Spätestens nach dem Massaker in Connecticut festigte sich der Eindruck, dass das kommende Jahr nur noch ein besseres werden könnte. Doch positives Denken ersetzt nicht ebensolches Handeln, und das positive Handeln im Niedergang ist schwierig, wenn die Strukturen der Gesellschaft dem entgegenstehen. Man nehme nur mal ein paar der Maßnahmen, die nach Connecticut ergriffen wurden, um zu erkennen, dass derzeit eher Weltverbesserer als Weltverbesserung angesagt sind. Der Fernsehsender Fox beispielsweise strich unmotiviert zwei Folgen von „Family Guy" und „American Dad!" aus dem Programm. Doch kann Selbstzensur aus Anlass einer Katastrophe alltägliches verantwortliches Denken ersetzen?
Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
Samstag, 29. Dezember 2012
Zensur bei Ben Hur
Samstag, 22. Dezember 2012
Wahnsinn zu Weihnachten
Nun ist endlich Weihnachten und damit wieder Platz in den Regalen für die Schokoladenosterhasen …und natürlich die Gelegenheit, die Weihnachtsprämie, sollte es sie denn noch gegeben haben, zu verprassen. Aber war da nicht noch was? Ach ja, Glockenklingen, Besinnlichkeit, Familie unterm Weihnachtsbaum, Liedersingen, Schokolade und viele Geschenke. Das mit der Schokolade und den Geschenken hat der Niedergang noch gerne in sein Programm übernommen, um den Rest steht es eher schlecht.
Samstag, 15. Dezember 2012
Remember 20th November
Samstag, 8. Dezember 2012
Bestechend bestechen
Polizeirazzia bei einer angesehenen Tagesszeitung, Hausdurchsuchung bei einem polizeibeliebten Journalisten, Strafandrohung für eine Recherche im Dienst einer guten Sache… Die Berichte in der letzten Woche überschlugen sich quer durch den ganzen Blätterwald. Und dass alles ausgerechnet, nachdem in diesem Blog gerade akute Gefahren für die Pressefreiheit beschrieben wurden. Da scheinen die Verhältnisse klar und jene Pressefreiheiten erneut in Gefahr zu sein. Doch der kybernetische Blick offenbart dann wieder einmal genau das Gegenteil: Die Pressefreiheit ist zwar tatsächlich in Gefahr, doch weder die Polizei noch das System führt zu dieser Gefährdung.
Samstag, 1. Dezember 2012
Ver-fassungslos
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| Karrikatur: Clay Bennet |
Samstag, 24. November 2012
Verführung zur Führung
Unter den Leuten, die freiwillig und unentgeltlich für Wikipedia arbeiten, sind weniger als 10% Frauen. Vorausgesetzt, man sieht wie Konrad Kustos diese größte, unabhängigste und fehlerärmste Enzyklopädie aller Zeiten als einen der wenigen Lichtblicke in der Welt des Niedergangs, so stellt sich die Frage: Wollen die Frauen nicht, oder können sie nicht? Wenn aber eine Gruppe so wenig Energie oder Kompetenz aufbringt, freiwillig am Aufbau konstruktiver Strukturen mitzuarbeiten, warum sollte diese Gruppe dann für sich in Anspruch nehmen können, dort gleichgestellt zu werden, wo es persönliche Vorteile zu holen gibt, also beispielsweise bei der Besetzung von Aufsichtsratsposten in Großunternehmen? Genau das soll laut EU-Beschluss jetzt passieren, und obwohl vor einer Woche dazu schon die vordergründigen Fakten gegeneinandergestellt wurden, fehlt noch eine polemische Breitseite gegen die politisch-korrekten Ladenhüter-Philosophien, die diesem dirigistischen Beschluss zugrundeliegen. Nun gut, hier ist sie: Männer und Frauen sehen die Welt anders, fühlen die Welt anders und haben völlig unterschiedliche Fähigkeiten, was diverse „Ungleichbehandlungen“ durchaus legitimiert.
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Samstag, 17. November 2012
Aussicht auf Aufsicht
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| Quelle: toonpool.com |
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Samstag, 10. November 2012
Essen ist menschlich
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| "Die Formel für gesunde Ernährung" Bild: Dario Sabljak |
Samstag, 3. November 2012
Dick ist doof
Der dickste Mann der Welt wog 570 Kilo, jetzt hat er 230 Kilo abgenommen. Beeindruckend. Würde Konrad Kustos versuchen 230 Kilo abzunehmen, wäre er schon nach einem Drittel der Distanz verschwunden. Die wenigsten kommen auf die Idee oder in die Lage, so viel abzunehmen. Nach Erhebungen des Robert-Koch-Instituts haben zwei von drei Männern in Deutschland Übergewicht und jede zweite Frau. Unabhängig von diesen individuellen Schicksalen kommt es auch für die Gemeinschaft dicke: Übergewichtige belasten das Gesundheitssystem laut einer Studie mit 17 000 000 000 Euro. Und auch hier stellt sich die übliche Frage: Wie konnte das passieren, und was machen wir nun?
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Samstag, 27. Oktober 2012
Austreten statt Ausreden
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| Quelle: toonpool.com |
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Samstag, 20. Oktober 2012
Friede, Freude, Eurokuchen
Samstag, 13. Oktober 2012
Blind Date
Die Welt ist ungerecht, aber anstatt sie gerechter zu machen, wird mit allerhand Ungerechtigkeit dafür gesorgt, dass sie gerechter aussieht. In meinem Buch "Chaos mit System" nenne ich dieses Phänomen die Virtualisierung der Welt. Das hat leider noch nicht viel daran geändert, dass immer wieder politisch Korrekte ihre Stunde gekommen sehen, der Gesellschaft neuen und noch gerechteren Blödsinn unterzujubeln. Jetzt müssen wir auch noch lernen, dass man Diskriminierungen Jobsuchender am besten vermeidet, indem man nichts von ihnen weiß.
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Samstag, 6. Oktober 2012
Islam-Tamtam
Dienstag, 2. Oktober 2012
Beobachtungen 11
Das Ampelmännchen gilt als Symbol für forsches Voranschreiten, jedenfalls das männliche, das grüne Exemplar. Dennoch kann eine Verkehrsampel ein prima Exempel für Immobilität sein. Oder auch für Paradoxien im Leben, etwa wenn Radfahrer mit derselben Verlässlichkeit über rote Ampeln sausen, wie es regnet, wenn man den Regenschirm vergessen hat - aber das nur nebenbei. Hier geht es um ein Erlebnis an der Kreuzung der Friedrichstraße mit der Mittelstraße in Berlin-Mitte, wo derzeit Studien zu treiben sind, wie Menschen ihre kostbare Individualität der Unterordnung unterordnen. Man lernt daraus, dass die Wahrheit auch im Bezirk Mitte nicht in den Extremen von Richtig und Falsch, sondern irgendwo in der Mitte liegt.
Samstag, 29. September 2012
Un-Vermögenssteuer
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| Quelle: http://de.toonpool.com |
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Samstag, 22. September 2012
Klimakomp(s)ensation
Samstag, 15. September 2012
Euro-Gericht richtet es nicht
Eine neue Studie hat ergeben, dass man ganz Berlin für 239 Milliarden Euro kaufen kann. Damit sind natürlich die Immobilien gemeint, die Politiker kosten extra. Fast dieselbe Summe, nämlich 190 Milliarden Euro, ist jetzt mit Billigung des Bundesverfassungsgerichts durch EU-Gremien von deutschen Staatskonten abbuchbar, ohne dass Deutschland dazu gefragt werden muss. Das sollte uns natürlich nicht weiter irritieren, denn wenn von Deutschland mehr Geld gefordert wird, und das wird es werden, dann sind in bekannter Praxis weitere Zahlungen schnell auf den Weg gebracht. Dieses Deutschland handelt nicht so, wie es die Deutschen wollen, sondern wie es seine demokratisch gewählten Politiker in Opposition dazu wollen. Die Schere zwischen dem Volkswillen und dem Volksvertreterwillen wird immer größer, die Demokratie schafft sich ab.
Montag, 10. September 2012
Nach-Gedacht: Paralympics
Die Zeitung schrieb über Gänsehaut-Atmosphäre in vollbesetzten Arenen, eine Metropole voller fröhlicher Menschen und einen begeisterten Präsidenten: „Die Londoner haben uns das Gefühl gegeben, dass die Paralympics das zweite Olympia waren. Und zwar nicht in der Reihenfolge, sondern nebeneinander stehend.“ Diese Wahrnehmung wollen wir dem Präsidenten des Deutschen Behindertensportverbandes lassen, aber wie schon zu Beginn der Spiele in diesem Blog angesprochen, scheint hier trotz aller Freude über die Leistungen der Aktiven vieles durch die virtuelle Brille betrachtet. Wenn alles perfekt zu sein behauptet wird, muss geradezu etwas faul sein.
Samstag, 8. September 2012
Energie-Wände
Unsere schöne neue Welt kennt den Zwang zum „ökologischen“ Benzin, zu „energiesparenden“ Leuchtmitteln und nun auch den Zwang zur ökologischen Haussanierung. Appelle an Vernunft und Marktwirtschaft sind im Wahn der Klima-Clowns out, „gutmeinender“ Zwang ist in. Nun werden - mithilfe des eigens für die Energiewende umgeschriebenen Baugesetzbuches - zunehmend die Hausbesitzer genötigt, ihre Häuser ökologisch umzubauen. Das ist aber nicht nur teuer, sondern je nach Bauzustand oft auch absurd. Ein Eigenheim energetisch zu sanieren kostet nach Betroffenenaussagen durchschnittlich 70.000 Euro. Das amortisiert sich trotz Förderung dann in rund 35 Jahren - bis dahin ist das Dämmmaterial aber längst wieder von der Wand gefallen. Kommt „dämmen“ denn von „dämlich“? Donnerstag, 6. September 2012
Nach-Gedacht: Beschneidung
Manchmal kann man gute und schlechte Dinge an ihrer Dynamik unterscheiden. Gut Ding will Weile haben, und es ist leichter eine Sandburg zu zertreten als sie aufzubauen. So gesehen kann man die Eile, mit der Berlin auf die Beschneidungsdiskussion reagiert hat, auch als Bestätigung der erst am Sonntag in diesem Blog geäußerten Kritik an der archaischen Praxis sehen. Noch bevor der bundesdeutsche Gesetzgeber Gelegenheit gefunden hat, sich landesweit dem Druck rückwärtsgewandter Religionsgemeinschaften zu beugen, schafft die Hauptstadt innerhalb ihrer Mauern als erstes Bundesland vollendete Tatsachen.
Samstag, 1. September 2012
Schneidloses Beschneiden
„Die spinnen, die Römer“, meinte einst ein bekannter Hinkelsteinträger. Doch das ist ein Vorurteil, lieber Obelix. Immerhin verbot der römische Kaiser Hadrian 132 n. Chr. die Beschneidung kleiner Jungen. Das beweist mehr Vernunft und Zivilisiertheit, als es offenbar in der Gesellschaft des Niedergangs erwartet werden kann. Zwar hatten sich ein paar unserer (sonst gerne PoCo-liberal richtenden) Juristen zuletzt aufgemacht, der jahrzehntelang tolerierten Barbarei einiger ewig gestriger Religionsgemeinschaften den Garaus zu machen, doch sie hatten die Rechnung nicht mit deutscher Toleranz und deutscher Büßerethik gemacht. Es ist also anscheinend an der Un-Zeit, unser Rechtsverständnis dem Unrecht anzupassen - planen wir doch schonmal die Beschneidung kleiner Mädchen oder die Legalisierung des Ehrenmords.
Samstag, 25. August 2012
Arm dran
Das Jahr 2012 ist ein Jahr der sportlichen Höhepunkte. Olympische Spiele in London, Fußball-Europameisterschaft, diverse Weltmeisterschaften und eine Schach-Olympiade. Und es gibt auch noch, ebenfalls in London, die Paralympics als Juniorpartner der Olympischen Spiele. In 22 Disziplinen von Rollstuhlfechten bis Boccia treten Menschen an, denen das Schicksal mehr oder weniger übel mitgespielt hat. Sie zeigen, dass sie mit Willenskraft Leistungen vollbringen, dass sie Spaß und Erfolg haben können. Sie praktizieren ein Stück Integration und versuchen Normalität zu leben. Doch Konrad Kustos wäre nicht Konrad Kustos, wenn er nicht auch da Chaos mit System entdecken würde.
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Samstag, 18. August 2012
Neuer Lampen-Alarm
Im September ist es soweit, die Glühlampe ist Geschichte. Das EU-Glühlampenverbot gilt dann für alles, was mehr verbraucht als 10 Watt. Dann werden wir noch mehr stolpern, kneisten und geduldig warten, bis das Licht die Dinge relevant erhellt. Selbst die Niedergangs-Experten in der EU scheinen inzwischen zu erkennen, dass sie bei den Lampen nicht die Hellsten waren. So sprach ein Europaabgeordneter inzwischen vom Nichtbewusstgewesensein der Tragweite und von blindem Kopieren australischer Alibi-Gesetze. Ändern wird sich durch die späte Erkenntnis am Missstand natürlich nichts. Immerhin wurde ein neuer Markt eröffnet, und viele Leute verdienen viel Geld an den neuen PoCo-Funzeln.
Samstag, 11. August 2012
Neues peinliches Schlucken
Samstag, 4. August 2012
Neue Forst-Fürsten
Freundschaft ist ein hohes Gut und deshalb auch ein Statussymbol. Als Gregor Gysi, Michel Friedman und andere Prominente sich also im ZDF zur Talkshow versammelten, brüsteten sie sich mit ihrer Freundschaftsfähigkeit auch vor manchen natürlichen Feinden auf dem Stuhl gegenüber. Einig war man sich, dass man in Freundschaften Geduld und Toleranz einzubringen habe. Doch eine der Anwesenden hatte sehr spezielle Vorstellungen von dieser Toleranz.
Samstag, 28. Juli 2012
Neue Medien Katastrophen
Man kann ziemlich sicher auf das Wetter wetten, nämlich, dass der Wetterbericht nicht stimmen wird, weil die Voraussagen bestenfalls erst dann eintreffen, wen es für den Nutzer nicht mehr relevant ist. In verzweifelten Wunsch des Niedergangs, Unerklärbares erklärbar zu machen, glauben dennoch die meisten an das moderne Kaffeesatzlesen. Dabei liegt der Fehlerhaftigkeit in dem Falle nicht nur eine unbeherrschbare Komplexität der Natur zugrunde, sondern auch bewusste politische Verfälschungen.
Samstag, 21. Juli 2012
Neue Freiheit hat Freizeit
Manch einer verliert seine Freiheit in einer Beziehung, aber in China hat kürzlich einer seine Freiheit wegen einer Beziehung verloren. Wegen Rowdytums wurde der Mann verhaftet, weil er vor 28 Jahren seine damals noch nicht gefreite Frau umarmt hatte. Der unerhörte Vorfall war übrigens von den Eltern der Braut angezeigt worden. Solchen Sexismus darf eine sozialistische Gesellschaft natürlich auch nach einem halben Menschenalter nicht ungesühnt lassen Dabei interessierte es die Gerechtigkeitsjäger auch nicht, dass das entsprechende Gesetz seit 1997 abgeschafft ist.
Samstag, 14. Juli 2012
Neue feine Freunde
Samstag, 7. Juli 2012
Neue Kosmetik statt Athletik
Wenn der Spitzenfußball, wie hier vor zwei Wochen beschrieben, zu einer großen Feierveranstaltung mutiert, in der sich alle als eine große Familie fühlen wollen, werden andere Meinungen nicht mehr geduldet. Italiens Stürmer Cassano war so ein Partymuffel, der naiv oder provokativ äußerte, dass er hoffe, dass in seiner Mannschaft AC Mailand keine Schwulen spielten. Dieser Cassano(va) wäre einige Zeit vor der Europameisterschaft beinahe an einem Herzfehler gestorben; vielleicht war es ihm deshalb egal, was weltliche Instanzen über sein Denken denken. Doch am Ende war auch er glatt gebügelt genug, dass es ihm hoch offiziell „unheimlich leid“ tat.
Samstag, 30. Juni 2012
Klima-Müll
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| Karrikatur: Uli Stein |
Samstag, 23. Juni 2012
Frustball total
Aus der Europameisterschaft der schönsten Nebensache der Welt wird mehr und mehr die Europameisterschaft der unschönen Nebensächlichkeiten der Welt. Fußballfunktionäre und Medien lassen keine Gelegenheit aus, sich zu profilieren, während die Spieler vordringlich Ihren Egotrip optimieren. Währenddessen feiern die Zuschauer eine Party nach der anderen, ohne so richtig verstehen zu wollen, was da auf dem Platz passiert. Kein Wunder, dass die Spiele eher spannend als schön sind, und dass das Fußballspiel hier mal wieder als lebendiges Beispiel für den umfassenden Niedergang herhalten muss.
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Samstag, 16. Juni 2012
Verdiente Verdiener
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Samstag, 9. Juni 2012
Schuld und Sühne
Etwas kopflos sind uns unsere Großkopfeten schon immer vorgekommen. Nicht in den Kopf will Konrad Kustos aber der Umgang mit dem Fall Orhan S. Schließlich hat der junge Mann und Vater von acht Kindern in dieser Woche seine Frau, weil sie sich von ihm trennen wollte, nicht nur erstochen, sondern ihr anschließend auch noch den Kopf abgetrennt, und kommt nun vielleicht straffrei davon. Dass er dabei „Allah, Allah“ gerufen haben soll, tut hier ebenso wenig zur Sache wie der Umstand, dass auch noch ein Fuß dranglauben musste. Entscheidend ist ein Rechtssystem, das Unrecht nicht mehr zu einer angemessenen Rechenschaft zieht.
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Donnerstag, 7. Juni 2012
Nach-Gedacht: Fraglicher Frühling
Als Chefin der Grünen fühlt sich Claudia Roth berufen, weltweit für die Freiheit zu kämpfen (außer in Deutschland, wo das Regelwerk von ihr gern enger gezurrt wird). Nun war sie in Libyen und konnte sich persönlich vom Erfolg des Freiheitskampfes der Araber überzeugen: Eine Miliz besetzte mit einem Panzer den Airport Tripolis und verhinderte ihr planmäßiges Entschweben.
Samstag, 2. Juni 2012
Wild auf Bild
Samstag, 26. Mai 2012
Sarrazins Eurotik
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Samstag, 19. Mai 2012
Experten Exkremente
Mittwoch, 16. Mai 2012
Beobachtungen 10
Diesmal sind es gleich drei in kurzer Folge gemachte Beobachtungen, aber sie gehören alle zu einem Thema. Vordergründig geht es ums Radfahren und um Radfahrer, aber es geht diesmal nicht um überfahrene rote Ampeln oder das Fahren ohne Licht, sondern um ein Phänomen dahinter. Lest selbst:
Samstag, 12. Mai 2012
Profitable Propheten
Sonntag, 6. Mai 2012
Jubel Jubiläum
In der Ukraine geht es vielen Leuten nicht so gut. Ohne Freiheit macht das Leben keinen Spaß, vor allem aber ist es uneffektiv. Das merkt jetzt auch Frau Timoschenko - und wenn es weit genug weg ist, merken es auch die Freiheitskämpfer unserer Politiker-Garde. Dann sind sie ganz aufgeregt und kommen auf lustige Ideen, etwa die, eine Milliardenveranstaltung wie die Fußball-Europameisterschaft zu verlegen. Logistische, technische und finanzielle Probleme einer solchen Entscheidung wären unabsehbar und unlösbar, aber windschnittig fordern kann man ja mal im virtuellen Universum, in dem die leben. Übrigens wurden nichtmal die Olympischen Spiele von 1936 verlegt. Über solche Absurditäten der Entscheider in der Niedergangsgesellschaft hätte Konrad Kustos einiges zu posten, aber nicht heute, denn heute gibt es Wichtigeres.
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Samstag, 28. April 2012
Top Job
Sonntag, 22. April 2012
Abgaben-Angeber
Sonntag, 15. April 2012
Statistik im Stau
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Sonntag, 8. April 2012
Oster Poster
Zu Ostern wird uns wieder ein Ei ins Nest gelegt: Wir kriegen eine „Demografiestrategie“. Die Nestbeschmutzer, die das planen, sitzen in der Regierung und streiten sich gerade, ob das Unternehmen mit oder ohne Demografiesteuer für die gesamte arbeitende Bevölkerung ab 25 Jahren einhergehen soll. Sicher können wir schon jetzt sein, dass, egal wie das ausgeht, es auf unsere Kosten sein wird.
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Dienstag, 3. April 2012
Nach-Gedacht: Solarstrom
Als hier im Januar der Post zum Thema Solarstrom erschien, hätte man noch witzeln können: „Wie geht’s dem Solarstrom? Na, so la(r)la(r).“ Doch jetzt ist mit Q-Cells der vierte große Produzent in Deutschland insolvent, und für diese Industrie, in die Staat und Bürger Milliarden an Förderung investiert haben, bricht die Eiszeit an.
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Sonntag, 1. April 2012
Verkehr(te)s Recht
Freitag, 30. März 2012
Nach-Gedacht: Schlecker
Nun geht also Schlecker entweder den Weg der marktwirtschaftlichen Gesundung oder den alles Irdischen. So weit, so gut. Aber die Tradition der Misswirtschaft soll nicht abreißen.
Sonntag, 25. März 2012
Regeln in der Radarfalle
Sonntag, 18. März 2012
(P)fusch Fake Fukushima
Sonntag, 11. März 2012
Die Banken danken
Schuldenschnitt für Griechenland, na gut, sollen sie doch ihre Akropolis behalten. Aber die kürzlich beschlossenen 530 Milliarden Euro frisch gedrucktes Geld als Bankenbonus sind ein anderes, grundsätzlicheres Kaliber. Lohnt es da überhaupt noch, EU und Euro beim Weg in den Abgrund weiter schreibend zu begleiten? Und wenn ja, wie lange soll das so gehen, wenn nun anscheinend alle paar Monate Milliarden in den Sand gesetzt werden? Keine Ahnung, dieser Blog hat schließlich keine Stabilitätskriterien. Die allerdings hat die EU, wenngleich sich bisher in der Geschichte dieser Umverteilungsorganisation noch niemand daran halten musste. 530 Milliarden Euro also sind es diesmal, die notleidenden Banken von der Europäischen Zentralbank (EZB) für ein paar Peanuts zur Verfügung gestellt werden. Besonders notleidend sind die Banken in Südeuropa, besonders viel bezahlen bekanntlich die Deutschen. Dafür nehmen sie normalerweise teure Kredite bei Banken auf, damit die Banken billige Kredite an Pleitebanken vergeben können. Klingt nicht nur irre, ist es auch. Doch diesmal ist alles ganz anders.
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Sonntag, 4. März 2012
Demografen-Demagogie
Dienstag, 28. Februar 2012
Beobachtungen 9
Wenn Konrad Kustos sich keine Gedanken mehr machen will, geht er ins Kino. Und wenn er zu sehr in Gedanken ist, schreibt er sich auch mal die falsche Kodenummer für die im Internet bestellten Karten auf. Das wäre ja kein Problem, hätte er vor der Kinokasse ein Smartphone dabei, um die entsprechende E-Mail aufzurufen, aber wer dauernd von neuen Informationskatastrophen und alten Werten schreibt, hat so ein Ding natürlich bisher erfolgreich verweigert.
Not macht erfinderisch. Kurzerhand drei Jugendliche angesprochen, die im benachbarten Einkaufszentrum rumlungern, wie es in "Chaos mit System" so ausführlich beklagt wurde. Die zücken höflich und freundlich das Smartphone, helfen bei der Bedienung und schauen bei der Pin-Eingabe so vorbildlich weg, wie eine ausgebildete Aldi-Verkäuferin.
Das heißt jetzt nicht, dass Konrad Kustos vom eigenen Glauben abfällt. Der Niedergang ist trotzdem überall - aber eben nicht überall. Gut zu wissen.
Not macht erfinderisch. Kurzerhand drei Jugendliche angesprochen, die im benachbarten Einkaufszentrum rumlungern, wie es in "Chaos mit System" so ausführlich beklagt wurde. Die zücken höflich und freundlich das Smartphone, helfen bei der Bedienung und schauen bei der Pin-Eingabe so vorbildlich weg, wie eine ausgebildete Aldi-Verkäuferin.
Das heißt jetzt nicht, dass Konrad Kustos vom eigenen Glauben abfällt. Der Niedergang ist trotzdem überall - aber eben nicht überall. Gut zu wissen.
Sonntag, 26. Februar 2012
Kinder-Krieger
Da haben aber kürzlich die CDU/CSU-Nachwuchspolitiker für Aufsehen gesorgt. Eine geburtenfördernde Zusatzsteuer fordern sie, die jeder zahlen muss, der sich nicht durch Kinderkriegen einen Ablass besorgt. Ein Prozent vom Einkommen für alle über 25 ist angedacht. Mit diesem Versuch, den Klapperstorch zu bestechen, soll nicht nur dem von Demografen prognostizierten Aussterben der Deutschen begegnet, sondern auch dem angeblich aus demografischen Gründen notleidenden Sozialsystem auf die Sprünge geholfen werden. Sprünge macht allerdings nur diese Argumentation, denn kybernetisch betrachtet, erweist sich der Vorschlag als untaugliches und unberechtigtes Mittel, welches obendrein Freiheitsrechte ignoriert und die menschliche Würde mit Füßen tritt.
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Sonntag, 19. Februar 2012
Sakramente vor der Rente
Die Welt wird immer komplizierter, und die Wissenschaftler sollen uns helfen, sie zu verstehen. Soweit die Theorie. Die Praxis ist, dass Spezialisten sich gerne solange auf die Antwort konzentrieren, bis sie die Frage aus den Augen verloren haben. Das ist so eine Art Peter-Prinzip für das intellektuelle Genre. Ganz aktuell hat das Max-Planck-Institut, dem wir immerhin so segensreiche Erfindungen wie den MP3-Player verdanken, herausgefunden, dass die Menschen immer älter werden. Gratulation dazu. Leider meinten die Gelehrten im selben Atemzug, der Welt und ihren Politikern die Anweisung mitgeben zu müssen, das Renteneintrittsalter baldmöglichst auf 72 Jahre anzuheben. Wie bitte? Demografen maßen sich die Kompetenz an, eine komplexe sozialpolitische Frage mit dem Rechenschieber zu beantworten? Das ist Hybris in einer völlig neuen Dimension. Die Frage drängt sich auf, wer bei dieser Studie wohl die Drittmittel bezahlt hat?
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Sonntag, 12. Februar 2012
Kirchhof oder Friedhof
Bisher herrschte an kritischen Stimmen über die Zukunft des Euro in Deutschland, jedenfalls soweit es die Mächtigen und Einflussreichen betrifft, absolute Kirchhofsruhe. Ausgerechnet Ferdinand Kirchhof, seines Zeichens Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, blieb es vorbehalten, den ersten Stein zu werfen: Mehr direkte Demokratie in Euroland fordert er und meint damit Volksabstimmungen über sowohl den Euro selbst als auch über gewisse europäische Verträge. Wir werden sehen, ob das auf die Nachbeter der herrschenden Gesundbeter Eindruck machen wird. Ein Segen wäre es.
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Sonntag, 5. Februar 2012
Eurokraten-Paten
Vor einer Woche ging es an dieser Stelle um ruinöse Drogeriewaren, und diesmal geht es um einen desaströsen Persil-Schein. Nicht nur einen für vergangene Missetaten, sondern praktischerweise einen, in den Versagen und Betrug für die Zukunft gleich eingebaut wird. Einen Weißwascher für ein Konstrukt, das unsere Zukunft mehr verändern wird, als es auf die ersten, ohnehin schon erschreckenden Blicke erkennbar ist. Die Rede ist vom ESM, dem „Stabilitätsmechanismus“ für die Eurozone, der nicht nur ein verzweifelter Versuch ist, die europäische Konkursverschleppung zu intensivieren, sondern auch ein Anschlag auf die Demokratie an sich. Ein Terrorakt von oben, der unsere politischen Denk- und Verhaltensweisen nachhaltig verändern wird.
Sonntag, 29. Januar 2012
Schlecker-Wecker
Sonntag, 22. Januar 2012
Stromabwärts
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| "Umweltfreundlich!" Foto: Konrad Kustos |
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Sonntag, 15. Januar 2012
Fraglicher Frühling
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Sonntag, 8. Januar 2012
Närrische Nebelschau
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| Foto: ARD |
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Wulff
Sonntag, 1. Januar 2012
Alter-Ego
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