Leute, die durch die Gegend laufen,
und sagen, dass sie am liebsten der Umwelt den Garaus machen würden, sind
relativ selten. Die Welt zu erhalten, auf der wir leben, ist derart abstrakt
gesehen ein Thema, über das es keine zwei Meinungen geben dürfte. Gerade
deshalb ist es so erfolgversprechend, auf dem üppig sprießenden Feld der
Umweltbesorger persönliche Ernten einzufahren. Aber nur für den, der es
schafft, aus all den naturgegebenen Umweltfreunden wie Du und ich
herauszuragen. Das ist nicht einfach, denn fantasielos, wie Karrieristen sind,
fällt ihnen meist nur die Übertreibung des Problems und die Verkürzung der
Zusammenhänge ein. So wird aus Umwelt-Engagement innerhalb dieser Strukturen
schnell Umwelt-Fundamentalismus. Und wie wir wissen, kreiert Fundamentalismus
am Ende nach dem Aktivistentum den Terrorismus.
Doch Terrorpraktiker wie die von
der Earth
Liberation Front, die kürzlich einen Anschlag auf das IBM-Nanotechnologiezentrum
in der Schweiz verüben wollten oder Tiere befreien, die dann in der für diese
feindlichen Freiheit verenden, sind nur ein paar arme Irre und nicht das
Problem. Das entsteht dort, wo aus Theorie Terror wächst, wo übersteigertes
Denken und Handeln von Wichtigtuern und Gewinnsuchenden Strukturen schafft, die
Schaden statt Nutzen anrichten. Wenn also Energiesparlampen gesetzlich
verordnet werden, die nicht nur Umweltbomben, sondern mit ihrem kalten Licht auch
noch Depressionsstifter
sind, wenn alte, gut isolierte Wohnhäuser gesetzlich und umweltschädlich
wärmegedämmt werden müssen und dadurch die Mieten ins kaum Bezahlbare
gesteigert werden, wenn eine neue Energielobby aufgebaut wird, die mittels vom
Verbraucher zu zahlender Subventionen schönste Landschaften mit in vielerlei
Hinsicht problematischen Windenergieanlagen zustellt. Im ideologischen Biotop
des Umweltschutzes wächst die schädliche Monokultur des Verlustes von
Effektivität und Verhältnismäßigkeit.
Da ist dann auch jede Lüge
gerechtfertigt, denn – siehe oben - es geht ja um das Gute an sich. Der
UNO-finanzierte Weltklimarat erzählte
beispielsweise seit 1996 Jahr um Jahr (und bestätigt von Hunderten seiner
Experten), dass bedingt durch das ominöse Global Warming bis 2350 alle 500.000
bis eine Million Quadratkilometer Gletscher des Himalajas abgetaut sein werden.
Erst 2010 ließ sich nicht länger leugnen, dass der ganze Himalaja überhaupt nur
33.000 Quadratkilometer Gletscher besitzt. Wie viel davon im Jahr 2350 (!) noch
da sein werden, wissen sowieso höchstens die Eisheiligen.
Oder man fokussiert auf ein
griffiges Thema wie das eigentlich lebensnotwendige Kohlendioxid und
vernachlässigt dabei andere, eigentlich offensichtliche Gefahren. So war bisher
der Dieselruß ein Randthema, doch in letzter Zeit, gibt es selbst innerhalb der
Umweltbürokratie vorsichtige Stimmen, dass der Ruß aus Kraftfahrzeugen,
Schiffsmotoren oder Baumaschinen genau die Schäden hervorrufen könnte, die dem
Kohlendioxid mühsam angedichtet werden mussten: Gesundheitsschäden, Eisschmelze
in der Arktis, Niederschläge und Welterwärmung.
Oder man unterschlägt einfach die
Informationen, die das Lügenfundament des eigenen Erfolgsmanagements wackeln
lassen könnten. So weiß kaum jemand der gutgläubigen Umwelt-Untertanen, dass
die angeblich vom steigenden Meeresspiegel zum Untergang verurteilten Malediven
in den letzten Jahren durch Anlandung und Korallenbildung an Fläche gewonnen
haben. Kaum bekannt ist auch die Erkenntnis australischer Forscher, dass
Korallenriffe durch eine Klimaerwärmung nicht Schaden nehmen würden, sondern
widerstandsfähiger werden und schneller wachsen.
Allen Beispielen gemein ist, dass
die Komplexität der Welt bewusst oder unbewusst, in jedem Falle aber unzulässig
reduziert wird. Man suggeriert, dass es einen geraden, linearen Weg vom Problem
zur Lösung gibt. Wenn das offensichtlich nicht so ist, wird entweder an der
Lösung (untaugliche Energiesparlampen) oder am Problem (menschgemachte
Klimaerwärmung) manipuliert. Wenn aber die Dinge nicht komplex, oder präziser
gesagt „kybernetisch“, betrachtet werden, ist selbst dann, wenn gar kein böser
Karrieristenwille dahintersteht (so selten das auch der Fall sein mag) Schaden
programmiert.
Wir sind seit Jahrtausenden
gewohnt, dass Systeme immer komplexer werden – der Mensch ist so ein komplexer
werdendes System, die Zivilisation ebenfalls oder schlicht das Innere eines
Fernsehers. Warum also optimiert sich nicht auch das System der Problemfindung
oder -lösung? Weil es in einer immer komplexer und schwerer durchschaubar
werdenden Umgebung die kontraproduktiven Systeme der Täuschung und der
individuellen Vorteilsnahme immer leichter haben, auf Kosten der Allgemeinheit
zu agieren. Der Erfolg gibt ihnen scheinbar recht.
So ein Prototyp des Erfolgreichen
durch Manipulation der Massen und Verkürzung eines wichtigen Themas ist der
amerikanische Global-Warming-Guru Al Gore. Keine Lüge war ihm zu dreist, kein
Fakt zu gesichert, kein Pathos zu schmierig, um sich auf einer Bugwelle
undifferenzierter Umweltsehnsucht an die Spitze des Eisbergs spülen zu lassen.
Am Ende stand der Nobelpreis für einen gefährlichen Blender, der so
umweltfreundlich scheint wie Frau Holle und so umweltfeindlich ist wie ein Sack
Asbest. Ein Karrierist, bei dem es einen im Nachhinein froh stimmt, dass einst
„nur“ ein Idiot wie Bush die amerikanische Präsidentenwahl gewann und nicht ein
gewissenloser Verführer und Machtmensch wie Gore.
Und Erfolgreiche wie er neigen
dazu, ihr Erfolgsmodell, koste es, was es wolle, durchzuziehen. Erst recht
dort, wo sie die Wahrheit erst mühsam korrigieren mussten, um überhaupt
erfolgreich sein zu können. Dabei schaffen sie Netzwerke der Täuschung, deren
Möglichkeiten über die einzelner Profiteure weit hinausgehen.
Uns bleibt da nur, kritischen
Widerstand zu leisten, indem wir den einfachen Antworten und Lösungen
misstrauen. Hinterfragen, auch wenn es schwerfällt, wo doch einfache Lösungen
so attraktiv scheinen. Tun wir das nicht, werden Glaubwürdigkeit, Attraktivität
und Funktionalität der „guten Sache“ beschädigt. Tun wir das nicht, werden die
Strukturen weiter destabilisiert und chaotisiert. Tun wir das nicht, wird das
System des Niedergangs sich weiter selbst bestätigen - nicht nur in der Umwelt
der Umwelt.
Und Du klingst nicht mal seriös.
AntwortenLöschenJa auch in der Schweiz wird der Klimawandel den Merkel und Co. vorgebetet haben, nachgebetet. Kernenergie per se schlecht, aber Import aus französischen KKW und deutschen Kohlekraft ist gut! Wegen der Subventionsflut für deutsche Sonnen- und Windkraft rentieren unsere Wasserkraftwerke nicht mehr. So werden Ausbaupläne an bestehenden Wasserkraftwerken verschoben oder von den Naturschützern verhindert. Ihren Bericht sollte in den grossen Zeitungen veröffentlicht werden!
AntwortenLöschenSo was kommt da nicht, das ist eben das Problem. Manipulation über einseitige Information.
LöschenDennoch hat natürlich jedeR, der oder die es wissen will, die Möglichkeit, sich Informationen zu verschaffen.
LöschenIch wünsche allen Beteiligten ein wenig Eigeninitiative beim kritischen Hinterfragen und grüße herzlich aus dem 7gebirge
Annette S. aus K.
Schon immer hat das Volk den Märchenerzählern geglaubt.
AntwortenLöschenDie "allwissenden Journalisten" der "Mainstream-Medien" werden durch die noch allwissenderen Blogger ersetzt. Ist ja so schön einfach, erst ganz kybernetisch auf die Komplexität der Welt hinzuweisen und diese dann auf ein paar Soundbites zu reduzieren. Sollen doch andere den Augiasstall der Pseudoaussagen ausmisten.
AntwortenLöschenDanke auch. Ich schalte lieber meine warme LED-Tischlampe an und sortiere noch ein paar Briefmarken. Weltretten verschiebe ich auf morgen.
Also, ich finde es nicht verwerflich, kritisch zu hinterfragen, was einem Medien und Unternehmen in puncto Klimaschutz erklären. Mit dem Thema lässt sich eben mittlerweile gut Geld verdienen. Trotzdem sollte man es nicht übertreiben, ansonsten landet man nur in der Schublade der Verschwörungstheoretiker und wird unglaubwürdig. Wenn ich beispielsweise bei Lyoness einkaufe und mir gesagt wird, dass ein Teil des Geldes an die ... (Spam) geht, vertraue ich darauf, dass das stimmt. Wenn ich es nicht tue, kann ich generell unser ganzes System in Frage stellen, denn ohne ein gewisses Grundvertrauen geht es einfach nicht.
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