Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 30. Juli 2016

Neu-Wild auf Bild

Bildzeitung ohne Exklusivrecht auf Lügen
Die sogenannte Springer-Presse, die es ja dank lukrativer Weiterverkäufe kaum noch gibt, hat die Lügenpresse zwar nicht erfunden, ist aber doch ein Teil von ihr. Dennoch gilt im neuen Milieu der gutmenschlichen Massenmanipulation die „Bild“ immer noch als einzigböser Außenseiter. Das liegt natürlich zum einen daran, dass das Milieu sich aus Altachtundsechzigern und deren Erben rekrutiert, für die diese Zeitung alles Böse der Welt inkarniert, zum anderen, dass jeder Bösewicht immer etwas braucht, zu dem er als Tarnung „Haltet den Dieb" rufen kann. Denken wir nur an die plumpe Boateng-Falle, die die FAZ kürzlich AfD-Gauland stellte - wo muss die Gürtellinie liegen, um noch tiefer kommen zu können? Doch nach wie vor kann man bei Facebook Sätze wie diesen lesen: „Habe gerade im Zug auf dem Weg ins Literaturhotel … neben einem Mann gesessen, der eine Stunde (!) lang die Bildzeitung gelesen hat. Wie geht das???“. Und als Konrad Kustos sich nicht verkneifen konnte zu fragen, wo denn für die Autorin das Problem sei, fing er sich noch einen veritablen Shitstorm ein. Höchste Zeit also, einen Text in Erinnerung zu rufen, der sich hier schon im Juni 2012 angesichts einer damaligen Anti-Bild-Kampagne der Verlogenheit hinter der „linken“ Bildkritik widmete.

Samstag, 16. Juli 2016

Neues Oster-Poster

Weil die Grünen gerade keine anderen Sorgen haben, denken sie über die Rente nach. Und als Lieblingssprössling eines Systems der Umverteilung von Arm nach Reich kommen sie mithilfe des DIW in einer Studie vom Mai diesen Jahres zu merkwürdigen, wenn auch keineswegs merk-würdigen, Ergebnissen: Wenn man die Einkommen von 2,3 Millionen Selbständigen anzapfte und alle Frauen in das Berufsleben integrierte, könnte, Donnerwetter, die Rente um ein ganzes Prozent steigen. Das bedeutete dann im Klartext die Zwangsverbannung auch der letzten im Familienverbund erzogenen Kinder in staatliche Bewahranstalten und ein Festhalten am unsozialen Generationenmodell der Alterssicherung. Der erst von Adenauer erfundene Generationenvertrag stellt sicher, dass der gesellschaftlich produzierte Mehrwert nicht mehr oder nur noch teilweise den Profiteuren dieses Mehrwerts und nicht ebenso den ihn erschaffenden Werktätigen zugute kommt. Soviel zum basisdemokratischen Erbe der Grünen. Fast zeitgleich legte auch die Regierung eine Studie vor, die zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommt. Es wird eben konzertiert weitergearbeitet an der Demontage der Alterssicherung unter dem Stichwort "Demografiestrategie". Die Herrschaft eines postkapitalistischen Blockparteienkollektivs tarnt sich immer weniger. In welche Richtung das System marschiert, wurde aber auch schon zu Ostern 2012 in diesem Blog beschrieben…

Samstag, 2. Juli 2016

Neuer Frustball total

Fußball EM als Zeitzeichen
Vor vier Jahren standen wir am Abgrund, nun sind wir einen entscheidenden Schritt weiter. Nicht nur, aber auch bei der Fußball-Europameisterschaft. In Berlin lädt das Christentum, bekanntlich immer um den gottesfürchtigen Zeitgeist bemüht, in eine große Kirche zum Public Viewing ein. Immerhin ohne Vuvuzelas, aber dafür mit Orgelmusik. Noch zeitgemäßer entpuppte sich die Grüne Jugend in Tateinheit mit Jusos und älteren CDU-Funktionären: Das Schwenken der deutschen Fahne sei ein Zeichen von Nationalismus. „Denn es kann keine Sommermärchen geben, wenn brennende Geflüchtetenunterkünfte die abscheuliche deutsche Realität darstellen.“ Realität und Kausalität spielen offensichtlich keine Rolle mehr, wenn der Hass gegen das eigene Land und gegen die Menschen, die dort noch leben, von der Antifa kommend die Ebene der etablierten Politik erreicht hat. Vielleicht erklärt sich aus solchen schmerzlichen Absurditäten, dass diese Europameisterschaft weit weniger Begeisterung auszulösen scheint als jeder andere internationale Fußballwettbewerb seit Jahrzehnten.