Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
Samstag, 27. Dezember 2014
Der Kater vor dem Fest
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Samstag, 20. Dezember 2014
Wahnsinn trotz Weihnachten
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| Bildquelle: www.ruthe.de |
Samstag, 13. Dezember 2014
Arm macht reich
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Samstag, 6. Dezember 2014
Nachdenken statt Nahdenken
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| Zeichnung: http://artsfwd.org |
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Samstag, 29. November 2014
Natur aus der Spur
Samstag, 22. November 2014
Im Stich gelassen
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Donnerstag, 20. November 2014
Nach-Gedacht: Von allem zu viel
Karl Wilhelm Georg August Gottfried von Einem ist, wie
gerade erst hier
zu lesen war, seine Straßenwürdigung zu Gunsten eines Vorkämpfers der
Schwulenbewegung losgeworden, weil er ein Militarist war - letzteres für einen
preußischen Offizier und Kriegsminister vom Anfang des vergangenen Jahrhunderts
allerdings keine große Überraschung. Für ihn persönlich spielt das sicher keine
große Rolle mehr, wie auch nicht die jüngsten und dennoch tragischen Ent- und Verwicklungen für Günter
Pfitzmann. Der vor elf Jahren verstorbene große Volksschauspieler (Praxis
Bülowbogen) sollte nach Vorschlag der CDU-Fraktion im Berliner Bezirk
Tiergarten geehrt werden, indem ein bei einer Parkneugestaltung entstandener
Weg seinen Namen tragen sollte. Undenkbar war dies aber für die Vertreter der
Grünen und ihrer Sekundanten von der SPD, denn erst sei - trotz der
unbestrittenen Bedeutung Pfitzmanns - die 50-prozentige Frauenquote bei
der Gesamtzahl der Straßennamen zu erfüllen.
Samstag, 15. November 2014
Von Einem zuviel
Wenn sich Absurditäten ballen, muss einem Text zur an sich
völlig banalen Einemstraße sogar noch ein weiterer zur Seite gestellt
werden. Am Ende des vergangenen Jahres hatte Gastkommentator Bernhard Kempen
gnadenlos den politisch-korrekten Willkürakt bloßgestellt, der
seine Wohnstraße mit einem neuen Namen bedachte. Aus der handlichen Einemstraße
wurde nämlich damals das Vier-Wörter-Ungetüm „Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße“,
das nur dank konsequenter Schmalschreibung überhaupt auf die Straßenschilder
passt. Politisch war der Wechsel vom preußischen Militaristen zum Vorkämpfer
der Schwulenbewegung durchaus nachvollziehbar, doch Kempen fand selbst als
Angehöriger der in dieser Gegend ansässigen Berliner Schwulenszene sowohl den
Aufwand als auch das Ergebnis lächerlich. Lächerlich gewiss, aber selbst das blieb
nur die halbe Lachnummer: Weil sich die Bezirkspolitikfürsten in ihren eigenen
Regeln zur Neuerfindung der Welt verhedderten, gibt es jetzt tatsächlich beide
Straßennamen gleichzeitig.
Samstag, 8. November 2014
Rechts-Empfindung
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Samstag, 1. November 2014
Gute Grün(d)e?
Die Grünen haben es geschafft. In einem siebenseitigen
Papier haben sie sich programmatisch vom Veggie-Day (Altmeister Trittin: „Es
schärft das Bewusstsein und erweitert die Speisekarte, wenn wir in öffentlichen
Kantinen einen Tag haben, an dem man sich fleischlos ernährt.“) losgesagt.
Jedenfalls hat das die Führungsspitze getan, das Parteivolk darf demnächst
abnicken. Sieben Seiten für ein absurdes Theaterspiel, das es überhaupt nur
geben konnte, weil die Grünen zuletzt zu viele Absurditäten hatten Realität
werden lassen wollen. Weil der Wähler der rechthaberischen Verbotspolitik
die rote Karte gezeigt hatte, wird nun parteiamtlich zurückgerudert. Es wäre
jedoch naiv, dies für einen Bewusstseinswandel statt einer neuen Wahlstrategie
zu halten. Da opfert man lieber einen Veggie-Day als das stadtflächendeckende
Tempo 30 oder die Nullpromillegrenze.
Samstag, 25. Oktober 2014
Qualmen für den Frieden
Samstag, 18. Oktober 2014
TISA-Taser
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Samstag, 11. Oktober 2014
Wuppertal ist überall
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| Zum Ausdrucken bei Bedarf |
Samstag, 4. Oktober 2014
Gut gemeint und doch geleimt
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| Bildquelle: toonpool.com |
Samstag, 27. September 2014
Flieh-Kräfte
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| Quelle: BerlinerKurier.de |
Samstag, 20. September 2014
AL(le)S im Eimer
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| http://www.alsa.org |
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Samstag, 13. September 2014
Verbotsmarathon
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| Bildquelle: www.silbenton.de |
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Samstag, 6. September 2014
Der Feind in meinem Kopf
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| Quelle: toonpool.com, Jan Thomaschoff |
Samstag, 30. August 2014
Neue Laut-Maut
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| Bildkomposition: C.Pontenagel |
Samstag, 23. August 2014
Neuer Verkehr verkehrt
Samstag, 16. August 2014
Neue erträgliche Umwelt
Dienstag, 12. August 2014
Nach-Gedacht: Kunst verhunzt
Vor wenigen Tagen ging es hier um die Geschäfte, die
Künstler mit ihrer nihilistischen Aufgeregtheit machen können. 800.000 Euro
sollte die Versicherung für eine verkalkte Plastikwanne zahlen, deren
Kunstwerkhaftigkeit die Raumpfleger einer Ausstellung nicht erkennen konnten
oder wollten. Die Mutter aller verkalkten Plastikwannen ist zweifellos die
berüchtigte Fettecke, der 1986 Joseph Beuys 40.000 Mark Schadenersatz einbrachte,
als ein Hausmeister sich nicht einmal fragte, „Ist das Kunst oder kann das weg“,
sondern die ranzige Butter seinem der Ordnung verpflichteten Berufsbild
entsprechend der Entsorgung zuführte. Doch leider oder zum Glück hatte der Gute
damals geschlampt, vier Pfund der Fettreste zurückgelassen und damit
ermöglicht, dass die Posse nun ganz aktuell in ungeahnte Höhen der Absurdität
geführt werden konnte.
Samstag, 9. August 2014
Neue Kunst verhunzt
Samstag, 2. August 2014
Neue Beobachtung 7
„Social Freezing“ ist ein Thema,
bei dem es uns selbst im heißesten Sommer kalt den Rücken herunterläuft. Er
bezeichnet das Einfrieren weiblicher Eizellen aus „sozialen“ also
nichtmedizinischen Gründen. Wofür das arme Wort ‚sozial’ so alles missbraucht
werden kann. Mit dem Euphemismus vom „sozialen Einfrieren“ wird nämlich Tür und
Tor geöffnet für massenhafte
Schwangerschaften nach dem vierzigsten Lebensjahr. Medizinische Komplikationen,
Kinder, deren Eltern früh sterben, und zusätzliche Belastungen für die
Gemeinschaft sind der Tribut, der für jene Frauen zu entrichten ist, die erst
noch ordentlich Spaß am Leben haben wollen, bevor sie ihrem genetischen
Imperativ nachgehen und Kinder zu einem Zeitpunkt in die Welt setzen, den die
Evolution aus gutem Grund ausschließen wollte. Da erwärmt uns geradezu eine
eiskalte Beobachtung an jungen Frauen, über die hier am 10. November 2011 geschrieben wurde:
Samstag, 26. Juli 2014
Neuer Anschluss-Ausschluss
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| Quelle: toonpool.com |
Samstag, 19. Juli 2014
Neues Radio Gaga
Samstag, 12. Juli 2014
Neues Schwarz auf Weiß
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| Quelle: jebac.wordpress.com |
Mittwoch, 9. Juli 2014
Nach-Gedacht: Grüne Gründerzeit
Soeben faszinierte uns der grüne Europa-Abgeordnete Michael
Cramer mit seinem Vorschlag, die Belieferung der Millionenstadt Berlin
weitestgehend Rikschafahrern
zu überlassen. Als Belohnung für diese intellektuelle Großtat hat Europas Elite
ihn nun zum Vorsitzenden des Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments
gewählt. Wenn das nicht ein neuer Beleg für das Paul-Prinzip ist, nach dem
jeder in der Hierarchie nur steigen kann, wenn er seine Inkompetenz hinreichend
nachgewiesen hat. Cramer schreibt bei Facebook: „Ich freue mich auf die neuen
Aufgaben und Herausforderungen, die mich in Zukunft erwarten.“ Diese Freude ist
ganz seinerseits. Doch dass die Grünen nicht nur einen Kasper haben, sondern
ein ganzes Kasperletheater sind, zeigt zeitnah ein youtube-Spot
grüner Europa-Abgeordneter, der jeden, der ihn gesehen hat, fassungslos
zurücklässt. Besonders Terry (rechts) ist die Inkarnation des Fremdschämens. Schon als
normaler Bürger wäre Terry ein Schlag ins Gesicht der gesamten Menschheit, aber
solche Leute dürfen nun über unser Schicksal mitbestimmen. Tun wir also, was
uns noch bleibt: Lachen wir! Dabei hilft vielleicht auch eine Version des Auftritts aus kabarettistischer Sicht.
Samstag, 5. Juli 2014
Neues Lied-Leid
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| Bildkomposition: C.Pontenagel |
Dienstag, 1. Juli 2014
Nach-Gedacht: Zurück in die Zukunft
Manchmal ist es faszinierend, wie schnell Kustos-Themen von
der Wirklichkeit eingeholt werden. Gerade erst wurde hier unter dem Titel
„Zurück in die Zukunft“ darüber geklagt, wie Obrigkeitsdenken und Gutmenschentum die
selbstregulierenden Kräfte einer Gesellschaft aus den Angeln heben will. Es
ging um Berliner Milieuschutzgebiete, in denen derzeit geltendes Recht mit
Hilfe lokaler Doktrinen außer Kraft gesetzt wird, um die Mieten der Anwohner
auf Kosten von Wohnungseigentümern und Stadtentwicklung zu deckeln. Nun setzt
die Berliner SPD noch einen drauf, indem sie in diesen „sozialen
Erhaltungsgebieten“ auch die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen
untersagen will. Das ist nicht nur ein Angriff auf das Eigentumsrecht und damit
auf die freiheitliche Marktwirtschaft, sondern ein Angriff auf die Grundlagen
unserer freiheitlichen Ordnung.
Samstag, 28. Juni 2014
Toren an den Toren
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Tattoo
Samstag, 21. Juni 2014
Zurück in die Zukunft
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| Zeichnung: H. Zille (1858-1929) |
Samstag, 14. Juni 2014
Verbote verbieten
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| Grafik: C.Pontenagel |
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Niedergang,
Toleranz
Samstag, 7. Juni 2014
Grüne Gründerzeit
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Samstag, 31. Mai 2014
Regulieren statt regieren
In Großbritannien soll kürzlich
unter Verweis auf EU-Gesetze ein Drahtseilartist gezwungen worden sein, bei der
Ausübung seines Berufs einen Helm zu tragen. Na klar, bei einem Hochseil hätte
er sich ja auch im Fangnetz den Kopf stoßen und über ein Bodenseil hätte er
stolpern können. Über diese und andere Geschichten, wie beispielsweise über ein
Ökolabel für Matratzen oder ein Klo mit europäisch begrenzter Wasserspülung,
wird gerne der Kopf geschüttelt, aber nun wird es ernst: Ab Juni (13.) gelten EU-weit
einheitliche Regeln für den Widerruf eines Fernabsatzgeschäftes, also auch den
Online-Kauf. Es entfällt die begründungslose und portofreie Rückgabe. Zudem müssen
Kunden nun für jede Retoure ein Formular ausfüllen und den Widerruf begründen. Selbst
die einheimische Versandbranche klagt, dass „das alte Recht ein Segen“ gewesen
sei und unseriösen Händlern das Leben schwer gemacht habe. Sicher haben die
Regulierer in Brüssel sich etwas dabei gedacht, aber nicht nur dieser Fall
zeigt, dass Gedanken aus dem Wolkenkuckucksheim in der Realität nicht viel
taugen - erst recht nicht für die Bürger des neuen Europa.
Samstag, 24. Mai 2014
Bau-Banausen
Europawahl - was ist das? Irgendwelche Hanseln versorgen
sich mit neuen Pfründen, na und? Das ist uns hier natürlich keinen Post, keine
zweite Zeile wert. Der morgen parallel in Berlin stattfindende Volksentscheid ist
hingegen ein ganz anderes Kaliber. Eine Bürgerinitiative möchte auf der
Freifläche des ehemaligen Tempelhofer Flughafens die von der Stadt geplante
Mischung aus Grünanlage und Wohnbebauung verhindern. Auch wenn das Ansinnen noch scheitern könnte, ist es doch allein wegen der im Vorfeld gesammelten 220.000 Unterschriften ein beredtes
Beispiel für eine neue Gutsherrenmanier mit der eine neue Generation von (die eigene) Weltverbesserern
anderweitige Anstrengungen für ein funktionierendes Gemeinwesens torpediert. Anstrengungen, die tatsächlich selbst im
Niedergang bisweilen noch vorhandenen sind.
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Volksentscheid
Samstag, 17. Mai 2014
Wundernde Wissenschaft
| Bildquelle: fu-berlin.de |
Montag, 12. Mai 2014
kurz-geklagt: Die zwei Seiten der Wurst
Heute geht es um die Wurst, ach nein, den Wurst. Da hat ein
„Travestiekünstler“ diesen unsäglichen, aber dank seichtspülender Medien
populären ESC (Eurovision Song Contest) gewonnen. Normalerweise wäre das für den meist
wertkonservativen Konrad Kustos ein Anlass gewesen, gegen die Dekadenz des
Niedergangs zu wettern. Doch siehe da, es kommt ganz anders. Er hörte bei allem
Getöse den Geist der Innovation durchklingen. Die Dekadenz lag dann eher bei
der Begleitmusik und betraf die Jubelchöre, die Propaganda beim schlichteren
Teil des Volkes initiieren kann. Schlussakkorde in Moll müssen befürchtet
werden.
Samstag, 10. Mai 2014
Grün-der-Wahn
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"Grüne Prokrustes-Couch"
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Samstag, 3. Mai 2014
Scham-Lippenbekenntnisse
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| Quelle: howstuffworks.com |
Samstag, 26. April 2014
Der Bürokraten tEUre Taten
Ein EU-Witz macht die Runde, und der geht so: „Anruf in der
Notzentrale. ‚Wir sind in der Hand skrupelloser Verbrecher und brauchen
dringend Hilfe’. ‚Wo sind Sie und wie viele?’ ‚In Deutschland und rund 80,5
Millionen.’“ Witze sind oft der Versuch, sich trotz Sprachlosigkeit zu
artikulieren. Die Auslieferung an eine fremde Machtzentrale außerhalb der
eigenen Landesgrenzen und die Erfahrung, deren Entscheidungen irgendwo zwischen
fragwürdig und kontraproduktiv einordnen zu müssen, hinterlässt dieses Gefühl
der Sprach-, genauer: Hilflosigkeit. Deshalb werden auch die Absurditäten der
europäischen Politik so weitgehend widerstandslos hingenommen; sie werden
geduldet, weil sich die Menschen machtlos fühlen. Kritik keimt manchmal, wenn die
überbordende Bürokratie zum Thema wird. Wenn den Menschen bewusst wird, dass
55.000 hochqualifizierte und teuer bezahlte Beamte eine Arbeit für Europa
verrichten, ohne die vermutlich alles mindestens genauso gut wenn nicht besser
funktionieren würde.
Samstag, 19. April 2014
Kybern für Anfänger
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| Bild: Sebastian Kaulitzki |
Samstag, 12. April 2014
Enorm konform
Wenn über Kanzlerin Merkel auf
Seite eins einer angesehenen Zeitung berichtet wird, sie wolle einen Streit
„versachlichen“, weil es in der eigenen Partei „immer schrillere Töne“ gebe,
ist das keine politische Information, sondern ein Hinweis auf den Zustand
unserer Medien. Ein Artikel, der in seiner Machart nicht als Einzelfall,
sondern als Teil des Mainstreams schrill und unsachlich wertet, zeigt, dass der
Wertekanon der Presse in eine Krise geraten ist. Unübersehbar dreist wird hier
schon in der Wortwahl unverfroren parteigenommen - eigentlich eine Todsünde des
Journalismus, jedenfalls dessen, der sich noch an Werte gebunden fühlte.
Tatsächlich ging es hier um die Debatte zur Armutseinwanderung, bei der einige
Mitglieder der ehemaligen Volkspartei CDU nicht mehr bedingungslos der Führung bei
ihrer Einwanderungspolitik folgen wollten. Und deshalb sagt uns dieses Zitat
auch noch ein zweites: Der Journalismus hat sich von einer korrigierenden Gegenkraft
zur willfährigen Gefolgschaft der Mächtigen entwickelt.
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Samstag, 5. April 2014
Denkste?!
Beim Besuch religiöser Webseiten
besteht ein dreimal höheres Risiko, sich einen Computervirus einzufangen, als auf
sogenannten erotischen Seiten. Die US-Computer-Sicherheitsfirma Symantec, die
die Studie dazu erstellte, vermutet, dass die Pornobetreiber ein höheres
Interesse haben, sichere Seiten anzubieten, um die User nicht zu verprellen. Das
mag so sein, aber es erfasst nicht das ganze Phänomen. Beispielsweise könnte
man mutmaßen, dass religiöse Seiten aus ideologischen Gründen stärkeren Angriffen
ausgesetzt seien oder voller Gottvertrauen weniger technische Vorkehrungen träfen,
um Hacker abzuwehren. In fast jeder Sache gibt es so einen „geheimen“ Content,
doch in einer auf Erfolg und einfache Antworten ausgerichteten Gesellschaft
muss meist die verkürzende „Wenn-Dann-Funktion“ ausreichen. Das ist im
Einzelfall schon misslich, doch als System-Faktor eine Katastrophe. Abhilfe
böte ein neues Denken, ein „kybernetisches“ Denken, wenn unsere Kultur es denn
nur zuließe.
Samstag, 29. März 2014
Schönheit muss sch(n)eiden
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| Bildquelle: Jantoo.com |
Donnerstag, 27. März 2014
Nach-Gedacht: Freiwilds Echo
Was für ein Echo. Nachdem die
Südtiroler Band Frei.Wild vor fast genau einem Jahr wegen der Boykottdrohung
einiger politisch besorgter „Kollegen“ vom Echo, dem wichtigsten Preis der
deutschen Musikindustrie, ausgeschlossen wurde, gab es nun für die heutige
Neuauflage gleich zwei bemerkenswerte Reaktionen: Erstens distanzierte sich die
Musikindustrie von ihrem damaligen Verhalten, indem sie die Heimat-Rocker
demonstrativ erneut nominierte, zweitens distanzierten sich Frei.Wild diesmal
vom Echo. Beides sind beherzte Reaktionen.
Samstag, 22. März 2014
Wie die Medien sich erledigen
„In Kiew erschossen sich Menschen auf offener Straße“,
schrieb kürzlich das bürgerliche Renommier-Magazin „Zeit“ (-online).
Donnerwetter, das ist ja auch eine Meldung: Nicht nur dass die da Bürgerkrieg
haben, sie scheinen auch massenhaft öffentlichen Selbstmord zu begehen. Doch
keine Sorge, es handelt sich nur um die fehlende sprachliche Kompetenz des
Autors Steffen Dobbert (von Beruf Sportreporter) und die Unfähigkeit einer
medialen Instanz mit intellektuellem Führungsanspruch, selbst einfache Fehler
vor der Drucklegung zu korrigieren. Da wundert es nicht, wenn eine andere
Qualitätszeitung in der Überschrift schreibt: „Wir bleiben so lange hier, wie
wir gebaucht werden“. So geht es
täglich die Medien rauf und runter. Einfache Schreibfehler paaren sich mit
inhaltlichen Mängeln und schlichter Schlamperei, was die Akzeptanz und das Vertrauen
in unsere Informationsmedien grundlegend erschüttert. Die Fehltritte sind im
Einzelnen zwar oft ziemlich komisch, aber in der Summe wirft es ein
beängstigendes Bild auf das Können, die Sorgfalt und die Leistungsbereitschaft
in unserer Gesellschaft.
Montag, 17. März 2014
Nach-Gedacht: Kein Krim-Sekt für EU
Eigentlich ist alles gesagt. Die Politiker,
die Medien, die Diplomaten und auch das kritische Internet haben hier
und anderswo alle Fakten zur Krim-Krise genannt und die Argumente ausgetauscht.
Doch nun wurden auch noch die Bürger der Krim-Provinz gefragt - ein unerhörter Vorgang,
der bei den Friedensstrategen der EU schon deshalb Stirnrunzeln ausüben muss,
weil die ja ihre eigenen Bürger auch nie oder höchst ungern um deren Zustimmung
bitten. Das Wahlergebnis ist dann auch weniger wegen der Zustimmung zur
Angliederung an Russland durch die 60% dort lebenden Russen erstaunlich,
sondern viel mehr, weil auch die Nichtrussen dem zustimmten, was sich zwingend
aus dem überwältigenden Gesamtergebnis von 95,5% aller Wahlberechtigten ergibt.
(Angesichts der bisher so einseitigen Berichterstattung wundert es nur, dass
noch nicht die Wahlfälschungskarte ausgespielt wurde, aber vielleicht kommt das
noch.) Doch nun zu glauben, der Anschluss der Krim an Russland sei
demokratische Formsache, wäre naiv.
Samstag, 15. März 2014
Platz-Verweis
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| Foto: Konrad Kustos |
Samstag, 8. März 2014
Friedens-FrEUden
![]() |
| Quelle: WZ-newsline |
Samstag, 1. März 2014
Hollywoods Höllenfahrt
Den Golden Globe hat er schon, den Oscar will er am Sonntag noch: „12
years a slave“. Der Film verfügt über große Bilder, große Schauspielleistung,
große Tragik und erst recht einen großen Anspruch - und umso größer ist sein
Scheitern. In den Medien und der anderweitigen Öffentlichkeit wird das
allerdings nicht wahrgenommen. Hier adelt ihn seine eindeutige moralische
Position und seine Aufarbeitung eines schrecklichen Kapitels der amerikanischen
Geschichte. Doch reicht das aus? Die erzählte Geschichte verlässt sich in
dreistem Maße auf das gezeigte menschliche Elend und eine unglaubliche und
unnötige Zurschaustellung von Brutalität, mit der davon abgelenkt wird, dass
die Geschehnisse und die handelnden Personen undifferenziert geschildert werden
und damit unglaubwürdig und blass bleiben. So könnte man kalauern, es handele sich um eine
echte Schwarz-Weiß-Story. Das aber wiederum ist Absicht und der Grund, warum
dieser Film in der Herstellung wirklich ärgerlich ist und in der Rezeption ein verallgemeinerbares
Schlaglicht auf das Kulturverständnis des Niedergangs wirft.
Samstag, 22. Februar 2014
Schonzeit für Schönheit
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| Glas(k)erker Foto: Konrad Kustos |
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Architektur,
Aufklärung,
Moderne,
Natur,
Tradition
Montag, 17. Februar 2014
Nach-Gedacht: Die Gender-Agenda
Wir wissen, dass das
Gleichbehandlungsgesetz und seine Alltagsspielformen bedeutet, manche Menschen
etwas gleicher zu behandeln als andere. Zuletzt wurde dazu hier und hier
das Genderthema behandelt, also die These, dass es zwischen den zwei
Geschlechtern weder geschlechtliche noch sonstige Unterschiede gibt/geben darf.
Seit dem 13. Februar sind wir schon ein ganzes Stück weiter, denn Facebook, der
Blinddarm unter den Organen der neuen Zeit, hat, wenn auch vorerst nur für
englischsprachige Nutzer, aus bisher zwei ideologisch gleichen Geschlechtern gleich
58 gleiche Geschlechter gemacht. Jede derzeit denkbare sexuelle Versponnenheit oder Notlage erhält
so ohne Not gesponnen eine eigene sexuelle Identität und sogar die entsprechende
Grammatik zugewiesen. Das klingt zuerst
wie ein Witz, ist aber ein paradigmatischer Vorgang, der einerseits
weitreichende Folgen hat und andererseits tief blicken lässt, wie viel
Absurdität in unserer neuen virtuellen Gesellschaft schon möglich ist.
Samstag, 15. Februar 2014
Versuch mit Irrtum
Die Zahl der Jugendlichen, die die Schule ohne
Hauptschulabschluss verlassen, geht nach jüngsten Berechnungen des DGB zurück.
Vor fünf Jahren waren es noch 8% aller Schulabgänger, nun sind es 5,9 die sich
künftig zum Bodensatz unserer Gesellschaft zählen dürfen. Soll man sich nun
freuen oder über die immer noch unerträglich hohe Zahl entsetzen? Eher
Letzteres, vor allem deshalb, weil nach den vorangegangenen Überlegungen an
dieser Stelle klar sein sollte, dass mehr bestandene Prüfungen
keineswegs eine gestiegene Leistungsfähigkeit belegen. Schließlich bestand seit
dem Bildungsgipfel von 2008 auch hier sozusagen eine Kanzleranordnung, dass die
Abbrecherzahlen zu sinken haben. Im Fälschen von Fähigkeiten, Leistungen und
Ergebnissen hat die Niedergangsgesellschaft bemerkenswerte Fähigkeiten
entwickelt. Ebenso manisch trachtet sie danach, hektische Aktivitäten zu
entfalten, um nichtvorhandene Kompetenzen zu simulieren. Schlimmer noch: Ohne
Rücksicht auf Verluste wird dieses Handeln ideologisch korrekt ausgerichtet und
damit Kompetenz und Effizienz vernichtet.
Samstag, 8. Februar 2014
Machtkartell für Kartenhäuser
Samstag, 1. Februar 2014
Der Lanz, der kann’s
Samstag, 25. Januar 2014
Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit
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| Bild: "Vertreibung aus dem Paradies" © Lise Noergel, www.photocase.de |
Labels:
Freiheit,
Gender,
Religion,
Wissenschaft
Samstag, 18. Januar 2014
Gender Blender
In Amerika hat ein männliches Wesen ein weibliches geküsst.
Das soll vorkommen, selbst bei Sechsjährigen. Was nicht vorkommen sollte, ist,
dass der Junge für diesen Handkuss vom Unterricht suspendiert wird, was aber in
Colorado/USA so geschehen ist. In seiner Schulakte bekam der kleine Hunter (nomen
est omen) zudem einen Eintrag wegen „sexueller Belästigung“, obwohl das kleine
Mädchen von der Geste sehr angetan gewesen sein soll. Hunter reagierte auf die
Disziplinierung zeitgemäß: „Ich habe
etwas falsch gemacht, und es tut mir leid." Wenn institutionelle sexuelle
Selbstgerechtigkeit tollwütig über die natürlichsten Sachen der Welt herfällt,
bleibt eben nur der Kotau. Das betrifft nicht nur das Mutterland der Prüderie,
sondern auch Deutschland, wo gerade das Gender Mainstreaming (fortan GM) zum
Mainstream wird. In Hamburg beispielsweise wird ein Pixi-Buch, dass junge Staatsbürger heranziehen soll, als sexistisch und rassistisch
angefeindet, weil darin mehr Jungen als Mädchen vorkommen; in Berlin sollen
geschlechtsgerechte Kinderspielplätze eingerichtet werden. Das ist aber nur die
Spitze des Müllbergs.
Samstag, 11. Januar 2014
Wieder Mist gebaut
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| "City-Cube: Quadratisch ja, doch Praktisch? Gut?" Foto: Konrad Kustos |
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