Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
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Samstag, 1. April 2017

Ende mit Schrecken

Wenn die Repression zu stark wird, bleibt nur das Opfer oder die Flucht
"Korrigierte Hetze"

Über den Verlust an Demokratie zu schreiben ist eine Sache, ihn zu erleben eine andere. Vor einigen Tagen wurde Konrad Kustos Opfer eines Anschlags linksextremistischer Kreise. Auf seine Wohnungstür wurde in roter Farbe geschmiert: „Hier wohnt ein Nazi“, und sein Auto wurde fahruntauglich gemacht. Der materielle Schaden ist beherrschbar, der mentale nicht. Der Hass und die Gewalt derjenigen, die sich für die Gerechten halten, sind in meiner persönlichen Lebenswirklichkeit angekommen, und ich weiß derzeit nicht, ob und wie es enden wird. Was ich weiß, ist, wie ich damit umgehen werde: Meine körperliche Verfassung erlaubt mir nicht, den Kampf aufzunehmen; ich werde mich dem Terror beugen. Von heute an ruht dieser Blog dauerhaft in der Hoffnung, seinen Autor aus der Schusslinie der Intoleranz zu führen. Man möge mich der Feigheit bezichtigen oder dieses Statement als Ausdruck des Protestes betrachten, aber Fakt ist, diese Stimme für die Freiheit, für den geistigen Austausch und gegen Gewalt und Intoleranz verstummt ab heute.

Samstag, 4. Februar 2017

Lechz gegen Rechts

Brandstiftender Biedermann
Quelle: Gerald Hensel, LinkedIn
Nach-Gelacht:
Die Armseligkeit des Gerald Hensel


Viel lehrreicher als das Märchen von Hensel und Gretel ist frei nach Theodor Storm das vom Kleinen Henselmann. Der konnte fliegen, aber er wollte zu viel Aufmerksamkeit, legte sich noch mit den Naturgewalten an und flog schließlich auf die Schnauze. Gerald Hensel, die moderne Version des verzogenen Knaben, erlitt auch ein solches Schicksal in Form einer beruflichen Bauchlandung als Folge einer systematisch organisierten Boykotthetze („Kein Geld für Rechts“) gegen politisch andersdenkende Medienplattformen. Davon wurde hier und hier schon ausführlich berichtet, doch zum Ausklang dieser Trilogie soll es einmal angemessen polemisch um den Menschen Hensel gehen. In seinen Aussagen zeigt sich nämlich, was für arme Würstchen Hassprediger wie er doch im Grunde sind.

Samstag, 19. März 2016

Formal legal

Politik, Medien und die Wertigkeit der Gewalt
Nun wissen wir es ganz genau: „Das sind keine Menschen, die sowas tun. Das sind Verbrecher.“ Die Einschätzung, dass Verbrecher keine Menschen sind, und wer alles einen Verbrecherstatus verdient, stammt vom sächsischen CDU-Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich und bezog sich auf die Vorfälle von Clausnitz. Eine aufgebrachte Gruppe von knapp 100 Menschen hatte dort laut skandierend einen Flüchtlingstransport verängstigt. Eine nicht hilfreiche und die Falschen treffende Aktion gewiss, doch anscheinend im gesetzlichen Rahmen, wenn selbst die Systemmedien erst den Tatbestand „Brüllangriff“ erfinden mussten. Was also treibt einen hohen Funktionär dieses Staates dazu, diese Menschen nicht nur als Verbrecher zu bezeichnen, sondern ihnen den Status des Menschseins abzusprechen? Hier offenbart sich ungescholten durch Medien und Kollegen eine nicht für möglich gehaltene Verrohung, ja Verwahrlosung des bundesdeutschen Diskurses. Es offenbart sich aber auch ein entsetzlicher Niedergang der persönlichen moralischen Kompetenz dieses bestimmten Menschen und vieler anderer Menschen an sich.

Samstag, 12. März 2016

Linke macht rechte Macht


Zeichnung: de.godsboss.org
Ideologische Unterdrückung erzeugt Gegendruck
Dieser Post sollte mit einem YouTube-Video beginnen, in dem gezeigt wird, wie eine 6-8köpfige Gruppe junger Menschen nichtdeutscher Herkunft auf offener Straße eine Frau erst umstellt, sie jeder Fluchtmöglichkeit beraubt und dann in einer unglaublichen Brutalität zusammenschlägt. Doch was nicht sein darf, darf eben auch nicht gezeigt werden: YouTube hat dieses Video entfernt, zuerst mit der Begründung, es habe einen Hasscharakter, und inzwischen interessanterweise mit dem Verweis auf Richtlinien zu Belästigung und Mobbing. Tarnung ist alles. Keiner der drei Vorwürfe lässt sich in irgendeiner Form aufrechterhalten, aber die Zensur funktioniert eben schon prächtig. Mit diesem letztlich staatlich induzierten Vorgehen wird kongenial das Thema dieses Posts unterstrichen: Das System übt immer offener informelle Gewalt aus und schürt damit die Emotionen, gegen die es vorzugehen vorgibt. Die Wahrheit wird als Hass verleumdet, und die Lüge schürt den Hass.

Samstag, 5. März 2016

Gewalt(ige) Lügen

Karikatur: wiedenroth-karikatur.de
Staatliche Missinformation schürt Konflikte
Wir waren kurzfristig erleichtert, ließ uns das Bundeskriminalamt über die Bild-Zeitung doch mitteilen, dass die Asylkriminalität nicht nur vergleichsweise gering ist, sondern immer weniger wird. Lächerliche 458 Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen durch Flüchtlinge habe es in Deutschland 2015 gegeben, lächerlich deshalb, weil diese Zahl gegenüber den 47.000 Sexualdelikten (2014) der Restbevölkerung tatsächlich kaum ins Gewicht fiele. Doch schon hier wurden wir skeptisch: Traumatisierte Menschen aus eher gewaltbereiten und frauenfeindlichen Kulturen, vornehmlich Männer im vergewaltigungsaffinen Alter und zudem von legalen Möglichkeiten zu heterogeschlechtlicher Betätigung weitgehend abgeschnitten, sollen sich so vorbildlich verhalten haben? Da konnte doch was grundsätzlich nicht stimmen. Parallel häuften sich die Meldungen über bewusste Täuschungen der Allgemeinheit in „übergeordnetem Interesse“. Nun sind wir also gar nicht mehr erleichtert, sondern verunsichert. Wir stehen weitgehend hilflos einer diffusen Gefahr gegenüber, deren wahres Ausmaß wir nicht erfassen können, weil unsere Regierung, also unser Staat, für sich das Recht in Anspruch nimmt, uns zu unserem angeblich eigenen Nutzen zu belügen. Vielleicht ist die neue Gefahr tatsächlich nicht so groß, was wir bei einer demokratisch-korrekten Berichterstattung seitens der Behörden gerne glauben würden. So aber blüht die Paranoia und das Schisma wächst.

Samstag, 27. Februar 2016

Die Einfalt der Gewalt

Gegengewalt darf nicht die Falschen treffen

Gewalt an sich braucht keinen moralischen Vektor. Im Gegensatz zu Gut und Böse, rechts und links, fortschrittlich und konservativ, deutsch und nichtdeutsch, Freund und Feind bedarf es keiner Wertung, um in einer zivilisierten Gesellschaft Gewalt als negativ und unerwünscht einzuordnen. Schon anders sieht es mit der Gegengewalt aus, also der zur individuellen wie territorialen Verteidigung ausgeübten oder der, die dem Staat zur Aufrechterhaltung der Ordnung zusteht. Wäre unsere Gesellschaft wirklich zivilisiert, würde sich wohl auch diese Gegengewalt minimieren. Wie steht es nun aber mit einer Staatsführung, die durch ihre Flüchtlingspolitik mehr oder weniger formal legal Verhältnisse schafft, die zu zusätzlicher massiver Gewalt führen müssen? Sie übt eine negative institutionelle Gewalt aus - und diese Gewalt hat sehr wohl einen Vektor, und geht mit Sicherheit nicht mehr vom Volke aus. Auf dieser Meta-Ebene ist es dann auch völlig unerheblich, von wem dann die konkrete verbale, nonverbale und als „Ultima Ratio“ die physische Gewalt letztlich ausgeht. Flüchtlinge, Bürger oder radikale Wirrköpfe - sie alle sind dann Opfer einer katastrophalen politischen Weichenstellung. Die wahre Parole heißt dann: „Die schaffen uns.“

Samstag, 9. Januar 2016

Köln ist überall

Quelle: Marga Noelke/Facebook
Das neue Jahr begann mit guten Nachrichten: „In der Silvesternacht sind mehr als 800 Fahrzeuge im ganzen Land angezündet worden, twitterte stolz der französische Innenminister. Schließlich seien das 14,5% weniger als zum vorangegangenen Jahreswechsel. Während anderswo Böller geworfen werden, haben sich frustrierte Migranten in den verlorenen Vorstädten unseres Nachbarlands also eine ungleich effektvollere Methode ausgedacht, das neue Jahr zu begrüßen. Einfallsreich zeigten sich auch bei uns lebende Migranten, speziell in der Domstadt Köln, aber auch anderswo. Erstmals probten sie die Kraft ihrer wachsenden Masse und konfrontierten die Kölner auf dem Bahnhofsvorplatz mit ihren Vorstellungen einer fröhlichen Feier. Nach offiziellen Angaben eintausend, laut inoffiziellem Polizeibericht aber „einige tausend“ Menschen arabischer und afrikanischer Herkunft belästigten und beraubten vornehmlich einheimische Frauen. Dabei ist es völlig unerheblich, ob es sich um Alt- oder Neumigranten, also Flüchtlinge, handelt: Schneller als befürchtet hat der Zeitenwandel in Deutschland Einzug gehalten.

Samstag, 19. September 2015

Vom Fluch des Flüchtens

"Brandbeschleuniger"
Quelle: toonpool.com
Die Warnung kam zur rechten Zeit, aber aus unerwarteter Richtung. Den Flüchtlingen müsse zügig deutlich gemacht werden, „wie unser Gemeinwesen aussieht", forderte nämlich ausgerechnet der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek. Es scheint, dass sich die Alt-Migranten mehr Sorgen um das Zusammenleben in Deutschland machen als die Bundeskanzlerin und ihr Willkommenshofstaat. Mazyek sieht die Gefahr, „dass religiöse Konflikte auch hierzulande ausgetragen würden“. Dem müsse entschieden entgegengetreten werden. „Jene, die meinen, hier in Deutschland ihre Konflikte auszutragen, die haben sofort ihr Recht, hier zu weilen, verwirkt. Die haben hier nichts zu suchen." So starke Worte hätte man sich einmal von deutschen Verantwortlichen gewünscht. Der Vorstoß illustriert aber nicht nur im Vergleich, wie verantwortungslos hierzulande die Völkerwanderung gesteuert oder eben nicht gesteuert wird, sondern auch, dass die zu erwartenden Konflikte sich nicht auf jene zwischen Deutschsozialisierten und neuen Zuwanderern beschränken. Und nicht nur der Blick auf Konflikte zeigt, dass das Leben in Deutschland nie wieder so sein wird, wie es einmal war.

Samstag, 25. April 2015

Das Herz schlägt links

„Es wäre doch eine schöne Vorstellung, wenn eine Gruppe von Bereitschaftspolizisten bei einer Demonstration durch eine Benzinlache läuft und dann einen Molli, also einen Brandsatz, fängt." Solche Sätze aus einem linken Netzforum sind tragisch, aber Bestandteil bundesdeutscher Wirklichkeit. Wir gehen in der Regel darüber hinweg, weil wir dies für die Ansichten einiger Irrer halten, die zu jeder Gesellschaft dazugehören, wie die Fleischvergiftung zu Gammelfleisch. Auch die Verfassungsschutzberichte, die von steigenden Unterstützerzahlen und zunehmenden Gewaltaktionen im Bereich des Linksextremismus künden, werden von vielen ignoriert, teilweise auch, weil die Medien sich beim inszenierten „Kampf gegen Rechts“ wirkungsvoll überschlugen. Mit dieser gefährlichen Ruhe muss es jetzt vorbei sein. Eine Studie der nicht gerade für konservativen Überschwang bekannten Freien Universität hat herausgefunden, dass Linksradikalität und sogar Linksextremismus in Deutschland von der Gesellschaft Besitz ergreift und längst zu einem Massenphänomen geworden ist.

Samstag, 28. März 2015

Randale und Hiebe

Feuer und Flamme für die Polizei
Bildquelle: staseve.wordpress.com
Gleich nach der Sonnenfinsternis kam in Berlin-Friedrichshain der Stromausfall, letzterer allerdings überraschend, nachts um drei Uhr. Überraschend, aber nicht für alle. Innerhalb weniger Minuten reagierten 30 bis 50 Vermummte, von denen sogar der szenefreundliche Tagespiegel glaubt, dass es „Linksradikale“ waren, zündeten blitzschnell im Schutz der Dunkelheit errichtete Barrikaden an, bewarfen Polizisten mit Steinen, zerstörten Bankscheiben und plünderten einen Supermarkt. Das nennt man dann wohl generalstabsmäßig agiert. Das Ganze war aber natürlich keine Hass-Demo und deshalb den Medien nur eine kurze Notiz wert. Viel weniger jedenfalls, als wenn es um die Sorgen der Linken-Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau ging, vor deren Balkon eine Demonstration stattgefunden hatte. Mit Demonstrationen, die nicht von ihnen selber veranstaltet werden, haben die Linken und ihre Mainstream-Medien nämlich so ihre Probleme.

Samstag, 21. Februar 2015

„Danke, liebe Antifa!“

Danke, liebe Cholera! Was haben wir der Seuche nicht alles zu verdanken: Vermeidung von Überbevölkerung, evolutionäre Stärkung des Genpotentials, weniger hungrige Mäuler. Ganz zu schweigen davon, was die Krankheit selbst für einen Spaß beim Austoben hat, wenn man sie lässt. In diesem Geiste hat Sebastian Leber vom Berliner Tagesspiegel einen Artikel „Danke, liebe Antifa!“ geschrieben, nur dass es darin nicht um die Cholera, sondern um etwas sehr ähnliches, nämlich die Antifa, ging. Also nach normaler Lesart eine Bande ideologisch Verwirrter, die sengend und plündernd durchs Land zieht und sich selbst als der militante Arm der Gerechtigkeit sieht. Doch als Heilsbringer nimmt sie auch Herr Leber wahr, dessen Pamphlet „Danke, liebe Antifa!“ (mit Ausrufungszeichen!) durch den Umgang mit dem bürgerlichen Ungehorsam der Pegidas, Legidas und anderen Egidas plötzlich traurige Aktualität gewonnen hat. Auch wenn es jeden Demokraten schmerzen wird, kann ein genauerer Blick auf dessen brachiale Unbedarftheit uns die Augen öffnen. Er zeigt, was im bundesrepublikanischen Diskurs inzwischen möglich ist und mit welchen Verkürzungen und Verfälschungen gearbeitet wird, vor allem aber welche gefährliche neue Moral gerade definiert wird.

Samstag, 1. März 2014

Hollywoods Höllenfahrt

Den Golden Globe hat er schon, den Oscar will er am Sonntag noch: „12 years a slave“. Der Film verfügt über große Bilder, große Schauspielleistung, große Tragik und erst recht einen großen Anspruch - und umso größer ist sein Scheitern. In den Medien und der anderweitigen Öffentlichkeit wird das allerdings nicht wahrgenommen. Hier adelt ihn seine eindeutige moralische Position und seine Aufarbeitung eines schrecklichen Kapitels der amerikanischen Geschichte. Doch reicht das aus? Die erzählte Geschichte verlässt sich in dreistem Maße auf das gezeigte menschliche Elend und eine unglaubliche und unnötige Zurschaustellung von Brutalität, mit der davon abgelenkt wird, dass die Geschehnisse und die handelnden Personen undifferenziert geschildert werden und damit unglaubwürdig und blass bleiben. So  könnte man kalauern, es handele sich um eine echte Schwarz-Weiß-Story. Das aber wiederum ist Absicht und der Grund, warum dieser Film in der Herstellung wirklich ärgerlich ist und in der Rezeption ein verallgemeinerbares Schlaglicht auf das Kulturverständnis des Niedergangs wirft.

Samstag, 14. September 2013

Wahl der Gewalt

Wenn in einem Wahlkampf zum Deutschen Bundestag Kandidaten bedroht, geschlagen, getreten und beleidigt werden, wäre normalerweise ein Aufschrei der Empörung fällig. Bei den bundesweit und durchgängig erfolgten Angriffen auf Unterstützer der Alternative für Deutschland, der Partei der Euro-Gegner, war dies nicht der Fall. Im Gegenteil, es paarten sich konsequentes Totschweigen mit klammheimlicher Freude. Offensichtlich geht es also nicht mehr um einen Zusammenhalt der Demokraten, sondern um einen Zusammenhalt der Mächtigen, zu denen die AfD keinesfalls gehören darf. Die Vorfälle im Umfeld des Wahlkampfs zeigen aber noch mehr als eine Demokratie-Inkompetenz der etablierten Parteien: Der Rechtsstaat ist auf einem gefährlichen Weg der Aufweichung von Steuerungsfähigkeit und demokratischer Kultur.

Samstag, 15. Dezember 2012

Remember 20th November

In der Zeitung stand: „Ein 19-Jähriger hat in Berlin seiner Mutter aus ‚Hassliebe' die Kehle mit einem Küchenmesser durchgeschnitten.“ ‚Was?’, werdet Ihr fragen, ‚will Konrad Kustos jetzt mit solchen Themen Quote machen?’. Der Gedanke liegt nahe, nachdem in den vergangenen Wochen komplexe Texte über die Rolle der Frau in der Niedergangsgesellschaft nur eine mäßige Einschaltquote für diesen Blog brachten. Doch in Wirklichkeit geht es diesmal um ein Puzzle aus Schlagzeilen, die in einer einzigen Ausgabe der Berliner Morgenpost standen, nämlich der vom 20. November. Sie zeigen, dass unerfreuliche Vorfälle, die es immer schon gab, nun zur gesellschaftlichen Selbstverständlichkeit werden. Sie zeigen nicht im einzelnen, aber in ihrer Gesamtheit, dass wir nicht nur auf dem Weg in den Abgrund sind, sondern schon ein gutes Stück weiter.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Beobachtungen 8

Nachts sind Berlins öffentliche Verkehrsmittel voll von jungen Menschen aus allen vorstellbaren Ländern. Sie unterscheiden sich in Sprache, Outfit und vermutlich auch den Zielen, die sie ansteuern. Eigentlich gibt es bei Ihnen nur zwei Gemeinsamkeiten: Wenn sie alleine oder zu zweit reisen, schauen sie die ganze Zeit wie verzaubert auf kleine Geräte, die ihnen die Wirklichkeit ersetzen. In größeren Gruppen halten sie stattdessen Bierflaschen in den Händen und kommunizieren leise und entspannt. Das Interessante daran ist: Diese Bierflaschen sind fast immer voll, die jungen Leute hingegen nie.