Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 25. Juli 2015

Neuer fraglicher Frühling

Diesen Blog gibt es nun lange genug, dass man anfangen kann, seine Aussagen gut abgehangen im Verlauf der Jahre auf deren Relevanz und Richtigkeit zu betrachten. Am Beispiel des Arabischen Frühlings war es ja auch keine große Kunst, dessen Scheitern vorauszusagen. Man fragt sich nur, warum dann 80% der Leute und 99% der Mainstreammedien von blühenden Landschaften in der Sahara ausgegangen waren? In diesem Punkt sind wir inzwischen wirklich weiter: Wir haben uns an die Dreistigkeit der Lügen des Mainstreams gewöhnt und haben auch ziemlich konkrete Vorstellungen, wie die Konstrukteure des Chaos dadurch zu dessen Profiteuren zu werden gedachten. Für die betroffene Region müssen wir jedenfalls Wirtschaftseinbrüche, Arbeitslosigkeit, Krieg und vor allem religiöse Unterdrückung in leider auch von Konrad Kustos ungeahntem Ausmaß bilanzieren. Dennoch ziemlich recht gehabt, damals am 15. Januar 2012. Rechthaben kann manchmal richtig wehtun:

Samstag, 18. Juli 2015

Neues Bottlewear

"Flaschenzug" Foto: dpa
Büchsen in der Öffentlichkeit können ganz schön gefährlich sein. Das musste die junge Frau erfahren, die sich vor kurzem in einem Tanzlokal Pfefferspray anstatt Deo unter den Arm sprühte und damit nicht nur die von der Gesellschaft normalerweise klaglos in Kauf genommenen durch Deos ausgelösten Atemwegsreizungen verursachte, sondern bei mehreren Personen den Einsatz des Rettungsdienstes erforderlich machte. Allerdings gibt es ja auch kaum noch Büchsen, dafür aber umso mehr Flaschen. Doch auch Flaschen können sich zum Ärgernis entwickeln, etwa in der Politik, in der Lieblingsfußballmannschaft oder am Arbeitsplatz. Bei solchen Flaschen hilft auch das Recyceln nicht, und der Kampf dagegen ist wie einer gegen Windmühlenflügel. Dass aber ein Kampf gegen Flaschen auch einen Angriff auf die Freiheitlichkeit unseres Zusammenlebens bedeuten kann, bewies am 20. Dezember 2011 eine kleine Glosse von Konrad Kustos:

Samstag, 11. Juli 2015

Neue schwirriche Wirrsicht

Dass die Grünen Probleme mit Kindern haben, kann angesichts der im Frühjahr noch einmal aufgebrandeten Kinderschänderkampagne keiner bezweifeln. Dabei mussten sich die Grünen ausgerechnet für ihre Findungsversuche vor immerhin 30 Jahren weitaus heftiger verteidigen als für ihre gegenwärtigen Anschläge auf Freiheitlichkeit und Vernunft, was diesmal hier aber nicht thematisiert werden soll. Eine kindische Fehlleistung ganz anderer Art bot nämlich die bündnisgrüne Abgeordnete Sabine Niels kürzlich im Potsdamer Landtag. Hinnehmbar war, dass die 40-Jährige ihre fünf Monate alte Tochter im Plenarsaal stillte, nicht hinnehmbar ist hingegen, dass Niels dauerhaft die hochbezahlten Kollegen und die möglicherweise wichtigen Parlamentsgeschäfte, beispielsweise auch im Rechts- und Europaausschuss, mit Kindergeschrei belastet. Wer von den geneigten Lesern könnte es sich wohl erlauben, eventuell vorhandene Kleinkinder mit zur Arbeit zu nehmen und vor allem, wer wollte dies den Kollegen zumuten? Davon unbeeindruckt schreibt die dpa zu dieser demonstrativen Rücksichtslosigkeit fröhlich wertend, das Baby belebe „ernste Debatten mit fröhlichem Krähen“, doch für Konrad Kustos zeigt sich hier nur erneut, wie Individuen immer mehr ihr eigenes Spaßvergnügen über die Rechte und Bedürfnisse der Mitmenschen stellen. Schon am 18. Dezember 2011 hatte er sich ausführlich, wenn auch mit einem Augenzwinkern, mit dem neuen ausufernden Individualismus auseinandergesetzt:

Samstag, 4. Juli 2015

Neuer Lohn der Intervention

Mit Ablauf des vergangenen Jahres wurde das internationale Militärabenteuer in Afghanistan beendet. Wie sehr Afghanistan heute frei ist, und wie lange es diese Freiheit überhaupt behalten kann, wird von Pessimisten und Optimisten unterschiedlich beantwortet. Immer mehr stellt sich aber heraus, dass das menschliche Leid und die herben Verluste teuer bezahlt wurden. Laut Wikipedia (unter Bezug auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung) kostete allein die Deutschen zuletzt jedes Jahr am Hindukusch drei Milliarden Euro und damit das Dreifache der prognostizierten Summe. Bis 2016 will Deutschland jährlich weitere 430 Millionen Euro zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zur Stärkung der Regierungsführung fließen lassen. Weitere 150 Millionen Euro gehen an die nationalen Sicherheitskräfte. Gegen das, was westliches Einschreiten in Nordafrika und Nahost bewirkt hat, ist Afghanistan aber geradezu eine Erfolgsgeschichte. Jede neue Intervention in fremden Ländern entpuppt sich in kürzester Zeit als Katastrophe. Das war zumindest in diesem Blog schon am 11. Dezember 2011 klar, wenngleich es inzwischen noch mal ein ganzes Stück klarer ist: