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Mittwoch, 14. Januar 2015

kurz-geklagt: Rat und Unrat


Das Establishment hält die Reihen im Kampf gegen Migrationsgegner fest geschlossen. Ein sogenannter „Rat für Integration“ hat vor einigen Tagen in einer Erklärung eine „Leitbildkommission“ gefordert, die Vorstellungen für ein Einwanderungsland entwickeln soll. Dabei lässt der selbstinstallierte und keineswegs wie durch die Bezeichnung suggeriert durch irgendeinen Auftrag sanktionierte Rat jede Form von Wissenschaftlichkeit und Kommunikationsbereitschaft fehlen. Vor der wissenschaftlichen Untersuchung und Erkenntnis, ob Einwanderung überhaupt richtig oder falsch, gut oder schlecht ist, erhebt der Rat eine politische Forderung. Eine vorbereitende wissenschaftliche Untersuchung dafür ist auch gar nicht vorgesehen. Es wird einfach apodiktisch gesetzt und dann weitergeholzt.

„Nach dem Vorbild traditioneller Einwanderungsländer brauchen wir ein republikanisches Leitbild, an dem sich ausnahmslos alle Bürger orientieren können.“ Natürlich ist diesen vom Staat, also vom Volk hochbezahlten Wissenschaftlern bewusst, dass es ein solches Leitbild gar nicht geben kann, weil eine kollektive Zustimmung so gut wie nie ausnahmslos ist. Deshalb ist auch klar, dass ein Leitbild gemeint ist, an dem sich alle Bürger zu orientieren haben. Deshalb ist dem Wortführer und Ratsvorsitzenden Werner Schiffauer auch wichtig, „dass wir den Begriff ‚Wir Deutsche’ neu definieren“, denn wenn die Deutschen den Eingebungen aus dem Elfenbeinturm nicht folgen wollen, müssen eben die Deutschen geändert werden. Notfalls eben ausgetauscht.

Die forschen Forscher kritisieren auch Pegida und das, wie schon zu vermuten war, „schärfer als manche Regierungspolitiker“, wie es in der Zeitung heißt. „Wir verurteilen entschieden die völkischen Aufmärsche“, hört man dabei so Ungewohntes wie aus Forschermund auch Unangemessenes. Wie in den siebziger Jahren scheint die Wissenschaft inzwischen wieder stramm politisiert, was bedeutet, dass die Wissenschaft sich dem politischen Primat und der Ideologie unterordnen muss. Deshalb werden die „Fachleute“ auch von der „Erkenntnis“ getragen, dass „Pegida von menschenfeindlichen Meinungen über Flüchtlinge und vor allem einer verallgemeinernden Abwertung von Muslimen getragen wird“. Man beachte die wissenschaftliche Präzision dieser Begriffe.

Die behauptete Islamisierung des Abendlandes sei ebenso „eine infame Unterstellung“ und „widerspreche dem zivilisatorischen Fortschritt der letzten Jahre“. Moment mal, zivilisatorischen Fortschritt misst man jetzt in Jahren? Welchen Begriff von Zivilisation haben diese Wissenschaftler? Welche Frechheit besitzen sie, ihre Unkenntnis und Unwissenschaftlichkeit derart offensichtlich in die Öffentlichkeit zu tragen? Und schließlich sei die Frage anzuhängen erlaubt: Muss man dumme Menschen Wissenschaftler nennen, nur weil sie als Wissenschaftler hochbezahlt werden?

Diese Leute richten so nicht nur Schaden an, sondern sie beleidigen schlichtweg auch noch unseren Intellekt. Entsprechend unwissenschaftlich, aggressiv und hetzerisch ist auch die sonstige Diktion. Danach wird von Pegida eine Islamisierung „herbeifantasiert, die sich gegen jede Vernunft abschottet“. Tatsächlich ist ja der Begriff Islamisierung überhaupt noch nicht, und erst recht nicht wissenschaftlich, definiert. So kann natürlich Pegida durchaus den offensichtlich verstärkten Einfluss des Islam in Deutschland unkritisiert als „Islamisierung“ bezeichnen, auch wenn der Begriff dadurch leider an Schärfe verliert. Eine Schärfe gewinnen allerdings die Wissenschaftler, wenn auch beschränkt auf ihre Behauptungen, die wohl nur sie selber begeistern können, - erforderliche Schärfe in ihren Gedanken haben die Wissenschaftler aber leider nicht.

Wir müssen uns dann auch nicht wundern, wenn völlig unhistorisch, aber zeitgemäß, Pegida ins Umfeld des Nationalsozialismus und der Judenverfolgung gerückt wird. (Aus welcher Disziplin Wissenschaftler setzt sich dieser Rat eigentlich zusammen? Lassen Sie mich raten: Soziologen?) Weiter in Text merken die Koryphäen auch nicht, dass sie in ihren eigenen Formulierungen indirekt einräumen, dass es eine „Überfremdung“ und ein „Problem“ damit gibt.

Grund für all diese bösen Menschen, die bei Pegida unerhörterweise demokratisch ihre Meinung ausdrücken, sei „ein Anpassungsdruck, der in einem Einwanderungsland“ eben hinzunehmen sei, und ein „jahrelang ignoriertes rassistisches Reservoir“. Doch den Knüller hat sich Ratsmitglied und seines Zeichens interdisziplinärer Konfliktforscher Andreas Zick für den Schluss aufgehoben: „Das von einigen Politikern formulierte Credo, man müsse die Sorgen der Bevölkerung ernstnehmen, führt in die Irre.“ Na bitte.

„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“, dichtete einst der emigrierte Dichter Heinrich Heine zu seiner Sehnsucht auf eine Rückkehr nach Deutschland. Heute haben sich dazu alle Parameter ins Gegenteil verkehrt. Nicht fühlende Menschen, sondern abgehobene Wissenschaftler zwingen uns, nicht mehr zu sehnen, sondern an eine Flucht aus statt nach Deutschland zu denken. Der einzige gemeinsame Nenner: Migration.

Kommentare:

  1. ob nun die Einwanderer die Bevölkerungsmajorität in 20 oder 40 Jahren stellen, sei dahingestellt...es geht hier nicht um Einwanderung sondern um Kulturzerstörung...

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    1. Oder um eine Bereicherung - es kommt wie immer darauf an, aus welcher Perspektive man Entwicklungen betrachtet ...

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  2. Wieso macht man es nicht wie in den USA (wo man denen doch sonst alles nachäfft): Schaffung eines Einwanderungsgesetzes. Mit Visum und allem drum und dran.

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    1. Ganz einfach: 1. weil man es nicht will, aber auch 2. weil sich auch in den USA Wirtschaftsflüchtlinge durch Visa etc. nicht abschrecken lassen/nicht abgeschreckt werden sollen. Visa und Einwanderungskontrolle trifft hier wie da nur die gut ausgebildeten Menschen aus den entwickelten Ländern, die sich an die Spielregeln halten.

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