Kustos kommentiert nicht mehr -
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Samstag, 4. Februar 2017

Lechz gegen Rechts

Brandstiftender Biedermann
Quelle: Gerald Hensel, LinkedIn
Nach-Gelacht:
Die Armseligkeit des Gerald Hensel


Viel lehrreicher als das Märchen von Hensel und Gretel ist frei nach Theodor Storm das vom Kleinen Henselmann. Der konnte fliegen, aber er wollte zu viel Aufmerksamkeit, legte sich noch mit den Naturgewalten an und flog schließlich auf die Schnauze. Gerald Hensel, die moderne Version des verzogenen Knaben, erlitt auch ein solches Schicksal in Form einer beruflichen Bauchlandung als Folge einer systematisch organisierten Boykotthetze („Kein Geld für Rechts“) gegen politisch andersdenkende Medienplattformen. Davon wurde hier und hier schon ausführlich berichtet, doch zum Ausklang dieser Trilogie soll es einmal angemessen polemisch um den Menschen Hensel gehen. In seinen Aussagen zeigt sich nämlich, was für arme Würstchen Hassprediger wie er doch im Grunde sind.

Paranoia, Verlogenheit, Abgehobenheit, Dummheit und vor allem Arroganz lässt sich aus seinen Schriften mühelos ableiten. Das geht schon los, wenn er die Andersdenkenden alstypische Pegidioten“ oder „Kettenhunde“ tituliert und zur Rechtfertigung behauptet, dies dürfe er, weil die anderen ja so hasserfüllt seien. Oder für ihn zu Ende gedacht: Er darf hasserfüllt sein, weil er zu den Guten gehört und diese Gutheit praktischerweise gleich zu seinen Gunsten selbst definiert. So gerät er aber zu einer der traurigsten Lachnummern der Jetztzeit.

Dabei gibt er sich naiv und harmlos: „In meiner kleinen blöden Welt herrscht Meinungsfreiheit.“ Für den ersten Teil des Satzes können wir dieser Einschätzung bedenkenlos folgen, doch für den zweiten müssen wir eine lachhafte Dialektik konstatieren, nach der es nur für die mit der richtigen Meinung Meinungsfreiheit gibt. Für die anderen lässt er schon mal seine Beziehungen bzw. die Beziehungen seines ehemaligen Arbeitgebers Scholz & Friends spielen, um sie finanziell zu ruinieren. Aber vielleicht gehört in seiner Weltsicht Denunziation auch gar nicht zur Beschneidung von Meinungsfreiheit, schließlich räumt der Meinungsbefreier hierbei ein, er wolle durchaus „den Zukunftsvergiftern weh tun“.

Seine Firma wollte dann offensichtlich den Weg nicht mitgehen, obwohl sie seiner Ansicht nach „rückhaltlos hinter mir steht“. „Rückhaltlos“, aha. Sie steht also hinter ihm, ohne Rückhalt zu geben, oder was möchte der Sprachschöpfer damit ausdrücken? Da verstehen wir schon eher Sätze wie: „Wir müssen die Echo-Chambers überwinden und übergriffig in seine (des Gegners, KK) Ökosysteme werden.“ An mehr Aggressivität behindere ihn und seinesgleichen „unserer (sic!) naturgegebener (sic!) Humanismus“. Ja, dieser auf Ökoplantagen mühsam gehenselte Humanismus stört überall dabei, noch härter durchzugreifen, genau wie dieser spezielle Idealismus, der bei ihm schlechte Texte in virtuell gute verwandelt: „… weil ich manchmal ein naiver Idealist bin. Ich bin ein Mensch, der eine Idee hatte. Ich habe einen definitiv nicht rechtsicheren Text geschrieben.“

Sprachlich entvirtualisiert heißt das wohl, dass seine Texte voll feindseliger Beliebigkeit ihm ein bisschen auf die Füße gefallen sind. Schließlich wohne er jetzt „in einem Hotel an einer Stelle, die nicht in Berlin ist.“ Da kommt also zur Paranoia wohl noch Verfolgungswahn hinzu: Weil im Web ein Shitstorm ob seines Verhaltens losbrach, wähnt das Sensibelchen sich nun von der „manipulierten Digitalmeute“ verfolgt oder glaubt, sich erfolgreich zum Märtyrer stilisieren zu können. „Fake News-Mikro-Medien und Bot-Systeme“ seien an der Verfolgung schuld und „systematisch manipulierende Player, die Menschen im Netz steuern und lenken“. Mein Lösungsvorschlag: Wenn er so verfolgt wird in diesem Deutschland, könnte er doch in einem besseren Land seiner Wahl Asyl beantragen, ich würde ihm dann gerne auch noch einen Teddybären mit auf den Weg geben.

In seinem Wahn ist kein Platz für die Idee, dass sich in der harschen Reaktion des Netzes nur die Realität niederschlagen könnte, nach dem Motto, ‚Wie man in den Wald hineinruft, schallt es heraus‘. Soviel Realität wäre ihm als Teil eines virtualitätsdominierten Milieus wohl auch ohne seine mentalen Probleme nicht in den Sinn gekommen. Für ihn geht es stattdessen „um manipulative Knoten im Netz, die normale Menschen in mobbende Hate-Mobs verwandeln“.

Vielleicht sind es gar keine manipulierenden Knoten, sondern gar morphogenetische Felder? Oder sind es etwa überhaupt keine Knoten im Netz, sondern nur Knoten in der Gehirnwindung von Gerald Hensel? Schön für ihn jedenfalls, dass er die Wurzeln allen Bösens erkannt zu haben glaubt: „Kleine, unscheinbare Websites“ sind das und keinesfalls ein mächtiges in sich geschlossenes System, das die Medien erfolgreich gleichgeschaltet hat und einen Großteil seiner Eliten hinter sich weiß, das Sozialstrukturen zerstört, dem Globalkapital dient und vor Hensels verschleierten Augen die Demokratie demontiert.

Woher auch immer dieser Irrsinn kommt, auf alle Fälle geriert sich der Täter jetzt dreist als Opfer. Die schiere Masse der ihn erreichenden Drohungen mache es ihm fast unmöglich, gegen diese strafrechtlich vorzugehen. „Dabei kann ich mir ja gar nicht sicher sein, ob die wirklich von Menschen stammen oder von Computerprogrammen.“ Und mit diesem Satz gerät sein Verfolgungswahn auf die Metaebene, denn jetzt verfolgen ihn schon Computerprogramme. Wahrscheinlich sogar der Rasenmähermann persönlich. Zu viel Kino oder zu viel Koks?

Umso mehr muss der Gejagte sich in seinem Milieu geborgen fühlen. Die „rückhaltlose Unterstützung“ beispielsweise seines Arbeitgebers sei so groß, dass er sich selber von seinem Job befreien musste. „Nicht weil ich denke, ich hätte etwas falsch gemacht. Ich habe alles richtig gemacht. Aber der Erfolg war insgesamt so groß, dass ich mich für zukünftige Ideen selbst freier machen muss - und meinen Arbeitgeber auch.“ Angesichts dieser unheiligen Allianz von gescheiterter Logik und vollendeter Arroganz schlug Alexander Wallasch von Tichys Einblick Hensel vor, anstelle seines Hashtags #keingeldfürrechts nun #keinmitleidfürselbstschuld zu twittern.

Doch Hensel steht der Sinn nach Größerem. „Die eine Hälfte Deutschlands denkt, ich bin Gott, die andere denkt, ich bin der Teufel. Wahrscheinlich stimmt beides nicht.“ Nun, für Jesus oder einen neuen Messias wird sich der Mann doch wenigstens halten, das geht jedenfalls aus seinen gleichermaßen rechtsunsicheren wie rechtsfeindlichen Texten klar hervor. Wallasch aber zweifelt noch: „Nein, lieber Herr Hensel, die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Gott sind, ist tatsächlich gering. Auch der Teufel dürfte über Ihre Anmaßung beleidigt sein.“

Unbestritten recht hat Hensel, wenn er sein Pamphlet gegen das, was er für Rechts hält, mit den Worten abschließt „Also: Lange Rede, kurzer Sinn“. Wohl wahr, aber es fehlt mir die Ergänzung „maximaler Schaden“. Schaden für die verleumdeten Portale, aber auch Schaden für die Streitkultur im Lande und für die Fremdwahrnehmung des Gerald Hensel. Doch sei zu seiner Verteidigung angemerkt: Möglicherweise ist dieser Mann nicht naturgegeben so erbärmlich, sondern Opfer der Ideologie seines Milieus, über das auf diesem Blog in absehbarer Zeit noch viel geschrieben werden wird. Er fokussiert also nur den gesellschaftlichen Wahnsinn, glaubend allerdings, er sei sein geistiger Führer.

Man muss ihm auch zugutehalten, dass er nicht einer der direkten Profiteure des Systems ist. Er ist kein Politiker, der sich auf das Trittbrett nach oben drängelt, kein Journalist, der seine mangelhafte Qualifikation gegenüber seinem mangelhaft qualifizierten Vorgesetzten mit Gutsprech kompensiert. Er ist lediglich ein Überzeugungstäter, dem höchstens seine Banalität, seine ideologische Befangenheit und seine aggressive Energie vorzuwerfen ist. Dieses „lediglich“ ist natürlich in der Hauptsache ein Euphemismus angesichts des Schadens, den er anrichtet. Er ist ein Scharfmacher, ein Eskalierer, ein Hetzer 2.0. Solche Leute braucht das System, um etwas moderater als er vorzugehen und sich dadurch als die Mitte verkaufen zu können. Trotz seines bemitleidenswerten Schicksals hält sich mein Mitleid in Grenzen.

Kommentare:

  1. Ein vollmundiger Überflieger wurde zum Bruchpiloten und hat dabei seinen bereits zuvor offensichtlichen Dachschaden weiter "kultiviert". Vor diesem Werdegang schützt auch kein verklärend hochtrabender Titel eines " Executive Strategy Director Digital". Vorliegend offenbart dieser vielmehr ein mysteriöses Versteck, das dienlich sein kann um gegenläufige Kleingeistigkeit zu übertünchen. Der "Meister" handelte und sprach insoweit unmißverständlich!

    Zusammenfassend hält sich auch mein Mitleid in (engen) Grenzen.

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  2. Schon Cicero sagte:

    Krankheiten der Gesinnung sind verderblicher
    und häufiger zu treffen als Krankheiten des Körpers.

    Schlimm, wenn solchen Typen irgendeine Macht zuerkannt wird. Leider sind psychische Störungen des Menschen in ICD-10 (F00-F99) völlig unzureichend erfasst. Wieviele leiden an ungebremsten Alk-Genuß? Wieviele leiden durch ungebremsten und unkontrollierten Macht-Gier? usw. Gerade auf der Wiese der Politik findet man viele "Krankheiten der Gesinnung". Hier wäre Umweltschutz besonders wichtig. Ansonsten wird die Umwelt ja hauptsächlich nur durch die heiße Luft der Gift-Grünen geschädigt. Bis hin zur Erderwärmung. :-)

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  3. Oh wie spannend, Kustos hinkt hinter der rechten Webmeute her, auf der Fährte von Herrn Hensel. Ob er wohl auch noch einen Knochen abbekommt von der Beute?

    Deprimierend.

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