Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 28. Februar 2015

Die humanen Untertanen

Als im islamischen Pakistan islamische Terroristen ein Massaker in einer Schule angerichtet hatten, kündigte die Regierung die Vollstreckung bis dahin ausgesetzter Todesstrafen für mindestens 500 Terroristen an. „Für diejenigen, die unsere Kinder, Bürger und Soldaten ermordet haben, wird es keine Gnade geben", machten die Behörden ernst. So weit, so gut. Nun aber hatte die sich doch recht weit vom Schuss befindliche Bundesrepublik Deutschland, die sich beispielsweise bei Auspeitschungen von Frauen oder Intellektuellen in Saudi Arabien meist diplomatisch zurückhält, nichts anderes zu tun, als die Pakistani zu belehren und aufzufordern, die Vollstreckung der Urteile zu unterlassen. Die Bundesregierung lehne die Todesstrafe generell ab, funkte das Auswärtige Amt über die Medien in den fernen Osten. Unsere Humanisten beanspruchen also für sich das Recht, weltweit und in diesem Fall in einem Land mit einer völlig anderen Kultur und in einer akuten Krisensituation die moralischen Maßstäbe zu definieren. Für Konrad Kustos ist das ein gleichermaßen arroganter wie aggressiver Akt, der so interessante wie deprimierende Rückschlüsse auf die Moral derer zulässt, die die Geschicke eines uns doch mehr als nahen Landes leiten.

Samstag, 21. Februar 2015

„Danke, liebe Antifa!“

Danke, liebe Cholera! Was haben wir der Seuche nicht alles zu verdanken: Vermeidung von Überbevölkerung, evolutionäre Stärkung des Genpotentials, weniger hungrige Mäuler. Ganz zu schweigen davon, was die Krankheit selbst für einen Spaß beim Austoben hat, wenn man sie lässt. In diesem Geiste hat Sebastian Leber vom Berliner Tagesspiegel einen Artikel „Danke, liebe Antifa!“ geschrieben, nur dass es darin nicht um die Cholera, sondern um etwas sehr ähnliches, nämlich die Antifa, ging. Also nach normaler Lesart eine Bande ideologisch Verwirrter, die sengend und plündernd durchs Land zieht und sich selbst als der militante Arm der Gerechtigkeit sieht. Doch als Heilsbringer nimmt sie auch Herr Leber wahr, dessen Pamphlet „Danke, liebe Antifa!“ (mit Ausrufungszeichen!) durch den Umgang mit dem bürgerlichen Ungehorsam der Pegidas, Legidas und anderen Egidas plötzlich traurige Aktualität gewonnen hat. Auch wenn es jeden Demokraten schmerzen wird, kann ein genauerer Blick auf dessen brachiale Unbedarftheit uns die Augen öffnen. Er zeigt, was im bundesrepublikanischen Diskurs inzwischen möglich ist und mit welchen Verkürzungen und Verfälschungen gearbeitet wird, vor allem aber welche gefährliche neue Moral gerade definiert wird.

Samstag, 14. Februar 2015

Die Leiden der Legida

Legida findet statt, darf stattfinden, sogar am Montag, sogar in Leipzig. Na bitte, die Demokratie funktioniert. Aber was war das dann vor fünf Tagen, als das plötzlich nicht mehr galt? Ein Versehen? Ein Störmanöver? Ein Offenbarungseid der Exekutive oder der Polizei? Ein Versuchsballon, wie weit man bei der Unterdrückung demokratischer Freiheiten gehen kann? Völlig egal! In jedem Fall war es nämlich ein weiteres Paradigma auf dem Weg zur Abschaffung der Demokratie. Daran ändert auch nichts, dass sich jetzt der von der veröffentlichten Meinung und den gewählten Politikern enteierte bürgerliche Protest gegen eine ausufernde Migration wieder höchst offiziell und mit Polizeischutz totlaufen kann. Die Vorgänge der letzten Tage bieten aber reichhaltiges Anschauungsmaterial, was schon alles faul im Staate ist. Unabhängig von möglicher Kritik an Legida ist das vor allem eine peinliche Parteilichkeit, wenn es um die Bewertung von Freiheit und Gerechtigkeit geht. Zu sagen, das System sei auf einem Auge blind, ist inzwischen ein Euphemismus.

Samstag, 7. Februar 2015

Von Mann-haften Wissenschaften

Alles Bio…
Quelle: wiedenroth.wordpress.com
Bisweilen scheint Wissenschaft sich zu dem zurückzuentwickeln, was sie einmal war, nämlich eine Unterdisziplin von Religion und Esoterik. Denken wir nur an die peinliche „wissenschaftliche“ Suche vom Astrophysiker und Mediendarling Stephen Hawking nach wahlweise Gott oder Außerirdischen. Oder an das Lesen im Quanten-Kaffeesatz der drei ersten Sekunden des Urknalls. Geschenkt. Jedem Tierchen sein Plaisierchen - selbst wenn es Steuergelder kostet - denn Fortschritt erwächst aus der Vielfalt der Möglichkeiten, also auch der absurden. Leider unternimmt es die Wissenschaft nun immer mehr selbst, Vielfalt einzuschränken, nämlich dort, wo sie sich in den Dienst des Dogmatismus stellt oder ihn gar vorantreibt. Man denke nur an das Phantom der menschgemachten Klimaerwärmung oder der angeblichen Notwendigkeit von Bevölkerungswachstum . Solche Wissenschaftler stehen entweder direkt oder indirekt auf der Lohnliste der globalen Ausbeutung oder sie sind Teil der gesellschaftlichen Desorientierung durch den Niedergang. Manchmal aber können sie auch nicht für das, was aus ihren Studien erwächst, weil diese bewusst missinterpretiert werden.