Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
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Samstag, 25. Februar 2017

Wenn Gesetzgeber Gesetze brechen

Foto & Bearbeitung: C.Pontenagel
Die individuelle Moral der Regierenden
ignoriert die Weisheit der Gesetzgebung

Wenn Amtsträger das Recht brechen, brechen sie offiziell nicht das Recht. Das Wort, das die deutsche Sprache für so etwas bereithält, lautet Rechtsbeugung. In dieser sprachlichen Feinheit offenbart sich das ursprünglich ungebrochene Vertrauen, das Menschen dieses Kulturkreises vielleicht nicht in die Gerechtigkeit, aber sehr wohl in die nach Gerechtigkeit strebende Gesetzgebung einer Demokratie hatten. Die Vorstellung, der demokratische Staat könnte sich willentlich über die Gesetze erheben, also das Gesetz tatsächlich brechen, war kaum vorstell- und aussprechbar. Doch der Gesetzesbruch neuer Provenienz, für den „Rechtsbeugung“ nur noch ein Euphemismus wäre, ist weitreichend und beschränkt sich keineswegs auf die Flüchtlingspolitik. Schließlich werden nationale Rechte internationalen Organisationen ausgeliefert, die Meinungsfreiheit wird eingeschränkt, der Sozialstaat ausgehebelt und, noch viel schlimmer, es werden in der Folge neue Gesetze geschaffen, die den Rechtsbruch am Ende wieder legalisieren und damit die Werteordnung auf den Kopf stellen.

Samstag, 11. Februar 2017

Verletzte Gesetze

Fotokompostion: C.Pontenagel
Das Milieu stellt sich über das Gesetz
und beschädigt damit die Demokratie

Der Begriff Rechtsstaat hat etwas Janusköpfiges: Einerseits klingt er in unseren Ohren etwas spießig, andererseits sind wir froh, dass wir ihn haben. Aber haben wir ihn noch? Mehr und mehr, das sehen wir nicht nur in der Flüchtlingskrise, ersetzen die jeweiligen Autoritäten rechtsstaatliche Regeln durch persönlichen, subjektiv moralisch legitimierten Aktionismus. Es gehört zu den Gesetzmäßigkeiten des Niedergangs, dass Menschen in ihrer Hybris sich über die in Generationen gewonnene kollektive Weisheit hinwegsetzen. Ein gutes Beispiel dafür ist der katholische Oberhirte Deutschlands, Kardinal Marx, der die Öffnung der Grenzen durch Angela Merkel mit den Worten lobte: „Sie hat sich sogar über das Gesetz hinweggesetzt. Das gehört auch zur politischen Führung!“ Nun mag der Klerus seit jeher eher himmlischen denn weltlichen Gesetzen verpflichtet sein, doch allein, dass er einen solchen Satz zu formulieren wagt und dabei kaum Widerspruch findet, zeigt, dass unser Rechtssystem sich im Prozess der Demontage befindet.

Samstag, 10. Dezember 2016

kurz-geklagt: Kummer-Nummer

"Toleranzpolitik"
Quelle: Zeit Online
Polizeiarbeit wird instrumentalisiert

Während die Mainstream-Medien die Vergewaltigungsfälle in Freiburg und anderswo gebetsmühlenartig voller Panik entflüchtlingisieren, scheint sich in den alternativen Medien und Kommentaren des Internets eine umgekehrte Geisteshaltung breitzumachen. Zumindest unausgesprochen wird jeder nach Deutschland migrierte Ausländer unter Generalverdacht gestellt. Ich finde das jenseits offizieller Empörungsrituale in der Tat empörend. Gerade wenn der Staat und seine Eliten mit Verdächtigungen und Unterstellungen arbeiten, müssen diejenigen, die sich als demokratische Opposition wahrnehmen, sich erst recht um Wahrhaftigkeit und Anstand bemühen.

Samstag, 5. November 2016

Trump ist Trumpf

Bildquelle: TheWealthWatchman.com
Was fordert der Hauptfeind des Systems?
Wie sich die Bilder gleichen: In Deutschland bezeichnete ein prominenter Sozialdemokrat kritische Bürger, also die, die seiner Herrschaftslogik nicht brav folgend ihre demokratischen Rechte wahrnehmen, als „Pack“, in den USA nannte die Präsidentschaftskandidatin der (Sozial-)Demokraten, Hillary Clinton, Opponenten aus dem Volk „deplorable“, was so viel wie bedauernswert oder erbärmlich bedeutet. T-Shirts mit dieser Aufschrift sind jetzt bei Trump-Anhängern so populär wie in Deutschland die Demo-Parole „Wir sind das Pack“. Wir lernen aus der gemeinsamen Feindseligkeit der Volksvertreter gegen das eigene Volk, dass es eine Internationale des Hasses gibt. Deren populärstes Opfer beiderseits des Atlantiks ist wohl Donald Trump. Er spricht die Sprache des Volkes, er spricht dem Volk aus der Seele. Und damit ist er naturgemäß ein Todfeind des Systems.

Samstag, 7. Mai 2016

Aufwand und Nutzen

Migration kostet - Widerstand auch
Alles verursacht Kosten, aber nicht für jeden. Zum Beispiel die Kreuzfahrt auf einem Luxusschiff wie der Ocean Gala: Im Februar nichtüberraschte uns die Meldung, dass die schwedische Migrantenbehörde das Boot für 100.000 Dollar am Tag zur Unterbringung von 1750 Migranten gemietet hat. Ob sich das für den Vermieter wohl rechnet angesichts der anschließend notwendigen Generalüberholung? Die deutschen Willkommensjubler und ihre Entourage stören exorbitante Kosten sowieso nicht, denn sie glauben ja, ihr so erkauftes gutes Gewissen nicht wirklich selbst bezahlen zu müssen. Doch auch sie sind Teil dieser Volkswirtschaft für die solcherart Spaßvergnügen ein teures ist. Von 50 bis 900 Milliarden Euro Fluchtfolgekosten in Deutschland reichen die Schätzungen der Fachleute je nach Kompetenz und politischer Couleur. Der mit eindeutiger politischer Absicht formulierte angebliche Nutzen der unkontrollierten Einwanderung, der zu diesen Kosten einen Gegenwert bilden könnte, erweist sich dagegen mehr und mehr als Propagandalüge. Und nun kommen zu den Kosten der Einwanderung noch Kosten für die Vermeidung weiterer Einwanderung und für leerlaufende Prozesse bei der derzeitigen zwischenzeitlich gelungenen Reduzierung hinzu.

Samstag, 30. April 2016

Weich ist auch hart

"Sanfte" Katastrophen durch Migration
Falschparker sind fein raus. Weil in Berlin die Politessen eingesetzt werden, um die Ordnungsämter im Flüchtlingswesen zu unterstützen, werden hier keine oder deutlich weniger Knöllchen geschrieben. Das geschieht natürlich auch zulasten gesetzestreuer Autofahrer und anderer Verkehrsteilnehmer, denn selbst Busspuren sind kein Tabu für motorisierte Krisenprofiteure mehr. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie die Überlastung des Systems durch die Flüchtlingsflut zur Aufkündigung bisher einigermaßen einvernehmlich geregelter alltäglicher Prozesse führt. Aber auch die Bekannte, die auf offener Straße von Nichtdeutschen angespuckt und als Hure beschimpft wurde, ist so ein „weiches“ Symptom, das in keiner Statistik über die direkten Folgen der neuen Wende auftauchen wird.

Samstag, 23. April 2016

Merkels Saat und Michels Ernte

Die direkten Folgen der Migrationspolitik
Die temporäre Nutzung von Sporthallen zur Unterbringung von Flüchtlingen war gestern, heute werden die Ziele höher gesteckt. Die Berliner Senatsfinanzverwaltung hat den Bezirk Steglitz-Zehlendorf angewiesen zu prüfen, in welchen öffentlichen Parks Containerdörfer errichtet werden können. Damit ist eine weitere Verteidigungslinie autochthoner Kultur durchbrochen, denn eine wichtige Erholungsqualität der hier Lebenden, Arbeitenden, das Land Gestaltenden wird in das bodenlose Fass diffusen Humanitätsgebarens geworfen. Und hier beginnen sich die Kreise zu schließen, wovor Realisten von Anfang an gewarnt hatten: Die (möglicherweise) Verbesserung der Lebensbedingungen von berechtigten oder unberechtigten Zuwanderern ist nicht ohne relevante Einbußen für die hier Verwurzelten zu haben. Offensichtlich ist das schon immer bei den Kosten gewesen, erst langsam wird es bei den soften Faktoren spürbar (wenn man die Vorgänge von Köln noch mit dem Adjektiv „soft“ bezeichnen darf). Zu beiden Themen wird es hier weitere Posts geben, doch heute soll es um direkte absehbare Folgen gehen, deren gesamtgesellschaftliche Auswirkungen von solcher Relevanz sind, dass sie die immer wieder beschworene Terrorgefahr zur bloßen Peanut degradieren.

Samstag, 20. Februar 2016

Das Willkommen der Frommen

Bildquelle: Volksbetrugpunktnet
Anonymes Mitleid als Religionsersatz
Am Anfang war die Reem. Im Sommer des vergangenen Jahres, als es schon zu viele Flüchtlinge gab, aber die derzeitige Katastrophe nur von zynischen Propheten oder gottlosen Zynikern hätte vorausgesagt werden können, trat das gleichnamige zwölfjährige Flüchtlingsmädchen angesichts einer drohenden rechtmäßigen Abschiebung der Familie medienwirksam im Fernsehen auf und spielte mit ihren Tränen auf der Klaviatur der empfindlichen Seelen eines dekadenten Volkes. Vielleicht hat sie sogar die Bundeskanzlerin auf die schiefe Bahn gebracht, die bei der damaligen Gegenüberstellung für viele angeblich als eine herzlose, emotionslose, empathieunfähige, ja eine geradezu unmenschliche Vertreterin ihrer Zunft rüberkam. Unabhängig von allen sie natürlich sehr wohl parallel beeinflussenden Kräften des Postkapitalismus galt es nun für die Politikerin, dieses Bild eiligst zu widerlegen, indem sie das Kind mit dem Bade ausschüttete.

Die Folgerung aus diesen Vorgängen lautet: Wer weint, hat recht  - erst recht, wenn er arm oder ein Kind oder gar ein armes Kind ist. Ihm ist die begehrte Aufmerksamkeit der emotionslüsternen Medien gewiss. Wenn eine Angela Merkel vergisst, dass das Amt einer Bundeskanzlerin mehr Verstand als Gefühl erfordert, steht sie Seite an Seite mit ihrem Wählervolk im demonstrativen Mitleid vereint - so lange, bis das Mitleid versiegt, weil es allen gleich schlecht geht.

Samstag, 13. Februar 2016

HASSte was, dann biste was

Bildquelle: www.20min.ch
Mit der Rüstung der Entrüstung ins Schisma
Die Gewalt unter Flüchtlingen in ihren unzumutbaren Unterkünften nimmt logarithmisch zu. An nur einem Wochenende gingen beispielsweise in Berlin-Spandau Asylbewerber mit Feuerlöschern aufeinander los, sieben Menschen landeten im Krankenhaus, und es gab eine Massenpanik in der mit 1000 Menschen besetzten Einrichtung. In Kreuzberg verletzte gleichzeitig ein 18-Jähriger einen Kontrahenten und griff dann den Sicherheitsdienst an. Im ehemaligen Flughafen Tempelhof gingen Hunderte Flüchtlinge unter anderem mit Messern aufeinander los. Wir und andere hatten frühzeitig prophezeit, was passiert, wenn erstens so viele Menschen so lange kaserniert sind und wenn zweitens unterschiedliche Kulturen mit einer niedrigeren Gewaltschwelle als hierzulande üblich aufeinanderstoßen. Letztere Aussage gilt es zu relativieren, wenn man sieht, wie sowohl die Willkommens- als auch die Hasspolitik des Mainstreams die Saat der Gewalt zusehends in die autochthone Kultur trägt. Hier gilt: Die einen lassen die Orte der Flüchtlinge brennen und die anderen die Orte der Flüchtlingszweifler.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Kopfrechnen mit Angela

Wir können uns zwicken, solange wir wollen – der Alptraum will nicht weichen. Könnten wir nicht wenigstens von einem ganz normalen Willkürsystem regiert werden, und nicht von einem, von dem so viele Träumer glauben, es gehe alles mit rechten Dingen zu? Ja, der Glaube versetzt Berge: Menschenberge. Heute glauben die Verkünder der wahren Leere schon, sie könnten jedem jeden Blödsinn erzählen, ohne dass es auffällt. Besonders beliebt ist dabei die moderne Zahlenmystik aus Fälschen, Verdrehen und Weglassen. Das hat unseren Gastautor Jon Schnee so geärgert, dass er in einem Punkt mal öffentlich nachgerechnet hat:

Samstag, 16. Januar 2016

Deutschland unter dem Schleier

"Lügenkorrektur im Affentempo"
© 2016 Junge Freiheit
Die Vertuschungspolitik der Machthaber
Die Entscheidung kam den populistischen Linken, egal ob bei der Antifa oder in Teilen der CDU zur rechten Zeit: „Gutmensch“ ist also das Unwort des Jahres. Ausgerechnet dieser wunderbar präzise Begriff, der die psychologische Seite der Hintergründe der gegenwärtigen Katastrophe so treffend und anschaulich beschreibt. Begrifflichkeiten sind aber wie die Kontrolle über die Information ein Teil der Macht, und da lässt das System nichts anbrennen. Wie in jeder ordentlichen Diktatur das Verschleiern der Wirklichkeit zur Kunstform gemacht wird, wird nun auch in unserer Übergangsgesellschaft der Schleier entrechteter Frauen bald zur Wirklichkeit gehören. Zu dieser Schleiertechnik haben wir nach den Vorfällen von Köln etliche Anschauungsbeispiele erhalten, von denen einige im Vergleich die Aktuelle Kamera des DDR-Regimes geradezu so wahrhaftig und unbestechlich wirken ließ wie eine Ziehung der Lottozahlen.

Samstag, 9. Januar 2016

Köln ist überall

Quelle: Marga Noelke/Facebook
Das neue Jahr begann mit guten Nachrichten: „In der Silvesternacht sind mehr als 800 Fahrzeuge im ganzen Land angezündet worden, twitterte stolz der französische Innenminister. Schließlich seien das 14,5% weniger als zum vorangegangenen Jahreswechsel. Während anderswo Böller geworfen werden, haben sich frustrierte Migranten in den verlorenen Vorstädten unseres Nachbarlands also eine ungleich effektvollere Methode ausgedacht, das neue Jahr zu begrüßen. Einfallsreich zeigten sich auch bei uns lebende Migranten, speziell in der Domstadt Köln, aber auch anderswo. Erstmals probten sie die Kraft ihrer wachsenden Masse und konfrontierten die Kölner auf dem Bahnhofsvorplatz mit ihren Vorstellungen einer fröhlichen Feier. Nach offiziellen Angaben eintausend, laut inoffiziellem Polizeibericht aber „einige tausend“ Menschen arabischer und afrikanischer Herkunft belästigten und beraubten vornehmlich einheimische Frauen. Dabei ist es völlig unerheblich, ob es sich um Alt- oder Neumigranten, also Flüchtlinge, handelt: Schneller als befürchtet hat der Zeitenwandel in Deutschland Einzug gehalten.

Samstag, 2. Januar 2016

Auf den Hass ist Verlass

Psychoterror für Andersdenkende
Worte können Waffen sein, oft sind sie aber auch die Vorstufe für gewalttätige Auseinandersetzungen. Worte können aus der Masse des allgemeinen Diskurses hervorragen, aber sie können auch eine mögliche konstruktive Auseinandersetzung zukleistern. Immer lassen Worte aber die dahinterstehende Absicht erkennen, wenn man nur genau zuhört. In der Flüchtlingsdebatte gibt es da ein klares Schema. Die einen versuchen ihre Sorgen mal mehr, mal weniger sachlich zu artikulieren, die anderen verzichten auf jede Argumentation und setzen stattdessen auf verbale Repression. Da wird peinlich klischeehaft dem CSU-Vorsitzenden „platteste Bierzelt-Manier“ unterstellt oder dem SPD-Vorsitzenden vorgeworfen, dass er doch tatsächlich versucht habe, mit Pegida-Anhängern zu sprechen (Walter Bau, WAZ/BM). Und grundsätzlich bedient man sich der Methode des Spiegelns, bei der die eigenen Unarten dem zu Disziplinierenden unterstellt werden. Hass, Hetze, Gewalt werden den besorgten Bürgern und der Handvoll Kritiker vorgeworfen, ohne dafür Nachweise zu erbringen. Die Funktionäre des Chaos können gar nicht anders, als von sich auf andere zu schließen, und setzen bei der Wahl ihrer Mittel auf eben Hass, Hetze und (staatliche) Gewalt. Die Lüge scheint ihnen dabei ein taugliches Mittel, um ihre vermeintlich guten Ziele zu erreichen.

Samstag, 12. Dezember 2015

Mitleid, Mitleid über alles…


"Hab Mitleid mit Mäusen,
sonst setzt es was..."
Bildquelle: Ziggenheimer
Psychologie und Psychose einer Bewegung
Die gute alte Lichterkette ist wieder da. Ganz nach dem Motto  „Zeichen setzen“ sollte Mitte Oktober eine 30 Kilometer lange menschliche Ost-West-Kette für die „Willkommenskultur“ durch die Hauptstadt reichen. Unter so viel Gleichgesinnten kann man sich sonst ja auch nur beim Public Viewing oder im Ballermann wohl fühlen. Die gute Nachricht ist, dass dieses Zeichensetzen für die Ausgrenzung anderer Meinungen und eigener Vernunft schlichtweg scheiterte. Noch erfreulicher war die Begründung für die Aktion: Die Akzeptanz der Deutschen für Flüchtlinge bröckele ganz stark. So gesehen wurden an diesem Tag tatsächlich Zeichen der Hoffnung gesetzt, doch es gibt so viele andere Zeichen, die nicht viel Hoffnung übriglassen. Ausgrenzung von Andersdenkenden und na(r)zisstisches Sichselbstfeiern gehört inzwischen für „die Bewegung“ zur Tagesordnung. Normal ist das nicht: Begeben wir uns auf die mentale Spurensuche.

Donnerstag, 26. November 2015

Kustos kopiert: Halb wahr ist auch gelogen

Das politische Magazin „Cicero“ ist keineswegs ein Blatt der Flüchtlingskritiker, eher das Gegenteil, aber es gibt dort noch einen Binnenpluralismus. Dem verdanken wir eine sachliche Gegenüberstellung der politisch lancierten „Halb“wahrheiten zur Flüchtlingspolitik mit der Realität. Der Autor Alexander Marguier schreibt zum Wahrheitsgehalt offizieller Verlautbarungen und ihrer gleichgeschalteten Verwertung: „Es sind Erklärungsmuster, die inzwischen in jeder Talkshow bemüht werden; Sätze, die jeden Tag in Zeitungen zu lesen sind; politische Statements, die ganz offensichtlich nur zur Beschwichtigung dienen sollen. Natürlich kann es nicht Aufgabe der Politik sein, Ängste zu schüren. Aber ein konsequentes Abstreiten von Problemen wird auf Dauer zwangsläufig dazu führen, dass die gesellschaftliche Spaltung weiter zunimmt. Deswegen wäre ein bisschen mehr Ehrlichkeit das Gebot der Stunde.“ Marguiers Gegenüberstellung von Lüge und Wahrheit folgt hier im Anschluss, aus presserechtlichen Gründen auf das Wesentliche gekürzt.

Samstag, 21. November 2015

Einwanderland wird abgebrannt

"Der Meeresspiegel steigt..."
Quelle: Oliver Schopf
Unter dem Eindruck der Untaten von Paris gibt es heute an dieser Stelle das, was es hier eigentlich nie geben sollte: eine Wutrede. Konrad Kustos hat den Anspruch, die Dinge von mehreren Seiten und in ihrer kybernetischen Verschränkung zu betrachten. Er will normalerweise das zeigen, was unter der Oberfläche des Offensichtlichen an wirklichen Triebkräften existiert. Er ist ein Angebot, durch Nachdenken zur Kooperation zurückzufinden. Doch angesichts der gegenwärtigen Umgestaltung der Welt sei auch mir einmal erlaubt, Stellung zu beziehen. Bevor es in 14 Tagen mit einer psychologischen Analyse des Gutmenschentums wieder sachlich weitergehen wird (und in der kommenden Woche hoffentlich mit einem ganz anderen Thema Luft geholt werden kann), nehme ich mir die Freiheit, in einer mehr oder weniger ungeordneten Gedankenkette das Absurde absurd, die Willkommensjubler Schwachköpfe und die Verantwortlichen die Verbrecher zu nennen, die sie sind. Dieser Text hat aber auch einen ganz rationalen Grund: Wer sich angesichts der politischen Entwicklung heute nicht im Widerstand positioniert, wird sich von künftigen Generationen genau die essentiellen Fragen stellen lassen müssen, die die Nachweltkriegsgeneration ihren Eltern gestellt hat. Und die Antwort wird angesichts des Ausmaßes der Vernichtung nur ein peinliches Schweigen sein können.

Samstag, 14. November 2015

VerFlucht

"Ernsthafte Absichten?"
Quelle: Zeit.de
Die Hessische Niedersächsische Allgemeine (HNA) hat im Gegensatz zum Mehrheitsmedienbrei zwei Vorteile: Sie ist stark lokal orientiert, und sie verzichtet grundsätzlich auf Texte und Fotos der Staatsagentur dpa. Vielleicht erfährt man deshalb hier mehr über die real existierende Flüchtlingskultur des Deutschen Herbstes. Etwa, dass einer Ärztin im Flüchtlingslager Calden (Kapazität: 1000 Flüchtlinge, Besetzung: 1400) ein männlicher Patient mit der Faust in den Bauch schlug und dass die Frau dort weiter arbeitet, allerdings nur unter Polizeischutz. Wir können lesen, dass es zu einer Massenschlägerei mit 14 Verletzten (drei Polizisten) unter 400 Flüchtlingen kam, dass es 60 Verletzte in einem Zelt bei einer Reizgasattacke durch rivalisierende Flüchtlinge gab usw. Die Polizei räumte dort ein, dass in den Lagern rechtsfreie Räume entstehen. Auch wenn uns andere Medien mit solchen Details der Flüchtlingspolitik eher selten konfrontieren, können wir uns auch sonst ziemlich genau vorstellen, was passiert, wenn man Menschen unter diesen Bedingungen zusammenpfercht.

Samstag, 7. November 2015

Denkst Du noch, oder hilfst Du schon?

"Danke, Germany"
Quelle: dasjahrbuch.de
Die Moral hat einen Januskopf. Dieser teilt sich nicht in ein lachendes und ein weinendes Gesicht, sondern ein verlogenes und ein wertschöpfendes. Nachdem vor einer Woche hier die verlogene Moral der Flüchtlingskritikerkritiker kritisiert wurde, stellt sich nun die Frage nach dem wahren Nutzwert der aktuellen Flüchtlingspolitik. Unstrittig ist wohl, dass die Politik der offenen Grenzen einem Höchstmaß an bedrohten Menschen eine Zuflucht bietet. Angesichts der verunsichernden Menge und Größe der durch die Flüchtlinge induzierten Probleme neigen selbst die Realisten dazu, dies zunehmend aus den Augen zu verlieren. Eine echte Hilfe findet also statt, und sie ist notwendig. Sie muss sich aber auch fragen lassen, mit welchem Aufwand welche Resultate erzielt werden und welche Perspektive sie bietet. Und der Verträglichkeitsschnittpunkt dieser beiden Effizienzkurven ist längst außer Sicht geraten. Dieses triste Fazit gilt leider, sowohl, wenn Individuen oder Volksgruppen betrachtet werden, als auch, wenn es um die Entwicklung in den Ursprungs- und Zielländern geht.

Samstag, 31. Oktober 2015

Moral auf der Flucht

"Es kitzelt ja nur..."
Manchmal ist die Suche nach der Wahrheit ein schwieriges Abwägen und Gewichten, manchmal springt sie einem ins Gesicht. In einer zunehmend wahnsinniger werdenden Gesellschaft lässt sich die Wahrheit aber auch mit einer Handbewegung virtuell ins Gegenteil verkehren. Es reicht dann nicht einmal zur ehrlichen Betroffenheit, dass schon im Jahr 2014 mehr als 60 Millionen Menschen weltweit und damit fast ein Prozent der Weltbevölkerung und mehr als jemals zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen ihrer Heimatländer verlassen haben. Im Gegenteil wird dieser Zyklus beschleunigt durch die aktuelle Einladungspolitik Europas und der USA, die die Zahlen schnell in dreistellige Bereiche und mehr transportieren wird. Angesichts des von der OECD und anderen interessierten Organisationen angeheizten Bevölkerungswachstums in der Dritten Welt und besonders in Afrika führt dies zwar nicht zu einer Entvölkerung dieser Länder, wohl aber zu fortschreitenden Substanzverlusten durch Emigration, die die Unterentwicklung und das dort gehäuft anzutreffende Elend verstärken. Das hindert die Politikerkaste der entwickelten Länder und ihre Hintermänner nicht daran, das hohe Lied einer moralbasierten Flüchtlingspolitik zu singen, doch mit dieser Moral ist es nicht nur hier nicht weit her.

Samstag, 24. Oktober 2015

Global egal

Es war der größte Auftrag aller Zeiten für Siemens: Drei riesige Gaskraftwerke und bis zu 600 Windanlagen darf der Technologiekonzern nach Ägypten liefern. Acht Milliarden Euro zahlen die Ägypter dafür und ließen sich sogar noch klaglos von deutschen Zeigefinger-Politikern wegen ihrer Menschenrechtsverletzungen beim Kampf gegen den Islamismus anpampen. Siemens feierte den Erfolg – und kündigte fast zeitgleich an, in eben dem Berliner Gasturbinenwerk, in dem diese Kraftwerke produziert werden, 800 von 3800 Jobs zu streichen. Insgesamt sollen dem radikalen Konzernumbau weltweit 13.100 Arbeitsplätze zum Opfer fallen, darunter 5100 in Deutschland. Doch weder ist das der einzige Einschnitt, der Siemens bevorsteht, noch ist dies der einzige deutsche „Global-Player“, der so verfährt. Die deutsche Wirtschaft und zuallererst der deutsche Werktätige wird unter der Ägide des Postkapitalismus und der Globalisierung in eine existenzerschütternde Krise geführt.