Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 31. Januar 2015

Islam-Schisma

Deutschland im Winter
Nach den Anschlägen von Paris rief Angela Merkel in einer Fernsehansprache die Europäer dazu auf, gemeinsame Werte zu verteidigen. Das ist natürlich ein grandioser Widerspruch, hatte sie uns doch kurz zuvor in ihrer Weihnachtsansprache noch belehrt, dass zum deutschen Volk alles gehört, was Beine hat (und natürlich auch, wenn es keine Beine hat), also auch jedwede außereuropäischen Personen - egal ob mit oder ohne unseren europäischen Kulturwerten. Pegida also, so ihre damalige Argumentation, solle nicht gefolgt werden, denn die riefen ja ‚Wir sind das Volk’ und meinten damit, ‚Ihr gehört nicht dazu, wegen eurer Hautfarbe oder eurer Religion’. Nun weiß natürlich selbst eine Physikerin wie Angela Merkel ganz genau, dass Hautfarbe und Religion durchaus eine identitätsstiftende, wenn auch nicht ausschließliche Rolle bei der Definition einer Volkszugehörigkeit spielen. Hinzu kommen Dinge wie eine gemeinsame Geschichte, Weltsicht und Traditionen, Kultur und Sprache - und auch da werden Migranten zumindest in den ersten zehn Jahren ihres Aufenthalts nicht besonders üppig punkten können. Merkels Fehltritt war aber kein Zufall, sondern beschreibt den immer tiefer werdenden weltanschaulichen Riss, der quer durch die deutsche Bevölkerung geht: Deutschland steht vor einem Schisma.

Samstag, 24. Januar 2015

Agenda Pegida

Bildquelle:
http://www.wiedenroth-karikatur.de/
Über Pegida ist alles gesagt worden. Über Pegida ist sogar viel zu viel gesagt worden, vor allem zu viel Falsches. Deshalb gibt es in diesem Post kaum ein Wort über Pegida - allerdings umso mehr über den Umgang mit dieser spontan entstandenen Bürgerbewegung. Es ist nämlich lehrreich für die Einschätzung unserer Gesellschaft und unserer Demokratie zu beobachten, wie die, die vom Wähler übertragene Verantwortung und zumindest nominell Macht haben, auf ein kleines Häuflein Aktivisten einschlagen, das sich wahrscheinlich nur kurzfristig, aber aus einem offenkundig im Volk relevanten Bedürfnis formiert hat. Es ist nicht nur spannend zu fragen, wie das getan wird, sondern auch, warum es überhaupt getan wird. Man wird feststellen, dass das moralische Level der Akteure, die sich dabei gerade als Pfleger und Erhalter der bürgerlichen Moral gebärden, unter jede Grenze gesunken ist, die man in einem schlechten Kinofilm noch als einigermaßen glaubwürdig durchgehen lassen würde.

Samstag, 17. Januar 2015

Die Konsequenz ist Dekadenz

Mehr als 30 Jahre nach der Trauung des britischen Thronfolgers Charles mit der längst unter größter Medienaufgeregtheit verschiedenen Lady Di ist ein verschimmeltes Stück Hochzeitskuchen von dieser Feier in den USA versteigert worden. Immerhin 1375 Dollar erbrachte die makabere Show - guten Appetit wünsche ich nachträglich. Einen höheren Gebrauchswert hat sicherlich das Comic-Heft, in dem erstmals Superman auftrat, deshalb wechselte es kürzlich für 3,2 Millionen Dollar den Besitzer. Dafür muss eine arme, alte Frau lange stricken. Weder alt noch arm ist Victoria Beckham, die zum Erhalt ihrer Schönheit auf „Bird Poop Facial“ schwört, d.h. auf eine Gesichtsmaske aus Vogelscheiße. Da hilft es auch nicht, wenn man liest, dass der Dreck ausschließlich von Nachtigallen stammt und irgendwie gereinigt wurde. Für ihre Schönheit muss/will die Gattin eines doch eher mäßigen Fußballstars eben leiden. Wenn man den Zustand einer Gesellschaft an solchen Auswüchsen messen könnte, müssten wir jetzt schon diagnostizieren, dass unsere Zivilisation nicht mehr richtig tickt, doch erfordert die Sorgfalt, sich vor einem solchen Urteil auch noch den Unterbau anzusehen. Schon an dieser Stelle kann allerdings verraten werden, dass das Urteil dadurch nicht besser, sondern eher schlimmer wird.

Mittwoch, 14. Januar 2015

kurz-geklagt: Rat und Unrat


Das Establishment hält die Reihen im Kampf gegen Migrationsgegner fest geschlossen. Ein sogenannter „Rat für Integration“ hat vor einigen Tagen in einer Erklärung eine „Leitbildkommission“ gefordert, die Vorstellungen für ein Einwanderungsland entwickeln soll. Dabei lässt der selbstinstallierte und keineswegs wie durch die Bezeichnung suggeriert durch irgendeinen Auftrag sanktionierte Rat jede Form von Wissenschaftlichkeit und Kommunikationsbereitschaft fehlen. Vor der wissenschaftlichen Untersuchung und Erkenntnis, ob Einwanderung überhaupt richtig oder falsch, gut oder schlecht ist, erhebt der Rat eine politische Forderung. Eine vorbereitende wissenschaftliche Untersuchung dafür ist auch gar nicht vorgesehen. Es wird einfach apodiktisch gesetzt und dann weitergeholzt.

Samstag, 10. Januar 2015

Medien-Tragödien

Bildquelle: boilingfrogspost.com
Für die modernen Medien bedarf es keiner staatlichen Gleichschaltung mehr, wie es bei Hitler und allen andern undemokratischen Regimes traditionell üblich war. Im vorauseilenden Gehorsam wird heute die offizielle Meinung freiwillig zur öffentlichen Meinung virtualisiert. Der Berliner Tagesspiegel und sein Mann fürs Grobe, Albrecht Meier, erklären in der aktuellen Flüchtlingsfrage in einem Kommentar die Welt beispielsweise so:Rechtspopulisten prägen in Europa immer mehr die Agenda von Parteien der bürgerlichen Mitte. Sie schüren Angst vor Einwanderung - gerade angesichts der absehbaren Ankunft weiterer Flüchtlinge eine fatale Entwicklung…“ Diese Mitte lasse sich geradezu „die Agenda diktieren“. So etwas nennt man Realitätsverlust. Und den hat Herr Meier nicht exklusiv.

Samstag, 3. Januar 2015

Gutvernetzte Volksverhetze

Bildquelle: pravda-tv.com
Als allererstes steht hier ein locker zu leistender Kotau vor der veröffentlichten Meinung: Tatsächlich müssen wir alles Mögliche für jene Menschen tun, die in fremden Ländern akut und unverschuldet in eine existenzbedrohende Situation und deshalb zu uns gekommen sind, also für viele jener Flüchtlinge, die gerade Deutschland überschwemmen. Das ist trotz aller Vorbehalte ein Essential in der Argumentation, weil es gilt, einem moralischen und intellektuellen Anspruch zu genügen sowie wegen des kybernetischen Primats, eben in jeder Sache zu differenzieren. Ebenso darf der Kotau leider nicht fehlen, weil es notwendig geworden ist, sich gegenüber den Unterstellungen der Vereinfacher abzusichern, damit die Argumente nicht als unerhört verteufelt werden und dann ungehört verhallen. Dennoch bleibt es argumentativ eine leichte Übung, den Medien, welche in dieser Sache in punkto Einseitigkeit und Manipulation besonders hervortreten, mit Fakten und Wahrhaftigkeit die Stirn zu bieten, denn schließlich bedeutet der entschiedene Eingangssatz zugunsten von Flüchtlingen doch keineswegs, sich für selbstverschuldete oder nicht in ihrer Existenz bedrohte oder das hiesige Sozialsystem ausnutzenwollende Einwanderer einzusetzen. Und er impliziert vor allem, dass die zu gewährende Hilfe von der Gesellschaft auch zu verkraften sein muss.