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"Es kitzelt ja nur..."
Quelle: rainerunsinn.blogspot.de
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Die so geschaffene Realität jenseits des Realistischen ist so offensichtlich, dass wir sie hier nicht immer wieder in Faktenform vorbeten müssen. Wir kennen die (zumindest offiziellen) Zahlen der nach Europa strömenden Flüchtlinge oder Glücksritter. Wir kennen das Elend der Flüchtlingstrecks. Wir sehen die fehlende Perspektive und die teilweise desolate Unterbringung der Neuankömmlinge. Wir sind uns klar über die nicht seriös zu finanzierende Folgenbewältigung der Migration selbst durch gesunde Volkswirtschaften und ihr Wissen um die Unmöglichkeit solche Massen und ihre mitgebrachten fremden Kulturen in den Volkskörper zu integrieren. Wir bezweifeln die moralische und rechtliche Legitimation eines Großteils der Einwanderer. Wir sind entsetzt über die Aussetzung grundlegender nationaler und internationaler Gesetze. Wir befürchten und sammeln erste leidvolle Erfahrungen, welche Einbußen an Lebensqualität und Sicherheit damit verbunden sind. Und wir können antizipieren, welche fatale Progression die gegenwärtige Einladungspolitik weltweit verursachen wird.
Sparen wir uns also diesmal das mühsame Argumentieren für oder mit Leuten, die um
Fakten sowieso einen Bogen machen wie der Teufel um das Weihwasser. Diese Leute
sind so faktenresistent, weil sie auf einer ganz anderen, nämlich ausschließlich
moralischen Ebene denken oder zumindest zu denken vorgeben. Wirkliche Moral ist
allerdings keineswegs faktenleugnend, im Gegenteil bedingen sich Moral und
Realität untrennbar. Wenn aber die Moral wie hier als verkürzender Welterklärungsmechanismus
missbraucht wird, kann sie gleich auch noch als eine psychologische Waffe
benutzt werden, gegen die es, je nach Setzung der Prioritäten, kaum eine
Verteidigung gibt.
Solches Auseinanderklaffen von Glauben und Glaubwürdigkeit
kennen wir von diversen Religionen, wir kennen es sowohl vom Sozialismus als
auch vom Nationalsozialismus, und wir lernen es gerade schmerzhaft vom neuen Glauben
des Mainstreams, dem Gutmenschentum, kennen. Immer wird dabei einer komplexen
Realität ein einfaches Welterklärungs- und Handlungsmuster entgegengesetzt. Und
immer gibt es dann auch die Hohepriester, die ihre spirituellen,
psychologischen und dinglichen Vorteile daraus ziehen.
Wenn Moral als eine der Realität übergeordnete Instanz
definiert wird, liegt das Problem des Ganzen also genau in dieser logisch offensichtlich
unzulässigen Definition. Wenn Gott die Welt erschaffen hat und immer noch
überall die spirituellen Finger drin hat, sollte man ihm eben nicht
widersprechen, wenn der Sozialismus behauptet das Elend der Welt abschaffen zu
wollen und das Paradies auf Erden zu errichten, sollte man ihn machen lassen,
und wenn die Menschen gut sein wollen, verbietet sich, danach zu fragen, wie
viel Dummheiten sie dabei anrichten. Der Trick ist immer wieder so erfolgreich,
weil die meisten Menschen in solchen abstrakten Denkmustern weder zu denken
gewohnt noch gewillt sind. Und Gutsein ist heutzutage dann eben gut und Nichtgutsein
falsch, Punktum.
Über die psychologischen Gratifikationen, die sie für ihren
Kurz-Schluss erhalten, wird ein anderes Mal zu sprechen sein. Die Scherben nach
einer solchen Reduktion sollen jedenfalls dann andere zusammenkehren. Nur zu behaupten, gut zu sein oder dies
vordergründig zu demonstrieren, reicht aber zur Vorteilsgewinnung für die
Allgemeinheit nicht aus, dafür muss man auch in der Gesamtbilanz Werte
schaffen. Dazu gehörte in unserem Zusammenhang beispielsweise, die gerade im
zweiten Absatz aufgezählten Bedenken zu berücksichtigen und Antworten zu suchen.
Doch das kann hier leider nur im Konjunktiv geschrieben werden.
Wenn scheinbar gutes Tun für das Individuum so einfach und
so einträglich ist, ist es trotz der quasireligiösen Grundausrichtung kein
Wunder, dass es ein sich gegenseitiges Überbieten darin gibt. Dabei ist es unerheblich,
ob einer noch mehr Gutes tut oder noch besseres Gutes, oder ob er einfach die
Rolle der Inquisition übernimmt und auf Andersdenkende einprügelt. Auch zu diesen
psychologischen Motivationen wird es hier demnächst noch einiges zu sagen
geben. Vorerst wollen wir noch etwas bei der Frage der Glaubwürdigkeit dieser
neuen Moralreligion verharren.
Konrad Adam von der AfD machte kürzlich bei Geolitico
auf ein besonders unlauteres Argument aufmerksam. „Das Märchen von der
fehlenden (Zuzugs-)Obergrenze ist nicht nur politisch verhängnisvoll; es ist
auch juristischer Unfug. Denn wie jedes andere stößt auch das Grundrecht auf
Asyl an Grenzen – dort nämlich, wo andere Grundrechte beginnen….Heute verbünden
sich CDU und SPD, um unter Berufung auf das eine Grundrecht andere Grundrechte
systematisch auszuhebeln. Das Demonstrationsrecht wird eingeschränkt, das Recht
auf Meinungs- und Gesinnungsfreiheit kastriert, die Unverletzlichkeit der
Wohnung missachtet, indem die Behörden Mietern, die jahrzehntelang Steuern und
Sozialabgaben entrichtet haben, zugunsten von Leuten die Wohnung kündigen, die
nichts dergleichen vorzuweisen haben und auch für die Zukunft nicht erwarten
lassen.“
Erst recht ist der Glanz der Moral am Schwinden, wenn sich
Trittbrettfahrer ihrer bedienen wollen. Natürlich sind sozusagen
berufsspezifisch zum einen Politiker und Journalisten Trittbrettfahrer, wenn
sie versuchen, mit angesagten Parolen ihrer eigenen Karriere zu nutzen.
Widerwärtig wird es, wenn sich sogenannte Prominente das Recht nehmen, ihren
Mitbürgern politische oder moralische Handlungsanweisungen zu geben, obwohl sie
weder entsprechende politische noch moralische Kompetenzen vorweisen können.
Nachhaltig in Erinnerung geblieben sind die Hasstiraden von Til Schweiger in
der Allgemeinen Richtungsanstalt Deutschland (ARD) beim Maischberger-Talk, wo
der Film- und Selbstdarsteller für Demonstranten gegen die Flüchtlingspolitik Standgerichte
und Inhaftierungen ohne Gerichtsbeschluss forderte.
Nicht immer sind solche Medienopportunisten so aggressiv und
selbstgerecht, so proto-faschistisch, wie Schweiger. Aber die Punkband Die Ärzte
schaffte es im Rahmen der durchaus treffend bezeichneten „Aktion Arschloch“
mangels aktuellen Outputs einen Song von 1993 an die Spitze der Charts zu
bringen. Auch anderswo arbeitet die neue Moral-Industrie in Sonderschichten, um
nichts anbrennen zu lassen. Promiköchin Sarah Wiener beispielsweise verteilte
150 Portionen Bio-Gemüsesuppe an Flüchtlinge und erklärte dabei falsch, aber
trendy: „Kein Mensch ist illegal“. Dass sie damit auch noch suggeriert, dass
Flüchtlinge in den Heimen hungern müssen, ist eine dieser erwähnten offensichtlichen
Wahrheitsbeugungen, eine andere die kühne Unterstellung, dass den solide Kost
gewohnten Flüchtlingen dieser vegetarische Bio-Pamps überhaupt zusagen könnte. Ausdrücklich
sei erwähnt, dass kürzlich Peter Maffay aus der Phalanx der Jet-Set-Gutmenschen
ausgebrochen ist und sich erlaubt hat, nach einer Obergrenze für
Flüchtlingszahlen zu fragen.
Dann gibt es natürlich noch sozusagen „natürliche“
Profiteure der neuen Wachstumsbranche. Die deutschen Psychotherapeuten forderten
Mitte September scheinbar völlig uneigennützig mehr Hilfen für traumatisierte
Flüchtlinge. Die Hälfte von ihnen (den Flüchtlingen, natürlich) sei psychisch
krank, erklärte die Bundespsychotherapeutenkammer, aber nur 4% erhielten
derzeit eine psychotherapeutische Behandlung. 40-50% litten unter posttraumatischer
Belastungsstörung, ebenso viele unter Depressionen, häufig beides gleichzeitig.
Zwar ist die statistische Quelle trüb und es werden die Kriterien für eine
solche Traumatisierung nicht genannt, doch ist allein der Anspruch,
fremdsprachige Kulturfremde massenhaft sinnvoll therapieren zu können, ein
Hohn. Angesichts jetzt schon langer Wartelisten für einheimische - tatsächliche
oder eingebildete - Kranke ist das sogar völlig undurchführbar. Aber es tut
eben gut, auch jenseits jeder Realisierbarkeit den Finger zu heben und auf die
eigene Wichtigkeit zu verweisen, dann braucht man auch nicht mehr zu fragen, wer
für eine mögliche therapeutische Aufrüstung per Beitragszahlungen und
Wartezeiten aufkommen müsste.
Der CDU-Abgeordnete Maximilian Krah
hatte die Realität schon vor fast einem Jahr aus Anlass der sich formierenden
Anti-Pegida-Propaganda sehr schlüssig eingefangen: „Es ist deshalb an der Zeit,
zur Kenntnis zu nehmen, dass man ungesteuerte Einwanderung, oft genug von hoch
problematischen, alleinreisenden jungen Männern aus islamischen Staaten, nicht
gut finden muss. Dass es massive Probleme gibt, weil die Ankommenden nicht
daran denken, sich zu integrieren, und dass diese Probleme von einer Toleranzindustrie,
die jede Kritik als unmoralisch diskreditiert, tabuisiert werden, so dass sie
ungelöst bleiben. … Und, ganz wichtig, dass nicht jede Bürgerin und nicht jeder
Bürger, der auf diese schlichten Wahrheiten hinweist, dumm, ahnungslos oder
Nazi ist.“
Die Realität wird die gut-gläubigen Verdränger ohnehin alle
einholen. So wie schon jetzt bei den freiwilligen Flüchtlingshelfern, die sich
immer zahlreicher aus den Flüchtlingslagern zurückziehen. Teilweise, weil sie
dem Druck und der Ausbeutung ihrer Arbeitskraft nicht mehr gewachsen sind,
teilweise, weil sie den Kulturschock der Erkenntnis nicht verarbeiten können,
dass nicht alle Flüchtlinge so unschuldig, dankbar und harmlos sind, wie man
sich das gedacht hatte. In der Berliner Zentralstelle in Moabit verweigerten Hilfsorganisationen
im Herbst sogar den Einsatz von Dolmetschern, weil ein „unbekannter Mann“ (man
beachte das herkunftsbefreite Neusprech) auf einen Dolmetscher eingeschlagen
hatte.
Trifft es hier noch sozusagen „freiwillige“ Opfer, wird das
ganze Land zu Betroffenen, wenn beispielsweise wie im Herbst in Berlin in
vielen Nächten die komplette Polizeibesatzung der Stadt zur
Flüchtlingsregistrierung eingesetzt wurde und nur noch klagen konnte: „Wir
mussten in einigen Nächten so viele Flüchtlinge nach Tempelhof bringen, dass
kein einziger Funkwagen für den Streifendienst mehr verfügbar war.“ Welche
Moral gilt dann, wenn die Räuber schon an der Haustür kratzen oder der
Verkehrsunfall ungeregelt die Hauptstraße blockiert?
Aber es kommt noch schlimmer. Jede erfolgreiche Ideologie
ist auch ein Metaorganismus, der danach trachtet, seine Herrschaft zu
stabilisieren. Dazu bedarf es bekanntlich angemessener
Unterdrückungsinstrumente, die Widerspruch im Keim ersticken, und letztlich den
Aufbau einer neuen Diktatur, in diesem Falle der „Moralischen Diktatur“. Noch
brennen keine Scheiterhaufen, und sie werden das wahrscheinlich auch nicht tun,
denn so vergleichbar wie die Strukturen ideologischer Unterdrückung auch sein
mögen, so unterschiedlich können die zeitgemäßen Mittel sein. In einer
zunehmend virtuellen Gesellschaft wird die neue Diktatur versuchen vorerst mit
psychologischem Druck auszukommen, der moralische Korrektheit einfach
unhinterfragt einfordert.
Doch schon jetzt gibt es für die Opposition Berufsverbote
und einseitige Gerichtsbarkeit. Es gibt Maßnahmen zur Gleichschaltung der Medien
und des Internets. Es gibt Kürzungen öffentlicher Mittel für Demokraten und
Zuflüsse für verfassungsfeindliche Gruppen, die behaupten, vornehmlich den
Kampf gegen Rechts
zu führen. Es gibt eine entsprechende Ausrichtung des Schulwesens und anderer
Institutionen, besonders des Staatsschutzes. Gegen einen Beamten in Zivil wurde
beispielsweise Ende Oktober in Brandenburg ein Disziplinarverfahren wegen eines
Demo-Plakates eingeleitet, das ausdrücklich keinen Straftatbestand erfüllte. Das
alles ist zwar nicht im Sinne einer pluralistischen Gesellschaft und damit im
eigentlichen Sinne unmoralisch, aber natürlich übersichtlich neu-moralisch
sanktioniert: „Wer nicht für uns ist,
ist gegen uns und damit gegen unsere hehren Ziele.“
Letztlich muss sich ganz im Sinne des von Konrad Adam beschriebenen
Helfens um jeden Preis am Ende auch noch die Demokratie unterordnen. So richtig
ernstgenommen haben die Mächtigen die Volksherrschaft ja eigentlich nie, doch im
Zuge der großen moralischen Vereinheitlichung fügen sich dann auch nominelle
Volksvertreter nahtlos ein. Was mag ein IG-Metall-Chef
eigentlich für ein moralisches Grundmuster haben, der glaubt, seine Klientel so
beruhigen zu können: „Der Langzeitarbeitslose hier hat die gleichen Ansprüche
und Chancen auf Förderung wie der Flüchtling, der zu uns kommt.“
Und weil er weiß, dass diese brutale Ignoranz irgendwann
relevanten Widerstand hervorrufen wird, legte dieser Jörg Hofmann im Deutschlandfunk
noch weitsichtig nach: „Die IG Metall fordert von der Wirtschaft ein
kompromissloseres Vorgehen gegen Fremdenfeindlichkeit in der Belegschaft.
Firmen sollten Arbeitnehmer entlassen, die offen fremdenfeindliche Kommentare
im Netz veröffentlichen.“ Wir lesen richtig: Ein Arbeitnehmervertreter fordert
die Arbeitgeber auf, politisch motivierte Entlassungen auf Basis diffuser,
rechtlich undefinierter und beliebiger Anschuldigungen vorzunehmen! Moral ist,
wenn man trotzdem lacht.

Was ergibt sich den, wenn es Deutschland richtig Wirtschaftlich schlecht geht, aus welchen Gründen auch immer?
AntwortenLöschenKönnte sich dann nicht die Emigration in Umgekehrter Richtung ergeben ?
Wir wissen ja das Emigranten auch noch ihre Wurzeln also Verwandte im Ausland haben.Wer hätte nicht gern nach dem Zweiten Weltkrieg oder während dessen, Verwandte in der USA oder sonstwo in der Welt gehabt und wäre mit oder ohne Hilfe von diesen aus Deutschland geflüchtet?
Da bleibt wohl manches mal die Moral auf der Strecke. "Ach wir haben Verwandte im Ausland und wenn es hier schwierig wird, verschwinden wir einfach in das Ausland.Wo bleibt den da die Globalisierung?
Die Moral kommt zuletzt und vorher geht sie auf die Flucht.
Sehr gute und prägnante Analyse!
AntwortenLöschenIch arbeite -leider unfreiwillig und schlechtbezahlt- in der Migrationsindustrie und bin immer wieder mit diesem Denken konfrontiert.
Politisch-korrekte, moral-gestützte Dogmen definieren zwangsläufig alle weiteren gesellschaftlichen Diskurse und über einen längeren Zeitraum wirken mit Tabus durchsetzte bzw. einseitig geführte Diskurse wie Gehirnwäsche.
Leider sind viele Menschen unpolitisch als auch unfähig, analytisch und (selbst)kritisch zu denken. Das Denken in Schablonen und Kategorien ersetzt eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Fakten, typisch dafür sind Leute, die ausschließlich im Links-/Rechts-Denken verhaftet sind.
Das betrifft viele in der Sozial- und Migrationsindustrie arbeitende Gutmenschen, die sich schon von dieser angezogen fühlen, wenn sie sich beruflich orientieren und natürlich nach vielen Berufsjahren sich rundum wohl fühlen, weil sie für ihr moralisch gestütztes Helfer-Syndrom mit einem sicheren Job belohnt werden. Diejenigen, die tatsächlich noch einen kritischen Gedanken zusammenkriegen, sind viel zu feige, Kritik zu äußern, nicht nur, weil sie Profiteure sind, sondern weil sie damit das ganze System indirekt in Frage stellen würden. Und genau da liegt das Problem: All diese feigen Profiteure neben den Überzeugungstätern werden einen Teufel tun und die Hand, die sie füttert, wegschlagen, auch wenn es den eigenen Untergang bedeutet. Aber diese Leute tragen dieses kranke System, immer im Verbund mit denjenigen, die auch politische Funktionen innehaben und Lobbyarbeit für die aufgeblasene Migrationindustrie leisten. Die Frage ist, wie man schnellstmöglich die Deutungshoheit dieser Moralisten und Profiteure in den politischen Diskursen brechen kann und eine politische Wende einleitet. Ich befürchte jedoch, dass das nur der Katastrophenfall vermag.
Ihre Kommentare sind allein schon deshalb wohltuend, weil man meint in einem Meer orientierungser Moralapostel zu ersaufen, ein Leuchtfeuer intelligenter Reflexion.
AntwortenLöschenLeider habe ich die letzten Jahre feststellen müssen, dass dass einstmals vertretene anerzogene freiheitlich-demokratische Gedankengut vollständig den Bach runtergegangen ist. Überall in den Behörden - in meinem Kontaktbereich flächendeckend - wird rechtsstaatliches Gedankengut ersetzt durch Meinungsmache, und dieses dann noch mit erbärmlichen Halbwissen, gegenseitig gestützt durch Netzwerke, überwiegend Juristen.
Faktisch führt dies zu einer Gesinnung- und Lynchjustiz, wie man sie etwa in der Familienpolitik atmosphärisch im Ergebnis findet (was dann mit der Geburtenrate korrespondiert - ein besonderes Geschmäckle für die Auffüllung der "Lücken").
Spannend bleibt wie sich die Dinge weiter entwickeln: ein Blick nach Schweden verrät dazu einiges.
Ich habe den ganzen Text garnicht gelesen. Wozu auch ? der Titel sagt schon alles. Aber eine Frage habe ich da !!! Moral auf der flucht, wie konnte das passieren ? Manche Dinge bewegen sich so langsam, dass man nicht mitbekommt das sich da was tut. Aber die Moral der Deutschen war schon immer so scheinheilig, irgendwie war die sprunghaft weg. Keinen ist es aufgefallen. Oder war es allen nur egal ? Sofern die Illusion "German Dream" weiterlief ? Was ist German Dream eigentlich ? Hmm weiss auch nicht, ich glaube irgendein Schwachsinn, so viel wie, wenn man freiwillig die Beine breit macht, dann wird man nicht vergewaltigt. Gefickt wird man aber dennoch. Beim German Dream kannst du dein Ficker aber nicht Anzeigen, warum auch ;), lief doch alles freiwillig und jeder wusste bescheid oder drückte beide Augen zu. Nur beim Pferdefleisch, da hörte der spass auf. Mal ehrlich, DIE URDEUTSCHE LASAGNE gespickt mit Pferdefleisch, HOLLA DIE WALDFEE, das ist ein verbrechen an Gott und Galaxie. Heil dir SATAN wenn du nur dafür sorgst das Lasagne rein bleibt, dann gehören unseren Herzen dir. (ob satan das schon gescheckt hat) (ob andere länder pferdepfleich in lasagne auch so schlimm finden ?) (ob pferdefleisch wohl schmeckt ?)
AntwortenLöschenSascha Lobo hat neulich auf SPON einen schönen Kommentar geschrieben, bei dem er feststellt, dass sich die "besorgten Bürger" vor allem als OPFER empfinden. Der Beitrag von Kustos passt wie die Faust aufs Auge.
AntwortenLöschenhttp://www.spiegel.de/netzwelt/web/rechtspopulismus-im-netz-opferkult-nach-troll-art-kolumne-a-1061024.html
Auch Lobos Beobachtung, dass dieser Personenkreis zu Verschwörungstheorien neigt, wird durch einen schönen Satz wie "Angesichts des von der OECD und anderen interessierten Organisationen angeheizten Bevölkerungswachstums in der Dritten Welt und besonders in Afrika" bestätigt. Ach ja, den Nazi-Vergleich, den Lobo erwähnt, findet sich hier auch wieder. Arme, arme Opfer.
Was die kritische, unideologische Diskussion angeht - wenn jegliches Nachdenken über Probleme durch die Flüchtlingskrise von populistischer Seite nur zu weiteren Tabubrüchen genutzt wird, verbieten sich schon Aussagen wie die vom Tübinger Bürgermeister Boris Palmer, geschweige denn Texte wie der von Herrn Kustos. Öl ins Feuer.
Denkt doch nur mal darüber nach, was passiert, wenn die Tabubrecher wirklich an die Macht kommen. Die werden noch einige weitere Tabus brechen. Run if you can.