Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
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Samstag, 25. Juni 2016

Kustos kopiert: NoPegidas Weltsicht

Die deutsche Bevölkerung teilt sich mittlerweile ziemlich säuberlich in zwei Gruppen. Eine mit dem Primat der Humanität und die andere mit dem Primat der Vernunft, man könnte auch sagen, sie teile sich in die Orientierung auf Wollen und Können. Trotz des weiter bestehenden hilflosen Versuchs, die Gegensätze in der Gesellschaft weiter mit Begriffen wie links und rechts einzuordnen, ist dies längst der Hauptwiderspruch, der sich nicht nur in der Flüchtlingsfrage, sondern auch im Gegensatzpaar Globalisierung/Protektionismus zeigt oder darin, als Handlungsmaxime zu wählen zwischen dem Bekämpfen von Phantomproblemen (Klimawandel etc.) und einem sachorientierten Business as usual. Auffällig ist, dass die „Humanisten“ sowohl auf der institutionellen als auch auf der individuellen Ebene mit hoher Aggressivität, Selbstgerechtigkeit und Beugung der Wahrheit gegen die Realisten vorgehen. Die Studie „NoPegida“ einer Forschergruppe um den Göttinger Demokratieforscher  Franz Walter, die kürzlich im Cicero unter dem Motto „Hier wir Guten, dort die Nazis“ vorgestellt wurde, thematisiert das sowohl gewollt als auch ungewollt am Beispiel der Aktivisten gegen die islamkritischen Widerstandsbewegung.

Samstag, 31. Januar 2015

Islam-Schisma

Deutschland im Winter
Nach den Anschlägen von Paris rief Angela Merkel in einer Fernsehansprache die Europäer dazu auf, gemeinsame Werte zu verteidigen. Das ist natürlich ein grandioser Widerspruch, hatte sie uns doch kurz zuvor in ihrer Weihnachtsansprache noch belehrt, dass zum deutschen Volk alles gehört, was Beine hat (und natürlich auch, wenn es keine Beine hat), also auch jedwede außereuropäischen Personen - egal ob mit oder ohne unseren europäischen Kulturwerten. Pegida also, so ihre damalige Argumentation, solle nicht gefolgt werden, denn die riefen ja ‚Wir sind das Volk’ und meinten damit, ‚Ihr gehört nicht dazu, wegen eurer Hautfarbe oder eurer Religion’. Nun weiß natürlich selbst eine Physikerin wie Angela Merkel ganz genau, dass Hautfarbe und Religion durchaus eine identitätsstiftende, wenn auch nicht ausschließliche Rolle bei der Definition einer Volkszugehörigkeit spielen. Hinzu kommen Dinge wie eine gemeinsame Geschichte, Weltsicht und Traditionen, Kultur und Sprache - und auch da werden Migranten zumindest in den ersten zehn Jahren ihres Aufenthalts nicht besonders üppig punkten können. Merkels Fehltritt war aber kein Zufall, sondern beschreibt den immer tiefer werdenden weltanschaulichen Riss, der quer durch die deutsche Bevölkerung geht: Deutschland steht vor einem Schisma.

Samstag, 24. Januar 2015

Agenda Pegida

Bildquelle:
http://www.wiedenroth-karikatur.de/
Über Pegida ist alles gesagt worden. Über Pegida ist sogar viel zu viel gesagt worden, vor allem zu viel Falsches. Deshalb gibt es in diesem Post kaum ein Wort über Pegida - allerdings umso mehr über den Umgang mit dieser spontan entstandenen Bürgerbewegung. Es ist nämlich lehrreich für die Einschätzung unserer Gesellschaft und unserer Demokratie zu beobachten, wie die, die vom Wähler übertragene Verantwortung und zumindest nominell Macht haben, auf ein kleines Häuflein Aktivisten einschlagen, das sich wahrscheinlich nur kurzfristig, aber aus einem offenkundig im Volk relevanten Bedürfnis formiert hat. Es ist nicht nur spannend zu fragen, wie das getan wird, sondern auch, warum es überhaupt getan wird. Man wird feststellen, dass das moralische Level der Akteure, die sich dabei gerade als Pfleger und Erhalter der bürgerlichen Moral gebärden, unter jede Grenze gesunken ist, die man in einem schlechten Kinofilm noch als einigermaßen glaubwürdig durchgehen lassen würde.