Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
Posts mit dem Label Konzerne werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Konzerne werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 25. Mai 2013

Voll ver-apple-d

Grafik: C.Pontenagel
Die Grünen haben die Machtübernahme voll im Blick, und dazu gehören in unserem politischen System natürlich Versprechungen, oft diametral zur gelebten Praxis. Dabei scheint es opportun, in einem Land, in dem viele wenig und wenige viel besitzen, eine Umverteilung von oben nach unten zuzusagen, wobei im Falle der Grünen vorausgesetzt werden muss, dass die Wähler die rot-grüne Realpolitik der Agenda 2010 vergessen haben. So sollen also künftig Vermögen, Erbschaften und höhere Einkommen überproportional stärker besteuert werden, was im Grunde bedeutet, Menschen und Familien, die sich mehr oder weniger ehrlich Geld oder Positionen erarbeitet haben, um den Ertrag ihrer Leistung zu bringen. Da stößt es besonders bitter auf, wenn bekannt wird, dass die Apple-Tochter ASI ihre Milliardengewinne völlig legal und ungehindert mit 0,05 Prozent versteuern durfte. Und das ist nur die Spitze des Geldbergs, den die multinationalen Konzerne auf Kosten von reich und arm gleichermaßen an den Völkern, Volkswirtschaften und Staaten der Welt vorbeischaffen.

Samstag, 27. Oktober 2012

Austreten statt Ausreden

Quelle: toonpool.com
Beginnen wir heute mit einem so schönen wie richtigen Zitat. „Für Millionen Menschen sind die Aussichten auf einen Arbeitsplatz noch immer zu schlecht, die Kluft zwischen Armen und Reichen ist noch immer viel zu groß.“ Und weil’s so schön ist, noch eins drauf: „Ohne größere Gerechtigkeit und Gleichheit ist das Wachstum nicht nachhaltig.“ Der Kamm in der Suppe ist nur, wer das gesagt hat, nämlich Christine Lagarde die Direktorin des Internationalen Währungsfonds und Jim Yong Kim, seines Zeichens Weltbankpräsident und gelernter Arzt, also die beiden mächtigsten Vertreter der beiden mächtigsten Finanz-Institutionen, die dafür sorgen, das die Finanz- und Wirtschaftstrukturen der Welt so bleiben, wie sie sind. Dafür können wir uns also ungefähr so viel kaufen, wie demnächst für den Euro, nämlich gar nichts.

Sonntag, 11. März 2012

Die Banken danken


Schuldenschnitt für Griechenland, na gut, sollen sie doch ihre Akropolis behalten. Aber die kürzlich beschlossenen 530 Milliarden Euro frisch gedrucktes Geld als Bankenbonus sind ein anderes, grundsätzlicheres Kaliber. Lohnt es da überhaupt noch, EU und Euro beim Weg in den Abgrund weiter schreibend zu begleiten? Und wenn ja, wie lange soll das so gehen, wenn nun anscheinend alle paar Monate Milliarden in den Sand gesetzt werden? Keine Ahnung, dieser Blog hat schließlich keine Stabilitätskriterien. Die allerdings hat die EU, wenngleich sich bisher in der Geschichte dieser Umverteilungsorganisation noch niemand daran halten musste. 530 Milliarden Euro also sind es diesmal, die notleidenden Banken von der Europäischen Zentralbank (EZB) für ein paar Peanuts zur Verfügung gestellt werden. Besonders notleidend sind die Banken in Südeuropa, besonders viel bezahlen bekanntlich die Deutschen. Dafür nehmen sie normalerweise teure Kredite bei Banken auf, damit die Banken billige Kredite an Pleitebanken vergeben können. Klingt nicht nur irre, ist es auch. Doch diesmal ist alles ganz anders.