Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 26. Juli 2014

Neuer Anschluss-Ausschluss

Quelle: toonpool.com
Wenn es jemals berechtigte Schadenfreude gegeben hat, dann war's in dem Moment, als ein findiger Facebook-User die Seite des Konzernchefs Zuckerberg hackte. Doch das Lachen blieb uns im Halse stecken, denn die Details der Geschichte führen uns den Zustand der hochgelobten Servicegesellschaft schonungslos vor Augen. Der User hatte nämlich ein weitreichendes Sicherheitsleck gefunden und wollte das freundlicherweise dem Konzern kommunizieren, doch er kam mit seiner Leck-Info nicht gegen die Leck-mich-Mentalität der Facebook-Mitarbeiter an. Mehrere Kommunikationsversuche wurden ignoriert, und erst als der User seine Erkenntnisse direkt auf die persönliche Seite von Zuckerberg schrieb, gab es eine Reaktion: Innerhalb von wenigen Minuten wurden ihm sämtliche Zugänge zum Netzwerk gesperrt. Ein prominenter Fall, aber natürlich durchaus kein einzelner. Wir alle haben solche Erfahrungen mit Dienstleistern gemacht, die uns immer mehr zu deren bloßen Verdienst-Leistern machen. Schon am 16. Oktober 2011 berichtete Konrad Kustos von einem ganz persönlichen Service-Schicksal:

Samstag, 19. Juli 2014

Neues Radio Gaga

Unablässig bedudelt uns unsere Umwelt mit Botschaften: kaufe dies, vermeide jenes, beachte folgendes. Wir helfen uns, indem wir unsere Wahrnehmung weitgehend auf Durchlass schalten, aber der verbleibende Sortiervorgang ist dennoch unbefriedigend und zermürbend. Denken wir nur an die Botschaften der Autowerbung, die meist in lupenreinem Denglisch an uns vorbeiargumentieren, wie eine Kölner Agentur bei einer repräsentativen Umfrage herausgefunden hat. Nur vier von zwölf Slogans wurden von der Mehrheit wie gemeint verstanden. Sogar kein einziger der mehr als 1000 Befragten wusste Mitsubishis „Drive @ Earth“ zu interpretieren. Anstatt hier die Ökoparole zu erkennen, übersetzen die Probanden: „Fahre bodenständig“ oder besonders sinnig „Fahre auf der Erde“. Aus Renaults „Drive the change“ (Erfahre die Veränderung) wurde so „Wechsle den Fahrer“ oder „Fahre mit Wechselgeld“. Den umgekehrten Weg geht das Radio, das uns mit derart seichten Botschaften bedudelt, dass als einzig mögliches Unverständnis verbleibt, warum sich das irgendjemand überhaupt anhört. Eine Frage, die hier schon einmal am 9. Oktober 2011 gestellt wurde:

Samstag, 12. Juli 2014

Neues Schwarz auf Weiß

Quelle: jebac.wordpress.com
Der Profisport ist geradezu ein Labor für die Veränderung von Verhaltensweisen und Alltäglichkeiten im Zeichen des Niedergangs. Kaum vorstellbar beispielsweise, dass Freaks, die solche Frisuren tragen wie (nicht nur) die Franzosen bei der WM, je ein Spiel gewinnen könnten. Was sie dann aber doch bisweilen tun. Verwirrende neue Welt - auch auf der Tribüne: Zumindest die Kameras zeigen uns massenhaft Menschen, die sich im Zeichen der guten Laune bis zur Unkenntlichkeit maskieren und entstellen. Sie schwitzen unter dicken Wollmützen und Kostümen, und der Schweiß lässt ihre kunstvoll aufgemalten Selbstverfremdungen ihnen in den Kragen fließen. Wer (jedenfalls meistens) mit  schönerem Körper gesegnet ist, entblößt diesen auf der Suche nach Aufmerksamkeit, soweit es irgend geht. Wenn dann die Kamera die Feierbiester einfängt, ist es egal, welche Klatsche das eigene Team gerade bekommt, denn da wird gelacht und gefeiert, als wäre man beim Mainzer Karneval oder auf einer Schwulenparade. Abends dann donnern in Berlin betrunkene Türken mit ihren Sportwagen und 120 km/h  über den Kudamm, brüllen „Schland“ und schwenken deutsche Fahnen. Der Fußball wird bei all dem zur Nebensächlichkeit. Zu Eventfußball eben. Auf dem Rasen wird das ihnen ja auch vorgemacht. Etwa wenn Spieler nach brutalen Fouls für den am Boden liegenden Gegner noch die gelbe Karte fordern. Die Welt wird so zum Ort für Schauspieler und Entertainer. Alles Lüge also, und das galt auch schon am 4. Dezember 2011, wie Konrad Kustos damals berichtete.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Nach-Gedacht: Grüne Gründerzeit

Soeben faszinierte uns der grüne Europa-Abgeordnete Michael Cramer mit seinem Vorschlag, die Belieferung der Millionenstadt Berlin weitestgehend Rikschafahrern zu überlassen. Als Belohnung für diese intellektuelle Großtat hat Europas Elite ihn nun zum Vorsitzenden des Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments gewählt. Wenn das nicht ein neuer Beleg für das Paul-Prinzip ist, nach dem jeder in der Hierarchie nur steigen kann, wenn er seine Inkompetenz hinreichend nachgewiesen hat. Cramer schreibt bei Facebook: „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen, die mich in Zukunft erwarten.“ Diese Freude ist ganz seinerseits. Doch dass die Grünen nicht nur einen Kasper haben, sondern ein ganzes Kasperletheater sind, zeigt zeitnah ein youtube-Spot grüner Europa-Abgeordneter, der jeden, der ihn gesehen hat, fassungslos zurücklässt. Besonders Terry (rechts) ist die Inkarnation des Fremdschämens. Schon als normaler Bürger wäre Terry ein Schlag ins Gesicht der gesamten Menschheit, aber solche Leute dürfen nun über unser Schicksal mitbestimmen. Tun wir also, was uns noch bleibt: Lachen wir! Dabei hilft vielleicht auch eine Version des Auftritts aus kabarettistischer Sicht.

Samstag, 5. Juli 2014

Neues Lied-Leid

Dass Musik eine vernichtende Wirkung entfalten kann, versicherte uns schon das Alte Testament mit seiner Geschichte von den Posaunen von Jericho. Auch aus eigener Erfahrung kennen wir die schweren psychischen Störungen, die beispielsweise Heinos Interpretation von „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ oder Rapmusik in der Nachbarwohnung auslösen kann. Neu ist die Information, dass die britische Handelsmarine Musik von Britney Spears nutzt, um damit vor der Küste Somalias Piraten zu vertreiben. Im Nachhinein stellt sich nur die Frage, warum man da nicht eher drauf gekommen ist. Immer wieder wird Musik aber auch politisch instrumentalisiert. Erst kürzlich wurde hier auf die famose Performance von Conchita Wurst beim ESC hingewiesen, die einerseits unser Gehirn für neue Denkweisen öffnen konnte und andererseits zur antirussischen Propaganda genutzt wurde. Wie Musik bisweilen auch in den Mühlen der Political Correctness zermahlen werden kann, zeigte der Skandal um den verhinderten Echo-Auftritt der Tiroler Heimatband „Freiwild“. Schon am 25. September 2011 hatte ein ähnlicher Vorfall die Aufmerksamkeit von Konrad Kustos gefunden:

Dienstag, 1. Juli 2014

Nach-Gedacht: Zurück in die Zukunft


Manchmal ist es faszinierend, wie schnell Kustos-Themen von der Wirklichkeit eingeholt werden. Gerade erst wurde hier unter dem Titel „Zurück in die Zukunft“ darüber geklagt, wie Obrigkeitsdenken und Gutmenschentum die selbstregulierenden Kräfte einer Gesellschaft aus den Angeln heben will. Es ging um Berliner Milieuschutzgebiete, in denen derzeit geltendes Recht mit Hilfe lokaler Doktrinen außer Kraft gesetzt wird, um die Mieten der Anwohner auf Kosten von Wohnungseigentümern und Stadtentwicklung zu deckeln. Nun setzt die Berliner SPD noch einen drauf, indem sie in diesen „sozialen Erhaltungsgebieten“ auch die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen untersagen will. Das ist nicht nur ein Angriff auf das Eigentumsrecht und damit auf die freiheitliche Marktwirtschaft, sondern ein Angriff auf die Grundlagen unserer freiheitlichen Ordnung.