Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 31. Oktober 2015

Moral auf der Flucht

"Es kitzelt ja nur..."
Manchmal ist die Suche nach der Wahrheit ein schwieriges Abwägen und Gewichten, manchmal springt sie einem ins Gesicht. In einer zunehmend wahnsinniger werdenden Gesellschaft lässt sich die Wahrheit aber auch mit einer Handbewegung virtuell ins Gegenteil verkehren. Es reicht dann nicht einmal zur ehrlichen Betroffenheit, dass schon im Jahr 2014 mehr als 60 Millionen Menschen weltweit und damit fast ein Prozent der Weltbevölkerung und mehr als jemals zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen ihrer Heimatländer verlassen haben. Im Gegenteil wird dieser Zyklus beschleunigt durch die aktuelle Einladungspolitik Europas und der USA, die die Zahlen schnell in dreistellige Bereiche und mehr transportieren wird. Angesichts des von der OECD und anderen interessierten Organisationen angeheizten Bevölkerungswachstums in der Dritten Welt und besonders in Afrika führt dies zwar nicht zu einer Entvölkerung dieser Länder, wohl aber zu fortschreitenden Substanzverlusten durch Emigration, die die Unterentwicklung und das dort gehäuft anzutreffende Elend verstärken. Das hindert die Politikerkaste der entwickelten Länder und ihre Hintermänner nicht daran, das hohe Lied einer moralbasierten Flüchtlingspolitik zu singen, doch mit dieser Moral ist es nicht nur hier nicht weit her.

Samstag, 24. Oktober 2015

Global egal

Es war der größte Auftrag aller Zeiten für Siemens: Drei riesige Gaskraftwerke und bis zu 600 Windanlagen darf der Technologiekonzern nach Ägypten liefern. Acht Milliarden Euro zahlen die Ägypter dafür und ließen sich sogar noch klaglos von deutschen Zeigefinger-Politikern wegen ihrer Menschenrechtsverletzungen beim Kampf gegen den Islamismus anpampen. Siemens feierte den Erfolg – und kündigte fast zeitgleich an, in eben dem Berliner Gasturbinenwerk, in dem diese Kraftwerke produziert werden, 800 von 3800 Jobs zu streichen. Insgesamt sollen dem radikalen Konzernumbau weltweit 13.100 Arbeitsplätze zum Opfer fallen, darunter 5100 in Deutschland. Doch weder ist das der einzige Einschnitt, der Siemens bevorsteht, noch ist dies der einzige deutsche „Global-Player“, der so verfährt. Die deutsche Wirtschaft und zuallererst der deutsche Werktätige wird unter der Ägide des Postkapitalismus und der Globalisierung in eine existenzerschütternde Krise geführt.

Samstag, 17. Oktober 2015

Virtuelle Wahlfreiheit

"Schwarz-weiße Demokratieträume"
In Brandenburg läuft gerade ein neuerliches Volksbegehren gegen Massentierhaltung. Weil letzteres zumindest teilweise tatsächlich eine Schweinerei ist, klingt das für die Menschen, die ja scheinbar keine anderen Probleme haben, gut und hat alle Chancen, Gesetzeskraft zu erlangen. Ob es allerdings wirklich gut ist, könnte aber nur der verantwortlich entscheiden, der auch durch eine solche Maßnahme möglicherweise steigende Fleischpreise oder Versorgungsengpässe in seine Überlegungen ebenso einbezogen hat, wie die Frage, welche Veränderungen in der Tierhaltung den Tieren wirklich nutzen können. Eine grundsätzliche Erwägung, ob die Bedürfnisse des Menschen nicht denen von Tieren übergeordnet seien, soll hier noch gar nicht ins Spiel gebracht werden. Doch solche rationalen Überlegungen treten in der Realität bei emotional besetzten Themen grundsätzlich in den Hintergrund. Über die daraus erwachsende Problematik von Volksentscheiden wurde in diesem Blog schon unter anderem hier und hier nachgedacht. Dabei gab es auch das heute einzulösende Versprechen, bei aller Skepsis gegenüber der parlamentarischen wie auch der direkten Demokratie nach gangbaren Alternativen zu suchen.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Kustos kopiert: Merkels Moral

In der Kürze liegt manchmal ein Widerspruch von Notwendigkeit, Übersichtlichkeit und Verlusten an Bedeutungen. Gut, wenn man Leser hat, die dann zusätzlich in die Tiefe gehen, wo es nottut. Das ist dann ein klassischer Fall für „Kustos kopiert“. In diesem Fall erschien der kluge Text von Gernot Radtke, der Merkels Argumentationskunststücke entlarvt, auf Freie Welt als Kommentar auf meinen Post „Zensur mit Struktur“.

Samstag, 10. Oktober 2015

Mit Phrasen auf Flucht-Kurs

Hass ist ein Gefühl, das aus der Mischung eigener Hilflosigkeit und dem Bruch von Spielregeln durch andere entsteht. So sind die Verantwortlichen für Hass eigentlich die, die andere durch ihr Fehlverhalten in eine emotionale Situation bringen, in der sie Äußerstes fühlen. Wenn die Bundesregierung mit ihrer Flüchtlingspolitik entgegen jeder Vernunft soziale und ökonomische Verhältnisse herstellt, die für fast alle Beteiligten eine mittelfristig objektiv und oftmals dramatisch schlechtere Lebensqualität bedeuten, erwächst bei denen, die die Veränderungen im Lande am eigenen Leibe wahrnehmen oder diese antizipieren, zuerst die Sorge, dann die Angst und schließlich, in der Tat, Hass. Doch die Schuld liegt bei denen, die diese Situation erzeugen. Kein Wunder, dass sie keinen schmutzigen Trick auslassen, um ihre Taten im Licht der Moral und der Vernunft erscheinen zu lassen.

Samstag, 3. Oktober 2015

Zensur mit Struktur


Frau Merkel hat kürzlich den Begriff der Toleranz neu definiert: „Es gibt keine Toleranz gegenüber denen, die nicht bereit sind, zu helfen.“ Aha! Helfen ist jetzt also nicht mehr wie bisher eine freiwillige gute Tat, sondern eine verordnete Staatsbürgerpflicht. Schlimmer noch: Wer sich dieser Pflicht nicht beugt, kann keine Toleranz erwarten - und das in einer Gesellschaft, die ansonsten, und nicht nur in der Flüchtlingsfrage, gerade an ihrer überbordenden Toleranz zugrundegeht. Was bedeutet es nun aber, wenn sie nicht etwa mangelndes Verständnis seitens der Gutmenschen anordnet, sondern ausdrücklich den Entzug der wichtigsten Reliquie der Niedergangsgesellschaft, der Toleranz? Es ist die Ankündigung, dass in diesem neuen Merkelland undemokratische Repression nicht nur auszuüben ist, sondern diese jetzt schon weltanschaulich abgesichert wird. In der Tat gibt es bereits fatale Zeichen dieser neuen Repression. Wie lange wird das Land dem noch widerstandslos, ja applaudierend, zuschauen?