Eigentlich ist alles gesagt. Die Politiker,
die Medien, die Diplomaten und auch das kritische Internet haben hier
und anderswo alle Fakten zur Krim-Krise genannt und die Argumente ausgetauscht.
Doch nun wurden auch noch die Bürger der Krim-Provinz gefragt - ein unerhörter Vorgang,
der bei den Friedensstrategen der EU schon deshalb Stirnrunzeln ausüben muss,
weil die ja ihre eigenen Bürger auch nie oder höchst ungern um deren Zustimmung
bitten. Das Wahlergebnis ist dann auch weniger wegen der Zustimmung zur
Angliederung an Russland durch die 60% dort lebenden Russen erstaunlich,
sondern viel mehr, weil auch die Nichtrussen dem zustimmten, was sich zwingend
aus dem überwältigenden Gesamtergebnis von 95,5% aller Wahlberechtigten ergibt.
(Angesichts der bisher so einseitigen Berichterstattung wundert es nur, dass
noch nicht die Wahlfälschungskarte ausgespielt wurde, aber vielleicht kommt das
noch.) Doch nun zu glauben, der Anschluss der Krim an Russland sei
demokratische Formsache, wäre naiv.