Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
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Samstag, 20. Juni 2015

Der Despotismus des Humanismus

Humanistische Sehhilfen
Bildquelle: www.koufogiorgos.de 
Berlin hat die transsexuelle Toilette erfunden, Berlin baut Krötentunnel, Berlin ist liberal bis der Arzt kommt. An der Spree ist Gleichstellung von allem und jedem/r/s/x ein Naturgesetz. Kein Wunder, dass hier Humanisten am 21. Juni, dem Welthumanistentag, frei haben. Natürlich nicht die Werktätigen, da sei der Postkapitalismus vor, sondern nur die humanistischen Schüler - aber immerhin. Nun sind Schüler natürlich grundsätzlich noch keine Humanisten, sondern Heranwachsende, also ist zu vermuten, dass genaugenommen Kinder von Aktiven des Humanistenverbandes frei haben. Das ist nur gerecht, haben hier doch auch Buddhisten, Muslime, Juden und wahrscheinlich auch Kaninchenzüchter im Gegensatz zum Normalvolk solche Extraferien. Dennoch sei die Frage gestattet, womit die Humanisten das eigentlich verdient haben.

Samstag, 21. März 2015

Der Mechanismus des Humanismus

Auf gutem Weg in eine bessere Welt
Quelle: Waldorfblog
Wir aufgeklärten Menschen der Neuzeit sind selbstverständlich dem Humanismus verpflichtet. Unser Handeln richtet sich nach den Geboten der Menschlichkeit. Wir halten den Frieden für das höchste Gut und weitgehende Toleranz für seine Vorstufe. Also verteidigen wir uns nicht, wenn wir angegriffen werden, und tolerieren jene, die sich auf Kosten der Allgemeinheit Vorteile verschaffen. Wir folgen den Geboten der Menschlichkeit und wissen dabei überhaupt nicht, ob und, wenn ja, wie diese definiert werden können. Vor allem aber bekämpfen wir jeden auf das Unmenschlichste, der sich nicht unserem Humanismus unterwirft. Diesem uneingestandenen Credo folgten die folgenreichen moralischen Debatten und Vorgänge der letzten Monate, was beweist, dass wesentliche Grundpfeiler des Abendlandes keineswegs durch den Islam ins Wanken geraten, sondern selbst auf tönernen Füßen stehen.

Samstag, 28. Februar 2015

Die humanen Untertanen

Als im islamischen Pakistan islamische Terroristen ein Massaker in einer Schule angerichtet hatten, kündigte die Regierung die Vollstreckung bis dahin ausgesetzter Todesstrafen für mindestens 500 Terroristen an. „Für diejenigen, die unsere Kinder, Bürger und Soldaten ermordet haben, wird es keine Gnade geben", machten die Behörden ernst. So weit, so gut. Nun aber hatte die sich doch recht weit vom Schuss befindliche Bundesrepublik Deutschland, die sich beispielsweise bei Auspeitschungen von Frauen oder Intellektuellen in Saudi Arabien meist diplomatisch zurückhält, nichts anderes zu tun, als die Pakistani zu belehren und aufzufordern, die Vollstreckung der Urteile zu unterlassen. Die Bundesregierung lehne die Todesstrafe generell ab, funkte das Auswärtige Amt über die Medien in den fernen Osten. Unsere Humanisten beanspruchen also für sich das Recht, weltweit und in diesem Fall in einem Land mit einer völlig anderen Kultur und in einer akuten Krisensituation die moralischen Maßstäbe zu definieren. Für Konrad Kustos ist das ein gleichermaßen arroganter wie aggressiver Akt, der so interessante wie deprimierende Rückschlüsse auf die Moral derer zulässt, die die Geschicke eines uns doch mehr als nahen Landes leiten.