Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
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Samstag, 14. November 2015

VerFlucht

"Ernsthafte Absichten?"
Quelle: Zeit.de
Die Hessische Niedersächsische Allgemeine (HNA) hat im Gegensatz zum Mehrheitsmedienbrei zwei Vorteile: Sie ist stark lokal orientiert, und sie verzichtet grundsätzlich auf Texte und Fotos der Staatsagentur dpa. Vielleicht erfährt man deshalb hier mehr über die real existierende Flüchtlingskultur des Deutschen Herbstes. Etwa, dass einer Ärztin im Flüchtlingslager Calden (Kapazität: 1000 Flüchtlinge, Besetzung: 1400) ein männlicher Patient mit der Faust in den Bauch schlug und dass die Frau dort weiter arbeitet, allerdings nur unter Polizeischutz. Wir können lesen, dass es zu einer Massenschlägerei mit 14 Verletzten (drei Polizisten) unter 400 Flüchtlingen kam, dass es 60 Verletzte in einem Zelt bei einer Reizgasattacke durch rivalisierende Flüchtlinge gab usw. Die Polizei räumte dort ein, dass in den Lagern rechtsfreie Räume entstehen. Auch wenn uns andere Medien mit solchen Details der Flüchtlingspolitik eher selten konfrontieren, können wir uns auch sonst ziemlich genau vorstellen, was passiert, wenn man Menschen unter diesen Bedingungen zusammenpfercht.

Samstag, 1. Juni 2013

Migranten-Varianten

Bild: C.Pontenagel
Im glücklichen, wohlhabenden Schweden, weitab von allen Krisenherden dieser Welt, in diesem Fluchtziel romantischer Auswanderer brennen plötzlich die Autos, und es gab mindestens vier Brandanschläge auf Polizeistationen. Verursacher waren jugendliche Migranten, die in den Plattenbaugettos Stockholms ihre soziale Unzufriedenheit und ihre kulturelle Frustration auslebten. Da passt es vortrefflich, dass zur selben Zeit in Berlin der 6. Integrationsgipfel der Bundesregierung Hof hielt. Die diversen Lobbyisten diskutierten gewollt zielmeidend nicht ob oder wieviel Migration sinnvoll wäre, sondern wie möglichst vielen neuen Migranten der Zuzug ermöglicht werden kann.

Samstag, 23. März 2013

Euro-Eulen

In einer Studie über das „Dreiländereck“ Baden-Schweiz-Elsass haben interkulturelle Wissenschaftler Erstaunliches herausgefunden: Deutsche Kinder sind eher fettleibig, weil sie morgens früher in die Schule müssen. Ihre kulturellen Kontrahenten in der Schweiz und Frankreich hätten nämlich vor der Schule mehr Zeit und könnten gesünder frühstücken. Wir lernen: Essen macht schlank, französisches Frühstück ist gesund und Wissenschaftler wissen, was sie sagen. Dass auch beim Letzteren eher das Gegenteil der Fall ist, haben studierte Experten besonders am Beispiel EU massenhaft bewiesen, nun aber ist das Maß voll. Das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut hat vorgerechnet, dass Europa nur zu retten ist, wenn Deutschland in den anderen EU-Ländern die Arbeitslosigkeit mitfinanziert und ein System der „Umverteilung“ nationalen Besitzes in jährlichen Milliardenbeträgen eingerichtet wird. Die ohnehin bereits indirekt stattfindende Enteignung Deutschlands soll so intensiviert und institutionalisiert werden.

Samstag, 2. März 2013

Leid-Zeit-Arbeit

Copyright: Alff-Cartoon
Unerhört! Da begnügt sich Amazon nicht damit, uns billige Artikel und bisweilen auch verbilligte Artikel nahezubringen, sondern beschäftigt selbst billige Arbeiter. Das konnte die Medienwelt nicht billigen und initiierte einen Aufschrei der Empörung. Nun fragt sich sicher nicht nur Konrad Kustos, warum dies ausgerechnet jetzt geschah, wo doch unterbezahlte Leiharbeit ein Strukturkriterium der Niedergangsgesellschaft ist, also überall und das schon seit längerem stattfindet. Die Antwort dürfte im Detail zu finden sein: Die betroffenen Menschen waren diesmal Polen und Spanier, und erst damit bekommt es eine politische Komponente außerhalb des blinden Flecks der täglich verschwiegenen Ausbeutung. Für deutsche Zeitarbeiter hätte es diese humanisitäre Betroffenheit nicht gegeben.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Beobachtungen 1

Eine laue Sommernacht am Kreuzberger Urbanhafen ist wunderschön. Junge Menschen sitzen fröhlich unter mächtigen Trauerweiden und hielten – wenn sie einen von beiden kennten – den Niedergang für eine Erfindung von Konrad Kustos. Etwas mehr darüber wissen die Anwohner des dichtbesiedelten Kreuzberg, die durch die naheliegende Partylocation Admiralbrücke schon genug geprüft sind. Um am nächsten Tag statt nur Müll auch noch etwas Park sehen zu können, haben die Gebeutelten Müllbeutel im Abstand von jeweils wenigen Metern an die Pfosten des niedrigen Zauns gehängt.

Als der Morgen anbricht,
sind die jungen Leute voll, die Tüten leer und eine Flaschengirlande auf der Kaimauer verschafft Berlin eine Skyline der besonderen Art. Hätte es die Tüten nicht gegeben, müsste man von bloßer Faulheit ausgehen, doch so offenbart sich eine ganz neue Dimension der Dekadenz: Es gibt anscheinend bei diesen durchaus netten und friedlichen jungen Leuten keinerlei Sinn mehr dafür, was die Folgen ihres Tuns, das Eingreifen in die Sphäre der Mitmenschen, das Zerstören von Umwelt und Verursachen von Kosten für die Gemeinschaft betrifft. Soziale Verantwortung ist höchstens noch ein virtuelles Phänomen. Vielleicht treffen wir den Nachwuchs demnächst wieder – bei einer Anti-AKW oder Anti-Kriegs-Demo.