Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 26. Dezember 2015

Glatze heißt nicht gut frisiert

"Wichsen mit Warp"
Sexuelle Praktiken des Niedergangs
Im mexikanischen Bundesstaat Senora darf jetzt niemand mehr den Vornamen Unterhose bekommen, meldete die Presse. Auch Hodensack oder Beschneidung wurden föderal auf die Rote Liste gesetzt. Im Umkehrschluss heißt das wohl, dass dies im Rest von Mexiko sehr wohl möglich ist - und im Rest der Welt wohl auch. Die grenzenlose Freiheit des Individuums, Schaden anzurichten, solange es sich nicht gegen das politisch-ideologische System richtet, erschließt sich immer wieder neue Wirkungsgebiete. Eine solche so eigenwillige wie zeitgemäße Interpretation des Begriffs Freiheit ist eine „Errungenschaft“ der Aufklärung - und wer will heutzutage nicht aufgeklärt sein. Vielleicht der kleine Hodensack Müller, der zeitlebens eine kollektive Lachnummer sein wird. Freiheit ohne die dazugehörige Verantwortung richtet Schaden an - manchmal sogar bei dem mit seiner Freiheit überforderten Individuum selbst. Selbst und gerade wenn es um die intimsten Bereiche geht.

Samstag, 19. Dezember 2015

Weihnachten für Wahnsinnige

Biblische Weisheiten als Auslaufmodell
„Es begab sich aber zu jener Zeit, dass ein Gebot ausging von Kaiserin Merkel, dass alle Welt willkommen sei. Und jedermann kam, dass er sich begrüßen ließe, ein jeder nach Deutschland und wie es ihm gefiel. Und alsbald waren da die medialen Heerscharen, die lobten Merkel und sich selbst und versprachen für Menschen ihres Wohlgefallens den Frieden auf Erden.“ So ungefähr könnte sie lauten, die Weihnachtsgeschichte der Gegenwart, doch ein Erlöser findet sich darin nicht mehr. Brauchen wir auch nicht mehr, lehrt uns doch die Aufklärung als bestimmende Religion der Neuzeit, dass jeder Einzelne über der Realität steht, also sozusagen gottgleich ist. Den mangelnden Realitätsbezug hatten aber schon die alten Evangelisten in ihrer ursprünglichen Weihnachtsbotschaft: Sie sind unglaubwürdig, später verfälscht und widersprechen sich obendrein.

Samstag, 12. Dezember 2015

Mitleid, Mitleid über alles…


"Hab Mitleid mit Mäusen,
sonst setzt es was..."
Bildquelle: Ziggenheimer
Psychologie und Psychose einer Bewegung
Die gute alte Lichterkette ist wieder da. Ganz nach dem Motto  „Zeichen setzen“ sollte Mitte Oktober eine 30 Kilometer lange menschliche Ost-West-Kette für die „Willkommenskultur“ durch die Hauptstadt reichen. Unter so viel Gleichgesinnten kann man sich sonst ja auch nur beim Public Viewing oder im Ballermann wohl fühlen. Die gute Nachricht ist, dass dieses Zeichensetzen für die Ausgrenzung anderer Meinungen und eigener Vernunft schlichtweg scheiterte. Noch erfreulicher war die Begründung für die Aktion: Die Akzeptanz der Deutschen für Flüchtlinge bröckele ganz stark. So gesehen wurden an diesem Tag tatsächlich Zeichen der Hoffnung gesetzt, doch es gibt so viele andere Zeichen, die nicht viel Hoffnung übriglassen. Ausgrenzung von Andersdenkenden und na(r)zisstisches Sichselbstfeiern gehört inzwischen für „die Bewegung“ zur Tagesordnung. Normal ist das nicht: Begeben wir uns auf die mentale Spurensuche.

Samstag, 5. Dezember 2015

Hass als Kunstform

"Es war einmal...."
Quelle: blog.theater-nachtgedanken 
Kunst im Dienst der Repression
Xavier Naidoo könnte äußerlich durchaus als Flüchtling durchgehen, ist nicht verdächtig, dem Arier-Kult zu huldigen und in einem Business tätig, in dem normalerweise jeder Scheiß abgefeiert wird. Doch der Sänger, der mit seinen Schmuseschnulzen noch keinem außer dem guten Geschmack auf den Fuß getreten ist, hat zwei Fehler gemacht, die in Zeiten der Gutmenschendiktatur unverzeihlich sind: Er hat seinen eigenen Kopf zum Denken benutzt und sich zu dem Land bekannt, das (bisher) für sein Wohlergehen gesorgt hat. Nun müssen wir nicht streiten, ob bei diesem Kopfbenutzen viel Substanzielles herausgekommen ist, aber wir müssen erneut das Recht der freien Meinungsäußerung einklagen. Und hier hat der Fall Naidoo, dem seine Nominierung für den ESC auf Druck „der Öffentlichkeit“ wieder entzogen wurde, vielleicht für eine Trendwende gesorgt. Plötzlich gab es Fürsprecher für den Ausgestoßenen. In der Regel sind Künstler aber weniger die Opfer als die Täter, manchmal sogar unbeschreiblich vulgär und aggressiv, wie es in Berlin gerade die Schaubühne praktiziert. Die Kunst wird so zum Steigbügelhalter der neuen Gesinnungsdiktatur, es entsteht nach der Gleichschaltung der Medien eine weitere fatale Kollaboration von Herrschaft und ihren eigentlichen Kontrollmechanismen.

Samstag, 28. November 2015

Gender-Sex

Quelle: toonpool.com
Frauenlust auf Krankenschein

Vor einigen Monaten, als die wundersame Volksvermehrung noch nicht so richtig abzusehen war, hatte die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig nicht nur die übliche Schlagseite, sondern auch eine kleine Schlagzeile. Sie will die finanzielle Unterstützung für eine künstliche Befruchtung, die bislang nur Verheirateten vorbehalten ist, auch Paaren ohne Trauschein zukommen lassen. Sie selbst hat das ja nicht nötig, denn erstens ist sie verheiratet und zweitens gerade schwanger, aber, wie wir wissen, kümmern sich unsere Politiker und natürlich erst recht unsere Politikerinnen vorbildlich um all die Dinge, die die Wenigsten interessieren. Dass sich nach Verwirklichung ihrer Pläne auch Singles diese Förderung besorgen würden, hat sie entweder nicht bedacht oder es ist ihr egal oder eben sogar gewollt. Dabei wäre dieser Versuch, das Volk um neue billige Arbeitskräfte und teure Konsumenten aufzustocken, indem man Kinder in sozial instabile Beziehungen oder eben Nicht- Beziehungen hineingebären lässt, gar nicht nötig gewesen, denn die Pharma-Industrie erledigt das demnächst viel effektiver: Flibanserin ist auf dem  Markt, um die Lust der Frauen zu stärken. Das wird lustig.

Donnerstag, 26. November 2015

Kustos kopiert: Halb wahr ist auch gelogen

Das politische Magazin „Cicero“ ist keineswegs ein Blatt der Flüchtlingskritiker, eher das Gegenteil, aber es gibt dort noch einen Binnenpluralismus. Dem verdanken wir eine sachliche Gegenüberstellung der politisch lancierten „Halb“wahrheiten zur Flüchtlingspolitik mit der Realität. Der Autor Alexander Marguier schreibt zum Wahrheitsgehalt offizieller Verlautbarungen und ihrer gleichgeschalteten Verwertung: „Es sind Erklärungsmuster, die inzwischen in jeder Talkshow bemüht werden; Sätze, die jeden Tag in Zeitungen zu lesen sind; politische Statements, die ganz offensichtlich nur zur Beschwichtigung dienen sollen. Natürlich kann es nicht Aufgabe der Politik sein, Ängste zu schüren. Aber ein konsequentes Abstreiten von Problemen wird auf Dauer zwangsläufig dazu führen, dass die gesellschaftliche Spaltung weiter zunimmt. Deswegen wäre ein bisschen mehr Ehrlichkeit das Gebot der Stunde.“ Marguiers Gegenüberstellung von Lüge und Wahrheit folgt hier im Anschluss, aus presserechtlichen Gründen auf das Wesentliche gekürzt.

Samstag, 21. November 2015

Einwanderland wird abgebrannt

"Der Meeresspiegel steigt..."
Quelle: Oliver Schopf
Unter dem Eindruck der Untaten von Paris gibt es heute an dieser Stelle das, was es hier eigentlich nie geben sollte: eine Wutrede. Konrad Kustos hat den Anspruch, die Dinge von mehreren Seiten und in ihrer kybernetischen Verschränkung zu betrachten. Er will normalerweise das zeigen, was unter der Oberfläche des Offensichtlichen an wirklichen Triebkräften existiert. Er ist ein Angebot, durch Nachdenken zur Kooperation zurückzufinden. Doch angesichts der gegenwärtigen Umgestaltung der Welt sei auch mir einmal erlaubt, Stellung zu beziehen. Bevor es in 14 Tagen mit einer psychologischen Analyse des Gutmenschentums wieder sachlich weitergehen wird (und in der kommenden Woche hoffentlich mit einem ganz anderen Thema Luft geholt werden kann), nehme ich mir die Freiheit, in einer mehr oder weniger ungeordneten Gedankenkette das Absurde absurd, die Willkommensjubler Schwachköpfe und die Verantwortlichen die Verbrecher zu nennen, die sie sind. Dieser Text hat aber auch einen ganz rationalen Grund: Wer sich angesichts der politischen Entwicklung heute nicht im Widerstand positioniert, wird sich von künftigen Generationen genau die essentiellen Fragen stellen lassen müssen, die die Nachweltkriegsgeneration ihren Eltern gestellt hat. Und die Antwort wird angesichts des Ausmaßes der Vernichtung nur ein peinliches Schweigen sein können.

Samstag, 14. November 2015

VerFlucht

"Ernsthafte Absichten?"
Quelle: Zeit.de
Die Hessische Niedersächsische Allgemeine (HNA) hat im Gegensatz zum Mehrheitsmedienbrei zwei Vorteile: Sie ist stark lokal orientiert, und sie verzichtet grundsätzlich auf Texte und Fotos der Staatsagentur dpa. Vielleicht erfährt man deshalb hier mehr über die real existierende Flüchtlingskultur des Deutschen Herbstes. Etwa, dass einer Ärztin im Flüchtlingslager Calden (Kapazität: 1000 Flüchtlinge, Besetzung: 1400) ein männlicher Patient mit der Faust in den Bauch schlug und dass die Frau dort weiter arbeitet, allerdings nur unter Polizeischutz. Wir können lesen, dass es zu einer Massenschlägerei mit 14 Verletzten (drei Polizisten) unter 400 Flüchtlingen kam, dass es 60 Verletzte in einem Zelt bei einer Reizgasattacke durch rivalisierende Flüchtlinge gab usw. Die Polizei räumte dort ein, dass in den Lagern rechtsfreie Räume entstehen. Auch wenn uns andere Medien mit solchen Details der Flüchtlingspolitik eher selten konfrontieren, können wir uns auch sonst ziemlich genau vorstellen, was passiert, wenn man Menschen unter diesen Bedingungen zusammenpfercht.

Samstag, 7. November 2015

Denkst Du noch, oder hilfst Du schon?

"Danke, Germany"
Quelle: dasjahrbuch.de
Die Moral hat einen Januskopf. Dieser teilt sich nicht in ein lachendes und ein weinendes Gesicht, sondern ein verlogenes und ein wertschöpfendes. Nachdem vor einer Woche hier die verlogene Moral der Flüchtlingskritikerkritiker kritisiert wurde, stellt sich nun die Frage nach dem wahren Nutzwert der aktuellen Flüchtlingspolitik. Unstrittig ist wohl, dass die Politik der offenen Grenzen einem Höchstmaß an bedrohten Menschen eine Zuflucht bietet. Angesichts der verunsichernden Menge und Größe der durch die Flüchtlinge induzierten Probleme neigen selbst die Realisten dazu, dies zunehmend aus den Augen zu verlieren. Eine echte Hilfe findet also statt, und sie ist notwendig. Sie muss sich aber auch fragen lassen, mit welchem Aufwand welche Resultate erzielt werden und welche Perspektive sie bietet. Und der Verträglichkeitsschnittpunkt dieser beiden Effizienzkurven ist längst außer Sicht geraten. Dieses triste Fazit gilt leider, sowohl, wenn Individuen oder Volksgruppen betrachtet werden, als auch, wenn es um die Entwicklung in den Ursprungs- und Zielländern geht.

Mittwoch, 4. November 2015

Kustos kopiert: Beim Pilz, da hilft‘s


Chancen und Risiken beim Pilzesuchen – Ein Ratgeber für Angela Merkel

Die Bundeskanzlerin hat wahrscheinlich keine Zeit zum Pilzesammeln, sie sammelt ja lieber Menschen aus aller Welt. Doch die im Folgenden wiedergegebenen im Internet kursierenden Ratschläge hülfen ihr sicher weiter, wenn sie sich denn weiterhelfen lassen wollte. Ähnlichkeiten der beschriebenen Methoden zur Weltpolitik sind ansonsten natürlich rein zufällig, und es wurden auch keine Pilze verletzt oder gequält.

Samstag, 31. Oktober 2015

Moral auf der Flucht

"Es kitzelt ja nur..."
Manchmal ist die Suche nach der Wahrheit ein schwieriges Abwägen und Gewichten, manchmal springt sie einem ins Gesicht. In einer zunehmend wahnsinniger werdenden Gesellschaft lässt sich die Wahrheit aber auch mit einer Handbewegung virtuell ins Gegenteil verkehren. Es reicht dann nicht einmal zur ehrlichen Betroffenheit, dass schon im Jahr 2014 mehr als 60 Millionen Menschen weltweit und damit fast ein Prozent der Weltbevölkerung und mehr als jemals zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen ihrer Heimatländer verlassen haben. Im Gegenteil wird dieser Zyklus beschleunigt durch die aktuelle Einladungspolitik Europas und der USA, die die Zahlen schnell in dreistellige Bereiche und mehr transportieren wird. Angesichts des von der OECD und anderen interessierten Organisationen angeheizten Bevölkerungswachstums in der Dritten Welt und besonders in Afrika führt dies zwar nicht zu einer Entvölkerung dieser Länder, wohl aber zu fortschreitenden Substanzverlusten durch Emigration, die die Unterentwicklung und das dort gehäuft anzutreffende Elend verstärken. Das hindert die Politikerkaste der entwickelten Länder und ihre Hintermänner nicht daran, das hohe Lied einer moralbasierten Flüchtlingspolitik zu singen, doch mit dieser Moral ist es nicht nur hier nicht weit her.

Samstag, 24. Oktober 2015

Global egal

Es war der größte Auftrag aller Zeiten für Siemens: Drei riesige Gaskraftwerke und bis zu 600 Windanlagen darf der Technologiekonzern nach Ägypten liefern. Acht Milliarden Euro zahlen die Ägypter dafür und ließen sich sogar noch klaglos von deutschen Zeigefinger-Politikern wegen ihrer Menschenrechtsverletzungen beim Kampf gegen den Islamismus anpampen. Siemens feierte den Erfolg – und kündigte fast zeitgleich an, in eben dem Berliner Gasturbinenwerk, in dem diese Kraftwerke produziert werden, 800 von 3800 Jobs zu streichen. Insgesamt sollen dem radikalen Konzernumbau weltweit 13.100 Arbeitsplätze zum Opfer fallen, darunter 5100 in Deutschland. Doch weder ist das der einzige Einschnitt, der Siemens bevorsteht, noch ist dies der einzige deutsche „Global-Player“, der so verfährt. Die deutsche Wirtschaft und zuallererst der deutsche Werktätige wird unter der Ägide des Postkapitalismus und der Globalisierung in eine existenzerschütternde Krise geführt.

Samstag, 17. Oktober 2015

Virtuelle Wahlfreiheit

"Schwarz-weiße Demokratieträume"
In Brandenburg läuft gerade ein neuerliches Volksbegehren gegen Massentierhaltung. Weil letzteres zumindest teilweise tatsächlich eine Schweinerei ist, klingt das für die Menschen, die ja scheinbar keine anderen Probleme haben, gut und hat alle Chancen, Gesetzeskraft zu erlangen. Ob es allerdings wirklich gut ist, könnte aber nur der verantwortlich entscheiden, der auch durch eine solche Maßnahme möglicherweise steigende Fleischpreise oder Versorgungsengpässe in seine Überlegungen ebenso einbezogen hat, wie die Frage, welche Veränderungen in der Tierhaltung den Tieren wirklich nutzen können. Eine grundsätzliche Erwägung, ob die Bedürfnisse des Menschen nicht denen von Tieren übergeordnet seien, soll hier noch gar nicht ins Spiel gebracht werden. Doch solche rationalen Überlegungen treten in der Realität bei emotional besetzten Themen grundsätzlich in den Hintergrund. Über die daraus erwachsende Problematik von Volksentscheiden wurde in diesem Blog schon unter anderem hier und hier nachgedacht. Dabei gab es auch das heute einzulösende Versprechen, bei aller Skepsis gegenüber der parlamentarischen wie auch der direkten Demokratie nach gangbaren Alternativen zu suchen.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Kustos kopiert: Merkels Moral

In der Kürze liegt manchmal ein Widerspruch von Notwendigkeit, Übersichtlichkeit und Verlusten an Bedeutungen. Gut, wenn man Leser hat, die dann zusätzlich in die Tiefe gehen, wo es nottut. Das ist dann ein klassischer Fall für „Kustos kopiert“. In diesem Fall erschien der kluge Text von Gernot Radtke, der Merkels Argumentationskunststücke entlarvt, auf Freie Welt als Kommentar auf meinen Post „Zensur mit Struktur“.

Samstag, 10. Oktober 2015

Mit Phrasen auf Flucht-Kurs

Hass ist ein Gefühl, das aus der Mischung eigener Hilflosigkeit und dem Bruch von Spielregeln durch andere entsteht. So sind die Verantwortlichen für Hass eigentlich die, die andere durch ihr Fehlverhalten in eine emotionale Situation bringen, in der sie Äußerstes fühlen. Wenn die Bundesregierung mit ihrer Flüchtlingspolitik entgegen jeder Vernunft soziale und ökonomische Verhältnisse herstellt, die für fast alle Beteiligten eine mittelfristig objektiv und oftmals dramatisch schlechtere Lebensqualität bedeuten, erwächst bei denen, die die Veränderungen im Lande am eigenen Leibe wahrnehmen oder diese antizipieren, zuerst die Sorge, dann die Angst und schließlich, in der Tat, Hass. Doch die Schuld liegt bei denen, die diese Situation erzeugen. Kein Wunder, dass sie keinen schmutzigen Trick auslassen, um ihre Taten im Licht der Moral und der Vernunft erscheinen zu lassen.

Samstag, 3. Oktober 2015

Zensur mit Struktur


Frau Merkel hat kürzlich den Begriff der Toleranz neu definiert: „Es gibt keine Toleranz gegenüber denen, die nicht bereit sind, zu helfen.“ Aha! Helfen ist jetzt also nicht mehr wie bisher eine freiwillige gute Tat, sondern eine verordnete Staatsbürgerpflicht. Schlimmer noch: Wer sich dieser Pflicht nicht beugt, kann keine Toleranz erwarten - und das in einer Gesellschaft, die ansonsten, und nicht nur in der Flüchtlingsfrage, gerade an ihrer überbordenden Toleranz zugrundegeht. Was bedeutet es nun aber, wenn sie nicht etwa mangelndes Verständnis seitens der Gutmenschen anordnet, sondern ausdrücklich den Entzug der wichtigsten Reliquie der Niedergangsgesellschaft, der Toleranz? Es ist die Ankündigung, dass in diesem neuen Merkelland undemokratische Repression nicht nur auszuüben ist, sondern diese jetzt schon weltanschaulich abgesichert wird. In der Tat gibt es bereits fatale Zeichen dieser neuen Repression. Wie lange wird das Land dem noch widerstandslos, ja applaudierend, zuschauen?

Samstag, 26. September 2015

Ans Rad gebunden

Foto © copyright 2015 Konrad Kustos
Will man in eine wirklich schlimme Zukunft schauen, wählt man entweder einen Kinobesuch beim Terminator oder fährt nach Utrecht. Konrad Kustos hat es kürzlich in diese niederländische Stadt mit gut 300.000 Einwohnern verschlagen. Hier geht es in den Straßen zu wie in einer Mischung aus Manhattan zur Rushhour und dem Showdown bei „Mad Max“, und das verdankt die Stadt wiederum einer scheinbar bürger- und umweltfreundlichen Verkehrspolitik, die seit einiger Zeit auch in Deutschland forciert wird. Das Fahrrad wird unwidersprochen als die umweltfreundliche und effektive Zukunft des Nahverkehrs angesehen und dessen Nutzung dementsprechend forciert. Nach den schockierenden Utrechter Erfahrungen, die man nicht beschreiben kann, sondern selber erleben muss, musste jedenfalls Konrad Kustos zu diesem Thema von skeptischer Sympathie in den Alarmmodus umschalten.

Samstag, 19. September 2015

Vom Fluch des Flüchtens

"Brandbeschleuniger"
Quelle: toonpool.com
Die Warnung kam zur rechten Zeit, aber aus unerwarteter Richtung. Den Flüchtlingen müsse zügig deutlich gemacht werden, „wie unser Gemeinwesen aussieht", forderte nämlich ausgerechnet der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek. Es scheint, dass sich die Alt-Migranten mehr Sorgen um das Zusammenleben in Deutschland machen als die Bundeskanzlerin und ihr Willkommenshofstaat. Mazyek sieht die Gefahr, „dass religiöse Konflikte auch hierzulande ausgetragen würden“. Dem müsse entschieden entgegengetreten werden. „Jene, die meinen, hier in Deutschland ihre Konflikte auszutragen, die haben sofort ihr Recht, hier zu weilen, verwirkt. Die haben hier nichts zu suchen." So starke Worte hätte man sich einmal von deutschen Verantwortlichen gewünscht. Der Vorstoß illustriert aber nicht nur im Vergleich, wie verantwortungslos hierzulande die Völkerwanderung gesteuert oder eben nicht gesteuert wird, sondern auch, dass die zu erwartenden Konflikte sich nicht auf jene zwischen Deutschsozialisierten und neuen Zuwanderern beschränken. Und nicht nur der Blick auf Konflikte zeigt, dass das Leben in Deutschland nie wieder so sein wird, wie es einmal war.

Mittwoch, 16. September 2015

Kustos kopiert: Flüchtiger Meinungswandel

Nachtragende Vorbemerkung: Wie auch in den Kommentaren zu dem unten zitierten Text ersichtlich wird, kann inzwischen nicht mehr ausgeschlossen werden, dass es sich dabei um ein böswilliges Fake handelt. Entsprechende Recherchen polnischer Medien legen das nahe. Wenn er allerdings doch wahr ist, wäre es falsch, diese Beobachtungen zu zensieren. Deshalb bleibt er hier stehen, aber mit der Bitte an den Leser, ihn mit aller gebührenden Skepsis zu studieren. Sicher ist danach nur eins: Man kann wohl keinem mehr trauen, weder der Lügenpresse noch der Opposition.

Manchmal finden sich Texte im Internet oder anderswo, die einfach zu gut sind, um sie den Lesern dieses Blogs vorzuenthalten. In unregelmäßiger Reihenfolge werden wir deshalb künftig solche Beiträge veröffentlichen und hoffen, damit keinem Copyright auf den Schlips zu treten. Diesmal geht es um einen Polen, der angesichts seiner Erlebnisse mit dem Flüchtlingschaos an der deutsch-österreichischen Grenze die Seiten gewechselt hat. Vorher laut Selbstdarstellung auf Facebook „Weltbürger, Weltreisender und homosexuell“, also so etwas wie ein Zeitgeist-Linker, inzwischen angesichts eigener Erlebnisse ein besorgter Bürger Europas. Als Reiseleiter begleitete er eine polnische Pilgergruppe, die aus Italien kam. Mit seinem Reisebericht vom 4. September auf eigenem Blog hat Kamil Bulonis in polnischen Medien ein großes Echo gefunden, ein Echo, das in deutschen Medien so undenkbar wie nicht existent ist. Wir lernen, dass wir nicht erst den Import von Terroristen fürchten müssen, wo es doch schon genügt, das Archaische zu importieren.

Samstag, 12. September 2015

Ein Wunder-Land, dieses Einwanderland

Bildquelle: toonpool.com
Wer die gegenwärtige Flüchtlingspolitik Deutschlands außerhalb sicherer Räume kritisiert, kann sich sicher sein, von der selbstgerechten Empörung des sogenannten Mainstreams niedergewalzt zu werden. Doch jüngst kam Unterstützung von einer Seite, von der man es nicht erwartet hatte: „Es ist langfristig nicht tragbar, dass nur zwei Länder der EU, Deutschland und Schweden, die Mehrheit der Flüchtlinge aufnehmen“, meinte der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Antonio Guterres. Das störte unsere politische Führung aber keineswegs, die weiterhin unentwegt Mittel und Wege ersinnt, Deutschland für weltweite Flüchtlingsströme attraktiver zu machen. Schon im August kamen erstmals mehr als 100.000 Migranten, fast jeder zweite aus Syrien, also quasi mit Bleibegarantie. Doch die Spirale dreht sich weiter nach oben. Die Frage drängt sich auf, wie der apokalyptische Zustrom finanziell, ökonomisch und sozial verkraftet werden soll.

Samstag, 5. September 2015

Ausgeliefert

Foto: © photocase.com
Nicht einmal das Anrufen Himmlischer Heerscharen hilft gegen die Tücken des Niedergangsalltags. Da hatte doch der Chefredakteur der Berliner Boulevardzeitung BZ, der auf Facebook auch sein privates Wesen präsentiert, im Internet Dichtgummis für seine Waschmaschine bestellt, doch der DHL-Bote blieb aus und die Wäsche schmutzig. Der Mann wünschte sich daraufhin, Gott möge auch einmal etwas im Internet bestellen, worauf dieser in der Folge höchstwahrscheinlich die DHL gerechterweise dem Höllenfeuer überantworten werde. Dass auf Gott kein Verlass mehr ist, hätte er spätestens wissen können, als auf dem evangelischen Kirchentag dessen weltliche Vertreter in ihrer Botschaft an die Gläubigen ungesühnt vom Gebrauch von „Mikrofoninnen und Mikrofonen“ sprechen konnten, aber das nur nebenbei. Heute wollen wir uns einmal auf die Dienstleistungsgesellschaft konzentrieren, und können das Fazit schon vorwegnehmen: Wer sich den deutschen Lieferdiensten ausliefern muss, ist geliefert.

Samstag, 29. August 2015

Neue EUrotik

Bevor die Europäische Union ihre Herrschaft stabilisiert hatte, war der Deutsche in Europa ein gerngesehener Gast. Heute bekommt nicht einmal der deutsche Beitrag für einen europäischen Song-Contest noch einen lumpigen Punkt. Die Friedensunion hat ganze Arbeit geleistet; Hass und Misstrauen wachsen zwischen den Völkern. Schon als Thilo Sarrazin 2012 sein Buch „Europa braucht den Euro nicht“ veröffentlicht hatte, konnte man ihn höchstens dahingehend korrigieren, dass wir nicht den Euro nicht brauchten, sondern dass dieser uns - und mit uns ist die europäische Bürgerschaft und nicht der europäische Geldadel gemeint - massiv schadet(e). Das gilt auch ökonomisch, denn schon damals bescherte der durch die EU-Politik forcierte Niedrigzins den deutschen Bürgern einen Verlust von knapp sechs Milliarden Euro. Im übrigen Euro-Gebiet stand durch diesen Mechanismus ein Gewinn von 34 Milliarden Euro zu Buche. Man will dann gar nicht mehr wissen, welche Verluste der deutsche Sparer heute, drei Jahre später, angesichts der neuen europäischen Null-Zins-Politik hat. Aber es soll keiner sagen, wir hätten davor nicht gewarnt - beispielsweise am 26. Mai 2012 in diesem Blog:

Samstag, 22. August 2015

Neue Experten-Exkremente

Experten sind jene Menschen, die unseren Politikern sagen, was sie tun sollen. Vorausgesetzt natürlich, dass den postkapitalistischen Vorgesetzten unserer Politiker eine Sache nicht wichtig genug ist, eigene Regeln festzusetzen. Experten sind für die Politiker eine feine Sache, um auf eigenes Nachdenken, eigene Entscheidungen und vor allem eigene Verantwortungen verzichten zu können und sich mit aller Energie auf ihr Überleben in ihren politischen Strukturen zu konzentrieren. Experten sind auch die Leute, die wir zu glauben brauchen, um uns in einem immer komplizierter werdenden Leben zurechtzufinden. Und Experten sind die, die sich so intensiv mit einer Sache beschäftigen, dass sie den Blick für Zusammenhänge längst verloren haben. Experten haben deshalb ein exzellentes Standing in der Niedergangsgesellschaft, und deshalb versuchen auch die schlimmsten Scharlatane, sich als Fachleute auszugeben.

Deshalb wollte auch eine sich so selbstbezeichnende „Homöo-Akademie“ einen „Bachelorstudiengang zur praxisnahen Ausbildung in klassischer Homöopathie auf wissenschaftlichem Niveau“ anbieten. Wissenschaft und Homöopathie, das passt zusammen wie Menschenrecht und Hexenverbrennung, aber erst energischer Widerstand von Anti-Esoterikern brachte das Aus für den von bayerischen Behörden forcierten Studiengang. Angesichts real (weiter-)existierender wohlklingender Institutionen wie „Homöopathen ohne Grenzen“ bleibt es aber doch dabei: Die Bluffkultur des Expertenwahns ist eine weltweite Pandemie. So legte es schon das Potpourri gescheiterter Experten-Expertisen nahe, dass Konrad Kustos schon am 19. Mai 2012 präsentierte:

Samstag, 15. August 2015

Neue Kinder-Krieger

Würgespiele sind modern an deutschen Schulen, und in Potsdam gab es gerade wieder einen schweren Zwischenfall. Im Lande Brandenburg soll den Kindern nun erklärt werden, dass Würgen gefährlich ist. Dem steht entgegen, dass die Kinder, die ja sonst nichts vom Leben zu haben glauben, mit dem Würgen einen rauschähnlichen Zustand erreichen wollen. Da müssen dann natürlich die Vor- und Nachteile abgewogen werden. Ausschlaggebend am Ende könnte sein, wenn es der Regierung gelänge, den Kindern klarzumachen, dass es zur Rettung der deutschen Zukunft um jede einzelne lebende Seele geht. Warum das allerdings so sein soll, hat Konrad Kustos noch immer nicht verstanden, obwohl er sich schon am 26. Februar 2012 ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt hatte:

Samstag, 8. August 2015

Neue Sakramente vor der Rente

Nun ist es offiziell, „Deutschland gehen die Einwohner aus“. Die Botschaft verkündete kürzlich der Präsident des Statistischen Bundesamtes, nicht ohne mit gut gemeinten Ratschlägen zu geizen. In 45 Jahren entvölkert sich die Bundesrepublik demnach auf sage und schreibe vernachlässigbare 70 Millionen Menschen. Da wird man die Bundesliga wohl auf 14 Vereine reduzieren müssen, und man wird auch die „unmerklichen“ Einwanderungen und Ergebnisse der „familienpolitischen Maßnahmen“ nicht mitzählen dürfen. Angesichts der neuen Flüchtlingsbewegung sind die Zahlen schon wenige Wochen nach ihrer Verkündung Makulatur, und wir erinnern uns der alten Weisheit, dass die Statistik sich verhält wie die Laterne für den betrunkenen Seemann: mehr zum Festhalten, denn zur Erleuchtung. Diese Wissenschaftler machen ihre Berechnungen natürlich auf fremde Rechnung, und deshalb bleibt am Ende ihrer fantasievollen Darbietungen nie der politische Imperativ aus, nämlich dass das Rentenalter steigen müsse, um den völligen Zusammenbruch zu verhindern. Diesmal waren es schon 74 Jahre, die die Menschen nach Ablauf der wissenschaftlichen Ratefrist an der Arbeitsfront zuzubringen hätten. Verwirrend allerdings, dass fast zeitgleich dasselbe Bundesamt verkündete, heute geborene Jungen könnten mit einer Lebenserwartung von 77 Jahren rechnen. Da blieben ja noch drei Jahre Rente bis zum Exitus, also wenn das kein Geschäft für die Arbeitgeber ist… Allerdings sollen Mädchen dann fünf Jahre länger leben, wie wäre es also im Sinne des Gleichstellungsgesetzes mit einer fünf Jahre längeren Arbeitszeit für Frauen? Über all diese Dinge hatte Konrad Kustos schon am 19. Februar 2012 ausführlich nachgedacht:

Samstag, 1. August 2015

Neuer Kirchhof auf dem Friedhof

Wenn das Imperium angegriffen wird, schlägt es bekanntlich zurück. Das musste die Schweiz erfahren, als sie sich die Ungeheuerlichkeit eines Volksentscheids leistete. Und dann noch einen erfolgreichen gegen das postkapitalistische Überlebensessential „Zuwanderung“. Haste nicht gesehen wurden die Schweizer von der EU aus Forschungsprogrammen und Austauschprogrammen geworfen. Der sozialistische (!) französische Industrieminister forderte sogar Strafzölle für die Eidgenossen. Trotzdem gibt es immer wieder einige Mutige, die sich solche Attacken gegen die EU leisten, wenn auch meist ohne sichtbaren Erfolg. Beeindruckend etwa Vaclav Klaus, der ehemalige tschechische Ministerpräsident, der Europa kürzlich einen „postdemokratischen Prozess“ bescheinigte und wirtschaftliche Regularien, die stärker seien als zu kommunistischen Zeiten. Die EU-Politik verursache einen „tiefen demokratischen Defekt“, der Nationalstaat müsse rehabilitiert werden. Schon vor dreieinhalb Jahren hatte mit Ferdinand Kirchhof ein solcher Rebell zwischenzeitlich Aufsehen erregt, was am 12. Februar 2012 von Konrad Kustos kommentiert wurde. Letztlich waren wir beide uns einig, dass die Demontage der Demokratie durch die EU langfristig schlimmere Folgen zeitigen wird, als das ökonomische Desaster. Warum, kann man hier lesen:

Samstag, 25. Juli 2015

Neuer fraglicher Frühling

Diesen Blog gibt es nun lange genug, dass man anfangen kann, seine Aussagen gut abgehangen im Verlauf der Jahre auf deren Relevanz und Richtigkeit zu betrachten. Am Beispiel des Arabischen Frühlings war es ja auch keine große Kunst, dessen Scheitern vorauszusagen. Man fragt sich nur, warum dann 80% der Leute und 99% der Mainstreammedien von blühenden Landschaften in der Sahara ausgegangen waren? In diesem Punkt sind wir inzwischen wirklich weiter: Wir haben uns an die Dreistigkeit der Lügen des Mainstreams gewöhnt und haben auch ziemlich konkrete Vorstellungen, wie die Konstrukteure des Chaos dadurch zu dessen Profiteuren zu werden gedachten. Für die betroffene Region müssen wir jedenfalls Wirtschaftseinbrüche, Arbeitslosigkeit, Krieg und vor allem religiöse Unterdrückung in leider auch von Konrad Kustos ungeahntem Ausmaß bilanzieren. Dennoch ziemlich recht gehabt, damals am 15. Januar 2012. Rechthaben kann manchmal richtig wehtun:

Samstag, 18. Juli 2015

Neues Bottlewear

"Flaschenzug" Foto: dpa
Büchsen in der Öffentlichkeit können ganz schön gefährlich sein. Das musste die junge Frau erfahren, die sich vor kurzem in einem Tanzlokal Pfefferspray anstatt Deo unter den Arm sprühte und damit nicht nur die von der Gesellschaft normalerweise klaglos in Kauf genommenen durch Deos ausgelösten Atemwegsreizungen verursachte, sondern bei mehreren Personen den Einsatz des Rettungsdienstes erforderlich machte. Allerdings gibt es ja auch kaum noch Büchsen, dafür aber umso mehr Flaschen. Doch auch Flaschen können sich zum Ärgernis entwickeln, etwa in der Politik, in der Lieblingsfußballmannschaft oder am Arbeitsplatz. Bei solchen Flaschen hilft auch das Recyceln nicht, und der Kampf dagegen ist wie einer gegen Windmühlenflügel. Dass aber ein Kampf gegen Flaschen auch einen Angriff auf die Freiheitlichkeit unseres Zusammenlebens bedeuten kann, bewies am 20. Dezember 2011 eine kleine Glosse von Konrad Kustos:

Samstag, 11. Juli 2015

Neue schwirriche Wirrsicht

Dass die Grünen Probleme mit Kindern haben, kann angesichts der im Frühjahr noch einmal aufgebrandeten Kinderschänderkampagne keiner bezweifeln. Dabei mussten sich die Grünen ausgerechnet für ihre Findungsversuche vor immerhin 30 Jahren weitaus heftiger verteidigen als für ihre gegenwärtigen Anschläge auf Freiheitlichkeit und Vernunft, was diesmal hier aber nicht thematisiert werden soll. Eine kindische Fehlleistung ganz anderer Art bot nämlich die bündnisgrüne Abgeordnete Sabine Niels kürzlich im Potsdamer Landtag. Hinnehmbar war, dass die 40-Jährige ihre fünf Monate alte Tochter im Plenarsaal stillte, nicht hinnehmbar ist hingegen, dass Niels dauerhaft die hochbezahlten Kollegen und die möglicherweise wichtigen Parlamentsgeschäfte, beispielsweise auch im Rechts- und Europaausschuss, mit Kindergeschrei belastet. Wer von den geneigten Lesern könnte es sich wohl erlauben, eventuell vorhandene Kleinkinder mit zur Arbeit zu nehmen und vor allem, wer wollte dies den Kollegen zumuten? Davon unbeeindruckt schreibt die dpa zu dieser demonstrativen Rücksichtslosigkeit fröhlich wertend, das Baby belebe „ernste Debatten mit fröhlichem Krähen“, doch für Konrad Kustos zeigt sich hier nur erneut, wie Individuen immer mehr ihr eigenes Spaßvergnügen über die Rechte und Bedürfnisse der Mitmenschen stellen. Schon am 18. Dezember 2011 hatte er sich ausführlich, wenn auch mit einem Augenzwinkern, mit dem neuen ausufernden Individualismus auseinandergesetzt:

Samstag, 4. Juli 2015

Neuer Lohn der Intervention

Mit Ablauf des vergangenen Jahres wurde das internationale Militärabenteuer in Afghanistan beendet. Wie sehr Afghanistan heute frei ist, und wie lange es diese Freiheit überhaupt behalten kann, wird von Pessimisten und Optimisten unterschiedlich beantwortet. Immer mehr stellt sich aber heraus, dass das menschliche Leid und die herben Verluste teuer bezahlt wurden. Laut Wikipedia (unter Bezug auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung) kostete allein die Deutschen zuletzt jedes Jahr am Hindukusch drei Milliarden Euro und damit das Dreifache der prognostizierten Summe. Bis 2016 will Deutschland jährlich weitere 430 Millionen Euro zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zur Stärkung der Regierungsführung fließen lassen. Weitere 150 Millionen Euro gehen an die nationalen Sicherheitskräfte. Gegen das, was westliches Einschreiten in Nordafrika und Nahost bewirkt hat, ist Afghanistan aber geradezu eine Erfolgsgeschichte. Jede neue Intervention in fremden Ländern entpuppt sich in kürzester Zeit als Katastrophe. Das war zumindest in diesem Blog schon am 11. Dezember 2011 klar, wenngleich es inzwischen noch mal ein ganzes Stück klarer ist:

Samstag, 27. Juni 2015

Brutal egal

Rechtsradikaler
„Im sächsischen Geithain zerkratzten Neonazis das Auto der CDU-Bürgermeisterin. Aufschrei? Fehlanzeige!“ So beklagte Michael Kraske im Cicero die Teilnahmslosigkeit der Öffentlichkeit angesichts rechter Gewalt. Dabei wirft die immerhin Jahre zurückliegende Untat an einer Nahtstelle des Weltgeschehens seiner Ansicht nach ein bezeichnendes Licht auf die Teilnahmslosigkeit der Medien, die dann doch lieber über so etwas wie die Blockupy-Ausschreitungen in Frankfurt mit 150 verletzten Polizisten berichteten. Doch nicht nur Kraske hat damit ein Problem, denn in der Wahrnehmung von linker und rechter Gewalt und den daraus gezogenen Folgerungen und Forderungen ist sich der intellektuelle Überbau der Republik ziemlich einig: Die Linken meinen es im Grunde gut, deshalb schaut man dort besser weg, die Rechten sind menschenfeindlich und gehören an den Pranger, wenn sie auch nur ein Streichholz auf den Boden schmeißen. Prototypisch kam dieses Denken bei einem Zeit-online-Artikel zum Ausdruck: Linksextreme wollten ja nur die gesellschaftlichen Werte radikal umverteilen und das sei, solange es gewaltfrei geschehe, nichts Schlimmes. Wir merken uns die Stichwörter linksextrem, gewaltfrei und Umverteilung. Das passt zusammen wie amüsieren, schmerzfrei und Enthauptung.

Dienstag, 23. Juni 2015

kurz-geklagt: Protest-Post

Die Verharmlosungspolitik der Post ist schon dreist. Da gibt es zum Poststreik im Internet eine Informationsseite, bei der wir nach Eingabe unserer Postleitzahl erfahren, dass es zu geringfügigen Ausfällen bei der Belieferung kommen kann. Aber man sei eifrig bemüht, in den folgenden Tagen solche Ausfälle zu korrigieren. Bei Konrad Kustos ist aber seit drei Wochen keine Postsendung eingetroffen, jedenfalls keine von der Deutschen Post. Deshalb ist es an der Zeit, hier einen Protest-Post zu verfassen. Noch dreister allerdings ist die Art und Weise, wie die Medien mit dem Thema umgehen: nämlich so gut wie gar nicht. Da wird aus jedem Edathy und jedem Wulff gleich eine wochenlange Kampagne gemacht, und diese Katastrophe für die Volkswirtschaft und auch viele betroffene Individuen ist höchstens die eine oder andere kleine Meldung oder eine Statementwiedergabe wert.

Samstag, 20. Juni 2015

Der Despotismus des Humanismus

Humanistische Sehhilfen
Bildquelle: www.koufogiorgos.de 
Berlin hat die transsexuelle Toilette erfunden, Berlin baut Krötentunnel, Berlin ist liberal bis der Arzt kommt. An der Spree ist Gleichstellung von allem und jedem/r/s/x ein Naturgesetz. Kein Wunder, dass hier Humanisten am 21. Juni, dem Welthumanistentag, frei haben. Natürlich nicht die Werktätigen, da sei der Postkapitalismus vor, sondern nur die humanistischen Schüler - aber immerhin. Nun sind Schüler natürlich grundsätzlich noch keine Humanisten, sondern Heranwachsende, also ist zu vermuten, dass genaugenommen Kinder von Aktiven des Humanistenverbandes frei haben. Das ist nur gerecht, haben hier doch auch Buddhisten, Muslime, Juden und wahrscheinlich auch Kaninchenzüchter im Gegensatz zum Normalvolk solche Extraferien. Dennoch sei die Frage gestattet, womit die Humanisten das eigentlich verdient haben.

Samstag, 13. Juni 2015

Die verqueren Volksbegehren

Wir könnten uns noch viel mehr für das allseits geforderte Phänomen „Gerechtigkeit“ einsetzen, wenn wir wüssten, was das eigentlich genau ist. Unsere Vorstellung von Gerechtigkeit hat immer eine moralische und eine subjektive Komponente. Wenn aber die Wahrnehmung der Gerechtigkeit von subjektiven Kriterien abhängig ist, muss man damit rechnen, dass andere Leute eine ganz andere Gerechtigkeit meinen. Diese allgemeine Wahrheit lässt sich gerade sehr schön an der Zunahme von Volksentscheiden beobachten. Das Volk wird dabei in politische Entscheidungen eingebunden, was ein Beispiel funktionierender Demokratie zu sein scheint, doch schon das Zusammenfallen der ansonsten zu beobachtenden Demontage der Demokratie in diesem Lande mit dem Aufkommen einer neuen Volksentscheidkultur macht stutzig. Noch viel mehr stellt sich aber die Frage, wie komplexe soziale Prozesse in eine einzige Abstimmung gepresst werden können sollten. Wenn Eiskrem für alle gefordert wird, muss das auch jemand bezahlen. Und ein Ostseestrand an den Alpen wäre in der Tat eine feine Sache, ist aber nach derzeitigem Kenntnisstand unmöglich.

Samstag, 6. Juni 2015

Doppelpass mit Phrasenhass

Als der spanische Fußballklub FC Malaga durch zwei späte Tore von Borussia Dortmund aus der Champions League flog, war für den Klubchef, Scheich Abdullah Al-Thani, die Schuld klar: „Das ist kein Fußball, sondern Rassismus." Als es in Neuruppin gewaltsam „gelang“, eine Demonstration der „Nationalen Laubenpieper“ zu verhindern, freuten sich Presse und Verhinderer: „Neuruppin bleibt bunt und demokratisch“. Schlichte Gemüter können sich mit einem solchen parteiischen Standpunkt auf jeden Fall subjektiv, manchmal aber auch schon objektiv Vorteile verschaffen. Die Lüge und die Heuchelei dominieren mehr und mehr die politische Auseinandersetzung im „antifaschistischen Kampf“, aber wo geheuchelt wird, da gilt es auch, etwas zu verschleiern. Auch hier wird „gespiegelt“, also dem Gegner eine böse Absicht unterstellt, die man selber hegt. Deshalb stehen hinter dem aufgeregten Kampf gegen ein bemüht konstruiertes Rechts-Verständnis eindeutige Machtinteressen - und die haben wenig zu tun mit dem, was kundgetan wird.

Samstag, 30. Mai 2015

Verloren geboren

Bildquelle: BZ Online
An Annegret liegt es nicht, wenn in Deutschland durch den demographischen Wandel bald nur noch der virtuelle Wind durch restlos entvölkerte Geisterstädte weht. Annegret hat jetzt 17 Kinder, was gar nicht einmal so viele sind, wenn man bedenkt, dass sie sich dafür 65 Jahre Zeit gelassen hat. Annegret hat sowieso keine Schuld an der Misere, denn der Kinderwunsch kam von ihrer jetzt neunjährigen Tochter Lelia, „die doch unbedingt noch ein Geschwisterchen wollte“. Nun sind es gleich vier geworden, knapp über 30 cm groß, rund 800 Gramm schwer (noch bis 1500 Gramm spricht man von Frühchen) und kaum überlebensfähig. Ihnen droht schon in den nächsten Wochen der Tod oder ersatzweise lebenslange Behinderung. Schon jetzt sind vier mehrköpfige Operationsteams rund um die Uhr beschäftigt. Und das ist nur die aktuelle Problemlage, denn wer sorgt für die Kinder, wenn die partnerlose und siebenfache Oma sich zeitnah zu ihrem Vater im Himmel begeben wird? Doch der Fall der nach der Regie von RTL medienwirksam geborenen Kinder ist nicht nur individuell tragisch, sondern symptomatisch für ein übersteigertes Ich-Gefühl der Niedergangsgesellschaft.

Samstag, 23. Mai 2015

Baschar-Bashing

Wie man’s macht ist falsch. Da mussten wir uns jahrelang in einer einseitigen Gräuelpropaganda der Konsens-Medien anhören, dass Syriens Staatspräsident Baschar al-Assad sein armes Volk, das doch nur nach Frieden, Freiheit und Frühling trachtete, dahinschlachte und sowieso an allem schuld sei. Zwischentöne, etwa dass er nicht gegen das Volk, sondern gegen Rebellen zweifelhafter Gesinnung kämpfte, waren so wenig gefragt wie Gegenpositionen. Ganz heimlich und unkommentiert verschwand dann das Baschar-Bashing in dem Maße, wie der IS seinen Siegeszug antrat. Nun aber, wo jener IS Palmyra, also ein Kulturerbe der Menschheit, eingenommen hat und dessen Vernichtung droht, wird Assad wieder gebraucht. Einerseits als militärisches Schutzschild, vor allem aber als Generalsschuldiger: Nicht eine Bewegung von mörderischem Wahn befallener Moslems, nicht die Destabilisierungspolitik des Westens, nein, der böse Kinderfresser Assad ist schuld. Jedenfalls wenn man dem (ewig-)gestrigen Leitartikel der Welt glaubt.

Samstag, 16. Mai 2015

Angst essen Seele auf

„Wir werden mehr“, titelte eine noch immer große deutsche Abonnementszeitung begeistert hinsichtlich wachsender Bevölkerungszahlen in Deutschland. Tatsächlich steigerte sich die Einwohnerzahl Deutschlands zwischen 2013 und 2014 von 80,8 Millionen auf 81,1 Millionen, aus dem Ausland kamen dabei 470.000 Menschen mehr als weggingen und knapp 700.000 Babys wurden geboren. Es ist dabei schon eine bemerkenswerte Konstruktion, das Personalpronomen „wir“ zu verwenden, denn „wir“ können ja gar nicht mehr werden, es sei denn, wir nähmen an Gewicht zu oder wir könnten uns teilen. Die Bevölkerung Deutschlands mag dagegen sehr wohl zunehmen, doch ob es da etwas zu bejubeln gibt, hängt von qualitativen Kriterien und vom Standpunkt der Betrachtung ab. Mehr Menschen bedeuten ja nicht automatisch mehr Menschen, die sich auch mit diesem Land identifizieren, also ein "wir" rechtfertigen würden. Wenn man es von der Warte der bereits anwesenden, also der real existierenden Deutschen, aus sieht, werden wir in der Natur der Sache liegend anteilig sogar weniger. Das kann durchaus Sorgen bereiten - oder Angst.

Samstag, 9. Mai 2015

Rechts und billig

Dr. Motte, der kein Doktor ist, hat der Republik die Love-Parade geschenkt. Demonstriert wurde damals für monotone Musik, Freiheit, Gleichheit und sexuelle Unorientiertheit. Der Staat gewährte den Party-People die Privilegien einer politischen Demonstration, und Dr. Motte hat das alles vielleicht sogar selber geglaubt. Als er Jahre später aber als Falschparker notiert wurde, beleidigte er die Ordnungskräfte wenig liebevoll mit einem sarkastischen „Blockwart“ und „Heil Hitler“. Diesmal aber hatte er die Rechnung ohne das System gemacht, denn straflose Attacken gegen Polizeibeamte sind zwar längst üblich, aber dieses Grundgesetz gilt nicht bei der Verwendung eines rechtsradikalen Vokabulars. 15.000 Euro kostete deshalb den wohl über rechtsextremen Verdacht erhabenen Künstler sein Fehltritt. Er weiß nun das, was uns auch immer bewusster wird: Es gibt ein Recht und ein Recht gegen Rechts - und beides klafft immer weiter auseinander. Aber mit dem Verlust eines eindeutigen und unabhängigen Rechtsverständnisses geht nicht nur die Gerechtigkeit, sondern auch die Freiheit und damit das wichtigste Merkmal unseres Zusammen-Lebens flöten.

Samstag, 2. Mai 2015

Migranten-billiger und Profi-tEUre

Ein Zitat: „Von seinem neuen Azubi ist der Leiter eines Penny-Markts ganz begeistert. ‚Super! Wenn wir von der Sorte noch mehr bekommen würden, das wäre toll.’ … Der Wunsch könnte bald in Erfüllung gehen. Denn Hunderttausende potenzieller neuer Mitarbeiter haben sich bereits auf den Weg gemacht. … Das neue Mitglied der Penny-Familie heißt Mohammed Rahmati und stammt aus Afghanistan…. 20.000 Dollar hat seine Familie dafür an einen Schleuser gezahlt, eine Investition in die Zukunft.“ Das alles stand in einer herzergreifenden Reportage im Dezember in der Berliner Morgenpost - und, ehrlich, es war keine Glosse. So dreist nämlich funktioniert Propaganda und moderner Presse-Lobbyismus inzwischen. Unsere Zukunft liegt also in illegalem Menschenhandel und Hunderttausenden von (zumindest anfangs) willigen Lohnsklaven als Regaleinräumer und Teil der Penny-Family. Die dahinterstehenden Motive und Befindlichkeiten wurden hier erst kürzlich gesprochen, aber die Frage blieb da noch offen, warum es den Herrschenden so leichtfällt, uns übers Ohr zu hauen. Wie so oft führt die Spurensuche zu einem kybernetischen Cocktail des Schreckens.

Samstag, 25. April 2015

Das Herz schlägt links

„Es wäre doch eine schöne Vorstellung, wenn eine Gruppe von Bereitschaftspolizisten bei einer Demonstration durch eine Benzinlache läuft und dann einen Molli, also einen Brandsatz, fängt." Solche Sätze aus einem linken Netzforum sind tragisch, aber Bestandteil bundesdeutscher Wirklichkeit. Wir gehen in der Regel darüber hinweg, weil wir dies für die Ansichten einiger Irrer halten, die zu jeder Gesellschaft dazugehören, wie die Fleischvergiftung zu Gammelfleisch. Auch die Verfassungsschutzberichte, die von steigenden Unterstützerzahlen und zunehmenden Gewaltaktionen im Bereich des Linksextremismus künden, werden von vielen ignoriert, teilweise auch, weil die Medien sich beim inszenierten „Kampf gegen Rechts“ wirkungsvoll überschlugen. Mit dieser gefährlichen Ruhe muss es jetzt vorbei sein. Eine Studie der nicht gerade für konservativen Überschwang bekannten Freien Universität hat herausgefunden, dass Linksradikalität und sogar Linksextremismus in Deutschland von der Gesellschaft Besitz ergreift und längst zu einem Massenphänomen geworden ist.

Samstag, 18. April 2015

Hintern-Horizont

Wenn Ärsche aus
Ärschen Honig saugen
Wie soll man diese Geschichte angesichts der vielen möglichen Blickwinkel erzählen? Die russische Staatlichkeit ist jedenfalls empört. Die deutschen Medien sind dadurch in ihrem pawlowschen Reflex noch viel empörter. Und Konrad Kustos meint, dieser ganze Empörungsmix ist nur der Ausdruck einer empörenden Normalität. Die Fakten: In einer russischen Tanzschule haben Mädchen einen sogenannten Bienentanz aufgeführt, bei dem sie dem Publikum während der Darbietung ihre Ärsche mehr oder weniger derb ins Gesicht geschoben haben. Die Staatsanwaltschaft und der Kinderschutzbeauftragte unterbanden dies wegen „obszöner Gesten“ und der Beteiligung Minderjähriger. Die Deutsche Presseagentur sah das als willkommene Gelegenheit, daraus eine neue Skandalgeschichte aus Putins dunklem Imperium zu schnitzen. Für Konrad Kustos, für den diese Mechanismen mittlerweile leidvoll zum Alltag gehören, ist der eigentliche Skandal die schmerzliche Dauer von geschlagenen sechs Minuten und 34 Sekunden einer peinlichen Nichtigkeit, die es im Internet innerhalb von zwei Tagen zu mehr als vier Millionen Klicks gebracht hat. (Wer den Link jetzt anklickt: Es passiert wirklich bis zum Schluss nichts neues, man kann ohne Verluste spätestens nach einer Minute die Pein wieder abstellen.)

Samstag, 11. April 2015

„Raum ohne Volk“

Der griechische Außenminister Nikos Kotzias warnte kürzlich vor Millionen Immigranten, die Deutschland überschwemmen würden, sollte sein Land wirtschaftlich zusammenbrechen. Schon schießt man in internationalen Konflikten also nicht mehr mit Kanonen, sondern mit Landsleuten. Dabei geht in diesem Fall der Schuss nach hinten los: Die Herrschenden der EU, und nicht nur die, wollen ja gerade möglichst viele Immigranten für ihre Länder haben, weil sie allgemeine Vorteile verkünden und sich individuelle Vorteile ausrechnen - unterstützend begleitet von einer Phalanx der Treudoofen, die denen glauben, es gehe um bedauernswerte Flüchtlinge. Zum postmodernen Aggressionsszenario passt die Drohung des IS, Europa mit unzähligen Moslems zu überschwemmen, doch auch da hätten die Aggressoren der neuen Art früher aufstehen müssen - denn es sind ja schon ordentlich viele hier. Zur Verteidigung gegen ein Flüchtlingsbombardement haben die europäischen Menschenfreunde jedenfalls nicht viel zu bieten angesichts ihrer Doktrin: Alles muss rein. Im eigenen Lande existiert eine unheilige Allianz von moralischen und ökonomischen Kriegsgewinnlern, die letztlich Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt.

Samstag, 4. April 2015

Kulturelle Schwächestelle

Unlängst gab die Leitung von Wat Rong Khun, einer modernen buddhistischen Tempelanlage in Nord-Thailand, bekannt, man werde jetzt separate Toiletten für Chinesen bauen. Nach dem Besuch durch Chinesen seien die Klos des heiligen Ortes praktisch unbenutzbar gewesen. Die Schilderungen darüber waren drastisch, und gebrauchtes Toilettenpapier in den Wasserkästen war noch der harmloseste Kritikpunkt an der Hygiene chinesischer Tempelbesucher. Auch geben chinesische Behörden, anscheinend aus gutem Grund, ihren Auslandsreisenden den Rat mit auf den Weg, bei Konzerten am Reiseziel doch besser keine Nüsse mehr zu knacken. Wir sehen, kulturelle Unterschiede und dadurch ausgelöste Spannungen gibt es überall auf der Welt, aber nur in Deutschland, einem der „beliebtesten“ Einwanderländer überhaupt, gilt es als rassistisch, darüber zu reden. Das wird natürlich Konsequenzen haben, denn wer über Probleme nicht reden darf, kann sie auch nicht lösen, und sie werden sich emotional an den unpassendsten Stellen Ausdruck verschaffen.

Samstag, 28. März 2015

Randale und Hiebe

Feuer und Flamme für die Polizei
Bildquelle: staseve.wordpress.com
Gleich nach der Sonnenfinsternis kam in Berlin-Friedrichshain der Stromausfall, letzterer allerdings überraschend, nachts um drei Uhr. Überraschend, aber nicht für alle. Innerhalb weniger Minuten reagierten 30 bis 50 Vermummte, von denen sogar der szenefreundliche Tagespiegel glaubt, dass es „Linksradikale“ waren, zündeten blitzschnell im Schutz der Dunkelheit errichtete Barrikaden an, bewarfen Polizisten mit Steinen, zerstörten Bankscheiben und plünderten einen Supermarkt. Das nennt man dann wohl generalstabsmäßig agiert. Das Ganze war aber natürlich keine Hass-Demo und deshalb den Medien nur eine kurze Notiz wert. Viel weniger jedenfalls, als wenn es um die Sorgen der Linken-Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau ging, vor deren Balkon eine Demonstration stattgefunden hatte. Mit Demonstrationen, die nicht von ihnen selber veranstaltet werden, haben die Linken und ihre Mainstream-Medien nämlich so ihre Probleme.

Samstag, 21. März 2015

Der Mechanismus des Humanismus

Auf gutem Weg in eine bessere Welt
Quelle: Waldorfblog
Wir aufgeklärten Menschen der Neuzeit sind selbstverständlich dem Humanismus verpflichtet. Unser Handeln richtet sich nach den Geboten der Menschlichkeit. Wir halten den Frieden für das höchste Gut und weitgehende Toleranz für seine Vorstufe. Also verteidigen wir uns nicht, wenn wir angegriffen werden, und tolerieren jene, die sich auf Kosten der Allgemeinheit Vorteile verschaffen. Wir folgen den Geboten der Menschlichkeit und wissen dabei überhaupt nicht, ob und, wenn ja, wie diese definiert werden können. Vor allem aber bekämpfen wir jeden auf das Unmenschlichste, der sich nicht unserem Humanismus unterwirft. Diesem uneingestandenen Credo folgten die folgenreichen moralischen Debatten und Vorgänge der letzten Monate, was beweist, dass wesentliche Grundpfeiler des Abendlandes keineswegs durch den Islam ins Wanken geraten, sondern selbst auf tönernen Füßen stehen.

Samstag, 14. März 2015

Wandersfrust

Insgesamt sind 190 Nationalitäten in Deutschland vertreten, das ist wahrlich eine bunte Mischung in einem kleinen Land, und der Zuwachs hält an. Kein Wunder, dass die Berliner Morgenpost auf Seite 1 stolz titelte: „Berlin wächst und wird europäischer“, um auch noch den umseitigen Aufmacher mit „Berlin wird immer internationaler“ zu überschreiben. Und anderswo heißt es: „Die Migration macht Berlin bunter.“ Wäre die Presse ausgewogen, läse man auch einmal „Immer weniger Berliner in Berlin“ oder „Immer weniger Deutsche in Deutschland“, doch die Informationslage des Mediennutzers ist nicht ausgewogen. Und eine „bunte Gesellschaft“ kann man positiv oder negativ interpretieren. Ein paar Vögel schließlich sind ein herrlicher Anblick, doch kommen sie in Scharen, ist es schon Stoff für einen Hitchcock-Thriller.

Samstag, 7. März 2015

Geklebte Illusion

Wie weiland in der DDR, einem anderen System, das zum Untergang verurteilt war, eilen wir weiter virtuell von Erfolg zu Erfolg. Wie es sich globalisiert gehört, ist der Niedergang aber inzwischen weltweit umfassend. Das konnte uns in dieser Woche wieder bewusst werden, als wir unter dem Stichwort „Gelebte Inklusion“ hörten, dass Finnland beim nächsten Eurovision Song Contest mit einer Gruppe Mongoloider und Autisten antreten wird. (Achherrjeh, mongoloid darf man ja nicht mehr sagen, sondern es heißt jetzt politisch korrekt Down Syndrom. Na, nun ist es eben passiert.) 36% der Abstimmenden, also mehr als ein Drittel, votierten entsprechend. Der ESC war zwar schon immer die Speerspitze des schlechten Geschmacks, aber wenigstens gab er uns ABBA und 40 Jahre später eine knackige Wurst. Diesmal ist es die vierköpfige Punkband PKN, die exakt eine Minute und 27 Sekunden durchhalten muss, bevor ihre Sozialarbeiter aus dem Orchestergraben springen und weiter ihre Fäden ziehen. Die Musikrichtung ist gut gewählt, denn beim Punk kann man nichts falschmachen, Ort und Art des Auftritts ist allerdings Ausdruck der verkommenen Methoden des Showbusiness und der moralischen Verwirrung des Publikums.

Samstag, 28. Februar 2015

Die humanen Untertanen

Als im islamischen Pakistan islamische Terroristen ein Massaker in einer Schule angerichtet hatten, kündigte die Regierung die Vollstreckung bis dahin ausgesetzter Todesstrafen für mindestens 500 Terroristen an. „Für diejenigen, die unsere Kinder, Bürger und Soldaten ermordet haben, wird es keine Gnade geben", machten die Behörden ernst. So weit, so gut. Nun aber hatte die sich doch recht weit vom Schuss befindliche Bundesrepublik Deutschland, die sich beispielsweise bei Auspeitschungen von Frauen oder Intellektuellen in Saudi Arabien meist diplomatisch zurückhält, nichts anderes zu tun, als die Pakistani zu belehren und aufzufordern, die Vollstreckung der Urteile zu unterlassen. Die Bundesregierung lehne die Todesstrafe generell ab, funkte das Auswärtige Amt über die Medien in den fernen Osten. Unsere Humanisten beanspruchen also für sich das Recht, weltweit und in diesem Fall in einem Land mit einer völlig anderen Kultur und in einer akuten Krisensituation die moralischen Maßstäbe zu definieren. Für Konrad Kustos ist das ein gleichermaßen arroganter wie aggressiver Akt, der so interessante wie deprimierende Rückschlüsse auf die Moral derer zulässt, die die Geschicke eines uns doch mehr als nahen Landes leiten.

Samstag, 21. Februar 2015

„Danke, liebe Antifa!“

Danke, liebe Cholera! Was haben wir der Seuche nicht alles zu verdanken: Vermeidung von Überbevölkerung, evolutionäre Stärkung des Genpotentials, weniger hungrige Mäuler. Ganz zu schweigen davon, was die Krankheit selbst für einen Spaß beim Austoben hat, wenn man sie lässt. In diesem Geiste hat Sebastian Leber vom Berliner Tagesspiegel einen Artikel „Danke, liebe Antifa!“ geschrieben, nur dass es darin nicht um die Cholera, sondern um etwas sehr ähnliches, nämlich die Antifa, ging. Also nach normaler Lesart eine Bande ideologisch Verwirrter, die sengend und plündernd durchs Land zieht und sich selbst als der militante Arm der Gerechtigkeit sieht. Doch als Heilsbringer nimmt sie auch Herr Leber wahr, dessen Pamphlet „Danke, liebe Antifa!“ (mit Ausrufungszeichen!) durch den Umgang mit dem bürgerlichen Ungehorsam der Pegidas, Legidas und anderen Egidas plötzlich traurige Aktualität gewonnen hat. Auch wenn es jeden Demokraten schmerzen wird, kann ein genauerer Blick auf dessen brachiale Unbedarftheit uns die Augen öffnen. Er zeigt, was im bundesrepublikanischen Diskurs inzwischen möglich ist und mit welchen Verkürzungen und Verfälschungen gearbeitet wird, vor allem aber welche gefährliche neue Moral gerade definiert wird.

Samstag, 14. Februar 2015

Die Leiden der Legida

Legida findet statt, darf stattfinden, sogar am Montag, sogar in Leipzig. Na bitte, die Demokratie funktioniert. Aber was war das dann vor fünf Tagen, als das plötzlich nicht mehr galt? Ein Versehen? Ein Störmanöver? Ein Offenbarungseid der Exekutive oder der Polizei? Ein Versuchsballon, wie weit man bei der Unterdrückung demokratischer Freiheiten gehen kann? Völlig egal! In jedem Fall war es nämlich ein weiteres Paradigma auf dem Weg zur Abschaffung der Demokratie. Daran ändert auch nichts, dass sich jetzt der von der veröffentlichten Meinung und den gewählten Politikern enteierte bürgerliche Protest gegen eine ausufernde Migration wieder höchst offiziell und mit Polizeischutz totlaufen kann. Die Vorgänge der letzten Tage bieten aber reichhaltiges Anschauungsmaterial, was schon alles faul im Staate ist. Unabhängig von möglicher Kritik an Legida ist das vor allem eine peinliche Parteilichkeit, wenn es um die Bewertung von Freiheit und Gerechtigkeit geht. Zu sagen, das System sei auf einem Auge blind, ist inzwischen ein Euphemismus.

Samstag, 7. Februar 2015

Von Mann-haften Wissenschaften

Alles Bio…
Quelle: wiedenroth.wordpress.com
Bisweilen scheint Wissenschaft sich zu dem zurückzuentwickeln, was sie einmal war, nämlich eine Unterdisziplin von Religion und Esoterik. Denken wir nur an die peinliche „wissenschaftliche“ Suche vom Astrophysiker und Mediendarling Stephen Hawking nach wahlweise Gott oder Außerirdischen. Oder an das Lesen im Quanten-Kaffeesatz der drei ersten Sekunden des Urknalls. Geschenkt. Jedem Tierchen sein Plaisierchen - selbst wenn es Steuergelder kostet - denn Fortschritt erwächst aus der Vielfalt der Möglichkeiten, also auch der absurden. Leider unternimmt es die Wissenschaft nun immer mehr selbst, Vielfalt einzuschränken, nämlich dort, wo sie sich in den Dienst des Dogmatismus stellt oder ihn gar vorantreibt. Man denke nur an das Phantom der menschgemachten Klimaerwärmung oder der angeblichen Notwendigkeit von Bevölkerungswachstum . Solche Wissenschaftler stehen entweder direkt oder indirekt auf der Lohnliste der globalen Ausbeutung oder sie sind Teil der gesellschaftlichen Desorientierung durch den Niedergang. Manchmal aber können sie auch nicht für das, was aus ihren Studien erwächst, weil diese bewusst missinterpretiert werden.

Samstag, 31. Januar 2015

Islam-Schisma

Deutschland im Winter
Nach den Anschlägen von Paris rief Angela Merkel in einer Fernsehansprache die Europäer dazu auf, gemeinsame Werte zu verteidigen. Das ist natürlich ein grandioser Widerspruch, hatte sie uns doch kurz zuvor in ihrer Weihnachtsansprache noch belehrt, dass zum deutschen Volk alles gehört, was Beine hat (und natürlich auch, wenn es keine Beine hat), also auch jedwede außereuropäischen Personen - egal ob mit oder ohne unseren europäischen Kulturwerten. Pegida also, so ihre damalige Argumentation, solle nicht gefolgt werden, denn die riefen ja ‚Wir sind das Volk’ und meinten damit, ‚Ihr gehört nicht dazu, wegen eurer Hautfarbe oder eurer Religion’. Nun weiß natürlich selbst eine Physikerin wie Angela Merkel ganz genau, dass Hautfarbe und Religion durchaus eine identitätsstiftende, wenn auch nicht ausschließliche Rolle bei der Definition einer Volkszugehörigkeit spielen. Hinzu kommen Dinge wie eine gemeinsame Geschichte, Weltsicht und Traditionen, Kultur und Sprache - und auch da werden Migranten zumindest in den ersten zehn Jahren ihres Aufenthalts nicht besonders üppig punkten können. Merkels Fehltritt war aber kein Zufall, sondern beschreibt den immer tiefer werdenden weltanschaulichen Riss, der quer durch die deutsche Bevölkerung geht: Deutschland steht vor einem Schisma.

Samstag, 24. Januar 2015

Agenda Pegida

Bildquelle:
http://www.wiedenroth-karikatur.de/
Über Pegida ist alles gesagt worden. Über Pegida ist sogar viel zu viel gesagt worden, vor allem zu viel Falsches. Deshalb gibt es in diesem Post kaum ein Wort über Pegida - allerdings umso mehr über den Umgang mit dieser spontan entstandenen Bürgerbewegung. Es ist nämlich lehrreich für die Einschätzung unserer Gesellschaft und unserer Demokratie zu beobachten, wie die, die vom Wähler übertragene Verantwortung und zumindest nominell Macht haben, auf ein kleines Häuflein Aktivisten einschlagen, das sich wahrscheinlich nur kurzfristig, aber aus einem offenkundig im Volk relevanten Bedürfnis formiert hat. Es ist nicht nur spannend zu fragen, wie das getan wird, sondern auch, warum es überhaupt getan wird. Man wird feststellen, dass das moralische Level der Akteure, die sich dabei gerade als Pfleger und Erhalter der bürgerlichen Moral gebärden, unter jede Grenze gesunken ist, die man in einem schlechten Kinofilm noch als einigermaßen glaubwürdig durchgehen lassen würde.

Samstag, 17. Januar 2015

Die Konsequenz ist Dekadenz

Mehr als 30 Jahre nach der Trauung des britischen Thronfolgers Charles mit der längst unter größter Medienaufgeregtheit verschiedenen Lady Di ist ein verschimmeltes Stück Hochzeitskuchen von dieser Feier in den USA versteigert worden. Immerhin 1375 Dollar erbrachte die makabere Show - guten Appetit wünsche ich nachträglich. Einen höheren Gebrauchswert hat sicherlich das Comic-Heft, in dem erstmals Superman auftrat, deshalb wechselte es kürzlich für 3,2 Millionen Dollar den Besitzer. Dafür muss eine arme, alte Frau lange stricken. Weder alt noch arm ist Victoria Beckham, die zum Erhalt ihrer Schönheit auf „Bird Poop Facial“ schwört, d.h. auf eine Gesichtsmaske aus Vogelscheiße. Da hilft es auch nicht, wenn man liest, dass der Dreck ausschließlich von Nachtigallen stammt und irgendwie gereinigt wurde. Für ihre Schönheit muss/will die Gattin eines doch eher mäßigen Fußballstars eben leiden. Wenn man den Zustand einer Gesellschaft an solchen Auswüchsen messen könnte, müssten wir jetzt schon diagnostizieren, dass unsere Zivilisation nicht mehr richtig tickt, doch erfordert die Sorgfalt, sich vor einem solchen Urteil auch noch den Unterbau anzusehen. Schon an dieser Stelle kann allerdings verraten werden, dass das Urteil dadurch nicht besser, sondern eher schlimmer wird.

Mittwoch, 14. Januar 2015

kurz-geklagt: Rat und Unrat


Das Establishment hält die Reihen im Kampf gegen Migrationsgegner fest geschlossen. Ein sogenannter „Rat für Integration“ hat vor einigen Tagen in einer Erklärung eine „Leitbildkommission“ gefordert, die Vorstellungen für ein Einwanderungsland entwickeln soll. Dabei lässt der selbstinstallierte und keineswegs wie durch die Bezeichnung suggeriert durch irgendeinen Auftrag sanktionierte Rat jede Form von Wissenschaftlichkeit und Kommunikationsbereitschaft fehlen. Vor der wissenschaftlichen Untersuchung und Erkenntnis, ob Einwanderung überhaupt richtig oder falsch, gut oder schlecht ist, erhebt der Rat eine politische Forderung. Eine vorbereitende wissenschaftliche Untersuchung dafür ist auch gar nicht vorgesehen. Es wird einfach apodiktisch gesetzt und dann weitergeholzt.