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Mittwoch, 24. Februar 2016

Nach-Gedacht: Frommes Willkommen


Gäste werden eingeladen und stellen nicht den Fuß in die Tür - aus welcher Not auch immer. Und nur Idioten machen die Tür noch weiter auf, wenn einer den Fuß in die Tür stellt. Das gilt insofern auch für die Flüchtlingssituation, weil eine große Zahl der Anspruchsteller Wohlstandsflüchtlinge sein dürften und dennoch moralische und rechtliche Forderungen geltend machen. Warum sich viele Deutsche in der aktuellen Flüchtlingskrise dennoch so naiv undifferenzierend anstellen, wurde vor wenigen Tagen hier untersucht. In der Kurzform ist es - unter individuellen Gesichtspunkten - ein psychologisches Problem, bei dem einerseits die heile Welt erhalten und andererseits atavistische Bedürfnisse befriedigt werden müssen. Schon im Oktober hatten wir das Thema am Wickel, was bei Geolitico zu zwei sehr klugen Kommentaren führte, die das Problemverständnis vertiefen helfen. In beiden Fällen geht es um die Veränderung des moralischen Empfindens unter dem Einfluss der modernen Gesellschaft.


„Philosophische Überlegungen aus dem vorletzten Jahrhundert bedürfen der Anpassung an die komplexe Gegenwart, wo think tanks die Szene im Hintergrund beherrschen. Wir leben in einer komplexen Umwelt, in der die von uns bei unvollständiger oder gefälschter Information konstruierte(!) Realität mit unserer steinzeitlichen, in Kleingruppen erworbenen Moral kollidiert“, beschreibt „FuFu“ den Paradigmenwechsel in der Niedergangsgesellschaft. Und er stellt die so konsequente wie rhetorische Frage: „Was geschieht nun, wenn der natürliche Akt der Hilfsbereitschaft (ich meine nicht die pervertierte Moral des Gutmenschen) z.B. in der Flüchtlingskrise notgedrungen zur Zerstörung der eigenen Gruppe führt?“  

Normalerweise würden wohl die Menschen und ihre Gemeinschaft sich wehren, tun sie aber nicht, weil eigene Deformationen und fremde Manipulationen dem entgegenwirken. „Hubi Stendahl“ geht nun diesen Deformationen nach. „Rollen wir einmal das Thema der Manipulationen von einer anderen Seite auf. Der der Sozialisierung, um den Ursachen auf den Grund zu gehen, warum in dieser Dimension manipuliert wird und keinerlei Gegenmeinung mehr möglich ist.

Es ist anerkannt, dass jeder Mensch, ob Moslem, Hindu, Christ oder Jude eine auf vielleicht 150 Menschen begrenzte soziale Reichweite besitzt. Eine Reichweite, die weder der Spiegel-Chefredakteur, noch Frau Merkel oder Herr Obama verleugnen können. Hier ist der Mensch bereit, sich auch ohne Gegenleistung zu engagieren oder die Gegenleistung besteht im gegenseitigen Einvernehmen aus Vorteilen, die auch jenseits einer geldwerten Abgeltung denkbar ist ( Eigennutz statt Habsucht ).

Die technische Revolution hat es mit sich gebracht, dass die räumliche Reichweite in rasanter Geschwindigkeit für große Massen erweitert wurde. Die soziologische Reichweite indes, evolutorisch betrachtet, ist immer noch da, wo sie seit Urzeiten ist. Bei der kleinsten Einheit, der Familie oder des Gruppenverbandes bis etwa 150 Menschen, die man noch kennen kann.

In den 20er Jahren begann bereits die schleichende Demontage der regionalen Denkweise in vielfältiger Form, um sich seit den 90ern rasant mit der Globalisierung und dem fehlerhaften, auf Wachstum programmierten Geldsystem auszubreiten. Getrieben von technischen Innovationen und der krakenartigen Geldwucherung unterstellte sich der Mensch diesem automatischen Mechanismus und unterdrückte über die Jahrzehnte bis heute seine genetisch bedingten soziologischen Fundamente. Daraus entwickelte sich ein neuer Menschentypus, der einerseits mit den angeborenen genetischen Vorgaben der (regionalen) Sozialisierung zu kämpfen hatte und andererseits über die erlebte Sozialisierung eine Anpassung an die reale Globalisierung erlebte.

In diesem Zwiespalt entstanden Menschen als „Führungspersönlichkeiten“ wie Angela Merkel, Claudia Roth u.s.w. Allen gemeinsam ist die Tatsache, dass sie die natürliche Sozialisierung unterdrücken und sich seelisch in ihrem Widerstreit mit übersteigerten Moralbegriffen zu schützen versuchen, um ihrer Existenz gewissermaßen einen Ersatzsinn zu verleihen. So ist es kein Wunder, dass solche Personen statistisch gesehen seltener Nachwuchs zeugen, seltener Kontakte zum direkten Lebensumfeld pflegen, häufiger Probleme mit der Empathie haben und oft getrieben sind von einem übersteigerten Ehrgeiz, „Gutes“ zu tun. Dabei blenden sie bewusst oder unbewusst Züge von Doppelmoral aus, wie wir es beispielhaft bei der VorzeigegutfrauIN Katrin Göring-Eckardt sehen, die glaubt einer „Höchsten Moralischen Instanz“ zu dienen und sich insofern keiner Frage zur Doppelmoral aussetzen zu müssen glaubt. Es ist also kein Widerspruch, im Nahen Osten alles in Schutt und Asche zu legen, um dann die tränentrunkenen Taschentücher vor Flüchtlingsheimen herauszuholen.

Natürlich gilt diese Kurzbeschreibung nicht für Verbrecher wie George Soros oder David Rockefeller. Es soll nur deutlich machen, dass sich die Mafia in der zweiten oder dritten Reihe der Protagonisten perfider, einfacher Mechanismen bedient, um Ziele durchzusetzen. So funktioniert es auch mit den Chefredakteuren der Medien, die auf ihre darunterliegende Ebene einfach Druck ausüben.“

So lässt sich mit Stendahl auch erklären, dass inzwischen sogar bisweilen Vergewaltigte nicht mehr den Vergewaltiger, sondern sich selbst als Täter wahrnehmen. Stendahl stellt noch die Gretchenfrage, wie es möglich sein kann, dass man eine derart relevante Menge Menschen dazu bringt, für „unlautere“ Ziele einzutreten, ohne dass diese dies erkennt.

„Die Änderung des Sozialverhaltens geschieht und geschah stets durch Vorleben der Anerkanntesten in einer Gruppe. In archaischen Gesellschaftsformen waren/sind es die Stärksten, in sogenannten modernen Gesellschaften die „Cleversten“ und die „Coolsten“.

Die Identifikation und das Wohlergehen des einzelnen hing eng zusammen mit dem natürlichen greifbaren Umfeld. Klar, dass sich hier eine Sozialisierung durchsetzt, die allen dient. Genetisch natürlicher Eigennutz wird so zu Gemeinnutz. Wenn also Jesus einmal predigte Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, dann meinte er vor allem innerhalb der Gruppe den Nächsten. Je weiter sich die Gesellschaften vergrößerten, wurde dieser Kern der christlichen Lehre ausgehöhlt und den Bedürfnissen der „Cleveren“ und „Coolen“ angepasst.

In der modernen Gesellschaft der „Cleversten“ und „Coolsten“ (lassen wir mal Gut und Böse weg) bestimmen nun diejenigen die Sozialisierung, die die die (sic!) Sozialisierung transportierenden Medien beherrschen. Der Nächste wurde einfach nach Timbuktu verlagert, weil es in Zeiten der Globalisierung eben auch dort der Nächste ist. Die natürliche Sozialisierung hat sich unterzuordnen.“

Müsste es dagegen aber nicht innere Widerstände geben, orientiert an den eigenen, realen Bedürfnissen? Oder, wie Stendahl es formuliert: „Aber wie stellt man das an, dass man seine liebsten Schmuckstücke für völlig fremde und fordernde im Zweifel Unzivilisierte hergibt?“ Er hat auch eine Antwort, die mir so richtig wie ungenügend erscheint. Für ihn liegt es an der Zerstörung der Familie durch die Genderpolitik schon in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Dabei lässt er aber beispielsweise außer Acht, dass besonders der sich aus dem Niedergang ergebende egozentrische Individualismus ein natürlicher Feind solidarisch lebender Kleingruppen ist. Ein Thema jedenfalls, das wir hier im Auge behalten werden.

1 Kommentar:

  1. Vor einhundert Jahren war auch schon bekannt, wie der Hase läuft:

    "Es ist jedem erlaubt, zu sagen, was er will; aber es steht der Presse frei, davon Kenntnis zu nehmen oder nicht. Sie kann jede Wahrheit zum Tode verurteilen, indem sie ihre Vermittlung an die Welt nicht übernimmt. Es ist die furchtbare Zensur des Schweigens, die umso allmächtiger ist, als die Sklavenmasse der Zeitungsleser ihr Vorhandensein gar nicht bemerkt .... An die Stelle der Scheiterhaufen tritt das große Schweigen. Hier erfahren die Leserscharen nur noch, was sie wissen sollen. Das ist das Ende der Demokratie."

    "Alles, was existiert, muß einen Namen tragen. Was nicht benannt ist, existiert nicht für den Menschen."

    Oswald Spengler

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