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Samstag, 16. August 2014

Neue erträgliche Umwelt

Damit wir ihnen glauben, müssen Wissenschaftler nicht logisch sein, sondern nur so klingen. Die wissenschaftliche Seriosität bei einem hier interessierenden Programm zur Erforschung eines eben mal vorausgesetzten Klimawandels auf die Gebirgsvegetation erschließt sich schon daraus, dass die Studie ganze sieben Jahre währte, während es ein Grundsatz der Klimaforschung ist, Entwicklungen unterhalb eines 30-Jahre-Beobachtungszeitraumes dem Wetter oder der Witterung, niemals aber dem Klima zuzurechnen. Weil sich nun auch noch herausstellte, dass in den meisten Regionen die Artenvielfalt sogar zunahm, musste zur Erreichung des Klassenziels diese Beobachtung kurzerhand als „Übergangsstadium“ deklariert werden. Auf solcher Grundlage kann der Biologe und Klimafolgenforscher Harald Pauli dann seine so teure wie wertlose Erkenntnis gewinnen, nach der manche Pflanzenarten klimabedingt sehr schnell ausstürben, dem aber gleich folgen lassen, die beobachteten Pflanzen hätten einen langen Lebenszyklus und reagierten nicht leicht auf kurzfristige Einflüsse. Ein Statement mit Hohlspiegel-Qualitäten. Erst recht, wenn man weiß, dass für diese Erkenntnis ein Beobachtungsprogramm in mehr als 100 Untersuchungsgebieten auf sechs Kontinenten nötig war. So geht es in der Gefälligkeitswissenschaft landaus, landein, wie hier schon am 20. November 2011 bekundet wurde:

Leute, die durch die Gegend laufen, und sagen, dass sie am liebsten der Umwelt den Garaus machen würden, sind relativ selten. Die Welt zu erhalten, auf der wir leben, ist derart abstrakt gesehen ein Thema, über das es keine zwei Meinungen geben dürfte. Gerade deshalb ist es so erfolgversprechend, auf dem üppig sprießenden Feld der Umweltbesorger persönliche Ernten einzufahren. Aber nur für den, der es schafft, aus all den naturgegebenen Umweltfreunden wie Du und ich herauszuragen. Das ist nicht einfach, denn fantasielos, wie Karrieristen sind, fällt ihnen meist nur die Übertreibung des Problems und die Verkürzung der Zusammenhänge ein. So wird aus Umwelt-Engagement innerhalb dieser Strukturen schnell Umwelt-Fundamentalismus. Und wie wir wissen, kreiert Fundamentalismus am Ende nach dem Aktivistentum den Terrorismus.

Doch Terrorpraktiker wie die von der Earth Liberation Front, die kürzlich einen Anschlag auf das IBM-Nanotechnologiezentrum in der Schweiz verüben wollten oder Tiere befreien, die dann in der für diese feindlichen Freiheit verenden, sind nur ein paar arme Irre und nicht das Problem. Das entsteht dort, wo aus Theorie Terror wächst, wo übersteigertes Denken und Handeln von Wichtigtuern und Gewinnsuchenden Strukturen schafft, die Schaden statt Nutzen anrichten. Wenn also Energiesparlampen gesetzlich verordnet werden, die nicht nur Umweltbomben, sondern mit ihrem kalten Licht auch noch Depressionsstifter sind, wenn alte, gut isolierte Wohnhäuser gesetzlich und umweltschädlich wärmegedämmt werden müssen und dadurch die Mieten ins kaum Bezahlbare gesteigert werden, wenn eine neue Energielobby aufgebaut wird, die mittels vom Verbraucher zu zahlender Subventionen schönste Landschaften mit in vielerlei Hinsicht problematischen Windenergieanlagen zustellt. Im ideologischen Biotop des Umweltschutzes wächst die schädliche Monokultur des Verlustes von Effektivität und Verhältnismäßigkeit.

Da ist dann auch jede Lüge gerechtfertigt, denn – siehe oben - es geht ja um das Gute an sich. Der UNO-finanzierte Weltklimarat erzählte beispielsweise seit 1996 Jahr um Jahr (und bestätigt von Hunderten seiner Experten), dass bedingt durch das ominöse Global Warming bis 2350 alle 500.000 bis eine Million Quadratkilometer Gletscher des Himalajas abgetaut sein werden. Erst 2010 ließ sich nicht länger leugnen, dass der ganze Himalaja überhaupt nur 33.000 Quadratkilometer Gletscher besitzt. Wie viel davon im Jahr 2350 (!) noch da sein werden, wissen sowieso höchstens die Eisheiligen.

Oder man fokussiert auf ein griffiges Thema wie das eigentlich lebensnotwendige Kohlendioxid und vernachlässigt dabei andere, eigentlich offensichtliche Gefahren. So war bisher der Dieselruß ein Randthema, doch in letzter Zeit, gibt es selbst innerhalb der Umweltbürokratie vorsichtige Stimmen, dass der Ruß aus Kraftfahrzeugen, Schiffsmotoren oder Baumaschinen genau die Schäden hervorrufen könnte, die dem Kohlendioxid mühsam angedichtet werden mussten: Gesundheitsschäden, Eisschmelze in der Arktis, Niederschläge und Welterwärmung.

Oder man unterschlägt einfach die Informationen, die das Lügenfundament des eigenen Erfolgsmanagements wackeln lassen könnten. So weiß kaum jemand der gutgläubigen Umwelt-Untertanen, dass die angeblich vom steigenden Meeresspiegel zum Untergang verurteilten Malediven in den letzten Jahren durch Anlandung und Korallenbildung an Fläche gewonnen haben. Kaum bekannt ist auch die Erkenntnis australischer Forscher, dass Korallenriffe durch eine Klimaerwärmung nicht Schaden nehmen würden, sondern widerstandsfähiger werden und schneller wachsen.

Allen Beispielen gemein ist, dass die Komplexität der Welt bewusst oder unbewusst, in jedem Falle aber unzulässig reduziert wird. Man suggeriert, dass es einen geraden, linearen Weg vom Problem zur Lösung gibt. Wenn das offensichtlich nicht so ist, wird entweder an der Lösung (untaugliche Energiesparlampen) oder am Problem (menschgemachte Klimaerwärmung) manipuliert. Wenn aber die Dinge nicht komplex, oder präziser gesagt „kybernetisch“, betrachtet werden, ist selbst dann, wenn gar kein böser Karrieristenwille dahintersteht (so selten das auch der Fall sein mag) Schaden programmiert.

Wir sind seit Jahrtausenden gewohnt, dass Systeme immer komplexer werden – der Mensch ist so ein komplexer werdendes System, die Zivilisation ebenfalls oder schlicht das Innere eines Fernsehers. Warum also optimiert sich nicht auch das System der Problemfindung oder -lösung? Weil es in einer immer komplexer und schwerer durchschaubar werdenden Umgebung die kontraproduktiven Systeme der Täuschung und der individuellen Vorteilsnahme immer leichter haben, auf Kosten der Allgemeinheit zu agieren. Der Erfolg gibt ihnen scheinbar recht.

So ein Prototyp des Erfolgreichen durch Manipulation der Massen und Verkürzung eines wichtigen Themas ist der amerikanische Global-Warming-Guru Al Gore. Keine Lüge war ihm zu dreist, kein Fakt zu gesichert, kein Pathos zu schmierig, um sich auf einer Bugwelle undifferenzierter Umweltsehnsucht an die Spitze des Eisbergs spülen zu lassen. Am Ende stand der Nobelpreis für einen gefährlichen Blender, der so umweltfreundlich scheint wie Frau Holle und so umweltfeindlich ist wie ein Sack Asbest. Ein Karrierist, bei dem es einen im Nachhinein froh stimmt, dass einst „nur“ ein Idiot wie Bush die amerikanische Präsidentenwahl gewann und nicht ein gewissenloser Verführer und Machtmensch wie Gore.

Und Erfolgreiche wie er neigen dazu, ihr Erfolgsmodell, koste es, was es wolle, durchzuziehen. Erst recht dort, wo sie die Wahrheit erst mühsam korrigieren mussten, um überhaupt erfolgreich sein zu können. Dabei schaffen sie Netzwerke der Täuschung, deren Möglichkeiten über die einzelner Profiteure weit hinausgehen.

Uns bleibt da nur, kritischen Widerstand zu leisten, indem wir den einfachen Antworten und Lösungen misstrauen. Hinterfragen, auch wenn es schwerfällt, wo doch einfache Lösungen so attraktiv scheinen. Tun wir das nicht, werden Glaubwürdigkeit, Attraktivität und Funktionalität der „guten Sache“ beschädigt. Tun wir das nicht, werden die Strukturen weiter destabilisiert und chaotisiert. Tun wir das nicht, wird das System des Niedergangs sich weiter selbst bestätigen - nicht nur in der Umwelt der Umwelt.

Kommentare:

  1. Und Du klingst nicht mal seriös.

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  2. Ja auch in der Schweiz wird der Klimawandel den Merkel und Co. vorgebetet haben, nachgebetet. Kernenergie per se schlecht, aber Import aus französischen KKW und deutschen Kohlekraft ist gut! Wegen der Subventionsflut für deutsche Sonnen- und Windkraft rentieren unsere Wasserkraftwerke nicht mehr. So werden Ausbaupläne an bestehenden Wasserkraftwerken verschoben oder von den Naturschützern verhindert. Ihren Bericht sollte in den grossen Zeitungen veröffentlicht werden!

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    1. So was kommt da nicht, das ist eben das Problem. Manipulation über einseitige Information.

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    2. Dennoch hat natürlich jedeR, der oder die es wissen will, die Möglichkeit, sich Informationen zu verschaffen.

      Ich wünsche allen Beteiligten ein wenig Eigeninitiative beim kritischen Hinterfragen und grüße herzlich aus dem 7gebirge

      Annette S. aus K.

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  3. Schon immer hat das Volk den Märchenerzählern geglaubt.

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  4. Die "allwissenden Journalisten" der "Mainstream-Medien" werden durch die noch allwissenderen Blogger ersetzt. Ist ja so schön einfach, erst ganz kybernetisch auf die Komplexität der Welt hinzuweisen und diese dann auf ein paar Soundbites zu reduzieren. Sollen doch andere den Augiasstall der Pseudoaussagen ausmisten.

    Danke auch. Ich schalte lieber meine warme LED-Tischlampe an und sortiere noch ein paar Briefmarken. Weltretten verschiebe ich auf morgen.

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    1. Also, ich finde es nicht verwerflich, kritisch zu hinterfragen, was einem Medien und Unternehmen in puncto Klimaschutz erklären. Mit dem Thema lässt sich eben mittlerweile gut Geld verdienen. Trotzdem sollte man es nicht übertreiben, ansonsten landet man nur in der Schublade der Verschwörungstheoretiker und wird unglaubwürdig. Wenn ich beispielsweise bei Lyoness einkaufe und mir gesagt wird, dass ein Teil des Geldes an die ... (Spam) geht, vertraue ich darauf, dass das stimmt. Wenn ich es nicht tue, kann ich generell unser ganzes System in Frage stellen, denn ohne ein gewisses Grundvertrauen geht es einfach nicht.

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