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Donnerstag, 18. Februar 2016

Kaugummis und Zombies

„Der Krug geht so lange zum Halse, bis man bricht“, wussten schon die alten Griechen. Mit „die Maß ist voll“ ergänzten die nicht ganz so alten Bayern die Erkenntnis der Begrenztheit von Ressourcen zur Volksweisheit. Mehr als voll geht eben so wenig wie mehr als leer, und die deutschen Turnhallen füllen sich in demselben Tempo, mit dem sich die Staatskasse leert. Dass das Phänomen aber auch mit Kaugummis funktioniert, oder besser gesagt eben nicht, zeigt uns im Anschluss Gastautor Jon Schnee, der mit bildlicher Auffassungsgabe erneut diesen Blog bereichert. Wir lernen, dass die Zeit für Lösungen knapp wird, denn seit „Tempus fugit“ wissen die Lateiner und ihre Kulturfolger, dass zumindest die Zeit ein echter Flüchtling ist.


Wer erwartet hat, dass Zombies in Zukunft auf ihren Cholesterinspiegel achten oder menschenschonend und ganz vegan mit Kaugummis ihren Heißhunger stillen, den muss ich leider enttäuschen. Bei den wandelnden Untoten bleibt alles so hirnlos wie bisher. Gott sei Dank haben wir Menschen da etwas mehr Glück und können unsere Gehirne weiter benutzen. Und warum werden dabei Zombies und kleine kugelrunde Kaugummis als nützlich Helferlein gebraucht? Ganz einfach: Es geht um die Macht der Bilder, wenn es darum geht, die Dinge um uns herum zu erklären.

Wahrscheinlich, weil ein Bild mehr als tausend Worte auszudrücken vermag und Wissenschaftler dem Gehirn nachsagen, recht sparsam mit dem reichlich vorhandenen Speicherplatz umzugehen, hat jeder so sein Lieblingsbild im Kopf und ist nicht unbedingt erpicht darauf, dieses alle Nase lang zu hinterfragen, zu ergänzen oder gar auszutauschen.

So kommt es dann auch, dass unter uns manche ein Bild eines längst vergangenen Deutschlands mit sich herumtragen:  das Deutschland der Kollektivschuld, das Deutschland der satten Verteilungsjahre der 70-er und 80-er oder das kleinere Deutschland mit seinen Kindergärten und Polikliniken, in dem alle ein bisschen gleicher waren. Dann gibt es diejenigen, die unbeirrt an dem hellen Bild von der Zukunft festhalten, ohne jedoch einen blassen Schimmer davon zu haben, wo dafür der Pinsel und die leuchtenden Farben herkommen sollen. Wie schrieb so schön ein anderer Blogger, „Optimismus ist somit nicht mehr die Konsequenz der Realität, sondern die Brandmauer gegen sie; er erfüllt nur noch die Funktion, den Betrug am eigenen Verstand und am eigenen Wissen zu rechtfertigen“. Zu guter Letzt wären dann noch diejenigen ohne jedes Bild im Kopf. Diese wollen einfach keine Bilder und schon gar keine, die einem den Tag vermiesen. Im Moment verharrend gehen sie davon aus, es werde schon nicht so schlimm, denn irgendeiner wird sich wohl irgendwie darum kümmern.

Einer, der zum Thema Migration jede Menge Maler-Utensilien für neue gedankliche Bilder zur Verfügung stellt, ist Gerd Held, der in seiner Artikelserie wort- und facettenreich mit tiefgehenden Analysen und einer sehr schönen Chronologie der Geschehnisse aufwartet. Obwohl man eigentlich nicht unvorbereitet war, schockierte es, noch einmal lesen zu müssen, wie das Unheil in den letzten Monaten seinen Lauf nahm und bis jetzt nichts dagegen unternommen wird.

Und falls sie schon jemand vermisst haben sollte, hier kommen jetzt die Kaugummis und Zombies sinn-bildlich ins Spiel. Beim ersten Bild geht es um einen Vortrag eines US-amerikanischen Professors, der dabei Zahlen benutzt, die sich sehr schön auf Deutschland übertragen lassen. Ein Kaugummi entspricht bei seiner Darstellung einer Million Migranten. Angesichts der aberwitzig vielen anderen bunten Kaugummis in großen und kleinen Gläsern, welche die über fünf Milliarden in Armut lebenden Menschen auf der Erde präsentieren, wird die Ausweglosigkeit und Heuchelei der emotionalen Migrationspolitik klar. Aber es geht noch weiter. Jedes Jahr kommen neue 80 Millionen Menschen in Armut hinzu. D.h. jedes Jahr einmal die Bevölkerung Deutschlands in bitterer Armut, repräsentiert durch 80 rosa Kaugummis. Und so beherzt man auch in das Glas der Armut greift und die rosa Kaugummis in das Migrationsglas wirft, man kommt nicht weiter. Obwohl an dem Punkt - wenn nicht schon vorher – bereits alles klar zu sein scheint, ging erst ein Raunen durch das Publikum, als sich die rosa Kaugummis wenig später über das volle Glas ergossen und auf die Bühne purzelten. Die klare Botschaft, Migration kann nicht der Weg sein!

Das zweite Bild stammt aus dem Film World War Z. Die Szene, die ich meine, zeigt eine von der Katastrophe durch vorausschauende Maßnahmen geschützte Stadt. Berauscht von dem Gefühl der Sicherheit, gaben sich die Menschen erleichtert und ohne Nachzudenken dem inneren Drang hin, das Glück zu besingen und sich gegenseitig in die Arme fallend zu tanzen. Das Problem war nur, der Freudentaumel erzeugte Lärm und davon angelockt wurde die Stadt  kurz darauf hoffnungslos von den Zombie-Horden überrannt. Wären die Menschen leise geblieben und hätten den gesunden Menschenverstand eingeschaltet, hätten alle überlebt (und der Film wäre an dieser Stelle vermutlich frühzeitig zu Ende).

Übrigens, eine polnische Journalistin brauchte nicht die Macht der Bilder von  rosa Kaugummis und Zombies, sondern nahm die Bilder, welche ihr die eigene  Beobachtungsgabe, die Realität und deren vernünftige Bewertung lieferten. Ihr Fernsehbeitrag sagt sehr viel über die etablierte Denkweise und Charakterhaltung der deutschen Handlungs- und Meinungseliten aus. Wer nicht die Zeit und die Geduld hat, dem sei der Abschnitt ab Minute 12:30 empfohlen. Hier äußert sich die Journalistin sinngemäß so, dass den Polen die Bilder der gescheiterten Integration in Westeuropa reichten, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass Polen niemals die Migrationsproblematik besser lösen kann als reiche, große, erfahrene Länder wie Frankreich und Deutschland. Daher sei es für Polen nur vernünftig, nicht den gleichen Weg zu gehen und noch grandioser zu scheitern.

Anstatt den Internetauftritt des Bundestages neben Englisch und Französisch nun auch auf Arabisch  anzubieten, wäre es für Deutschland wohl ratsamer, beim polnischen Nachbarn anzufragen, ob man sich nicht auf die Seite des Sejm verlinken könne und ob dieser bitte seine Inhalte auch in Deutsch veröffentlicht.

Kommentare:

  1. @Kustos- Adlatus scriptor...!
    „Tempus fugit“ wissen die Lateiner und ihre Kulturfolger, dass zumindest die Zeit ein echter Flüchtling ist. SORRY !!! - Ich hatte gelernt: Tempus fungit...!!! - Ist aber nicht so wichtig !
    Die ehemaligen Besatzer sind dann ja,- dann "Gegangen worden...!
    Haben dann noch 1000 Jahre in Byzanz überlebt !


    Und warum werden dabei Zombies und kleine kugelrunde Kaugummis als nützlich Helferlein gebraucht? Ganz einfach: Es geht um die Macht der Bilder, wenn es darum geht, die Dinge um uns herum zu erklären.

    Der AUTOR hangelt sich hier Hilflos durch sein "Gesäusel..."!!!
    1. Semester div. Studien-Gänge ! - Haptische- Visuelle- Auditive Wahrnehmung...!!!
    Als Nachhilfe für den Scriptor würde ich die Bücher: NLP -Emfehlen
    Insbesondere die ersten Bände des amerikanischen Psychiaters Ericson...! --- aus seinen Thesen entstand dann das Neuro- Linguistische- pädagogische...NLP...!
    ich hatte leider einige Bücher dieser Reihe gelesen,- die NLP auch zum/ZUR Verkäufer Ausbildung Nutzen dann wollten...Absoluter Blödsinn !!!
    Historischer BLÖDSINN:
    "... das Deutschland der Kollektivschuld, das Deutschland der satten Verteilungsjahre der 70-er und 80-er oder das kleinere Deutschland mit seinen ..."
    GERADE in den 70`jahren begann der Abwärts-Trend...! - Öl-Krise,- Sonntags-Fahr-Verbot !!! - tausende Firmen gingen Pleite,- derweil öffentliche AuftragGeber den ROTSTIFT ansetzten...!

    Also ZOMBIES und Kaugummis betrachte ich persönlich nicht als Grundlage für eine würdige Diskussion !
    MERKEL`S Flüchtlingspolitik wird doch schon EUROPA-WEIT,- ABGESTRAFT...
    Und findet dann -Widerhall- im deutschen Bundes-Tag !!! - MERKEL wird dann ENDEN: ..."Menschlich zu Würdigen,- aber aus der Staatskasse nicht weiter zu finanzieren...!!!

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  2. Kaugummis und Zombies.... Ernsthafter wäre dann angebracht !!!
    Zombies sind NERVIGE gestallten der Fernseh-Industrie / Kaugummies sind lästige "Weg-Begleiter" der Straße !!!
    Warum dann noch Keiner auf Schaden-Ersatz geklagt hat,- bleibt mir unerklärlich ???


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  3. Schade. Liest man zunächst äußerst entspannt einen flüssig geschrieben Artikel, gelangt beim Weiterlesen unweigerlich ins Stolpern und verhakt sich gnadenlos in jedem Wort. Ein Entkommen ohne Totalschaden, also dem Totalausfall der neurologischen Festplatte, ist nicht möglich. Jetzt muß ich den ganzen Artikel noch einmal lesen - aber dann ohne dieses gewisse Garrong.

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  4. Si tacuisses philosophus mansisses.

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