Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
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Samstag, 11. Februar 2017

Verletzte Gesetze

Fotokompostion: C.Pontenagel
Das Milieu stellt sich über das Gesetz
und beschädigt damit die Demokratie

Der Begriff Rechtsstaat hat etwas Janusköpfiges: Einerseits klingt er in unseren Ohren etwas spießig, andererseits sind wir froh, dass wir ihn haben. Aber haben wir ihn noch? Mehr und mehr, das sehen wir nicht nur in der Flüchtlingskrise, ersetzen die jeweiligen Autoritäten rechtsstaatliche Regeln durch persönlichen, subjektiv moralisch legitimierten Aktionismus. Es gehört zu den Gesetzmäßigkeiten des Niedergangs, dass Menschen in ihrer Hybris sich über die in Generationen gewonnene kollektive Weisheit hinwegsetzen. Ein gutes Beispiel dafür ist der katholische Oberhirte Deutschlands, Kardinal Marx, der die Öffnung der Grenzen durch Angela Merkel mit den Worten lobte: „Sie hat sich sogar über das Gesetz hinweggesetzt. Das gehört auch zur politischen Führung!“ Nun mag der Klerus seit jeher eher himmlischen denn weltlichen Gesetzen verpflichtet sein, doch allein, dass er einen solchen Satz zu formulieren wagt und dabei kaum Widerspruch findet, zeigt, dass unser Rechtssystem sich im Prozess der Demontage befindet.

Samstag, 7. Januar 2017

Nach-Gedacht: Schmutzige Noblesse

Quelle: Facebook privat
Ausgrenzung auf kulinarische Art

Der Wahn schreitet voran: Wir haben in diesem neuen Deutschland schon wieder Berufsverbote, Kriminalisierung, Bloßstellung, Verleumdung, Einschüchterung, Behinderung, Zensur. Bitte die Aufstellung beliebig ergänzen, denn das Arsenal, die Welt oder wenigstens die deutsche Zivilgesellschaft von Abweichungen der zuherrschenhabenden Meinung zu bereinigen, ist wahrhaft gewaltig. Seit ein Berliner Schickimicki-Restaurant sein schon bisher unsympathisches, aber legales Selbstdarstellungsbedürfnis damit befriedigt, AfD-Mitgliedern und -Sympathisanten den Eintritt zu verwehren, ist aber eine neue Dimension der Kombination von gelebtem Hass und Dreistigkeit erreicht. Neben Aufklebern gegen Waffen, Handys und Kameras klebt nun also auch ein Anti-AfD-Sticker an der Tür des „Nobelhart und Schmutzig“, das im Berliner Kreuzberg residiert, wo der Bezirk am hässlichsten ist (Friedrichstraße 218, bitte klingeln). Da ist der Name wirklich Programm.

Samstag, 1. Oktober 2016

kurz geklagt: Dominanzpenetranz

Woher auch immer die Damen und Herren des Vereins Tempelhofer Berg meine E-Mail-Adresse hatten, vermutlich unguter und datenschutzunverträglicher Weise direkt von der Senatsverwaltung, sie haben mir ganz schön den Tag versaut. Schließlich musste ich lernen, dass es um die Dinge im Land immer noch ein Stück schlimmer steht, als man vergeblich zu verdrängen versucht. Konkret ging es um eine viertägige Veranstaltung unter dem schnittigen Titel „Reflexion von eigenem Handeln, von Rassismus und Dominanzkultur“. Dies seien die üblichen Blasenphrasen des neuen Milieus , dachte ich kurz, stutzte dann aber: Dominanzkultur! Ein Begriff, ich gestehe es, der noch nicht zu meinem Sprachschatz gehörte, obwohl er schon 1995 von Birgit Rommelspacher kreiert wurde. Ein Begriff, der die ganze Perfidie der neuen Globalisten aufleuchten lässt.