens nicht zu haben. Stattdessen hat der Hersteller Varianten auf Lager mit Knob- und Bärlauch, fettarm und –frei, mit Joghurt und Schmand, rot und grün, mit Kräutern und Gewürzen. So gut wie kein Mensch will das künstlich aufgepumpte Zeug essen, weshalb man in einem zerwühlten Haufen von Käsefälschungen wühlen muss, stets hoffend, doch noch ein Original zu erhalten. Für die Variante „Natur“ müsste man eigentlich inspiriert wie einst Gerd Müller exakt zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Und das Phänomen beschränkt sich keineswegs auf den einen  Hersteller. Wie kommt es trotz Marktwirtschaft zu solcher Mangelwirtschaft?

Samstag, 21. Dezember 2013

Wahnsinn dank Weihnachten

Ja, ist denn schon wieder Weihnachten? Irgendwie scheint das immer häufiger hereinzuschneien. Das kann sich ja nur um eine Verschwörung der NWO handeln, denn die ist ja bekanntlich an allem schuld. Aber da wir das, wie so vieles andere, nicht ändern können, sollten wir es vielleicht einfach mal genießen, solange es die Grünen noch nicht verboten haben, um der Diskriminierung anderer Religionen vorzubeugen. Weihnachten als Genussmittel ist aber leichter gesagt als gefeiert, wenn zuvor das ganze Jahr lang unsere persönlichen Krisen sozusagen unter den Teppich gefegt wurden. Denn dann schlägt zu Weihnachten plötzlich die Stunde der Wahrheit. Und um den kybernetischen Bogen vollends rundherum zu schlagen: Weihnachten als Fest der Liebe ist doch beinahe schon wieder ein Oxymoron, denn ebenso ist es auch das Fest der Lüge.

Samstag, 14. Dezember 2013

Sperrige Straßen



Vor einigen Jahren beschloss die Kreuzberger Bezirksverordnetenversammlung, das ist das Operettenparlament des hier schon häufiger erwähnten grünen Vorzeigebezirks der Hauptstadt, die traditionsreiche Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße umzubenennen. Ziel war es, den dort ansässigen Axel-Springer-Verlag mit einer neuen Postadresse, lautend auf den Namen seines größten Gegners, zu brüskieren. Der Verlag zückte kaum beeindruckt das Scheckbuch und verlegte kurzerhand und aufwändig seinen Haupteingang um die Ecke in die dank intensiver Lobbyarbeit ebenfalls umbenannte neue Axel-Springer-Straße. So ist das, wenn sich die Unterschiede von Politik und Kindergarten verwischen. Doch die Zeit solcher Tollheiten ist noch lange nicht zu Ende, wie Gastautor Bernhard Kempen zu berichten weiß.

Samstag, 7. Dezember 2013

Kompetenz und Dekadenz

Nach einer Studie der FU Berlin können viele Jugendliche nicht zwischen Demokratie und Diktatur unterscheiden. Rund 40% von ihnen sehen kaum Unterschiede zwischen Nationalsozialismus, der DDR oder der Bundesrepublik und sogar die Hälfte der Befragten hält die alte Bundesrepublik von vor der Wiedervereinigung für ein undemokratisches System. Das ist zwar offensichtlicher Blödsinn, aber blöderweise anscheinend Bestandteil des Volksbewusstseins. Als verantwortlich dafür muss dann bei Kritikern gerne die Schule herhalten, doch die ist nur ein Teil des Problems und selbst die Summe der Teile beschreibt nur mangelhaft das Ausmaß des Dramas.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

kurz-geklagt: Show-Rassismus

Die Debatte zum Rassismus krankt unter anderem daran, dass es keine vernünftige Definition gibt, was das eigentlich sein soll. Unterstellt wird ein irgendwie weiter gültiger Rassenbegriff der Nazis, doch wissenschaftlich gibt es gar keine Rassen mehr - höchstens noch in Form von Rassekatzen o.ä.. „Rassismus“ ist stattdessen mehr und mehr zum ideologischen Kampfbegriff geworden und schließt nationale, xenophobe und kulturelle Konflikte kurzerhand ein. Dennoch kann ein präzise verwendeter Begriff „Rassismus“ helfen, weitverbreiteten Ungerechtigkeiten gegen andere Kulturen und deren Mitglieder entgegenzutreten. Das funktioniert allerdings nur solange, wie der Begriff nicht weiter für absurde Ränkespiele missbraucht wird. Den bisherigen Höhepunkt in dieser Disziplin beschreiben die Vorgänge um die FIFA-Party am kommenden Freitag. Der FIFA, dem Weltfußballverband und damit Vertreter von knapp 300 Millionen Sportlern, wird tatsächlich vorgeworfen, rassistisch zu sein, weil die geplanten Moderatoren der Show hellhäutig sind.