Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
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Samstag, 28. Januar 2017

Beute für die Meute


"Neues Symbol
des Postkapitalismus?"
Fall Hensel: Kapitalistischer Linksaktivist
gerät unter die eigene Gürtellinie


Warum wählt einer als Profilbild für seinen Facebook-Auftritt den Roten Stern und nennt ihn „davaidavai“? Wahlweise bedeutet die russische Redensart „nun mach schon!“, was als Überschrift für einen Blog nicht gerade das freundlichste Willkommen ist, oder sie erinnert an eine Parole in Stalins Arbeitslagern, sozusagen die russische Variante von „Arbeit macht frei“. Gerald Hensel, der hier vor kurzem schon als einer der gegenwärtig aggressivsten Hetzer im neuen Elitensport „Kampf gegen Rechts“ präsentiert wurde, weiß das sicher selbst nicht so richtig, aber es klang in seinen Ohren eben schick. Schick schien ihm auch zu sein, die politische Gegenöffentlichkeit bei den Geschäftskunden seiner Firma als rechtsextremistisch zu denunzieren und mit „Kein Geld für Rechts“ zum Werbeboykott aufzurufen, was, wie wir wissen, zur weniger schicken Kündigung seines lukrativen Vertrages bei der Agentur Scholz & Friends geführt hat. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass sich die konservative Opposition nicht nur direkten Angriffen des Systems ausgesetzt sieht, sondern auch einer Meute von Trittbrettfahrern. Die Attacke hat System.

Samstag, 26. November 2016

kurz-geklagt: Senklot Augstein


Wie der kleine Jakob den Faschismus versteht

Wie tief kann man sinken? Als Mensch, als Journalist? Wer dazu eine gewisse Vorstellung erworben hat, kann durch Jakob Augstein lernen, dass es immer noch ein Darunter gibt. Wie bei einem Senklot mit sehr langer Schnur geht es bei dem Freitag-Herausgeber, Spiegel-Autor und Namenserbe eines berühmten Nichtvaters in Tiefen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Nach Jahren antisemitischer Propaganda (Broder: „antisemitische Dreckschleuder“), Gerichtsverfahren gegen die eigene Belegschaft und regelmäßiger Hassbotschaften u.a. über seine Spiegel-online-Kolumne im Stürmer-Stil hat er nun mit einer so persönlichen wie katastrophalen Faschismus-Definition noch einen drauf gesetzt.

Samstag, 24. September 2016

Wahn-Alarm

Karikatur: www.tomicek.de 
Warum die AfD-Wahlsieger das Feindbild sind
Das ist nicht neu: Wie schön und einfach könnte die Welt ohne all ihre Irren sein. Eine Aussage, die weder durch den Fortschritt noch durch die Aufklärung an Bedeutung verloren hat. Immerhin, eine Welt ohne Irre wäre auch ziemlich unterbevölkert und ein bisschen langweilig - und die Menschen haben immerhin gelernt, das Beste daraus zu machen. Zum Glück fiel auch nur sehr selten die Welt oder einer ihrer Kulturkreise einem Wahn kollektiv anheim, wobei der Nationalsozialismus und die Kreuzzüge schreckliche Beispiele für eine solche kollektive Potenzierung des täglichen Irrsinns sind. Wir kommen nun nicht umhin zu konstatieren, dass die Welt erneut eine solche Zuspitzung erlebt. Während in den kulturell und ökonomisch eher minderbemittelten Regionen der Islam an niedere Instinkte appellierend zunehmend Konflikte schürt, verliert, wie hier kürzlich schon in anderem Zusammenhang ausgeführt, der sogenannte entwickelte Westen den Kontakt zur Realität. Wenn aber Kooperation, friedlicher Wettbewerb und freies Denken sich als Grundpfeiler der sozialen Evolution und eines erfolgreichen Miteinanders erwiesen haben, kann der Wahn als virtuelle Gegenposition nicht nur Konflikte säen und Hass predigen, sondern wird er auch den Niedergang forcieren. Wie unter einem Mikroskop hat in Deutschland der Umgang mit der AfD diesen aggressiven, kontraproduktiven Realitätsverlust nachgewiesen.

Samstag, 10. September 2016

Fisch und Pfusch

"Ungenießbar"
Quelle: www.ttbaits.de
Die politische Lüge als Systemerscheinung
Manchmal wird das virtuelle Milieu der Niedergangsrepublik durch die schnöde Realität aufgerüttelt. Wenn die Menschen nämlich nicht mehr das machen, was ihre selbst erklärten Vordenker offiziell für sie für richtig halten. Wenn also beispielsweise die AfD in Mecklenburg-Vorpommern trotz allem Hass, trotz aller Hetze und trotz allen zugefügten Unrechts einen triumphalen Wahlerfolg feiert. Man hatte seitens der Systemparteien so etwas ja schon geahnt und deshalb vorsorglich die Schlagzahl der unlauteren Propaganda im Vorfeld der Wahl erhöht. Beispielsweise im sogenannten Kulturbereich: Dort zeigte sich in Rostock und an Rostock, was Hass und Hybris zum allgemeinen Schaden und persönlichen Nutzen Weniger anzurichten vermögen.

Samstag, 25. Juni 2016

Kustos kopiert: NoPegidas Weltsicht

Die deutsche Bevölkerung teilt sich mittlerweile ziemlich säuberlich in zwei Gruppen. Eine mit dem Primat der Humanität und die andere mit dem Primat der Vernunft, man könnte auch sagen, sie teile sich in die Orientierung auf Wollen und Können. Trotz des weiter bestehenden hilflosen Versuchs, die Gegensätze in der Gesellschaft weiter mit Begriffen wie links und rechts einzuordnen, ist dies längst der Hauptwiderspruch, der sich nicht nur in der Flüchtlingsfrage, sondern auch im Gegensatzpaar Globalisierung/Protektionismus zeigt oder darin, als Handlungsmaxime zu wählen zwischen dem Bekämpfen von Phantomproblemen (Klimawandel etc.) und einem sachorientierten Business as usual. Auffällig ist, dass die „Humanisten“ sowohl auf der institutionellen als auch auf der individuellen Ebene mit hoher Aggressivität, Selbstgerechtigkeit und Beugung der Wahrheit gegen die Realisten vorgehen. Die Studie „NoPegida“ einer Forschergruppe um den Göttinger Demokratieforscher  Franz Walter, die kürzlich im Cicero unter dem Motto „Hier wir Guten, dort die Nazis“ vorgestellt wurde, thematisiert das sowohl gewollt als auch ungewollt am Beispiel der Aktivisten gegen die islamkritischen Widerstandsbewegung.

Samstag, 16. April 2016

Links hat immer Recht(s)

Politische Weltbilder sind im Wandel
Katja Kipping, die Führerin der neuen Linken, jedenfalls der Partei, die diesen Namen trägt, schalt kürzlich in einer Fernsehdiskussion Österreichs Außenminister Sebastian Kurz: „Ihre europäische Lösung bedeutet Tränengas und einen Schießbefehl gegen Menschen". Nun gut, so kann man es auch formulieren, wenn man Oppositionspolitik auf Kanzlerlinie macht. Linke und CDU in einem Boot? Mit unserem orthodoxen Verständnis von „links“ passt das so wenig zusammen wie die Aktionen der Antifa, die sich immer mehr gegen bürgerliche Freiheiten und die rechtsstaatliche Ordnung richten statt gegen das kapitalistische System. Dieser Paradigmenwechsel von rechts und links in der Realität und in unserer Vorstellung war hier schon vor einer Woche Thema, da aber noch als Aufarbeitung des gängigen Verständnisses, heute soll es um die Transformation der Begriffe und Inhalte gehen. In Kurzform vorweg: Karl Marx und Adolf Hitler würden sich im Grabe umdrehen.

Samstag, 30. Januar 2016

WAHN ohne SINN


Die Pflege der Krise zerstört die Demokratie
Angesichts der Flüchtlingspolitik von Regierung und Globalisierern unter tätiger Mithilfe einer bedauerlicherweise entschieden zu großen Zahl von Sympathisanten in der Bevölkerung schwinden den Skeptikern mehr und mehr die Sinne. Immer schwieriger wird der Versuch, einen, und sei er noch so niederträchtig, Sinn hinter dem Geschehen zu erkennen. Natürlich wissen wir inzwischen, dass die Postkapitalisten mehr an- und den Sozialstaat abschaffen wollen. Wir haben die Dekadenz- und Niedergangsprozesse erkannt und beschrieben. Aber alle diese Erkenntnisse helfen uns nicht wirklich, mit dem täglichen Wahnsinn des Geschehens umgehen zu können. Nur eine Regel scheint sicher: Je mehr sich die Politik von der Vernunft entfremdet, desto repressiver agiert das System.

Samstag, 23. Januar 2016

Polizei auf der Flucht

Quelle: Ketzerschriften.net
Staatliches Lügen gefährdet die Demokratie
Ehrlichkeit gehörte einmal zum Wertekonsens einer entwickelten Gesellschaft. Lediglich in einem moralischen Graubereich existierten sogenannte Notlügen fort. Inzwischen gehören Lügen im Zuge des Niedergangs, wenn man denn damit erfolgreich ist, wieder zum guten Ton. Frech kommt weiter. Die ungeschriebenen Regeln unseres Zusammenlebens werden eben laufend umgeschrieben. Doch wenn es um die geschriebenen Regeln, also die Gesetze, geht, hört der Spaß (?) auf. Vor Gericht nennt man das dann eine Falschaussage oder einen Meineid, und beides ist strafbar. Was ist also davon zu halten, wenn unsere Politiker, unsere Medien und sogar unsere Gesetzeshüter, also die Polizei, das Lügen ganz offen in ihren Werteapparat übernehmen? Entschuldigt es, wenn man, wie im Zusammenhang mit der Flüchtlingsdebatte jetzt offenkundig wurde, für sich reklamiert, nur das Beste gewollt zu haben? Rechtsbruch ist Rechtsbruch, und in diesem Falle eine Attacke gegen den mündigen Bürger und damit gegen unser demokratisches Selbstverständnis. Es wäre an der Zeit, dass die Gesetzeshüter sich als Gesetzesbrecher selber in Gewahrsam nehmen.

Samstag, 9. Mai 2015

Rechts und billig

Dr. Motte, der kein Doktor ist, hat der Republik die Love-Parade geschenkt. Demonstriert wurde damals für monotone Musik, Freiheit, Gleichheit und sexuelle Unorientiertheit. Der Staat gewährte den Party-People die Privilegien einer politischen Demonstration, und Dr. Motte hat das alles vielleicht sogar selber geglaubt. Als er Jahre später aber als Falschparker notiert wurde, beleidigte er die Ordnungskräfte wenig liebevoll mit einem sarkastischen „Blockwart“ und „Heil Hitler“. Diesmal aber hatte er die Rechnung ohne das System gemacht, denn straflose Attacken gegen Polizeibeamte sind zwar längst üblich, aber dieses Grundgesetz gilt nicht bei der Verwendung eines rechtsradikalen Vokabulars. 15.000 Euro kostete deshalb den wohl über rechtsextremen Verdacht erhabenen Künstler sein Fehltritt. Er weiß nun das, was uns auch immer bewusster wird: Es gibt ein Recht und ein Recht gegen Rechts - und beides klafft immer weiter auseinander. Aber mit dem Verlust eines eindeutigen und unabhängigen Rechtsverständnisses geht nicht nur die Gerechtigkeit, sondern auch die Freiheit und damit das wichtigste Merkmal unseres Zusammen-Lebens flöten.