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Samstag, 20. Dezember 2014

Wahnsinn trotz Weihnachten

Bildquelle: www.ruthe.de 
Liebe Freunde und Freundinnen (und alle, die sich zurückgesetzt fühlen könnten, weil sie noch nicht oder nicht mehr Freunde sind oder welche haben), bitte nehmen Sie ohne weitere geforderte oder unausgesprochene Verpflichtung meine besten Wünsche für eine umweltbewusste, sozial verantwortliche, stressarme, konsumterrorfreie, geschlechtsneutrale Feier der Wintersonnenwende entgegen. Selbstverständlich darf bei diesem Wunsch vorausgesetzt werden, dass er in Einklang steht mit Ihren Traditionen, religiösen Überzeugungen oder säkularen Praktiken unter Respektierung der Traditionen, religiösen Überzeugungen oder säkularen Praktiken anderer und natürlich deren freier Wahl, keinerlei religiöse oder säkulare Traditionen überhaupt zu praktizieren.


Dieser Wunsch schließt stimmungsvolle Feiertage mit möglichst geringfügig global erwärmten Schnee und effektvoll verträglichen Bioeiszapfen ein. Das Festessen möge cholesterinarm, glutenfrei und ohne die gesundheitliche Beeinträchtigung von Tieren oder anderen Lebewesen zustandegekommen sein. Bei eventuellen Geschenken, die nur dann konsumorientiert sein sollten, wenn damit das wirtschaftliche Wachstum und dadurch wiederum die Sicherung von Arbeitsplätzen verbunden ist, sollte auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit geachtet werden. Wenn Ihre Vorstellungen Besinnlichkeit einschließen, ist das Fest eine jährlich einmalige Gelegenheit, über den Weltfrieden und globale Gerechtigkeit nachzudenken.

Ebenso wünsche ich Ihnen in diesem Zusammenhang, aber ohne damit Konsumorientiertheit zu unterstellen oder anzuregen, ein finanziell erfolgreiches, persönlich erfüllendes und medizinisch unkompliziertes Jahr 2015, unter der Voraussetzung, dass der allgemein akzeptierte Kalender solange seine Gültigkeit behält, und nicht ohne Respekt für die Kalender, die für andere Kulturen wichtig sind und deren Bekenntnis zu unserer Gesellschaft hilft, diese Welt großartig zu machen. Ich versichere Ihnen, dass mein Wunsch keine bestimmte Rasse, kein Bekenntnis, keine Hautfarbe, kein Alter, keine körperlichen Fähigkeiten und keine religiösen Ansichten oder sexuellen Vorlieben voraussetzt.

Mit der Annahme meines Grußes akzeptieren Sie folgende Bedingungen: Für diese Grüße kann es möglicherweise notwendig werden, sie zu präzisieren oder zu widerrufen. Sie können, vorausgesetzt sie werden nicht verändert, an jeden Mann, Frau und Person beliebigen Sondergeschlechts und Nichtgeschlechts weitergeleitet werden. Der Wünschende schließt mit ihnen keinerlei Versprechungen hinsichtlich einer tatsächlichen Verwirklichung der Inhalte der Grußbotschaft für Sie oder andere ein. Die Wünsche sind ungültig, wo sie gesetzlich verboten sind, und jederzeit vom Wünschenden widerrufbar.

Die Wunschbotschaft ist zur angegebenen Verwendung und unter den üblichen Bedingungen für Wünsche und Verheißungen gültig für die Dauer eines Jahres oder bis neue Regeln für ein noch zu bestimmendes Feiertagsgrüßen erlassen werden. Die Garantie auf diesen Wunsch beschränkt sich auf einen direkten Ersatz oder aber Austausch gegen einen neuen nach dem alleinigen Ermessen des Wünschenden.

Der Wünschende versichert, keine Tiere, Bäume oder andere Lebewesen mit dem Versenden dieser Botschaft beeinträchtigt zu haben, allerdings wurde zu seinem erklärten Bedauern eine relevante Zahl von Elektronen in ihrer Bahn behindert und damit der CO2-Ausstoß erhöht. Mit dem Wunsch ist deshalb die ausdrückliche Hoffnung verbunden, dass er nicht zum Auslöser der/einer globalen Katastrophe aus Ihrem persönlichen Schreckensszenario wird.

Wenn Sie dieser Weihnachtsgruß irritiert oder verärgert, dürfen sie die Acht goldenen Worte des korrekten Miteinanders rezitieren: „An dem, was Du sagst, ist etwas dran.“

Ihr Konrad Kustos


(Entstanden auf Basis einer im Internet kursierenden englischsprachigen Vorlage)

1 Kommentar:

  1. Herrlich. Und auch fraulich!

    Ich erwidere die guten Wünsche, was keinesfalls als Zurückweisung erlebt werden sollte - aber im Zuge des Kampfes gegen Diskriminierung natürlich so empfunden werden dürfte, wo kämen wir denn da hin?

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