Weil die Grünen gerade keine anderen Sorgen haben, denken sie über die Rente nach. Und als
Lieblingssprössling eines Systems der Umverteilung von Arm nach Reich kommen
sie mithilfe des DIW in einer
Studie vom Mai diesen Jahres zu merkwürdigen,
wenn auch keineswegs merk-würdigen, Ergebnissen: Wenn man die Einkommen von 2,3
Millionen Selbständigen anzapfte und alle Frauen in das Berufsleben
integrierte, könnte, Donnerwetter, die Rente um ein ganzes Prozent steigen. Das
bedeutete dann im Klartext die Zwangsverbannung auch der letzten im Familienverbund
erzogenen Kinder in staatliche Bewahranstalten und ein Festhalten am unsozialen
Generationenmodell der Alterssicherung. Der erst von Adenauer erfundene
Generationenvertrag stellt sicher, dass der gesellschaftlich produzierte
Mehrwert nicht mehr oder nur noch teilweise den Profiteuren dieses Mehrwerts
und nicht ebenso den ihn erschaffenden Werktätigen zugute kommt. Soviel zum
basisdemokratischen Erbe der Grünen. Fast zeitgleich legte auch die Regierung
eine
Studie
vor, die zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommt. Es wird eben konzertiert
weitergearbeitet an der Demontage der Alterssicherung unter dem Stichwort
"Demografiestrategie". Die Herrschaft eines postkapitalistischen Blockparteienkollektivs
tarnt sich immer weniger. In welche Richtung das System marschiert, wurde aber auch
schon zu Ostern 2012 in diesem Blog beschrieben…