Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
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Samstag, 5. November 2016

Trump ist Trumpf

Bildquelle: TheWealthWatchman.com
Was fordert der Hauptfeind des Systems?
Wie sich die Bilder gleichen: In Deutschland bezeichnete ein prominenter Sozialdemokrat kritische Bürger, also die, die seiner Herrschaftslogik nicht brav folgend ihre demokratischen Rechte wahrnehmen, als „Pack“, in den USA nannte die Präsidentschaftskandidatin der (Sozial-)Demokraten, Hillary Clinton, Opponenten aus dem Volk „deplorable“, was so viel wie bedauernswert oder erbärmlich bedeutet. T-Shirts mit dieser Aufschrift sind jetzt bei Trump-Anhängern so populär wie in Deutschland die Demo-Parole „Wir sind das Pack“. Wir lernen aus der gemeinsamen Feindseligkeit der Volksvertreter gegen das eigene Volk, dass es eine Internationale des Hasses gibt. Deren populärstes Opfer beiderseits des Atlantiks ist wohl Donald Trump. Er spricht die Sprache des Volkes, er spricht dem Volk aus der Seele. Und damit ist er naturgemäß ein Todfeind des Systems.

Samstag, 21. Mai 2016

Makel-Merkel

Bildquelle: maxschoenherr.de
Fachlicher und psychologischer Problemfall
Es sprach der Papst auf Lesbos: „Wir sind alle Flüchtlinge.“ OMG. Was er damit wohl gemeint haben mag? Ist er ein Flüchtling vor der Wahrheit? Oder vor der Realität? Oder vor den Zuständen seiner Heimat? Wenigstens hat er in Deutschland noch kein Asyl gefordert. Die zitierte Phrase steht im übrigen stellvertretend für die moderne Politik der Mächtigen und ihrer Handlanger, die glauben, das Offensichtliche einfach umlügen zu können. Denken wir nur an Berlins Bürgermeister Michel Müller, der hinsichtlich des Flüchtlingszustroms äußerte: „Den Punkt, an dem ist nicht mehr geht, sehe ich noch lange nicht.“ Wir lernen, dass das System sich nicht nur wie hier ansonsten beschrieben gemäß struktureller Faktoren entwickelt, sondern dass es immer auch einen subjektiven, individuellen, wenngleich nachrangigen Faktor gibt. Diesmal geht es hier also um den persönlich politischen, also eher vordergründigen Aspekt des Niedergangs - und wer wäre dafür eine bessere Kristallisationsfigur als Angela Merkel…

Samstag, 2. April 2016

Protzkapitalismus

Banker und Finanzjongleure, die nach arbeitsreichem Tag zu Frau und Kind ins traute Heim zurückkommen, haben jetzt die Möglichkeit, zum Feierabend ihren Umgang mit virtuellem Scheingeld gegen den mit realen Geldscheinen einzutauschen. Ein Düsseldorfer Spieleverlag bietet Monopoly seit kurzem in einer Echtgeld-Version gegen Vorkasse an, auf Wunsch auch mit vergoldeten oder edelsteinbesetzten Häusern und Hotels. Was für ein Freizeitspaß, auch wenn man hier wohl auf die traditionellen 400-€-Scheine verzichten muss - man kann ja nicht alles haben. 20.590 Euro in bar liegen dem Spiel bei, und für das Wort „Dekadenz“ brauchen wir jetzt eine Steigerungsform. Fern von allem Sozialneid muss man sich fragen, wie der psychologische und moralische Status einer Gesellschaft ist, die Leute hervorbringt, die sich so etwas ausdenken. Und vor allem sorgen wir uns um die armen Schweine, die ihre Lebensfreude aus so einem „Man gönnt sich ja sonst nichts" ziehen müssen.

Samstag, 30. Januar 2016

WAHN ohne SINN


Die Pflege der Krise zerstört die Demokratie
Angesichts der Flüchtlingspolitik von Regierung und Globalisierern unter tätiger Mithilfe einer bedauerlicherweise entschieden zu großen Zahl von Sympathisanten in der Bevölkerung schwinden den Skeptikern mehr und mehr die Sinne. Immer schwieriger wird der Versuch, einen, und sei er noch so niederträchtig, Sinn hinter dem Geschehen zu erkennen. Natürlich wissen wir inzwischen, dass die Postkapitalisten mehr an- und den Sozialstaat abschaffen wollen. Wir haben die Dekadenz- und Niedergangsprozesse erkannt und beschrieben. Aber alle diese Erkenntnisse helfen uns nicht wirklich, mit dem täglichen Wahnsinn des Geschehens umgehen zu können. Nur eine Regel scheint sicher: Je mehr sich die Politik von der Vernunft entfremdet, desto repressiver agiert das System.

Samstag, 7. November 2015

Denkst Du noch, oder hilfst Du schon?

"Danke, Germany"
Quelle: dasjahrbuch.de
Die Moral hat einen Januskopf. Dieser teilt sich nicht in ein lachendes und ein weinendes Gesicht, sondern ein verlogenes und ein wertschöpfendes. Nachdem vor einer Woche hier die verlogene Moral der Flüchtlingskritikerkritiker kritisiert wurde, stellt sich nun die Frage nach dem wahren Nutzwert der aktuellen Flüchtlingspolitik. Unstrittig ist wohl, dass die Politik der offenen Grenzen einem Höchstmaß an bedrohten Menschen eine Zuflucht bietet. Angesichts der verunsichernden Menge und Größe der durch die Flüchtlinge induzierten Probleme neigen selbst die Realisten dazu, dies zunehmend aus den Augen zu verlieren. Eine echte Hilfe findet also statt, und sie ist notwendig. Sie muss sich aber auch fragen lassen, mit welchem Aufwand welche Resultate erzielt werden und welche Perspektive sie bietet. Und der Verträglichkeitsschnittpunkt dieser beiden Effizienzkurven ist längst außer Sicht geraten. Dieses triste Fazit gilt leider, sowohl, wenn Individuen oder Volksgruppen betrachtet werden, als auch, wenn es um die Entwicklung in den Ursprungs- und Zielländern geht.

Samstag, 24. Oktober 2015

Global egal

Es war der größte Auftrag aller Zeiten für Siemens: Drei riesige Gaskraftwerke und bis zu 600 Windanlagen darf der Technologiekonzern nach Ägypten liefern. Acht Milliarden Euro zahlen die Ägypter dafür und ließen sich sogar noch klaglos von deutschen Zeigefinger-Politikern wegen ihrer Menschenrechtsverletzungen beim Kampf gegen den Islamismus anpampen. Siemens feierte den Erfolg – und kündigte fast zeitgleich an, in eben dem Berliner Gasturbinenwerk, in dem diese Kraftwerke produziert werden, 800 von 3800 Jobs zu streichen. Insgesamt sollen dem radikalen Konzernumbau weltweit 13.100 Arbeitsplätze zum Opfer fallen, darunter 5100 in Deutschland. Doch weder ist das der einzige Einschnitt, der Siemens bevorsteht, noch ist dies der einzige deutsche „Global-Player“, der so verfährt. Die deutsche Wirtschaft und zuallererst der deutsche Werktätige wird unter der Ägide des Postkapitalismus und der Globalisierung in eine existenzerschütternde Krise geführt.

Samstag, 5. September 2015

Ausgeliefert

Foto: © photocase.com
Nicht einmal das Anrufen Himmlischer Heerscharen hilft gegen die Tücken des Niedergangsalltags. Da hatte doch der Chefredakteur der Berliner Boulevardzeitung BZ, der auf Facebook auch sein privates Wesen präsentiert, im Internet Dichtgummis für seine Waschmaschine bestellt, doch der DHL-Bote blieb aus und die Wäsche schmutzig. Der Mann wünschte sich daraufhin, Gott möge auch einmal etwas im Internet bestellen, worauf dieser in der Folge höchstwahrscheinlich die DHL gerechterweise dem Höllenfeuer überantworten werde. Dass auf Gott kein Verlass mehr ist, hätte er spätestens wissen können, als auf dem evangelischen Kirchentag dessen weltliche Vertreter in ihrer Botschaft an die Gläubigen ungesühnt vom Gebrauch von „Mikrofoninnen und Mikrofonen“ sprechen konnten, aber das nur nebenbei. Heute wollen wir uns einmal auf die Dienstleistungsgesellschaft konzentrieren, und können das Fazit schon vorwegnehmen: Wer sich den deutschen Lieferdiensten ausliefern muss, ist geliefert.

Dienstag, 23. Juni 2015

kurz-geklagt: Protest-Post

Die Verharmlosungspolitik der Post ist schon dreist. Da gibt es zum Poststreik im Internet eine Informationsseite, bei der wir nach Eingabe unserer Postleitzahl erfahren, dass es zu geringfügigen Ausfällen bei der Belieferung kommen kann. Aber man sei eifrig bemüht, in den folgenden Tagen solche Ausfälle zu korrigieren. Bei Konrad Kustos ist aber seit drei Wochen keine Postsendung eingetroffen, jedenfalls keine von der Deutschen Post. Deshalb ist es an der Zeit, hier einen Protest-Post zu verfassen. Noch dreister allerdings ist die Art und Weise, wie die Medien mit dem Thema umgehen: nämlich so gut wie gar nicht. Da wird aus jedem Edathy und jedem Wulff gleich eine wochenlange Kampagne gemacht, und diese Katastrophe für die Volkswirtschaft und auch viele betroffene Individuen ist höchstens die eine oder andere kleine Meldung oder eine Statementwiedergabe wert.

Samstag, 20. Juni 2015

Der Despotismus des Humanismus

Humanistische Sehhilfen
Bildquelle: www.koufogiorgos.de 
Berlin hat die transsexuelle Toilette erfunden, Berlin baut Krötentunnel, Berlin ist liberal bis der Arzt kommt. An der Spree ist Gleichstellung von allem und jedem/r/s/x ein Naturgesetz. Kein Wunder, dass hier Humanisten am 21. Juni, dem Welthumanistentag, frei haben. Natürlich nicht die Werktätigen, da sei der Postkapitalismus vor, sondern nur die humanistischen Schüler - aber immerhin. Nun sind Schüler natürlich grundsätzlich noch keine Humanisten, sondern Heranwachsende, also ist zu vermuten, dass genaugenommen Kinder von Aktiven des Humanistenverbandes frei haben. Das ist nur gerecht, haben hier doch auch Buddhisten, Muslime, Juden und wahrscheinlich auch Kaninchenzüchter im Gegensatz zum Normalvolk solche Extraferien. Dennoch sei die Frage gestattet, womit die Humanisten das eigentlich verdient haben.

Samstag, 6. Juni 2015

Doppelpass mit Phrasenhass

Als der spanische Fußballklub FC Malaga durch zwei späte Tore von Borussia Dortmund aus der Champions League flog, war für den Klubchef, Scheich Abdullah Al-Thani, die Schuld klar: „Das ist kein Fußball, sondern Rassismus." Als es in Neuruppin gewaltsam „gelang“, eine Demonstration der „Nationalen Laubenpieper“ zu verhindern, freuten sich Presse und Verhinderer: „Neuruppin bleibt bunt und demokratisch“. Schlichte Gemüter können sich mit einem solchen parteiischen Standpunkt auf jeden Fall subjektiv, manchmal aber auch schon objektiv Vorteile verschaffen. Die Lüge und die Heuchelei dominieren mehr und mehr die politische Auseinandersetzung im „antifaschistischen Kampf“, aber wo geheuchelt wird, da gilt es auch, etwas zu verschleiern. Auch hier wird „gespiegelt“, also dem Gegner eine böse Absicht unterstellt, die man selber hegt. Deshalb stehen hinter dem aufgeregten Kampf gegen ein bemüht konstruiertes Rechts-Verständnis eindeutige Machtinteressen - und die haben wenig zu tun mit dem, was kundgetan wird.

Samstag, 30. Mai 2015

Verloren geboren

Bildquelle: BZ Online
An Annegret liegt es nicht, wenn in Deutschland durch den demographischen Wandel bald nur noch der virtuelle Wind durch restlos entvölkerte Geisterstädte weht. Annegret hat jetzt 17 Kinder, was gar nicht einmal so viele sind, wenn man bedenkt, dass sie sich dafür 65 Jahre Zeit gelassen hat. Annegret hat sowieso keine Schuld an der Misere, denn der Kinderwunsch kam von ihrer jetzt neunjährigen Tochter Lelia, „die doch unbedingt noch ein Geschwisterchen wollte“. Nun sind es gleich vier geworden, knapp über 30 cm groß, rund 800 Gramm schwer (noch bis 1500 Gramm spricht man von Frühchen) und kaum überlebensfähig. Ihnen droht schon in den nächsten Wochen der Tod oder ersatzweise lebenslange Behinderung. Schon jetzt sind vier mehrköpfige Operationsteams rund um die Uhr beschäftigt. Und das ist nur die aktuelle Problemlage, denn wer sorgt für die Kinder, wenn die partnerlose und siebenfache Oma sich zeitnah zu ihrem Vater im Himmel begeben wird? Doch der Fall der nach der Regie von RTL medienwirksam geborenen Kinder ist nicht nur individuell tragisch, sondern symptomatisch für ein übersteigertes Ich-Gefühl der Niedergangsgesellschaft.

Samstag, 2. Mai 2015

Migranten-billiger und Profi-tEUre

Ein Zitat: „Von seinem neuen Azubi ist der Leiter eines Penny-Markts ganz begeistert. ‚Super! Wenn wir von der Sorte noch mehr bekommen würden, das wäre toll.’ … Der Wunsch könnte bald in Erfüllung gehen. Denn Hunderttausende potenzieller neuer Mitarbeiter haben sich bereits auf den Weg gemacht. … Das neue Mitglied der Penny-Familie heißt Mohammed Rahmati und stammt aus Afghanistan…. 20.000 Dollar hat seine Familie dafür an einen Schleuser gezahlt, eine Investition in die Zukunft.“ Das alles stand in einer herzergreifenden Reportage im Dezember in der Berliner Morgenpost - und, ehrlich, es war keine Glosse. So dreist nämlich funktioniert Propaganda und moderner Presse-Lobbyismus inzwischen. Unsere Zukunft liegt also in illegalem Menschenhandel und Hunderttausenden von (zumindest anfangs) willigen Lohnsklaven als Regaleinräumer und Teil der Penny-Family. Die dahinterstehenden Motive und Befindlichkeiten wurden hier erst kürzlich gesprochen, aber die Frage blieb da noch offen, warum es den Herrschenden so leichtfällt, uns übers Ohr zu hauen. Wie so oft führt die Spurensuche zu einem kybernetischen Cocktail des Schreckens.

Samstag, 11. April 2015

„Raum ohne Volk“

Der griechische Außenminister Nikos Kotzias warnte kürzlich vor Millionen Immigranten, die Deutschland überschwemmen würden, sollte sein Land wirtschaftlich zusammenbrechen. Schon schießt man in internationalen Konflikten also nicht mehr mit Kanonen, sondern mit Landsleuten. Dabei geht in diesem Fall der Schuss nach hinten los: Die Herrschenden der EU, und nicht nur die, wollen ja gerade möglichst viele Immigranten für ihre Länder haben, weil sie allgemeine Vorteile verkünden und sich individuelle Vorteile ausrechnen - unterstützend begleitet von einer Phalanx der Treudoofen, die denen glauben, es gehe um bedauernswerte Flüchtlinge. Zum postmodernen Aggressionsszenario passt die Drohung des IS, Europa mit unzähligen Moslems zu überschwemmen, doch auch da hätten die Aggressoren der neuen Art früher aufstehen müssen - denn es sind ja schon ordentlich viele hier. Zur Verteidigung gegen ein Flüchtlingsbombardement haben die europäischen Menschenfreunde jedenfalls nicht viel zu bieten angesichts ihrer Doktrin: Alles muss rein. Im eigenen Lande existiert eine unheilige Allianz von moralischen und ökonomischen Kriegsgewinnlern, die letztlich Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt.

Samstag, 13. Dezember 2014

Arm macht reich

Am kommenden Donnerstag gibt es endlich wieder mal etwas zu feiern: den Internationalen Tag der Migranten. Wenn es sogar Blutbuchen oder Rotbauchunken gewidmete Jahre und Tage für Väter, Mütter oder Valentin gibt, sollten wir unser Erstaunen darüber nicht zu hoch hängen. Doch Migration findet eben nicht nur an einem Tag im Jahr statt, und ihre Relevanz ist unabweisbar: 200 Millionen Menschen weltweit haben, wie man so schön sagt, eine Migration im Hintergrund. Auch in Deutschland gibt es so viele Migranten wie noch nie. 16,3 Millionen haben nach letzten Zählungen eine Zuwanderungsgeschichte. 10,9 Millionen davon sind selbst eingewandert, 5,4 Millionen hierzulande geboren. Insgesamt sind das so viele wie noch nie. Und die Kurve geht nach oben: Seit 2005 ist die Zahl der Migranten um 8,5% gestiegen. Vielen Einheimischen macht das Angst, viele finden es gut, oder glauben es zumindest. Was wieder einmal fehlt, ist eine differenzierte Nutzen-Schaden-Bilanz für das Gemeinwesen.

Samstag, 18. Oktober 2014

TISA-Taser

Trotz aller Geheimhaltungsversuche, trotz des Verschweigens durch die Medien, trotz aller ersatzweise entzündeten Nebelkerzen hat zumindest ein kleiner Teil der deutschen Bevölkerung mitbekommen, dass unter dem Namen TTIP ein nie dagewesener ökonomischer Angriff sowohl auf den Sozialstaat einerseits als auch auf unsere bisherige Form marktwirtschaftlichen Wirtschaftens andererseits bevorsteht. Dabei geht es keineswegs um das - wenn überhaupt einmal - zitierte Chlorhühnchen, sondern es geht um die Entmachtung des Staates zu Gunsten postkapitalistischer Konzerne. Doch im Windschatten von TTIP - und noch viel weniger bekannt und bekämpft - kommt schon die nächste apokalyptische Katastrophe dahergeritten: TISA.

Samstag, 15. Juni 2013

Armes Deutschland

Die gute Nachricht ist: Nur 5% der Deutschen fühlen sich laut einer EU-Studie arm. Die schlechte Nachricht lautet: 20% sind es. Nun gibt es Armutsdefinitionen reichlich, doch nach den Kriterien der EU bedeutet es, dass in Deutschland bei rund 16 Millionen Menschen „erhebliche materielle Entbehrungen" oder eine „sehr geringe Erwerbsbeteiligung", also Geldmangel, vorliegen. In der Zahl enthalten sind von Armut Bedrohte, deren Einkommen unter 952 Euro monatlich liegt – das sind allein 15,8% der Bürger eines immernoch reichen Landes. Auffällig auch, dass es Jüngeren eher schlechter geht, was sowohl eine Aussage über einen nach unten gerichteten sozialen Vektor ist als auch eine über den Sinn der Geburtenbeförderungspolitik. Fakt ist, dass Armut nicht nur ein Problem für die Menschen mit Arschkarte ist, sondern durch ihre Auswirkungen und besonders durch die Umstände, die sie möglich gemacht haben, ein Alarmsignal für das ganze Gemeinwesen.

Samstag, 25. Mai 2013

Voll ver-apple-d

Grafik: C.Pontenagel
Die Grünen haben die Machtübernahme voll im Blick, und dazu gehören in unserem politischen System natürlich Versprechungen, oft diametral zur gelebten Praxis. Dabei scheint es opportun, in einem Land, in dem viele wenig und wenige viel besitzen, eine Umverteilung von oben nach unten zuzusagen, wobei im Falle der Grünen vorausgesetzt werden muss, dass die Wähler die rot-grüne Realpolitik der Agenda 2010 vergessen haben. So sollen also künftig Vermögen, Erbschaften und höhere Einkommen überproportional stärker besteuert werden, was im Grunde bedeutet, Menschen und Familien, die sich mehr oder weniger ehrlich Geld oder Positionen erarbeitet haben, um den Ertrag ihrer Leistung zu bringen. Da stößt es besonders bitter auf, wenn bekannt wird, dass die Apple-Tochter ASI ihre Milliardengewinne völlig legal und ungehindert mit 0,05 Prozent versteuern durfte. Und das ist nur die Spitze des Geldbergs, den die multinationalen Konzerne auf Kosten von reich und arm gleichermaßen an den Völkern, Volkswirtschaften und Staaten der Welt vorbeischaffen.

Samstag, 29. September 2012

Un-Vermögenssteuer

Quelle: http://de.toonpool.com
250 Milliarden Euro werden in Deutschland jährlich vererbt, großteils in Form von Immobilien. Kein Wunder, denn die, die reichlich haben, werden immer reicher. Je höher die Einnahmen desto höher die Einnahmenzuwächse. Die 50% der Bürger mit geringerem Einkommen verfügen nur über ein Prozent des gesamten Nettovermögens, dafür teilen die oberen zehn Prozent eine volle Hälfte dieses Nettovermögens unter sich auf. Gleichzeitig schwinden die Besitztümer der öffentlichen Hand. In den zehn Jahren seit 1992 sank das Nettovermögen des Staates um 800 Milliarden Euro. Da scheint die Forderung nach einer sozialen Umverteilung und einer Vermögenssteuer nahezuliegen, doch kybernetisch gesehen ist natürlich alles ganz anders.

Sonntag, 29. Januar 2012

Schlecker-Wecker

Hier wird oft über die schlimmen Dinge des Niedergangs berichtet, aber diesmal gibt es eine gute Nachricht: Schlecker ist pleite. Möglicherweise winkt die völlige Zerschlagung der einst größten deutschen Drogeriemarktkette, die seit den 70er Jahren für negative Schlagzeilen von Mitarbeiterausbeutung über ein zweifelhaftes Warensortiment bis hin zum aggressiven Ausbreitungswahn gesorgt hat. Doch der Niedergang der Gesellschaft wäre nicht der Niedergang, den wir kennen, wenn er sich nicht auch prächtig in der Schlecker-Abwicklung entwickeln könnte.