Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
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Samstag, 22. Oktober 2016

Unter die Räder kommen

Kontraproduktive Radfahrer-"Demokratie"
„Fahrradfahrer skalpiert“, meldete kürzlich die Bild-Zeitung, als ein solcher in Berlin schwer verunglückt war. Zwar hatte der Mann den Zusammenstoß mit einem Transporter selbst verursacht, indem er plötzlich über mehrere Spuren nach links zog, doch ist es dennoch traurige Wahrheit, dass Fahrradfahren auch ohne eigenes Verschulden inzwischen lebensgefährlich ist. Allein in der Hauptstadt verunglücken Radfahrer fast täglich schwer oder gar tödlich - die Hälfte davon durch Fremdverschulden. Das muss sich ändern, und es wird dafür tatsächlich zu wenig getan, doch was die Berliner Radfahrerlobby demnächst mit einem Volksentscheid wohl als Gesetz verankern können wird, ist die dreiste Durchsetzung von Partikularinteressen gegen die Allgemeinheit.

Sonntag, 25. März 2012

Regeln in der Radarfalle

In den USA gibt es einen neuen Trend: das hektisch blinkende Stoppschild an unbedeutenden Kreuzungen. Diese visuelle Umweltverschmutzung beginnt bei jedem anfahrenden Auto sein nervendes Tun und das pro Auto gleich viermal (rechts, links, oben, unten). Das ist natürlich gut gemeint, aber es entspringt einem nicht nur in Amerika wuchernden, als Sicherheitsdenken getarnten Regelwahn. Kybernetisch gesehen bewirkt es das Gegenteil des Proklamierten, denn alle anderen, noch nicht blinkenden oder heulenden Stoppschilder werden dadurch in der Wahrnehmung der Autofahrer auto-matisch an Bedeutung verlieren. Auf der Metaebene schließlich bedeutet das umsichgreifende Regulieren um jeden Preis aber auch einen elementaren Verlust von Freiheit.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Schwiriche Wirrsicht

Kürzlich hat sich Udo Lindenberg politisch geäußert: Die Demonstrationen gegen die Banken begrüße er. Da war die Welt dankbar, dass sich hier ein Mann der komplexen Analysen und der vorbildlichen Lebensführung klar positioniert hatte. Er finde die neue deutsche Protestkultur „geil“, fügte er noch erklärend hinzu. Soweit, so na ja. Doch dann fügte er etwas hinzu, was nicht nur wegen des wirren Satzbaus den entschiedenen Protest dieses Blogs hervorrufen muss: „Deutschland ist auf einem guten Weg. … Jetzt müssen wir nur noch das Individuum heiligsprechen, dass jeder Mensch eine absolute Kostbarkeit ist.“ Wie bitte: In einer vom Individualismus zerfressenen Gesellschaft soll das Individuum jetzt auch noch heiliggesprochen werden?