Kustos kommentiert nicht mehr -
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Dienstag, 9. Februar 2016

Kuchen, Köln und Karneval


Die Flüchtlingskrise als Happening
Was eine Studentin aus Köln so denkt, kann Aufschluss darüber geben, wie es um den geistigen Zustand unserer künftigen (und derzeitigen) Führungsebene so aussieht. Die Studentin heißt Stefanie Neuhaus und kam kurz mit ihrer Sicht auf die Flüchtlings(un)problematik in der Berliner Zeitung zu Wort. Unserem Gastautor Jon Schnee fielen daraufhin beim Lesen zuerst die Essensreste aus dem Gesicht und dann drei Optionen ein, wie er damit umgehen könnte. Er entschied sich für die augenzwinkernd wissenschaftliche Variante, vielleicht, weil sich selbst der Wahnsinn mit Humor besser ertragen lässt?


Die Stefanie schreibt: „Ich mache mir keine Sorgen, weil immer mehr Menschen zu uns kommen. Und ich habe, trotz der Vorfälle zu Silvester, auch keine Angst, wenn ich abends am Kölner Hauptbahnhof unterwegs bin. Sehr wohl aber davor, dass jetzt alle Flüchtlinge als potenzielle Täter gesehen werden und dass das am Ende unserem Engagement schadet.

Es gibt in Deutschland ja so viele Leute, die anpacken und sich einbringen wollen. Im Sommer habe ich die Facebook-Gruppe ‚Miteinander leben – Eine Chance für alle‘ gegründet. Wir sind mittlerweile über 7500 Mitglieder, die sich rund um Köln engagieren.

Manchmal frage ich mich allerdings, wie die Integration funktionieren soll, wenn es für Privatpersonen so schwer ist, an die Menschen in den Unterkünften ranzukommen. Viele unserer Ideen und Aktionen entstehen spontan. Aber mit einem Kuchen in einer Turnhalle vorbeizuschauen, um ein bisschen mit den Menschen zu reden – sowas ist wegen der Sicherheitsvorkehrungen oft nicht umsetzbar. Das finde ich sehr schade. Die Flüchtlinge brauchen doch genau diesen ungezwungenen Kontakt zu den Einheimischen.

Ich wünsche mir, dass es einfacher wird, solche Brücken zu bauen. Dafür brauchen wir eine bessere Kooperation zwischen ehrenamtlichen Helfern, Privatpersonen und den Betreibern der Flüchtlingsunterkünfte. Und vor allem brauchen wir endlich weniger Bürokratie.“ (Kolumne komplett wiedergegeben)


Zur Erhaltung der geistigen Gesundheit meinerseits sann ich nach mentalem Ausgleich und kam auf drei Optionen:

Die erste Option: Ich tue so, als hätte ich die Kolumne nie gelesen, und in der Hoffnung, dass  mit dem nächsten Tiefschlaf das gerade Gelesene unwiederbringlich gelöscht wird, belasse ich es dabei. Wie man unschwer an diesen Zeilen erkennen kann, wurde diese Option verworfen.

Die zweite Option: Ich setze mich mit jeder kommentierungswürdigen Äußerung der Stefanie ausführlich auseinander. Allerdings ist damit sofort klar, dass ich es trotz der Kürze der Kolumne auf ein Büchlein, mindestens aber auf ein Essay in Heftstärke bringen würde. Dafür fehlt mir schlicht die Zeit, was uns zur nächsten Option bringt.

Die dritte Option: Unter Beachtung effizienten Zeitmanagements und der Fülle an zu bearbeitenden Punkten erweist sich nur eine rein mengenanalytische Vorgehensweise als praktikabel. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass dieses Vorgehen auch von anderen Personen unter gleichen Bedingungen beliebig oft wiederholt werden kann, so dass - je nachdem wie viel Lust man dazu hat – eine empirische erhobene Datenmenge entsteht. Anhand dieser kann man seine Sicht auf die Aussagen von Stefanie über die Zeit oder im Vergleich zu anderen überprüfen. Quasi ein standardisiertes wissenschaftliches Studienszenario mit der Fragestellung: Sag mir, was Du von Stefanies Geisteszustand hältst, und ich sage dir, was für ein Mensch du bist.


Das-So-Denkt-Stefanie (DSDS) -Experiment Teil I

Gegeben ist die Kolumnistin Stefanie Neuhaus aus Köln. Korrespondierend mit dem Status Studentin ist Stefanie um die 24 bis 26 Jahre alt. Nachdem Sie ihren Text gelesen haben, würden Sie folgender Aussage zustimmen (nur eine Auswahl darf getroffen werden):


Ja, die Kolumne hat tatsächlich Stefanie Neuhaus aus Köln geschrieben und ihr Studienschwerpunkt ist: 

0  vegane Ernährungsberatung

0  bimolekulare Reaktion und Reaktionskinetik

0  Veranstaltungsmarketing


Nein, die Kolumne hat nicht Stefanie Neuhaus aus Köln geschrieben, sondern:


0  ein 62-jähriger Journalist, dem seine 14 Jahre alte Enkelin als Imitationsbezugspunkt diente

0  eine Praktikantin der Bundesregierung, die sich um eine Festanstellung in der Pressestelle bewirbt

0  eine Gruppe aus einem Meinungsforschungsinstitut im Auftrag der Zeitung


Das-So-Denkt-Stefanie (DSDS) - Experiment Teil II

Die Kolumne der Stefanie Neuhaus aus Köln umfasst 15 Sätze (eine Nebensatzaufzählung wurde als eigenständiger Satz gewertet). Bitte ordnen Sie jedem Satz nur eine der folgenden Reaktionen zu und notieren Sie am Ende die jeweilige Gesamtzahl.


0  zustimmendes Nicken

0  fassungsloses Kopfschütteln

0  den Drang jemanden zu umarmen

0  Fremdschämen

0  Schade, dass die Dinosaurier ausgestorben sind


Bitte schicken Sie Ihre Ergebnisse nicht an mich, sondern gleich an das Bundeskanzleramt, das Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung oder den Verband Psychologischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im BDP e.V. Danke.

Kommentare:

  1. Stefanie Neuhaus betreibt mit Klarnamen Nachbarschaftspflege, Jon Schnee findet das anonym doof. Habe ich das soweit richtig zusammengefasst? Ich bin ja kein Akademiker.

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    1. So oberflächlich und nicht ganz fair ist das korrekt zusammengefasst, und obwohl Du den Mitleidsbonus heischt, kein Akademiker zu sein, ist das unter Deinem Niveau. Erstens ist die Qualität eines Textes völlig unabhängig davon, ob er mit Klarnamen oder nicht veröffentlicht wird (siehe "Konrad Kustos"). Zweitens steht Frau Neuhaus für die Zerstörung der Freiheit nebst unseres Zusammenlebens ein, während Anonym als deren Verteidiger agiert. Sachlich zusammenfassend freut mich immer Deine kritische Meinung, aber bitte werde nun nicht plötzlich herrschaftsideologisch inspiriert moralisch. LG KK

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    2. ...ach, das Wichtigste habe ich noch vergessen: In einem System zunehmender Repression gegen Andersdenkende mit Berufsverboten/Entlassungen, öffentlichen verbalen Auspeitschungen, gerichtlicher Verfolgung und Gefahr von Leib und Leben vorerst "nur" durch die Antifa tut ein Familienvater gut daran, seine Texte anonym zu veröffentlichen. Das ist der Stand der Dinge, der keinen Platz lässt für die Moral einer offenen Gesellschaft. Das ist ja gerade das Traurige.

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  2. Wenn jemand einer Person, die mit Klarnamen auf Facebook unterwegs ist, unterstellt, eine Kunstfigur zu sein, und das aus anonymer Warte tut, dann poche ich gern doof auf seiner Anonymität, seinem Kunstfigursein herum.

    Wenn jemand einer Studentin unterstellt, irgendwelchen weltfremden Schwachsinn zu studieren, und das in einem Text tut, der von Akademikersprech nur so getränkt ist, dann halte ich auch gern fest, ganz ohne Heischen, kein Akademiker zu sein.

    Das ist dann mein Humor - ein ganz anderer Humor freilich als der eines Jon Schnee.

    Ansonsten will ich den Kuchen, wo er doch schon nicht ins Flüchtlingsheim darf, im Dorf lassen.

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  3. Frank Böhmert ist das Alter Ego von Stefanie Neuhaus. Oder auch andersrum.

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    1. Hallo Anonym, ich habe Ihren Kommentar zwar als ironisch verstanden, aber vielleicht hilft es zu wissen, dass Frank Böhmert eine von mir sehr geschätzte reale Person ist.

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    2. Danke, Konrad.

      Ich will unsere Differenzen mal einzeln betrachten.

      1. Anonymität versus Klarnamen

      Ich habe tatsächlich - darüber haben wir vor Jahren schon gesprochen, meine ich - ein Problem mit Anonymität in öffentlichen Diskussionen.

      Und ich denke durchaus, dass die Qualität im Sinne von Beschaffenheit eines Textes zu einem gewissen Teil davon abhängt, ober er mit Klarnamen veröffentlicht wird oder nicht.

      Wer sich in öffentlichen Diskussionen anonym oder unter Verwendung eines Alias äußert, tut das, um Dinge zu sagen, die (nach allgemeiner, vielleicht stillschweigender, vielleicht sogar nur vom Sprechenden vermuteter Übereinkunft) nicht folgenlos gesagt werden dürfen.

      Nun gibt es immer wieder Unaussprechlichkeiten, an denen natürlich gerüttelt werden muss. Nur so ist Aufklärung, ist Fortschritt möglich.

      Jedoch: Wer dies unter Zeigen seines Gesichts tut, wird sich eher behutsam und entgegenkommend äußern, forschend statt forsch.

      Wer sich mit Anonymität schützt, wird sich eher schärfer, konfrontativer äußern; siehe behelmte Radfahrer, die höhere Risiken eingehen als unbehelmte.

      Anonymität ist, auch als Selbstschutz, eben immer schon Kampfmittel. Und ganz schnell wird dann aus der Verteidigungs- eine Angriffswaffe.

      Klüger werden wir, als Gesellschaft, so nicht.

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  4. Von Anonym zu Anonym: sehr treffend zusammengefasst, wirft dann zeitgleich ganz ohne Heischen die Frage auf, ob auch Stefanie Neuhaus gar keine Akademikerin ist ...

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  5. @ Anonym
    Stefanie Neuhaus ist ein FAKE....! Sag Ich dann ! Obwohl solche Frauen gibt es tasächlich !-Mehrfach erlebt !- Unglaublich in der Leidensfähigkeit...!!!
    Also ich war vorher 16 Jahre als Berufsbetreuer nach BetreuungsGesetz dann Tätig !

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  6. Zum Thema brauch Ich weder Wikipedia noch Google !
    Diese Art der "Anmache ist in Tunesien" und Marokko präsent,- soweit sich mal eine Frau heraustraut ! - Meist Touristinnen ! - Die wenigste erstatten Anzeige !
    Marokko,- Tunesien,-Libanon...-sowie israel-Türkei sollte einfach von Frauen nicht bereist werden ! -Es sei denn,- SIE mögen das dann !!!

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