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| Bildquelle: Volksbetrugpunktnet |
Am Anfang war die Reem. Im Sommer des vergangenen Jahres,
als es schon zu viele Flüchtlinge gab, aber die derzeitige Katastrophe nur von zynischen
Propheten oder gottlosen Zynikern hätte vorausgesagt werden können, trat das gleichnamige
zwölfjährige Flüchtlingsmädchen angesichts einer drohenden rechtmäßigen
Abschiebung der Familie medienwirksam im Fernsehen auf und spielte mit ihren
Tränen auf der Klaviatur der empfindlichen Seelen eines dekadenten Volkes.
Vielleicht hat sie sogar die Bundeskanzlerin auf die schiefe Bahn gebracht, die
bei der damaligen Gegenüberstellung für viele angeblich als eine herzlose,
emotionslose, empathieunfähige, ja eine geradezu unmenschliche Vertreterin
ihrer Zunft rüberkam. Unabhängig von allen sie natürlich sehr wohl parallel beeinflussenden
Kräften des Postkapitalismus galt es nun für die Politikerin, dieses Bild eiligst
zu widerlegen, indem sie das Kind mit dem Bade ausschüttete.
Die Folgerung aus diesen Vorgängen lautet: Wer weint, hat recht - erst recht, wenn er arm oder ein Kind oder gar ein armes Kind ist. Ihm ist die begehrte Aufmerksamkeit der emotionslüsternen Medien gewiss. Wenn eine Angela Merkel vergisst, dass das Amt einer Bundeskanzlerin mehr Verstand als Gefühl erfordert, steht sie Seite an Seite mit ihrem Wählervolk im demonstrativen Mitleid vereint - so lange, bis das Mitleid versiegt, weil es allen gleich schlecht geht.
Die Folgerung aus diesen Vorgängen lautet: Wer weint, hat recht - erst recht, wenn er arm oder ein Kind oder gar ein armes Kind ist. Ihm ist die begehrte Aufmerksamkeit der emotionslüsternen Medien gewiss. Wenn eine Angela Merkel vergisst, dass das Amt einer Bundeskanzlerin mehr Verstand als Gefühl erfordert, steht sie Seite an Seite mit ihrem Wählervolk im demonstrativen Mitleid vereint - so lange, bis das Mitleid versiegt, weil es allen gleich schlecht geht.
Seit damals haben wir gesehen, wie zunehmend jeder Unsinn mit
der Notwendigkeit des Mitleids begründet wurde. Da spielte es dann auch keine
Rolle mehr, dass die von ihren Eltern entsprechend erzogene Reem in ihrer tränenreichen Litanei eben mal die Eliminierung Israels gefordert hatte. Am Ende
galt nämlich ein anders Recht als die Rechtsprechung, und die früh geübte
Gewalthetzerin durfte in Deutschland bleiben.
Die Instrumentalisierung der menschlichen Fähigkeit des
Mitleidens ist, obwohl diese sich eigentlich auf nahestehende Individuen bezieht,
mitnichten ein Einzelfall, sondern derzeit ein Ticket, das überall Wirkung
zeigt. Man denke nur an das Kirchenasyl, bei dem ohne jede rationale Grundlage
einzelnen Personen gegen jedes Gesetz Schutz gewährt wird, während gleichzeitig
ein Vielfaches an Betroffenen diese Hilfe nicht erfährt. Nur die Tatsache, dass
es inzwischen so einfach geworden ist, in dieses Land zu kommen und hier zu
bleiben, lässt die Zahl der Kirchenasyle zurückgehen.
Je mehr emotionale Fantasie ein Individuum aufbringt, desto mehr
scheint dies seinen Verstand zu blockieren. Die soziale Evolution und
vielleicht auch schon ihre biologische Vorgängerin haben beide Kräfte aus guten
Grund antagonistisch im Menschen zur Bewältigung unterschiedlicher Aufgaben verankert.
In archaischen Epochen war es wichtig, dem oft schutzlosen Individuum auch emotionalen
Halt zu geben. Der Stamm, die Gruppe, die Horde, sie alle sorgten durch den
Mitleidsreflex getrieben bis zu einem bestimmten Grad der Zumutbarkeit für das Überleben der
Alten und Schwachen und stärkten damit den Zusammenhalt und die
Leistungsfähigkeit der Gemeinschaft.
Später gab es die Entwicklung des Sozialverhaltens, eine
Erziehung zu Ausgleich und Frieden sowie eine Kanalisierung von Aggressionen.
All das war und ist wichtig, um gesellschaftliche Reibungsverluste zu
minimieren. Das Mitleid hilft, in seinem sozialen Umfeld bei vom Schicksal
Gebeutelten Zuversicht wiederherzustellen, aber auch bei eigenen Problemen auf
entsprechende Unterstützung hoffen zu können. Mitleid war also immer ein Geben,
um auch nehmen zu können. Sozusagen ein Win-win-Mechanismus.
„Bedingung des Mitleids ist die Nähe, d.h., faktisches
Mitleid kann sich immer nur auf anschaulich gegebenes Leid beziehen“, heißt es deshalb
auch bei Wikipedia. Doch in der Welt des Niedergangs, also in einer Welt der
emotionalen und globalen Desorientierung, gerät das alles aus dem Gleichgewicht. Die neue (Medien-)Wirklichkeit
projiziert das Mitleid außerhalb der Gemeinschaft und lässt Mitleid zum
Selbstzweck werden: zum emotionalen Kick. Gefühle der Menschen werden so getriggert,
unabhängig davon, wer profitiert. Das Mitleid ist globalisiert und damit seines
evolutionären Sinns entkleidet.
Biologen in Ulm haben kürzlich diesen oben beschriebenen
persönlichen, notwendig regional beschränkten Zusammenhalt an Bienen als evolutionäres
Merkmal nachgewiesen. Die Weibchen der
roten Mauerbiene bevorzugen bei der Partnerwahl Männchen aus der eigenen Umgebung.
Um sich dementsprechend als volkszugehörig auszuweisen erzeugt das Männchen mit
seinen Flugmuskeln bestimmte „regionale“ Vibrationen.
Man könnte darüber schmunzeln, wenn nicht alles so traurig
wäre, dass noch vor wenigen Jahren der damalige Bundestagspräsident Wolfgang
Thierse sogar die zugezogenen Schwaben wieder aus Berlin weghaben wollte, weil
sie Berlin veränderten. Und noch heute bekämpft besonders die Partei der Grünen
(zahlende) Touristen, weil deren Koffer auf dem Pflaster klappern und diese
überhaupt die schöne Idylle der bürgerlichen Wohnviertel stören. Nur bei Flüchtlingen
ist das anders, und alle werden in emotionale Geiselhaft genommen.
In der entwickelten Gesellschaft des Niedergangs wird also das
Mitleiden von Profiteuren instrumentalisiert und von einer weltanschaulich
überforderten Bevölkerung als Dosenöffner für alles und jedes akzeptiert.
Mitleid entwickelt sich mehr und mehr von einer spontanen Emotion zu einer
Weltanschauung, zu einer neuen Religion.
Damit entartet das Mitleid zu einer emotionalen
Selbstbefriedung. Der Blick für die Verhältnismäßigkeit, für das Wechselspiel
von Verstand und Gefühl geht verloren. In Schweden erhielt ein Flüchtling
30.000 Kronen, damit er seine Klage gegen einen Integrationshelfer wegen
rassistischer Unterdrückung zurückzog. Dessen Verbrechen gegen den armen Moslem
war der Versuch, ihm beizubringen, einer Frau die Hand zu geben.
Die Entscheider hatten anscheinend auch hier vergessen, dass
Mitleid auch Mitarbeit und Dankbarkeit voraussetzt und seinem Wesen nach nicht
eingefordert werden kann. Nicht bei Individuen ohne Weiteres erkennbar, aber sehr
wohl als gesellschaftliches Phänomen stellen die Flüchtlinge Ansprüche
materieller und ideeller Art und treffen auf autochthone Anhänger der neuen Mitleidsreligion,
die das einseitige Geben anstelle eines konstruktiven Miteinanders als Erstes
Gebot verinnerlicht haben. Natürlich handelt es sich dabei auch aus diesem
Blickwinkel höchst selten um das Geben als Individuum, sondern um die Forderung
an die Großzügigkeit der Gemeinschaft - wohlgemerkt zugunsten von Menschen
außerhalb dieser Gemeinschaft. Evolutionär gesehen ist das in den aktuellen
Dimensionen zwar kein kollektiver Selbstmord, aber ein Selbstmord des
Kollektivs.
In der Lesart der neuen Gläubigen sind solche Aussagen
natürlich ein Sakrileg. So wie amerikanische Kreationisten die Evolution
leugnen, so leugnen die „Mitleidisten“ die Wahrnehmung jeder Facette der
Realität, die ihrem Glaubensgrundsatz widerspricht. Argumentationen beschränken
sich auf „Man kann noch nicht…“, „man darf doch nicht…“, „…das sind doch arme
Menschen“. Allein die Möglichkeit, man könnte einen einzigen Bedauernswerten
unter Millionen Nassauern falsch behandeln, führt dazu, allen alle
zugesprochenen Privilegien zukommen zu lassen.
Dies würde ja sonst dem Gleichheitsgrundsatz widersprechen,
und da sind wir schon beim Zweiten Gebot des neuen Aberglaubens: „Alle Menschen
sind gleich.“ Man kann Menschen zwar mit gleichen Rechten ausstatten, aber sie
alle gleichzubügeln, vermag nur die Ideologie. Je höher der Bildungsgrad desto
empfänglicher sind die Menschen des Niedergangs für solche Ideologien. Unfähig,
eine zu komplex gewordene Umwelt noch mit ihrem so selbstwertgeschätzten Verstand
interpretieren zu können, überbrücken sie gedankliche Sackgassen mit
willkürlichen Glaubenssätzen. Einfache Menschen hingegen sind eher gewohnt,
intuitiv zu denken und eigene sowie gesellschaftliche Erfahrungen
einzubeziehen. Zwar ist auch diese Methode kein Patentrezept für Erkenntnisse,
aber sie ist wesentlich leistungsfähiger beim
Erfassen komplexer Zusammenhänge.
Dieses Vertrauen auf die Fähigkeiten des Unterbewusstseins
und auf das reale Wissen aus Erfahrungen ist im übrigen eine Grundlage des
„Kybernetischen Denkens“, und wer will, kann über diese Mechanismen in meinem
Buch „Chaos mit System“
noch einiges nachlesen.
Als Infratest im letzten November die Deutschen befragte, ob
die Flüchtlingsmassen bei ihnen Angst erzeugten, gaben sich sage und schreibe
63% der befragten Intellektuellen angstfrei. Wesentlich realistischer waren die
Hauptschüler, die aber immer noch zu 39% Sorgen leugneten oder tatsächlich keine
hatten. Spätestens bei den Kölner Neujahrsfeierlichkeiten wird die Realität viele wieder eingeholt haben,
wobei auch hier die Gebildeten sicher nachhaltiger an ihren Lebenslügen
festhalten werden. Bezeichnend, dass die Medienpropagandisten und andere involvierte Eierköpfe
diese Statistik dazu benutzten, um „zu belegen“, dass Fremdenangst ein
Unterschichtsphänomen sei.
Nur 17% der Befragten dieser Studie hatten im übrigen
Verständnis für Pegida, was zeigt, welche Wirkung die Medienhetze in der
Bevölkerung hat. Tatsächlich waren gegenüber dem Vorjahr trotz der sich mehr
und mehr abzeichnenden Flüchtlingsproblematik um fünf Prozentpunkte weniger
Menschen bereit, Pegida in einem positiven Licht zu sehen. Das lässt sich nur
damit erklären, dass in dem Maße, in dem die Wirklichkeit für die Menschen
schwerer erklärbar wird, ideologische Apparate, also beispielsweise neue
Religionen oder von Sendungsbewusstsein erfüllte Medien, die Rolle des Großen
Bruders übernehmen können.
Jene machen sich zu Nutze, dass ohne Wahrheitsvermutung (und
den Glauben an das Gute) kein soziales Leben möglich ist. So schütteln sie in
der Flüchtlingsfrage, und nicht nur da (Putin, Syrien, Klimawandel), die
unglaubwürdigsten Konstruktionen aus dem Ärmel und können sich auf die
menschliche Konstitution verlassen, die denkt: Es wird doch nicht alles falsch
sein können. Die Menschen können und wollen irgendwann die Lügenbotschaften in
ihrer Fülle nicht mehr aussortieren, weil sie auf eine relevante Menge von Wahrheit
konstituiert sind. Je einfacher die falschen Erklärungsmuster daherkommen, und
da sind wir wieder beim „Mitleid“, desto attraktiver sind sie.

Die spannende Frage ist, wann schlägt der Selbstbetrug in blanke Panik um?
AntwortenLöschenStimmt. Diese Mitleidstour als Religionsersatz ist auch im alltäglichen Leben zu beobachten. Da wird ein Kind ermordet (ist schrecklich ohne Frage)und Massen, die weder das Kind noch die Familie kannten, pilgern mit Teddys, Kerzen, Briefchen und Blumen zum Wohnhaus des ermordeten Mädchens und - sie glauben es vielleicht sogar wirklich - trauern mit. Kirchen werden bis zum letzten Platz gefüllt. Mitleid verkommt dabei zu einem Event. Menschen können aber nur wirklich um diejenigen trauern, die sie auch kennen, mit denen sie zu tun hatten, alles andere ist geborgtes Mitleid, oberflächlich und falsch. Mich macht auch immer fassungslos, dass die Geschichten der sogenannten Flüchtlinge aufs Wort geglaubt werden. Ich sage immer, dass es meist Erzählungen aus 1001 Nacht sind. Mal aus dem Nähkästchen, als ich nach der Wende mir im Westen Arbeit suchte, habe ich auch Märchen erzählt, um einen Job zu bekommen. Menschen machen das, wenn sie es müssen. Und was wollen die meisten, die kommen? Geld, einen Mercedes und ein Häuschen. Hab ich doch schon so oft auf meinen Urlaubsreisen in Nahost gehört.
AntwortenLöschenEin wunderbarer Text, der es auf den Punkt bringt. Ein gehirngewaschenes deutsches Volk, das Verstand durch Moral ersetzt, angefangen bei Merkel über Leute wie Kardinal Marx bis hin zu den Profiteuren der Integrationsindustrie. Aber auch einfache, ungebildete und unpolitische Menschen erliegen diesen Argumentationsmustern wie "die armen Menschen, die armen Kinder, die im Meer ertrinken" oder "ist doch verständlich, dass die Menschen zu und kommen, wenn es ihnen schlecht geht" und immer in Kombination mit "wir sind doch ein reiches Land, wir müssen doch helfen". Das anonyme Mitleid, das sich aus den herzzerreißenden Bildern der Lügenmedien speist, vermisse ich, wenn es um die Millionen benachteiligten Deutschen geht.
AntwortenLöschenDiese dumm-naive arrogante Gutmenschenart macht mich so wütend, dass ich nur noch schreien möchte. Ich bin nämlich zweifach betroffen, in der Familie gibt es solche Exemplare als auch in meinem beruflichen Umfeld (Erwachsenenbildung). Wenn man sich die Kommentare auf anderen Blogs anschaut, geht es aber wohl im Moment vielen so: Freundschaften zerbrechen, Kollegen und Familien streiten: Realisten versus Realitätsverweigerer. Und das Tragische ist, dass bei diesem kollektiven Wahnsinn die echten Schutzbedürftigen auf der Strecke bleiben.
Allen IDIOTEN der AfD im Untergeschoss ! -Ohne MERKEL geht es dann nicht !
AntwortenLöschenNutzt die Zeit doch mal zu erklären, was der ISLAM ist !!!
o.K.- Ihr habt da auch keine Ahnung...!
Ganz einfach mal:
Schiiten, - sind die PERSER (IRAN) hatte sowas mit der Erbfolge Mohammeds zu Tuen,...
Sunniten,- sind wohl die Mehrheit ! Haben zudem das reiche Saudie-Arabien/ Quata/ etc. im Gefolge...!!!
DAS ZENTRUM,- DAS REICH des Bösen (G.BUSH),- lag/liegt nicht in Afghanistan/IRAK/Afganistans, sondern innerhalb,-Saudi ARABIENS-!!!
Eine Krasse Form des Schiitentums, sind der,- WAHABISTMUS- !!! Staatsreligion in Saudi-Arabien...!!!
Die SALLAFISTEN sind dann ein krasser Flügel des Wahabismus !!!
...SS ...SA...Nazies sozusagen...!!!
Wie dann ein deutscher Jugendlicher hierzu überwechseln kann, ist mir wirklich UNBEGREIFLICH !
... und wer liefert Jahr für Jahr Unmengen an Waffen an Saudi Arabien - Herr Gabriel, im Wissen, dass diese Waffen sein Kind eines Tages töten werden.
LöschenDas ist absolut krank.
"Die OIC ist ein Zusammenschluss der 56 islamisch dominierten Staaten dieser Erde, von Afghanistan bis Vereinigte Arabische Emirate, der für sich in Anspruch nimmt, die islamische Welt zu repräsentieren. Die OIC arbeitet seit Anfang der 1970-er Jahre aufs Engste mit der EU (Europäische Union) bzw. ihren Vorgängern der EG (Europäische Gemeinschaft) und der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) zusammen und die EU setzt nahezu alle Wünsche, Forderungen und Anordnungen der OIC eins zu eins um."
AntwortenLöschenhttps://philosophia-perennis.com/2016/12/28/eurabia-zukunft-europas/