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| Humanistische Sehhilfen Bildquelle: www.koufogiorgos.de |
Das Thema Humanismus wurde hier schon einige Male
thematisiert, was auch notwendig ist angesichts des wachsenden Einflusses
dieses Religionsersatzes der Neuzeit. Im Grunde ist er die Fortsetzung des
Christentums mit anderen Mitteln. Mit seiner demütigen Haltung hatte über
Jahrhunderte das Christentum das Wohlwollen der Herrschenden und die
Folgsamkeit der Gläubigen auf sich vereinen können. Als aber das alte Glaubensprinzip
von der Neugierde der Aufklärung beiseitegeschoben wurde, bedurfte es eines
neuen herrschaftskonformen Glaubens.
Den lieferte dann die Aufklärung für neue Bürgertum gleich
mit: eben den Humanismus. Dieser gibt den Schmierstoff, der Spannungen aus
einer zunehmend instabilen Gesellschaft nimmt. Kein Wunder, dass ein System wie
das unsere, das sowohl durch den Niedergang als auch durch interessierte Kreise
immer mehr Spannungen ausgesetzt wird, den Humanismus seiner ursprünglich
wohlmeinenden Natur zu entkleiden versucht und für eigene Interessen einsetzt.
Schon oft wurde in diesem Blog darüber berichtet, wie die
Globalisierung und die entwickelte Beherrschung der Natur einer kleinen Gruppe
von Menschen die Möglichkeit gegeben hat, die Welt nach ihren Vorstellungen und
vor allem zu ihrem Vorteil zu formen. Diese Gruppe bedient sich einer
Wirtschaftsform, die hier als Postkapitalismus bezeichnet wird, weil sie alles
pervertiert, was den Kapitalismus einst ausgezeichnet hat. In einem
evolutionären Prozess hatte Letzterer trotz systemischer Schwächen unter dem
Strich noch den Wohlstand der meisten gemehrt, Leistung gefördert und soziale
Strukturen als gewinnbringend erkannt. Der Postkapitalismus hat dies alles ins
Gegenteil verkehrt.
Weil nun aber vielleicht doch die Gefahr besteht, dass sich
der Rest der Welt einmal gegen die neue postkapitalistische Oligarchie erhebt,
bedarf es einer neuen, zeitgemäßen Religion, eines neuen „Opiums fürs Volk“
(Karl Marx). Diese Rolle übernimmt der Humanismus - eigentlich unschuldig, aber
auch nicht unfreiwillig. So gesehen ist es nur folgerichtig, wenn das System
ihn „upgradet“ und ihn durch die Feiertagsbefreiung mit den anderen Ideologien
zur Ruhigstellung des Volkes gleichstellt.
Die neue Staatsreligion ist längst auch im Schulgesetz
verankert. Uns wird dadurch weisgemacht, dass Menschlichkeit nicht mehr im
gesellschaftlichen Miteinander gelernt werden muss, sondern so einfach als Schulfach
unterrichtet oder im Auftreten der Schüler dogmatisch abverlangt werden kann.
Auch hier herrscht wieder das virtuelle Prinzip: Wenn eine Disziplin durch den
Niedergang verloren geht, ersetzt man sie durch lautes Reden darüber. Eine
inhumane Arbeitswelt? Ein inhumaner Umgang der Menschen miteinander? Eine
Einwanderungspolitik, die ökonomische und kulturelle Wurzeln zerstört?
Zunehmende Ausbeutung und Entmündigung? Alles kein Problem, wir haben ja den
Humanismus.
Der Humanismus wird für zwei kontraproduktive Aufgaben vereinnahmt, einmal, um
zu beruhigen, schließlich sind wir ja alle humanistisch und daher ist unser
Handeln automatisch moralisch korrekt, und zweitens, um den Widerstand gegen
Ungerechtigkeiten als inhuman zu verleumden. Allein, wenn ein Wort einen
solchen Allmachtsanspruch erhebt wie in der gegenwärtigen gesellschaftlichen
Debatte, muss man beginnen, es kritisch zu hinterfragen. Das galt früher für
die starre ‚Moral’, dann für die von jedermann anders interpretierte ‚Gerechtigkeit’,
und nun ist es eben der ‚Humanismus’, der zu einer leeren Parole geronnen ist
und Menschenfeinden dient, Unmenschliches in die Wege zu leiten und zu
praktizieren.
Behauptet wird, die Verwirklichung einer idealen
Gesellschaftsordnung anzustreben, doch genau ein solcher irrealer und
dogmatischer Ansatz, so kritisierte Karl Popper schon 1944, führt nicht zu einer
Befreiung der Menschen, sondern zu Diktatur und Selbstzerstörung. Die
Orientierung der Kräfte auf Illusionen lenkt vom wirklich Machbaren ab und
greift dirigistisch in evolutionäre Prozesse ein. Freie Meinungsäußerung und
damit der notwendige konstruktive, an konkreten Prozessen orientierte
Gedankenaustausch wird verurteilt. So wird der Humanismus zu einem mächtigen Instrument, um
soziale Evolution zu unterdrücken.
Und es kommt noch ein weiterer Gesichtspunkt hinzu: Der
Humanismus verspricht seinen Jüngern nicht nur mittelfristig das menschgemachte
Himmelreich auf Erden, sondern kurzfristig die Erlösung von persönlichen Übeln.
Wer sich äußerlich für ‚das Gute’ einsetzt oder dies behauptet, besorgt sich
einen Ablass für individuelle Verfehlungen. Lügen, Konkurrenzkampf,
Unbeherrschtheit, Ungeduld, Unzuverlässigkeit, Angst vor Ablehnung u.s.w. - all
diese menschlichen Schwächen, die an unserem Gewissen und unserem Ego nagen,
lassen sich doch so schön verdrängen, wenn man für acht Milliarden Arme auf der
Welt die Einbürgerung fordert. Die eigene Überhöhung funktioniert dann gleich
noch doppelt so gut, wenn man andere
abwertet, also beispielsweise Skeptiker der Migrationspolitik
als Nazis, Idioten und Menschenfeinde bezeichnet.
Selbst wenn man es nur philosophisch betrachtet, ist die jeden
Menschen mehr oder weniger innewohnende Tendenz zum guten Tun auch immer der
Versuch, einerseits sich selbst besser darzustellen und andererseits seiner
Umwelt moralische Verpflichtungen aufzuerlegen, einen selbst ebenfalls gut zu
behandeln. Dagegen ist natürlich nichts zu sagen, aber es relativiert den Heiligenschein,
den sich die Gutmenschen anstecken, ebenso wie die Tatsache, dass viele sich
für das virtuelle Gute einsetzen, weil sie Angst haben, sich realen Konflikten
zu stellen.
Der Weg zur Lösung von Problemen ist aber das genaue
Gegenteil - und das Gegenteil lautet natürlich nicht ‚Inhumanismus’. Es
bedeutet, Wahrheiten und Werte zu leben, sich zu ihnen zu bekennen und für sie
einzutreten. Gibt es unterschiedliche Auffassungen, müssen sie fair und
sachlich ausgetragen werden. Im Angesicht von nachhaltigen Ungerechtigkeiten
muss für das Recht gekämpft werden. Kurz gesagt: Die Mitglieder einer
Gemeinschaft müssen sich zum Anteilnehmen an Optimierungsprozessen bekennen. Das kann hart sein, manchmal auch
„unmenschlich“, aber das allein befähigt zu einer sozialen Evolution.
So erweist sich die
virtuelle Humanität der Gegenwart als der zwar irgendwie ehrenwerte, aber
fatale Versuch des Menschen, die Evolution abzuschaffen. In kleinem Maße mag
das gegenläufig durchaus sinnvoll sein und sogar gelingen, doch in größeren
politischen und zwischenmenschlichen Zusammenhängen ist es kontraproduktiv.
Große positive Veränderungen werden nicht durch Moral und Parolen ausgelöst,
sondern durch ökonomische Umwälzungen, Konfliktbereitschaft und die Zunahme von
Information, also Wissen.
Die Humanität hat
einen Januskopf. So ist sie einerseits als Teil des persönlichen Gewissens eine
moralische Orientierungshilfe, aber als Leitphilosophie eine Geißel der
Menschheit. Warum aber tritt die letztere Funktion immer mehr in den
Vordergrund? Warum wehrt sich das Volk nicht gegen rechtsferne und
kontraproduktive Umtriebe humanistischer Gralshüter?
Die soziale Evolution kreiert doch eigentlich zum Überleben
der Gruppe ein Interesse an gemeinsamen Lösungen, gegebenenfalls gemeinsamen Widerstand.
Anscheinend hat der Niedergang das menschliche Verhalten inzwischen so überformt,
dass die Individuen dieses Gruppeninteresse nicht mehr wahrnehmen oder
zumindest ihren individuellen Interessen unterordnen. Und individuell kann man mit
jeder Herrschaftsideologie als Befehlsempfänger oder Funktionär durchaus
mittelfristig erfolgreich mitlaufen. Mittelfristig, also bis zum Zusammenbruch!
Merksatz: Man fühlt sich toll als Humanist, wenns Resultat
nicht wichtig ist.

Humanismus = Kulturmarxismus = Bolschewismus = real existierender NWO Faschismus
AntwortenLöschenmähh - schreibt er wieder - ich les' mir durch, will anfangen zu denken, bin wie so oft garnicht so uneins, natürlich auch nie jubelnd - aber der erste Kommentar "blah=blah=laber=lubb" treibt mir die vorhersehbare Unsinnigkeit meines Kommentier-Unterfanges zornesrötenartig wie immer über die nicht vorhandene Hutschnur ...
AntwortenLöschenSo ein 21. Juni bleibt für mich Sommersonnenwende - was auch immer die Geschichte an sonem Tag, wie an allen anderen, veranstaltet hat und wird.
Bei Migrationspolitk bleib' ich kurz hängen, wie so oft irrig Politik mit Plan verwechselnd - ham' wer eine? achso nee sind ja beim Normalzustand der Symptom-Behandlung stehen geblieben - seit wann eigentlich nun schon?
Bezüglich der Evolution wird ja inzwischen der Chip-im-Resthirn propagiert, so dass der Humanismus-Begriff sowieso ad acta gelegt werden kann, und wie so oft - erst wenn's weg ist weiss man was man hatte X )) schoenen Sonntag!
Ich sehe nur eine Chance wertkonservative Standpunkte, sprachliche Begriffe und Symbole wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, indem man beharrlich auf die ursprüngliche Bedeutung wieder hinweist und diese wieder einfordert, mehr: darum kämpft.
AntwortenLöschenAm Beispiele der Symbole:
Der Regenbogen, durch den gerade aktuellen Ampel-Firlefanz ja wohl ein Symbol “für / der” Schwulenbewegung:
NEIN und nochmals NEIN:
Der Regenbogen steht FÜR ein globales, ganzheitliches, ökologisches Bewusstsein und Handeln, z.B. i.S. von Greenpeace. Ich werde mich demnächst mit einer Regenbogenfahne auf die Straße stellen wenn es darum geht gegen Gender, Homo-Ehe, falsche Flüchtlingspolitik usw zu demonstrieren, in der Hoffnung die Wut der Antifa-Gegenseite ins Leere laufen zu lassen.