Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
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Samstag, 28. Dezember 2013

Philadelphia-Phänomen

Foto: Konrad Kustos
Nicht alles ist Käse, aber mit dem Käse geht es doch eigentlich schon los: Wer hat einmal versucht, in einem Discounter seiner Wahl eine Packung Doppelrahmfrischkäse zu kaufen? Den richtigen, den weißen, den Vater aller Frischkäse? Den, der im Volksmund zumeist und zu unrecht auf „Philadelphia“ reduziert wird? Dann wisst er, wovon ich spreche. Der ist nämlich meistens nicht zu haben. Stattdessen hat der Hersteller Varianten auf Lager mit Knob- und Bärlauch, fettarm und –frei, mit Joghurt und Schmand, rot und grün, mit Kräutern und Gewürzen. So gut wie kein Mensch will das künstlich aufgepumpte Zeug essen, weshalb man in einem zerwühlten Haufen von Käsefälschungen wühlen muss, stets hoffend, doch noch ein Original zu erhalten. Für die Variante „Natur“ müsste man eigentlich inspiriert wie einst Gerd Müller exakt zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Und das Phänomen beschränkt sich keineswegs auf den einen  Hersteller. Wie kommt es trotz Marktwirtschaft zu solcher Mangelwirtschaft?

Samstag, 5. Januar 2013

WasserschEU

Grafik: C.Pontenagel
Die mit allen Wassern gewaschene Europäische Union hat uns schon mit vielen Dingen überrascht. Mit Butterbergen und Finanzlöchern, mit einer Förderung für Schneekanonen auf Bornholm und mit dem Austausch bewährter Leuchtmittel gegen so giftigen wie dysfunktionalen Ersatz. Nun setzt sie zum neuen Schlag (ins Wasser) gegen den Menschen und seinen gesunden Menschenverstand an. Duscharmaturen und Brauseköpfe sollen Par Ordre De Multi vom freien Durchfluss befreit werden. Wasser sei eine kostbare Ressource wenigstens in Süditalien, und da die EU bekanntermaßen für Gerechtigkeit steht, wird die neue Regelung auch im feuchten Deutschland eingeführt, wo regelmäßig Keller im steigenden Grundwasser absaufen.

Samstag, 24. November 2012

Verführung zur Führung

Unter den Leuten, die freiwillig und unentgeltlich für Wikipedia arbeiten, sind weniger als 10% Frauen. Vorausgesetzt, man sieht wie Konrad Kustos diese größte, unabhängigste und fehlerärmste Enzyklopädie aller Zeiten als einen der wenigen Lichtblicke in der Welt des Niedergangs, so stellt sich die Frage: Wollen die Frauen nicht, oder können sie nicht? Wenn aber eine Gruppe so wenig Energie oder Kompetenz aufbringt, freiwillig am Aufbau konstruktiver Strukturen mitzuarbeiten, warum sollte diese Gruppe dann für sich in Anspruch nehmen können, dort gleichgestellt zu werden, wo es persönliche Vorteile zu holen gibt, also beispielsweise bei der Besetzung von Aufsichtsratsposten in Großunternehmen? Genau das soll laut EU-Beschluss jetzt passieren, und obwohl vor einer Woche dazu schon die vordergründigen Fakten gegeneinandergestellt wurden, fehlt noch eine polemische Breitseite gegen die politisch-korrekten Ladenhüter-Philosophien, die diesem dirigistischen Beschluss zugrundeliegen. Nun gut, hier ist sie: Männer und Frauen sehen die Welt anders, fühlen die Welt anders und haben völlig unterschiedliche Fähigkeiten, was diverse „Ungleichbehandlungen“ durchaus legitimiert.

Samstag, 17. November 2012

Aussicht auf Aufsicht

Quelle: toonpool.com
Frauenfreundlichkeit geht auch anders: Vor wenigen Jahrzehnten forderte die Verkehrserziehungssendung „Der 7. Sinn“ von männlichen Autofahrern Rücksichtnahme auf das weibliche Geschlecht, weil dies seine Fahrzeuge nicht wirklich unter Kontrolle habe und den Rückspiegel vornehmlich zum Schminken nutze. Heute wird Rücksichtnahme anders interpretiert: Weil es im Job für Frauen viele Ungleichbehandlungen und Vorbehalte gab und gibt, soll nun mit Gewalt statt mit Verstand Gerechtigkeit auf Erden geschaffen werden. EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat sich ihren Lebenstraum erfüllt und gegen massive Widerstände auch in der eigenen Organisation eine Frauenquote in Aufsichtsräten durchgesetzt. Wem sie damit letztlich nutzt, muss allerdings kybernetisch hinterfragt werden…

Samstag, 28. April 2012

Top Job

Noch nie gab es in Deutschland so viele Menschen in Lohn und Brot - das behauptet jedenfalls die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA). Das mit dem Lohn wollen wir mal glauben, aber auch Brot? Trocken Brot, wenn man genauer hinschaut. Im Überschwang einer zyklischen Hochphase der Wirtschaft sammeln sich allerhand Trittbrettfahrer des Niedergangs: Lohndrücker, Sozialdemonteure und andere Reformer, um mit dem Aufschwung das zu machen, was in der Rezession sowieso passiert: Druck auf die kleinen Leute auszuüben.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Beobachtungen 2

Nur kein Neid. Nein, die Rede ist diesmal (noch) nicht von der deutschen Frauenfußballnationalfrauschaft und ihrer Trainerin Silvia, sondern von reichen Leuten. Wer Leistung bringt soll dafür jedenfalls auch Geld bekommen, und auch wenn einer mit dem richtigen Dreh Milliarden machen kann, ist das doch eine feine Sache. Nur kein Neid eben. Heute aber meldet der „Weltreichtumsbericht", dass die Zahl der Reichen jedes Jahr, kaum irritiert von Wirtschaftskrisen, wächst und wächst.