Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
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Samstag, 18. Februar 2017

Der Winter ist für alle da

Bildquelle: Arag
Nur Radfahrer nehmen Auszeit
"Beobachtung 13"


Im Winter bleibt man als Verkehrsteilnehmer am liebsten zu Hause. Im November verwandelt Dauerregen das Laub in glitschigen Matsch. Der Dezember ist dunkel und weihnachtsfiebrig. Im Januar liegt Schnee, und aus dem wird nicht selten Glatteis. Im Februar fegen kalte Winterwinde. Im März können auch längere Tage die Kälte nicht vertreiben, die sich inzwischen in die Knochen vorgearbeitet hat. Und nur der Vollständigkeit halber: Oktober und April sind meist auch nicht viel besser. Das wissen besonders die Radfahrer, weshalb sie sich für 5-6 Monate im Jahr kollektiv von den Straßen zurückziehen und lieber auf ihr Auto oder die öffentlichen Verkehrsmittel verlassen.

Samstag, 22. Oktober 2016

Unter die Räder kommen

Kontraproduktive Radfahrer-"Demokratie"
„Fahrradfahrer skalpiert“, meldete kürzlich die Bild-Zeitung, als ein solcher in Berlin schwer verunglückt war. Zwar hatte der Mann den Zusammenstoß mit einem Transporter selbst verursacht, indem er plötzlich über mehrere Spuren nach links zog, doch ist es dennoch traurige Wahrheit, dass Fahrradfahren auch ohne eigenes Verschulden inzwischen lebensgefährlich ist. Allein in der Hauptstadt verunglücken Radfahrer fast täglich schwer oder gar tödlich - die Hälfte davon durch Fremdverschulden. Das muss sich ändern, und es wird dafür tatsächlich zu wenig getan, doch was die Berliner Radfahrerlobby demnächst mit einem Volksentscheid wohl als Gesetz verankern können wird, ist die dreiste Durchsetzung von Partikularinteressen gegen die Allgemeinheit.

Samstag, 11. Juni 2016

Beobachtung 12

"Rette sich, wer kann"
Foto: Konrad Kustos
Berlin ist immer noch die grünste Stadt der Welt, jedenfalls im Frühjahr. Dies gilt zumindest subjektiv auch dann, wenn jüngste Statistiken das Gegenteil beweisen wollen. Berlin ist aber nicht nur deshalb ein Ort zum Genießen - jedenfalls wenn man die Hornhaut an den richtigen Stellen hat. Konrad Kustos hat nun bloß das Problem, dass ihm diese Hornhaut immer dann abhanden kommt, wenn er sich mehrmals im Jahr mehrere Monate fernab der Heimat an einem ähnlich schönen Ort aufhält. Und dann entwickelt sich die Rückkehr mehr und mehr zu einem Spießrutenlauf.

Samstag, 26. September 2015

Ans Rad gebunden

Foto © copyright 2015 Konrad Kustos
Will man in eine wirklich schlimme Zukunft schauen, wählt man entweder einen Kinobesuch beim Terminator oder fährt nach Utrecht. Konrad Kustos hat es kürzlich in diese niederländische Stadt mit gut 300.000 Einwohnern verschlagen. Hier geht es in den Straßen zu wie in einer Mischung aus Manhattan zur Rushhour und dem Showdown bei „Mad Max“, und das verdankt die Stadt wiederum einer scheinbar bürger- und umweltfreundlichen Verkehrspolitik, die seit einiger Zeit auch in Deutschland forciert wird. Das Fahrrad wird unwidersprochen als die umweltfreundliche und effektive Zukunft des Nahverkehrs angesehen und dessen Nutzung dementsprechend forciert. Nach den schockierenden Utrechter Erfahrungen, die man nicht beschreiben kann, sondern selber erleben muss, musste jedenfalls Konrad Kustos zu diesem Thema von skeptischer Sympathie in den Alarmmodus umschalten.

Samstag, 7. Juni 2014

Grüne Gründerzeit

Wenn eine Eigenschaft das Christentum durch die Jahrhunderte seiner Existenz begleitet hat, dann ist es die Lustfeindlichkeit. Was Spaß macht, ist gottlos, es sei denn, es dient der Fortpflanzung. Aufbauend auf dieser kulturellen Prägung sind die Grünen nahtlos an die Stelle altmodisch gewordener Heilsversprechungen getreten. Autofahren, Süßigkeiten, Rauchen im Biergarten und Ponykarussells auf Jahrmärkten - es gibt kaum ein Verbot, das Grünenpolitikern nicht einfiele, um unser Leben im Interesse der von ihnen definierten „gerechten Sache“ zwar ärmer, aber dafür noch gerechter zu machen. Es soll allerdings nicht geleugnet werden, dass Konrad Kustos mit einigen dieser Verbotsbestrebungen durchaus sympathisiert, beispielsweise hinsichtlich verkaufsoffener Sonntage und der Umweltverschmutzung durch unentgeltlich ausgegebene Plastiktüten. Und manchmal versuchen sich die Grünen sogar an konstruktiven Vorschlägen - doch wie unsicher man auf dieser terra incognita agiert, zeigt das Beispiel des Europa-Grünen Michael Cramer, der die Güterversorgung von Großstädten jetzt auf Lasträder umstellen will. Oder ist alles genau so beabsichtigt...?