Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 29. August 2015

Neue EUrotik

Bevor die Europäische Union ihre Herrschaft stabilisiert hatte, war der Deutsche in Europa ein gerngesehener Gast. Heute bekommt nicht einmal der deutsche Beitrag für einen europäischen Song-Contest noch einen lumpigen Punkt. Die Friedensunion hat ganze Arbeit geleistet; Hass und Misstrauen wachsen zwischen den Völkern. Schon als Thilo Sarrazin 2012 sein Buch „Europa braucht den Euro nicht“ veröffentlicht hatte, konnte man ihn höchstens dahingehend korrigieren, dass wir nicht den Euro nicht brauchten, sondern dass dieser uns - und mit uns ist die europäische Bürgerschaft und nicht der europäische Geldadel gemeint - massiv schadet(e). Das gilt auch ökonomisch, denn schon damals bescherte der durch die EU-Politik forcierte Niedrigzins den deutschen Bürgern einen Verlust von knapp sechs Milliarden Euro. Im übrigen Euro-Gebiet stand durch diesen Mechanismus ein Gewinn von 34 Milliarden Euro zu Buche. Man will dann gar nicht mehr wissen, welche Verluste der deutsche Sparer heute, drei Jahre später, angesichts der neuen europäischen Null-Zins-Politik hat. Aber es soll keiner sagen, wir hätten davor nicht gewarnt - beispielsweise am 26. Mai 2012 in diesem Blog:

Samstag, 22. August 2015

Neue Experten-Exkremente

Experten sind jene Menschen, die unseren Politikern sagen, was sie tun sollen. Vorausgesetzt natürlich, dass den postkapitalistischen Vorgesetzten unserer Politiker eine Sache nicht wichtig genug ist, eigene Regeln festzusetzen. Experten sind für die Politiker eine feine Sache, um auf eigenes Nachdenken, eigene Entscheidungen und vor allem eigene Verantwortungen verzichten zu können und sich mit aller Energie auf ihr Überleben in ihren politischen Strukturen zu konzentrieren. Experten sind auch die Leute, die wir zu glauben brauchen, um uns in einem immer komplizierter werdenden Leben zurechtzufinden. Und Experten sind die, die sich so intensiv mit einer Sache beschäftigen, dass sie den Blick für Zusammenhänge längst verloren haben. Experten haben deshalb ein exzellentes Standing in der Niedergangsgesellschaft, und deshalb versuchen auch die schlimmsten Scharlatane, sich als Fachleute auszugeben.

Deshalb wollte auch eine sich so selbstbezeichnende „Homöo-Akademie“ einen „Bachelorstudiengang zur praxisnahen Ausbildung in klassischer Homöopathie auf wissenschaftlichem Niveau“ anbieten. Wissenschaft und Homöopathie, das passt zusammen wie Menschenrecht und Hexenverbrennung, aber erst energischer Widerstand von Anti-Esoterikern brachte das Aus für den von bayerischen Behörden forcierten Studiengang. Angesichts real (weiter-)existierender wohlklingender Institutionen wie „Homöopathen ohne Grenzen“ bleibt es aber doch dabei: Die Bluffkultur des Expertenwahns ist eine weltweite Pandemie. So legte es schon das Potpourri gescheiterter Experten-Expertisen nahe, dass Konrad Kustos schon am 19. Mai 2012 präsentierte:

Samstag, 15. August 2015

Neue Kinder-Krieger

Würgespiele sind modern an deutschen Schulen, und in Potsdam gab es gerade wieder einen schweren Zwischenfall. Im Lande Brandenburg soll den Kindern nun erklärt werden, dass Würgen gefährlich ist. Dem steht entgegen, dass die Kinder, die ja sonst nichts vom Leben zu haben glauben, mit dem Würgen einen rauschähnlichen Zustand erreichen wollen. Da müssen dann natürlich die Vor- und Nachteile abgewogen werden. Ausschlaggebend am Ende könnte sein, wenn es der Regierung gelänge, den Kindern klarzumachen, dass es zur Rettung der deutschen Zukunft um jede einzelne lebende Seele geht. Warum das allerdings so sein soll, hat Konrad Kustos noch immer nicht verstanden, obwohl er sich schon am 26. Februar 2012 ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt hatte:

Samstag, 8. August 2015

Neue Sakramente vor der Rente

Nun ist es offiziell, „Deutschland gehen die Einwohner aus“. Die Botschaft verkündete kürzlich der Präsident des Statistischen Bundesamtes, nicht ohne mit gut gemeinten Ratschlägen zu geizen. In 45 Jahren entvölkert sich die Bundesrepublik demnach auf sage und schreibe vernachlässigbare 70 Millionen Menschen. Da wird man die Bundesliga wohl auf 14 Vereine reduzieren müssen, und man wird auch die „unmerklichen“ Einwanderungen und Ergebnisse der „familienpolitischen Maßnahmen“ nicht mitzählen dürfen. Angesichts der neuen Flüchtlingsbewegung sind die Zahlen schon wenige Wochen nach ihrer Verkündung Makulatur, und wir erinnern uns der alten Weisheit, dass die Statistik sich verhält wie die Laterne für den betrunkenen Seemann: mehr zum Festhalten, denn zur Erleuchtung. Diese Wissenschaftler machen ihre Berechnungen natürlich auf fremde Rechnung, und deshalb bleibt am Ende ihrer fantasievollen Darbietungen nie der politische Imperativ aus, nämlich dass das Rentenalter steigen müsse, um den völligen Zusammenbruch zu verhindern. Diesmal waren es schon 74 Jahre, die die Menschen nach Ablauf der wissenschaftlichen Ratefrist an der Arbeitsfront zuzubringen hätten. Verwirrend allerdings, dass fast zeitgleich dasselbe Bundesamt verkündete, heute geborene Jungen könnten mit einer Lebenserwartung von 77 Jahren rechnen. Da blieben ja noch drei Jahre Rente bis zum Exitus, also wenn das kein Geschäft für die Arbeitgeber ist… Allerdings sollen Mädchen dann fünf Jahre länger leben, wie wäre es also im Sinne des Gleichstellungsgesetzes mit einer fünf Jahre längeren Arbeitszeit für Frauen? Über all diese Dinge hatte Konrad Kustos schon am 19. Februar 2012 ausführlich nachgedacht:

Samstag, 1. August 2015

Neuer Kirchhof auf dem Friedhof

Wenn das Imperium angegriffen wird, schlägt es bekanntlich zurück. Das musste die Schweiz erfahren, als sie sich die Ungeheuerlichkeit eines Volksentscheids leistete. Und dann noch einen erfolgreichen gegen das postkapitalistische Überlebensessential „Zuwanderung“. Haste nicht gesehen wurden die Schweizer von der EU aus Forschungsprogrammen und Austauschprogrammen geworfen. Der sozialistische (!) französische Industrieminister forderte sogar Strafzölle für die Eidgenossen. Trotzdem gibt es immer wieder einige Mutige, die sich solche Attacken gegen die EU leisten, wenn auch meist ohne sichtbaren Erfolg. Beeindruckend etwa Vaclav Klaus, der ehemalige tschechische Ministerpräsident, der Europa kürzlich einen „postdemokratischen Prozess“ bescheinigte und wirtschaftliche Regularien, die stärker seien als zu kommunistischen Zeiten. Die EU-Politik verursache einen „tiefen demokratischen Defekt“, der Nationalstaat müsse rehabilitiert werden. Schon vor dreieinhalb Jahren hatte mit Ferdinand Kirchhof ein solcher Rebell zwischenzeitlich Aufsehen erregt, was am 12. Februar 2012 von Konrad Kustos kommentiert wurde. Letztlich waren wir beide uns einig, dass die Demontage der Demokratie durch die EU langfristig schlimmere Folgen zeitigen wird, als das ökonomische Desaster. Warum, kann man hier lesen: