Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 27. Februar 2016

Die Einfalt der Gewalt

Gewalt macht dann vor keinem halt
Gegengewalt darf nicht die Falschen treffen

Gewalt an sich braucht keinen moralischen Vektor. Im Gegensatz zu Gut und Böse, rechts und links, fortschrittlich und konservativ, deutsch und nichtdeutsch, Freund und Feind bedarf es keiner Wertung, um in einer zivilisierten Gesellschaft Gewalt als negativ und unerwünscht einzuordnen. Schon anders sieht es mit der Gegengewalt aus, also der zur individuellen wie territorialen Verteidigung ausgeübten oder der, die dem Staat zur Aufrechterhaltung der Ordnung zusteht. Wäre unsere Gesellschaft wirklich zivilisiert, würde sich wohl auch diese Gegengewalt minimieren. Wie steht es nun aber mit einer Staatsführung, die durch ihre Flüchtlingspolitik mehr oder weniger formal legal Verhältnisse schafft, die zu zusätzlicher massiver Gewalt führen müssen? Sie übt eine negative institutionelle Gewalt aus - und diese Gewalt hat sehr wohl einen Vektor, und geht mit Sicherheit nicht mehr vom Volke aus. Auf dieser Meta-Ebene ist es dann auch völlig unerheblich, von wem dann die konkrete verbale, nonverbale und als „Ultima Ratio“ die physische Gewalt letztlich ausgeht. Flüchtlinge, Bürger oder radikale Wirrköpfe - sie alle sind dann Opfer einer katastrophalen politischen Weichenstellung. Die wahre Parole heißt dann: „Die schaffen uns.“

Mittwoch, 24. Februar 2016

Nach-Gedacht: Frommes Willkommen


Gäste werden eingeladen und stellen nicht den Fuß in die Tür - aus welcher Not auch immer. Und nur Idioten machen die Tür noch weiter auf, wenn einer den Fuß in die Tür stellt. Das gilt insofern auch für die Flüchtlingssituation, weil eine große Zahl der Anspruchsteller Wohlstandsflüchtlinge sein dürften und dennoch moralische und rechtliche Forderungen geltend machen. Warum sich viele Deutsche in der aktuellen Flüchtlingskrise dennoch so naiv undifferenzierend anstellen, wurde vor wenigen Tagen hier untersucht. In der Kurzform ist es - unter individuellen Gesichtspunkten - ein psychologisches Problem, bei dem einerseits die heile Welt erhalten und andererseits atavistische Bedürfnisse befriedigt werden müssen. Schon im Oktober hatten wir das Thema am Wickel, was bei Geolitico zu zwei sehr klugen Kommentaren führte, die das Problemverständnis vertiefen helfen. In beiden Fällen geht es um die Veränderung des moralischen Empfindens unter dem Einfluss der modernen Gesellschaft.

Samstag, 20. Februar 2016

Das Willkommen der Frommen

Bildquelle: Volksbetrugpunktnet
Anonymes Mitleid als Religionsersatz
Am Anfang war die Reem. Im Sommer des vergangenen Jahres, als es schon zu viele Flüchtlinge gab, aber die derzeitige Katastrophe nur von zynischen Propheten oder gottlosen Zynikern hätte vorausgesagt werden können, trat das gleichnamige zwölfjährige Flüchtlingsmädchen angesichts einer drohenden rechtmäßigen Abschiebung der Familie medienwirksam im Fernsehen auf und spielte mit ihren Tränen auf der Klaviatur der empfindlichen Seelen eines dekadenten Volkes. Vielleicht hat sie sogar die Bundeskanzlerin auf die schiefe Bahn gebracht, die bei der damaligen Gegenüberstellung für viele angeblich als eine herzlose, emotionslose, empathieunfähige, ja eine geradezu unmenschliche Vertreterin ihrer Zunft rüberkam. Unabhängig von allen sie natürlich sehr wohl parallel beeinflussenden Kräften des Postkapitalismus galt es nun für die Politikerin, dieses Bild eiligst zu widerlegen, indem sie das Kind mit dem Bade ausschüttete.

Die Folgerung aus diesen Vorgängen lautet: Wer weint, hat recht  - erst recht, wenn er arm oder ein Kind oder gar ein armes Kind ist. Ihm ist die begehrte Aufmerksamkeit der emotionslüsternen Medien gewiss. Wenn eine Angela Merkel vergisst, dass das Amt einer Bundeskanzlerin mehr Verstand als Gefühl erfordert, steht sie Seite an Seite mit ihrem Wählervolk im demonstrativen Mitleid vereint - so lange, bis das Mitleid versiegt, weil es allen gleich schlecht geht.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Kaugummis und Zombies

„Der Krug geht so lange zum Halse, bis man bricht“, wussten schon die alten Griechen. Mit „die Maß ist voll“ ergänzten die nicht ganz so alten Bayern die Erkenntnis der Begrenztheit von Ressourcen zur Volksweisheit. Mehr als voll geht eben so wenig wie mehr als leer, und die deutschen Turnhallen füllen sich in demselben Tempo, mit dem sich die Staatskasse leert. Dass das Phänomen aber auch mit Kaugummis funktioniert, oder besser gesagt eben nicht, zeigt uns im Anschluss Gastautor Jon Schnee, der mit bildlicher Auffassungsgabe erneut diesen Blog bereichert. Wir lernen, dass die Zeit für Lösungen knapp wird, denn seit „Tempus fugit“ wissen die Lateiner und ihre Kulturfolger, dass zumindest die Zeit ein echter Flüchtling ist.

Samstag, 13. Februar 2016

HASSte was, dann biste was

Bildquelle: www.20min.ch
Mit der Rüstung der Entrüstung ins Schisma
Die Gewalt unter Flüchtlingen in ihren unzumutbaren Unterkünften nimmt logarithmisch zu. An nur einem Wochenende gingen beispielsweise in Berlin-Spandau Asylbewerber mit Feuerlöschern aufeinander los, sieben Menschen landeten im Krankenhaus, und es gab eine Massenpanik in der mit 1000 Menschen besetzten Einrichtung. In Kreuzberg verletzte gleichzeitig ein 18-Jähriger einen Kontrahenten und griff dann den Sicherheitsdienst an. Im ehemaligen Flughafen Tempelhof gingen Hunderte Flüchtlinge unter anderem mit Messern aufeinander los. Wir und andere hatten frühzeitig prophezeit, was passiert, wenn erstens so viele Menschen so lange kaserniert sind und wenn zweitens unterschiedliche Kulturen mit einer niedrigeren Gewaltschwelle als hierzulande üblich aufeinanderstoßen. Letztere Aussage gilt es zu relativieren, wenn man sieht, wie sowohl die Willkommens- als auch die Hasspolitik des Mainstreams die Saat der Gewalt zusehends in die autochthone Kultur trägt. Hier gilt: Die einen lassen die Orte der Flüchtlinge brennen und die anderen die Orte der Flüchtlingszweifler.

Dienstag, 9. Februar 2016

Kuchen, Köln und Karneval


Die Flüchtlingskrise als Happening
Was eine Studentin aus Köln so denkt, kann Aufschluss darüber geben, wie es um den geistigen Zustand unserer künftigen (und derzeitigen) Führungsebene so aussieht. Die Studentin heißt Stefanie Neuhaus und kam kurz mit ihrer Sicht auf die Flüchtlings(un)problematik in der Berliner Zeitung zu Wort. Unserem Gastautor Jon Schnee fielen daraufhin beim Lesen zuerst die Essensreste aus dem Gesicht und dann drei Optionen ein, wie er damit umgehen könnte. Er entschied sich für die augenzwinkernd wissenschaftliche Variante, vielleicht, weil sich selbst der Wahnsinn mit Humor besser ertragen lässt?

Samstag, 6. Februar 2016

Schießbefehl auf AfD

Bildquelle: Toonpool.com
Die AfD hat es getan. Sie hat darüber geredet, was passiert, wenn die deutsche Führung sich dazu entschließen könnte, die Grenzen gegen die Flüchtlingsflut dicht zu machen. Das geht natürlich gar nicht. „AfD löst bundesweit Empörung aus“ soll es in dicken Lettern der Titelseiten den Menschen beim Verstehen helfen, und man fragt sich: Bei wem eigentlich löst es das aus? Die Empörung ist groß bei den Parteien und bei den für sie schreibenden Journalisten. Sie ist vielleicht auch groß bei den vielen Menschen, denen fremde wohlstandsbegehrende Flüchtlinge näherstehen als die eigenen Nachbarn. Also beispielsweise bei gutmenschelnden Lehrern, die ihren unmündigen Schülern am liebsten noch vor dem Lesen und Schreiben beibringen, Plakate gegen die neue „Gefahr von Rechts“ zu malen. Es dürfte allerdings kein Schuss ins Blaue sein, wenn man vermutet, dass die „Empörung“ hauptsächlich, durch den aus Umfragen zu ersehenden permanenten Bedeutungsgewinn der AfD (jetzt: 12%) genährt wird. Nichtsdestotrotz: So richtig geschickt war die Strategie der einzigen Opposition wirklich nicht.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Kopfrechnen mit Angela

Wir können uns zwicken, solange wir wollen – der Alptraum will nicht weichen. Könnten wir nicht wenigstens von einem ganz normalen Willkürsystem regiert werden, und nicht von einem, von dem so viele Träumer glauben, es gehe alles mit rechten Dingen zu? Ja, der Glaube versetzt Berge: Menschenberge. Heute glauben die Verkünder der wahren Leere schon, sie könnten jedem jeden Blödsinn erzählen, ohne dass es auffällt. Besonders beliebt ist dabei die moderne Zahlenmystik aus Fälschen, Verdrehen und Weglassen. Das hat unseren Gastautor Jon Schnee so geärgert, dass er in einem Punkt mal öffentlich nachgerechnet hat: