Wer erwartet hat, dass Zombies in Zukunft auf ihren
Cholesterinspiegel achten oder menschenschonend und ganz vegan mit Kaugummis
ihren Heißhunger stillen, den muss ich leider enttäuschen. Bei den wandelnden
Untoten bleibt alles so hirnlos wie bisher. Gott sei Dank haben wir Menschen da
etwas mehr Glück und können unsere Gehirne weiter benutzen. Und warum werden
dabei Zombies und kleine kugelrunde Kaugummis als nützlich Helferlein
gebraucht? Ganz einfach: Es geht um die Macht der Bilder, wenn es darum geht,
die Dinge um uns herum zu erklären.
Wahrscheinlich, weil ein Bild mehr als tausend Worte
auszudrücken vermag und Wissenschaftler dem Gehirn nachsagen, recht sparsam mit
dem reichlich vorhandenen Speicherplatz umzugehen, hat jeder so sein
Lieblingsbild im Kopf und ist nicht unbedingt erpicht darauf, dieses alle Nase
lang zu hinterfragen, zu ergänzen oder gar auszutauschen.
So kommt es dann auch, dass unter uns manche ein Bild eines
längst vergangenen Deutschlands mit sich herumtragen: das Deutschland der Kollektivschuld, das
Deutschland der satten Verteilungsjahre der 70-er und 80-er oder das kleinere
Deutschland mit seinen Kindergärten und Polikliniken, in dem alle ein bisschen
gleicher waren. Dann gibt es diejenigen, die unbeirrt an dem hellen Bild von
der Zukunft festhalten, ohne jedoch einen blassen Schimmer davon zu haben, wo
dafür der Pinsel und die leuchtenden Farben herkommen sollen. Wie schrieb so
schön ein anderer Blogger, „Optimismus ist somit nicht mehr die Konsequenz der
Realität, sondern die Brandmauer gegen sie; er erfüllt nur noch die Funktion,
den Betrug am eigenen Verstand und am eigenen Wissen zu rechtfertigen“. Zu
guter Letzt wären dann noch diejenigen ohne jedes Bild im Kopf. Diese wollen
einfach keine Bilder und schon gar keine, die einem den Tag vermiesen. Im
Moment verharrend gehen sie davon aus, es werde schon nicht so schlimm, denn
irgendeiner wird sich wohl irgendwie darum kümmern.
Einer, der zum Thema Migration jede Menge Maler-Utensilien
für neue gedankliche Bilder zur Verfügung stellt, ist Gerd Held, der in seiner
Artikelserie wort- und facettenreich mit tiefgehenden Analysen und einer
sehr schönen Chronologie der Geschehnisse aufwartet. Obwohl man eigentlich
nicht unvorbereitet war, schockierte es, noch einmal lesen zu müssen, wie das
Unheil in den letzten Monaten seinen Lauf nahm und bis jetzt nichts dagegen
unternommen wird.
Und falls sie schon jemand vermisst haben sollte, hier
kommen jetzt die Kaugummis und Zombies sinn-bildlich ins Spiel. Beim ersten
Bild geht es um einen Vortrag eines US-amerikanischen Professors, der dabei
Zahlen benutzt, die sich sehr schön auf Deutschland übertragen lassen. Ein
Kaugummi entspricht bei seiner Darstellung einer Million Migranten. Angesichts
der aberwitzig vielen anderen bunten Kaugummis in großen und kleinen Gläsern,
welche die über fünf Milliarden in Armut lebenden Menschen auf der Erde
präsentieren, wird die Ausweglosigkeit und Heuchelei der emotionalen
Migrationspolitik klar. Aber es geht noch weiter. Jedes Jahr kommen neue 80
Millionen Menschen in Armut hinzu. D.h. jedes Jahr einmal die Bevölkerung
Deutschlands in bitterer Armut, repräsentiert durch 80 rosa Kaugummis. Und so
beherzt man auch in das Glas der Armut greift und die rosa Kaugummis in das Migrationsglas
wirft, man kommt nicht weiter. Obwohl an dem Punkt - wenn nicht schon vorher –
bereits alles klar zu sein scheint, ging erst ein Raunen durch das Publikum,
als sich die rosa Kaugummis wenig später über das volle Glas ergossen und auf
die Bühne purzelten. Die klare Botschaft, Migration kann nicht der Weg sein!
Das zweite Bild stammt aus dem Film World War Z. Die Szene,
die ich meine, zeigt eine von der Katastrophe durch vorausschauende Maßnahmen
geschützte Stadt. Berauscht von dem Gefühl der Sicherheit, gaben sich die
Menschen erleichtert und ohne Nachzudenken dem inneren Drang hin, das Glück zu
besingen und sich gegenseitig in die Arme fallend zu tanzen. Das Problem war
nur, der Freudentaumel erzeugte Lärm und davon angelockt wurde die Stadt kurz darauf hoffnungslos von den Zombie-Horden
überrannt. Wären die Menschen leise geblieben und hätten den gesunden
Menschenverstand eingeschaltet, hätten alle überlebt (und der Film wäre an
dieser Stelle vermutlich frühzeitig zu Ende).
Übrigens, eine polnische Journalistin brauchte nicht die
Macht der Bilder von rosa Kaugummis und
Zombies, sondern nahm die Bilder, welche ihr die eigene Beobachtungsgabe, die Realität und deren vernünftige Bewertung
lieferten. Ihr Fernsehbeitrag sagt sehr viel über die etablierte
Denkweise und Charakterhaltung der deutschen Handlungs- und Meinungseliten aus.
Wer nicht die Zeit und die Geduld hat, dem sei der Abschnitt ab Minute 12:30
empfohlen. Hier äußert sich die Journalistin sinngemäß so, dass den Polen die
Bilder der gescheiterten Integration in Westeuropa reichten, um zu der
Erkenntnis zu gelangen, dass Polen niemals die Migrationsproblematik besser
lösen kann als reiche, große, erfahrene Länder wie Frankreich und Deutschland.
Daher sei es für Polen nur vernünftig, nicht den gleichen Weg zu gehen und noch
grandioser zu scheitern.
Anstatt den Internetauftritt des Bundestages neben Englisch
und Französisch nun auch auf Arabisch anzubieten, wäre es für Deutschland wohl
ratsamer, beim polnischen Nachbarn anzufragen, ob man sich nicht auf die Seite
des Sejm verlinken könne und ob dieser bitte seine Inhalte auch in Deutsch
veröffentlicht.
@Kustos- Adlatus scriptor...!
AntwortenLöschen„Tempus fugit“ wissen die Lateiner und ihre Kulturfolger, dass zumindest die Zeit ein echter Flüchtling ist. SORRY !!! - Ich hatte gelernt: Tempus fungit...!!! - Ist aber nicht so wichtig !
Die ehemaligen Besatzer sind dann ja,- dann "Gegangen worden...!
Haben dann noch 1000 Jahre in Byzanz überlebt !
Und warum werden dabei Zombies und kleine kugelrunde Kaugummis als nützlich Helferlein gebraucht? Ganz einfach: Es geht um die Macht der Bilder, wenn es darum geht, die Dinge um uns herum zu erklären.
Der AUTOR hangelt sich hier Hilflos durch sein "Gesäusel..."!!!
1. Semester div. Studien-Gänge ! - Haptische- Visuelle- Auditive Wahrnehmung...!!!
Als Nachhilfe für den Scriptor würde ich die Bücher: NLP -Emfehlen
Insbesondere die ersten Bände des amerikanischen Psychiaters Ericson...! --- aus seinen Thesen entstand dann das Neuro- Linguistische- pädagogische...NLP...!
ich hatte leider einige Bücher dieser Reihe gelesen,- die NLP auch zum/ZUR Verkäufer Ausbildung Nutzen dann wollten...Absoluter Blödsinn !!!
Historischer BLÖDSINN:
"... das Deutschland der Kollektivschuld, das Deutschland der satten Verteilungsjahre der 70-er und 80-er oder das kleinere Deutschland mit seinen ..."
GERADE in den 70`jahren begann der Abwärts-Trend...! - Öl-Krise,- Sonntags-Fahr-Verbot !!! - tausende Firmen gingen Pleite,- derweil öffentliche AuftragGeber den ROTSTIFT ansetzten...!
Also ZOMBIES und Kaugummis betrachte ich persönlich nicht als Grundlage für eine würdige Diskussion !
MERKEL`S Flüchtlingspolitik wird doch schon EUROPA-WEIT,- ABGESTRAFT...
Und findet dann -Widerhall- im deutschen Bundes-Tag !!! - MERKEL wird dann ENDEN: ..."Menschlich zu Würdigen,- aber aus der Staatskasse nicht weiter zu finanzieren...!!!
Kaugummis und Zombies.... Ernsthafter wäre dann angebracht !!!
AntwortenLöschenZombies sind NERVIGE gestallten der Fernseh-Industrie / Kaugummies sind lästige "Weg-Begleiter" der Straße !!!
Warum dann noch Keiner auf Schaden-Ersatz geklagt hat,- bleibt mir unerklärlich ???
Schade. Liest man zunächst äußerst entspannt einen flüssig geschrieben Artikel, gelangt beim Weiterlesen unweigerlich ins Stolpern und verhakt sich gnadenlos in jedem Wort. Ein Entkommen ohne Totalschaden, also dem Totalausfall der neurologischen Festplatte, ist nicht möglich. Jetzt muß ich den ganzen Artikel noch einmal lesen - aber dann ohne dieses gewisse Garrong.
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