Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
Posts mit dem Label Freiheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Freiheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 18. März 2017

Hetzer hetzt

"Jana Pareigis mag Hetzer nicht"
Quelle: ZDF Morgenmagazin
Kurz geklagt: Unsportlich wird üblich

Man kann über den Niedergang klagen, wie man will, aber eine Verbesserung gibt es. Fußball ist inzwischen derart hoffähig geworden, dass auch Philosophen den Fußball in den Mund nehmen dürfen (bildlich gesehen ist das natürlich eine problematische Aussage). Das Essen nicht im Mund bleiben wollte dem Autor dieses Blogs, seines Zeichens bekennender Fan von Hertha BSC, als er las, dass „sein“ Verein gegen die AfD gerichtlich vorgehen wolle, weil sich der Berliner Abgeordnete Frank Scheermesser mit dem genialen Linksverteidiger Marvin Plattenhardt nicht nur auf einem Foto wiederfand, sondern er dieses auch noch bei Twitter gepostet hatte. Welches Hassverbrechen Scheermesser dabei eigentlich vorgeworfen wurde, verschwiegen uns die Zeitungen, stattdessen wurde genüsslich das postfaktische Spiel von Gut gegen Böse zelebriert. Der Europarat übrigens wird sich dadurch bestätigt fühlen, hat er doch gerade Deutschland vorgeworfen, den Kampf gegen Rechts zu behindern, weil die Kriminalisierung des Alltäglichen hierzulande noch nicht ausreichend umgesetzt ist.

Samstag, 14. Januar 2017

Boykott-Bankrott

Zensurstiftung offline:
Daumen drücken
Eine neue Stufe des Angriffs auf die Freiheit
bewirkt erste Erfolge des Widerstands


Nachdem für Andersdenkende inzwischen Berufsverbote, Internetzensur und körperliche Attacken durch die Fußtruppen des neuen Milieus an der Tagesordnung und gesellschaftlich weitgehend legitimiert sind, war die Zeit reif für den nächsten Schritt der totalitären Umgestaltung unserer Gesellschaft. Nicht mehr nur direkt über Propaganda, Ausgrenzung und Kriminalisierung soll die Opposition mundtot gemacht werden, sondern nun auch auf der Ebene, auf der das System die größten Erfahrungen hat: mittels Marktwirtschaft oder eben dem, was davon global übriggeblieben ist.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Politisch-korrekter Säugefisch

Die Fische im Bodensee werden mehr und mehr zum Opfer von strengen Umweltschutzmaßnahmen. Nach Zeitungsmeldungen ist das Gewässer so sauber und damit nährstoffarm geworden, dass die Fischpopulation seit 30 Jahren schrumpft. Für die Fischer bedeutet das von Jahr zu Jahr sinkende Erträge. Dumm gelaufen, könnte man achselzuckend meinen, wenn hinter diesem Fall nicht ein grundsätzlicher Mechanismus steckte. Politisch-korrekte Maßnahmen erheben sich oft über den gesunden Menschenverstand, dominieren anderslautende Erkenntnisse oder schießen einfach über das Ziel hinaus. ‚Gut gemeint heißt noch nicht gut gemacht‘ lautet schon eine alte Weisheit. Gastautor Jon Schnee hat dazu zwei Vorgänge aus Vergangenheit und Gegenwart untersucht und dabei festgestellt, dass nicht nur der Fisch am Kopf zu stinken beginnt.

Samstag, 26. März 2016

Die Gestalt der Gewalt


Alter Faschismus als Tarnung für den neuen
Wenn es erst gegen leere und dann auch gegen bewohnte Flüchtlingsheime Brandanschläge gegeben hat, fällt es angesichts der Tragweite solcher Verbrechen schwer, weiter über eine linke Radikalisierung unserer Gesellschaft zu schreiben. Doch machen gerade solche Geschehnisse die kybernetischen Zusammenhänge sichtbar: Je mehr das Handeln unserer Gesellschaft sich weg von der Mitte dorthin radikalisiert, wo man früher das Linke vermutet hätte, desto mehr radikale Ausgleichsbewegungen wird es geben. Die Überforderung der Nichtmigranten durch eine Einwanderung kulturfremder Menschen in nie gekannter, nicht erwartbarer und unverträglicher Dimension schafft Irritationen und Zukunftsangst. Die Leugnung der Probleme durch linke Ideologien - inzwischen bis weit in die CDU hinein - schafft bei den Menschen der Mitte ein Gefühl absurder Hilflosigkeit und hinterlässt Wut. Am Ende kann dies bei einer kleinen Gruppe sozial und psychisch instabiler Personen tatsächlich zu persönlichen Gewaltausbrüchen führen, unabhängig davon, ob sie sich dabei organisieren oder nicht. Schlimm allerdings wird es, wenn das einen Massencharakter annimmt. Noch sind die jährlichen Brandanschläge auf bewohnte Unterkünfte an einer Hand abzuzählen, und nachhaltige Folgen für betroffene Menschen hat es praktisch keine gegeben, doch die Gefahr besteht, dass bei wachsenden Problemen mit unkontrollierter Zuwanderung eine verantwortungslose Machtausübung eine neue Rechte quasi aus dem Nichts erschafft.

Samstag, 23. Mai 2015

Baschar-Bashing

Quelle: www.talkhandak.com
Wie man’s macht ist falsch. Da mussten wir uns jahrelang in einer einseitigen Gräuelpropaganda der Konsens-Medien anhören, dass Syriens Staatspräsident Baschar al-Assad sein armes Volk, das doch nur nach Frieden, Freiheit und Frühling trachtete, dahinschlachte und sowieso an allem schuld sei. Zwischentöne, etwa dass er nicht gegen das Volk, sondern gegen Rebellen zweifelhafter Gesinnung kämpfte, waren so wenig gefragt wie Gegenpositionen. Ganz heimlich und unkommentiert verschwand dann das Baschar-Bashing in dem Maße, wie der IS seinen Siegeszug antrat. Nun aber, wo jener IS Palmyra, also ein Kulturerbe der Menschheit, eingenommen hat und dessen Vernichtung droht, wird Assad wieder gebraucht. Einerseits als militärisches Schutzschild, vor allem aber als Generalsschuldiger: Nicht eine Bewegung von mörderischem Wahn befallener Moslems, nicht die Destabilisierungspolitik des Westens, nein, der böse Kinderfresser Assad ist schuld. Jedenfalls wenn man dem (ewig-)gestrigen Leitartikel der Welt glaubt.

Samstag, 16. Mai 2015

Angst essen Seele auf

Foto: C.Pontenagel
„Wir werden mehr“, titelte eine noch immer große deutsche Abonnementszeitung begeistert hinsichtlich wachsender Bevölkerungszahlen in Deutschland. Tatsächlich steigerte sich die Einwohnerzahl Deutschlands zwischen 2013 und 2014 von 80,8 Millionen auf 81,1 Millionen, aus dem Ausland kamen dabei 470.000 Menschen mehr als weggingen und knapp 700.000 Babys wurden geboren. Es ist dabei schon eine bemerkenswerte Konstruktion, das Personalpronomen „wir“ zu verwenden, denn „wir“ können ja gar nicht mehr werden, es sei denn, wir nähmen an Gewicht zu oder wir könnten uns teilen. Die Bevölkerung Deutschlands mag dagegen sehr wohl zunehmen, doch ob es da etwas zu bejubeln gibt, hängt von qualitativen Kriterien und vom Standpunkt der Betrachtung ab. Mehr Menschen bedeuten ja nicht automatisch mehr Menschen, die sich auch mit diesem Land identifizieren, also ein "wir" rechtfertigen würden. Wenn man es von der Warte der bereits anwesenden, also der real existierenden Deutschen, aus sieht, werden wir in der Natur der Sache liegend anteilig sogar weniger. Das kann durchaus Sorgen bereiten - oder Angst.

Samstag, 14. Februar 2015

Die Leiden der Legida

Legida findet statt, darf stattfinden, sogar am Montag, sogar in Leipzig. Na bitte, die Demokratie funktioniert. Aber was war das dann vor fünf Tagen, als das plötzlich nicht mehr galt? Ein Versehen? Ein Störmanöver? Ein Offenbarungseid der Exekutive oder der Polizei? Ein Versuchsballon, wie weit man bei der Unterdrückung demokratischer Freiheiten gehen kann? Völlig egal! In jedem Fall war es nämlich ein weiteres Paradigma auf dem Weg zur Abschaffung der Demokratie. Daran ändert auch nichts, dass sich jetzt der von der veröffentlichten Meinung und den gewählten Politikern enteierte bürgerliche Protest gegen eine ausufernde Migration wieder höchst offiziell und mit Polizeischutz totlaufen kann. Die Vorgänge der letzten Tage bieten aber reichhaltiges Anschauungsmaterial, was schon alles faul im Staate ist. Unabhängig von möglicher Kritik an Legida ist das vor allem eine peinliche Parteilichkeit, wenn es um die Bewertung von Freiheit und Gerechtigkeit geht. Zu sagen, das System sei auf einem Auge blind, ist inzwischen ein Euphemismus.

Samstag, 22. November 2014

Im Stich gelassen

Früher ging Mann gerne am Freitagabend „eine Braut aufreißen“, heute könnte das leicht mit Körperverletzung enden, denn ein erheblicher Anteil dieser Bräute ist gepierct. Doch vielleicht sollte der Brautschauende und ebenso die Bräutigamschauende sich ohnehin von Piercern beiderlei Geschlechts fernhalten, denn wer sich Metallteile ungezwungen durch den Körper jagen lässt und nicht Jesus Christus heißt, muss nicht nur am Ort des Eingriffs eine Schraube locker haben. Die Toleranzgesellschaft des Niedergangs hat damit scheinbar weniger Probleme als die Masse der vom Piercingwahn Befallenen selbst. Sie tut, was sie am besten kann, nämlich tolerieren - wer aber etwas anders denkt, hat keine Toleranz zu erwarten. Deshalb erträgt man dann doch unfreiwillig die freiwillig entstellten Menschen, die im Supermarkt kassieren oder im Restaurant servieren. Doch Piercing ist nicht das Endstadium: Willkommen im Horrorkabinett von Body-Suspension, Subinzision, Skarifizierung, Cutting, Branding und Play-Piercing.

Samstag, 8. November 2014

Rechts-Empfindung

Bei Demonstrationen umgekippte Polizeiautos haben in Deutschland eine lange Tradition. Zu diesen schamgebietenden Routinen gehören auch brennende Autos, verletzte Polizisten, Barrikaden, Sprengkörper und dergleichen. So etwas wurde aber bisher aus Gründen gewohnheitsmäßiger Übersättigung in den Nachrichten meist als Event irgendwo zwischen Vulkanausbruch und Lottozahlen gemeldet. Politisch ist diese Gewalt schon lange kein Thema mehr, denn sie ist fast immer links und deshalb in der Bundesrepublik seit der Studentenbewegung traditionell ein Kavaliersdelikt. Nun aber wurde in Köln ein weiteres Mal ein Bully umgekippt, und dieser eine Vorfall im Rahmen der sogenannten Hooligan-Demo musste in der medialen Endlosschleife immer und immer wieder dafür herhalten zu suggerieren, dass die rechte Machtergreifung kurz vor der Tür steht. Wäre in Köln wirklich relevant Schlimmes passiert, hätte man uns das sicher nicht vorenthalten, doch der Mainstream und sein willfähriger Journalismus nimmt, was er hat, um sein virtuelles Bild der Welt zu festigen. Er erkennt aber auch alarmiert, dass die Vorgänge in Köln, so harmlos sie auch gewesen sein mögen, für einen dramatischen Paradigmenwechsel in der Geschichte des Niedergangs stehen.

Samstag, 1. November 2014

Gute Grün(d)e?

Die Grünen haben es geschafft. In einem siebenseitigen Papier haben sie sich programmatisch vom Veggie-Day (Altmeister Trittin: „Es schärft das Bewusstsein und erweitert die Speisekarte, wenn wir in öffentlichen Kantinen einen Tag haben, an dem man sich fleischlos ernährt.“) losgesagt. Jedenfalls hat das die Führungsspitze getan, das Parteivolk darf demnächst abnicken. Sieben Seiten für ein absurdes Theaterspiel, das es überhaupt nur geben konnte, weil die Grünen zuletzt zu viele Absurditäten hatten Realität werden lassen wollen. Weil der Wähler der rechthaberischen Verbotspolitik die rote Karte gezeigt hatte, wird nun parteiamtlich zurückgerudert. Es wäre jedoch naiv, dies für einen Bewusstseinswandel statt einer neuen Wahlstrategie zu halten. Da opfert man lieber einen Veggie-Day als das stadtflächendeckende Tempo 30 oder die Nullpromillegrenze.

Samstag, 25. Oktober 2014

Qualmen für den Frieden

Als überzeugter Nichtraucher kann man sich darüber freuen, dass in Europa nur noch 28% der Menschen rauchen und dass man in Restaurants nicht mehr zugequalmt wird. Als überzeugter Freund der Freiheit gruselt es einem, mit welchen Methoden dieser Zustand erreicht wurde. Raucher werden inzwischen als Menschen zweiter Klasse stigmatisiert und auch dort an der Ausübung ihrer Laster gehindert, wo es nicht oder kaum andere tangiert. Ein Berliner CDU-Abgeordneter hat gerade erfolgreich das Sommerloch gefüllt, indem er ein Rauchverbot an Bushaltestellen forderte. Spätestens 2017 soll der bestehende Verbotekatalog EU-weit durch einen Katalog des Schreckens ergänzt werden. Für Schadenfreude langezeit getriezter Nichtraucher ist schon deshalb kein Platz, weil diese Verbotskultur an der freiheitlichen Denkweise rüttelt.

Samstag, 13. September 2014

Verbotsmarathon

Bildquelle: www.silbenton.de
Am kommenden Donnerstag ab sechs Uhr wird zurückgeblitzt. Dann wird Bundesdeutschland unter einer vierundzwanzigstündigen Polizeioffensive erzittern, die auch schon vor einem Jahr Hunderttausende von unmündigen und vorsätzlichen Rasern erfolgreich kriminalisiert hat. Allein in Berlin wurden beim ersten „Blitzmarathon“ 90.000 Fahrzeuge an 254 Kontrollstellen kontrolliert. Wenn das kein Erfolg eines sich konstituierenden Polizeistaats ist… Im Berlin hatten die „Berlinerinnen und Berliner“, wie es im treudoofen politisch korrekten Zweiklassendeutsch beim Abdruck der Polizeimeldung in den Zeitungen heißt, diesmal auch noch die vorzügliche Möglichkeit, institutionelle Blockwartfunktion zu übernehmen und die Mitbürger vorauseilend pauschal zu denunzieren: Jeder Interessierte konnte der Polizei über ein Online-Formular Straßen nennen, in denen es zur Geschwindigkeitsüberwachung kommen soll. Wie beim ESC oder vielleicht auch nach Lust, Laune oder gar Sachverstand wurden dann die „Sieger“ ermittelt, und es kann nun auch auf Ihrer Strecke zur Arbeit mitgeblitzt werden.

Samstag, 14. Juni 2014

Verbote verbieten

Grafik: C.Pontenagel
Freiheit ist ein dehnbarer Begriff. Eine Karte im Internet führt überhaupt nur sechs freie Länder auf, darunter die Schweiz, Kanada, Chile und die Mongolei. Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass hier eine „wirtschaftliche Freiheit“ zu Grunde gelegt wurde,  also das Kriterium, dass jeder machen kann, was er will, aber nur wenn er Geld investiert. Andere Karten haben nach so komplizierten wie undurchsichtigen Indizes andere freie Länder ausgemacht. Freiheit ist anscheinend auch schwer greifbar. Um herauszubekommen, was Freiheit für die Menschen in Deutschland bedeutet, haben Heidelberger Wissenschaftler einen repräsentativen Freiheitsindex für Deutschland errechnet. Danach wünschen sich die Deutschen vor allem mehr Verbote, egal ob aus Berlin oder aus Brüssel - und das gibt zu denken.

Samstag, 25. Januar 2014

Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit

Bild: "Vertreibung aus dem Paradies"
© Lise Noergel, www.photocase.de
Gott sei Dank hat die Freie Universität Berlin mithilfe ihrer Computer den Beweis angetreten, dass Gott existiert. Allerdings nur in einem Denkgebäude, das sich so weit im Virtuellen bewegt, dass es sich um die Realität keine Gedanken mehr zu machen braucht. Für uns wird da eher der Beweis angetreten, dass seriöse Wissenschaft, oder was wir immer noch naiv für eine solche halten, nicht mehr existiert. Bei der Spezialdisziplin „Soziologie“ könnte man noch sagen, dass es sich gar nicht mehr um Wissenschaft handelt, wo sie herausfindet, dass Dänen besonders kinderfreundlich sind und Deutsche in diesem Ranking ganz hinten liegen. Jedenfalls dann, wenn sich erweist, dass die Forscher ausschließlich das Selbstbild der Befragten zugrundelegten. Geht es noch unwissenschaftlicher? Aber selbstverständlich: Anknüpfend an den Zuspruch für den Post der vergangenen Woche beweist dies die Art und Weise, wie herrlich dämlich sich eine Baseler Hochschul-Philosophin des Themas „Gender“ angenommen hat. So wird offenbar, dass sich große Teile der Wissenschaft längst in den Dienst des neuen Herrschaftswissens der „politisch korrekten“ Ideologie und Indoktrination gestellt haben.

Samstag, 12. Oktober 2013

Verbiestert verbieten

Quelle: Amazon
Die Zeiten sind schwer, und deshalb können sich die Menschen nur noch um die wirklich wichtigen Dinge kümmern. Wenn also in den USA jemand auf die Idee kommt, ein neuer Teekessel könne aussehen wie Adolf Hitler, dann ist es Zeit für einen Shitstorm, dem es dann tatsächlich gelingt, den Hersteller zu veranlassen, das edle Designgerät vom Markt zu nehmen. Unnötig zu erwähnen, dass die Kanne mit Hitler so viel Ähnlichkeit hat wie Goofy mit Barack Obama. Doch dieser Fall ist kein einzelner und auch nicht auf Amerika beschränkt: das Bier nach Feierabend, das Rauchen in der eigenen Wohnung, das Essen von Fleisch - vieles was wir für selbstverständlich gehalten haben, ist von einer neuen, „fortschrittlichen“ Verbotskultur bedroht. Natürlich nur „in unserem eigenen Interesse“.

Samstag, 14. September 2013

Wahl der Gewalt

Wenn in einem Wahlkampf zum Deutschen Bundestag Kandidaten bedroht, geschlagen, getreten und beleidigt werden, wäre normalerweise ein Aufschrei der Empörung fällig. Bei den bundesweit und durchgängig erfolgten Angriffen auf Unterstützer der Alternative für Deutschland, der Partei der Euro-Gegner, war dies nicht der Fall. Im Gegenteil, es paarten sich konsequentes Totschweigen mit klammheimlicher Freude. Offensichtlich geht es also nicht mehr um einen Zusammenhalt der Demokraten, sondern um einen Zusammenhalt der Mächtigen, zu denen die AfD keinesfalls gehören darf. Die Vorfälle im Umfeld des Wahlkampfs zeigen aber noch mehr als eine Demokratie-Inkompetenz der etablierten Parteien: Der Rechtsstaat ist auf einem gefährlichen Weg der Aufweichung von Steuerungsfähigkeit und demokratischer Kultur.

Samstag, 8. Juni 2013

Nie sollst Du mich befragen


Dem Jongleur ist nichts zu schwör.
Es hätte so eine schöne Nachricht für Konrad Kustos sein können: Deutschland hat gar nicht so viele Einwohner und es leben auch viel weniger Migranten hier. Das hieße beispielsweise weniger Arbeitslose, weniger Umweltbelastung, weniger Ressourcenverbrauch, weniger neurotische Enge, weniger soziale Konflikte. Hätte, wäre, könnte! Denn die jetzt bekannt gewordenen Zahlen der jüngsten Volkszählung ändern nichts an der Realität, sondern sie offenbaren nur, wie erfolgreich uns Politiker und Wissenschaftler mit ihren Behauptungen wieder einmal auf den Arm genommen haben.

Samstag, 17. November 2012

Aussicht auf Aufsicht

Quelle: toonpool.com
Frauenfreundlichkeit geht auch anders: Vor wenigen Jahrzehnten forderte die Verkehrserziehungssendung „Der 7. Sinn“ von männlichen Autofahrern Rücksichtnahme auf das weibliche Geschlecht, weil dies seine Fahrzeuge nicht wirklich unter Kontrolle habe und den Rückspiegel vornehmlich zum Schminken nutze. Heute wird Rücksichtnahme anders interpretiert: Weil es im Job für Frauen viele Ungleichbehandlungen und Vorbehalte gab und gibt, soll nun mit Gewalt statt mit Verstand Gerechtigkeit auf Erden geschaffen werden. EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat sich ihren Lebenstraum erfüllt und gegen massive Widerstände auch in der eigenen Organisation eine Frauenquote in Aufsichtsräten durchgesetzt. Wem sie damit letztlich nutzt, muss allerdings kybernetisch hinterfragt werden…

Samstag, 3. November 2012

Dick ist doof


Der dickste Mann der Welt wog 570 Kilo, jetzt hat er 230 Kilo abgenommen. Beeindruckend. Würde Konrad Kustos versuchen 230 Kilo abzunehmen, wäre er schon nach einem Drittel der Distanz verschwunden. Die wenigsten kommen auf die Idee oder in die Lage, so viel abzunehmen. Nach Erhebungen des Robert-Koch-Instituts haben zwei von drei Männern in Deutschland Übergewicht und jede zweite Frau. Unabhängig von diesen individuellen Schicksalen kommt es auch für die Gemeinschaft dicke: Übergewichtige belasten das Gesundheitssystem laut einer Studie mit 17 000 000 000 Euro. Und auch hier stellt sich die übliche Frage: Wie konnte das passieren, und was machen wir nun?

Samstag, 13. Oktober 2012

Blind Date

Die Welt ist ungerecht, aber anstatt sie gerechter zu machen, wird mit allerhand Ungerechtigkeit dafür gesorgt, dass sie gerechter aussieht. In meinem Buch "Chaos mit System" nenne ich dieses Phänomen die Virtualisierung der Welt. Das hat leider noch nicht viel daran geändert, dass immer wieder politisch Korrekte ihre Stunde gekommen sehen, der Gesellschaft neuen und noch gerechteren Blödsinn unterzujubeln. Jetzt müssen wir auch noch lernen, dass man Diskriminierungen Jobsuchender am besten vermeidet, indem man nichts von ihnen weiß.