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Sonntag, 29. Mai 2011

Quoten-Idioten

Das Schicksal konnte diese Geschichte nicht besser schreiben: Ausgerechnet der französische Fußball-Nationaltrainer Laurent Blanc (dt.= Weiß) trat kürzlich einen "Rassismus-Skandal" los. Er und seine weißen Funktionärskollegen hatten leise darüber nachgedacht, wie man den Einfluss von (nichtweißen) Afrikanern und Arabern auf den französischen Spitzenfußball begrenzen könne. Eine 30%-Quote war ihnen eingefallen, mit der die Anzahl der "Übersee"-Franzosen in Sportschulen und Leistungszentren begrenzt werden sollte, um die Chancen der nichtmigrierten Franzosen zu verbessern. Trotz sechs Siegen der Equipe Tricolore in Folge wurde daraufhin von den auch in Frankreich (bei solchen Themen) hochsensiblen Medien Blancs Kopf gefordert.
Nun war das Überlegen, die französische Nationalmannschaft ein bisschen französischer aussehen zu lassen, sicherlich nachvollziehbar und angesichts des mit rund zehn Prozent Anteils der Migranten an der Gesamtbevölkerung weit unter der geforderten Kappungsgrenze von 30 Prozent und damit auch irgendwie begründbar. Doch letztlich war das Ansinnen bloß unverschämt und schwachsinnig. Schwachsinnig, weil es Frankreich vielleicht um begnadete Fußballer bringen könnte, und unverschämt, weil es Bürger, die eine Leistung bringen wollen und können, vom Erfolg ausschlösse.

Samstag, 17. August 2013

Neue Quoten-Idioten

Bildkomp.: C.Pontenagel
Manche predigen Wasser und trinken Wein. Das ist gar nicht so schlimm, denn uns ist nichts Menschliches fremd und manch ein PoCo wird die Dinge nach einem Glas Wein vielleicht nicht mehr ganz so verkniffen sehen. Dennoch bleibt eine klammheimliche Freude, wenn eine Ikone der Umweltbewegung, Erin Brockovich, die es mit ihrem Kampf gegen die Verseuchung des Trinkwassers sogar zu einer oscarprämierten Verfilmung gebracht hat, ihr Ticket wegen Trunkenheit am Steuer ausgerechnet auf einem Boot entgegennahm. Einem Wildhüter war aufgefallen, dass die 52-Jährige es nicht schaffte, ihr Boot (mit 1,6 Promille) rückwärts einzuparken. Das mit dem für ein bestimmtes Geschlecht schwierige Rückwärtseinparken haben wir alle schon mit eigenen Augen erlebt, wenngleich wir nicht darüber reden dürfen, denn sonst wären wir Frauenfeinde, und das kommt in der Negativhierarchie gleich nach den Rassisten. Weil es also ideologisch nicht sein darf, dass unterschiedliche Geschlechter unterschiedliche Fähigkeiten haben, muss die Quote her, um gleichzumachen, was nicht gleich sein kann. Erst vor kurzem ging es hier und hier um Frauen in Führungspositionen, doch schon am 29. Mai 2011 gab es in diesem Blog Grundsätzliches dazu zu lesen: