Um ihre Betroffenheit über das Elend dieser Welt
auszudrücken, hüllten sich Prominente bei einer Filmgala im noblen Berliner
Konzerthaus während der Berlinale in Rettungsdecken-Folien. Was war das für ein
Spaß. Ein Blinken und Knistern, als wären die Selbstdarsteller Darsteller beim
richtigen Film. Laut der Illustrierten Stern hatte sich der chinesische
Dissident Ali WeiWei die Aktion ausgedacht, der kurz zuvor schon das ehrwürdige
Konzerthaus mit Hunderten von Schwimmwesten „dekoriert“ hatte. Das alles sind mitnichten
Fehltritte, sondern Zeiterscheinungen einer dekadenten Gesellschaft, in der das
Motto einer neuen Elite von Til Schweiger bis Norbert Blüm lautet:
„Betroffenheit - und Spaß dabei“. Doch diese Elite ist nur die Spitze des Müllbergs,
denn dahinter steckt ein ganzes Milieu, das sich in der Flüchtlingskrise erstmals in seiner ganzen gefährlichen
moralischen und intellektuellen Verwahrlosung präsentierte. Dieses Milieu redet
hetzerisch von „Dunkeldeutschland“, doch selber lebt es ein Dünkeldeutschland.
Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
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Samstag, 4. Juni 2016
Von Merkel zum Mainstream
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Samstag, 21. Mai 2016
Makel-Merkel
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| Bildquelle: maxschoenherr.de |
Es sprach der Papst auf Lesbos: „Wir sind alle Flüchtlinge.“ OMG. Was er damit wohl gemeint haben mag? Ist er ein Flüchtling vor der Wahrheit? Oder vor der Realität? Oder vor den Zuständen seiner Heimat? Wenigstens hat er in Deutschland noch kein Asyl gefordert. Die zitierte Phrase steht im übrigen stellvertretend für die moderne Politik der Mächtigen und ihrer Handlanger, die glauben, das Offensichtliche einfach umlügen zu können. Denken wir nur an Berlins Bürgermeister Michel Müller, der hinsichtlich des Flüchtlingszustroms äußerte: „Den Punkt, an dem ist nicht mehr geht, sehe ich noch lange nicht.“ Wir lernen, dass das System sich nicht nur wie hier ansonsten beschrieben gemäß struktureller Faktoren entwickelt, sondern dass es immer auch einen subjektiven, individuellen, wenngleich nachrangigen Faktor gibt. Diesmal geht es hier also um den persönlich politischen, also eher vordergründigen Aspekt des Niedergangs - und wer wäre dafür eine bessere Kristallisationsfigur als Angela Merkel…
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Samstag, 13. Februar 2016
HASSte was, dann biste was
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| Bildquelle: www.20min.ch |
Die Gewalt unter Flüchtlingen in ihren unzumutbaren Unterkünften nimmt logarithmisch zu. An nur einem Wochenende gingen beispielsweise in Berlin-Spandau Asylbewerber mit Feuerlöschern aufeinander los, sieben Menschen landeten im Krankenhaus, und es gab eine Massenpanik in der mit 1000 Menschen besetzten Einrichtung. In Kreuzberg verletzte gleichzeitig ein 18-Jähriger einen Kontrahenten und griff dann den Sicherheitsdienst an. Im ehemaligen Flughafen Tempelhof gingen Hunderte Flüchtlinge unter anderem mit Messern aufeinander los. Wir und andere hatten frühzeitig prophezeit, was passiert, wenn erstens so viele Menschen so lange kaserniert sind und wenn zweitens unterschiedliche Kulturen mit einer niedrigeren Gewaltschwelle als hierzulande üblich aufeinanderstoßen. Letztere Aussage gilt es zu relativieren, wenn man sieht, wie sowohl die Willkommens- als auch die Hasspolitik des Mainstreams die Saat der Gewalt zusehends in die autochthone Kultur trägt. Hier gilt: Die einen lassen die Orte der Flüchtlinge brennen und die anderen die Orte der Flüchtlingszweifler.
Samstag, 12. Dezember 2015
Mitleid, Mitleid über alles…
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| "Hab Mitleid mit Mäusen, sonst setzt es was..." Bildquelle: Ziggenheimer |
Die gute alte Lichterkette ist wieder da. Ganz nach dem Motto „Zeichen setzen“ sollte Mitte Oktober eine 30 Kilometer lange menschliche Ost-West-Kette für die „Willkommenskultur“ durch die Hauptstadt reichen. Unter so viel Gleichgesinnten kann man sich sonst ja auch nur beim Public Viewing oder im Ballermann wohl fühlen. Die gute Nachricht ist, dass dieses Zeichensetzen für die Ausgrenzung anderer Meinungen und eigener Vernunft schlichtweg scheiterte. Noch erfreulicher war die Begründung für die Aktion: Die Akzeptanz der Deutschen für Flüchtlinge bröckele ganz stark. So gesehen wurden an diesem Tag tatsächlich Zeichen der Hoffnung gesetzt, doch es gibt so viele andere Zeichen, die nicht viel Hoffnung übriglassen. Ausgrenzung von Andersdenkenden und na(r)zisstisches Sichselbstfeiern gehört inzwischen für „die Bewegung“ zur Tagesordnung. Normal ist das nicht: Begeben wir uns auf die mentale Spurensuche.
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