„Von Sinnen“ beschreibt wohl besser, was sich der
Rechtsstaat am Montag geleistet hat: Nachdem die Polizei unter Verweis auf
mangelnde Unterstützung des Innenministeriums verkündet hatte, sie sei bei der
Legida-Demo im Gegensatz zu den fünf gleichzeitig stattfindenden
Gegenveranstaltungen (die eben keine illegalen Attacken befürchten mussten)
nicht in der Lage, diese zu „sichern“, wollten einige Wenige nicht hören und
mussten deshalb fühlen. Gegen den Willen der Legida-Verantwortlichen waren 100
bis 200 eher Kurzhaarige zum Demo-Dienst angetreten und am Augustusplatz auf
eine (genehmigte!) Kundgebung der Satirepartei "Die Partei" gestoßen,
die hier gegen den Gebrauch von Limonade demonstrierte.
Als es zu Wortgefechten mit Andersdenkenden kam, trennte die
Polizei die Gruppen und informierte per Megaphon die Legida-Sympathisanten,
dass sie mit empfindlichen Strafen zu rechnen hätten, wenn sie sich nicht
sofort zum Bahnhof zurückzögen. Daraufhin macht sich die kleine Gruppe auf den
angewiesenen Weg. Dabei wurden sie von „Gegendemonstranten“ eingekesselt, und
nach Angaben der örtlichen Tageszeitung kam es zu regelrechten Hetzjagden durch
Autonome.
Obwohl die Anti-Legida den Weg zum Bahnhof blockiert hatte,
gelang es der Polizei, die Gruppe von hinten in den Bahnhof und damit in die
Falle zu bekommen. Denn (spätestens) jetzt kommt's: Trotz vorhergehender
Zusagen wurden von allen Beteiligten die Personendaten aufgenommen (und
vermutlich nachhaltig gespeichert), und ihnen wurde ein erhebliches Bußgeld in
Aussicht gestellt, was dann am Folgetag auch von Polizei und Stadtverwaltung
bestätigt wurde. 500 Euro pro Person sind möglich. Wenn das keine
Einschüchterungspolitik gegenüber Andersdenkenden ist, was dann? Dass die Polizei
nebenbei noch zwei Pressevertreter verprügelt hatte, nennt man wohl einen
Kollateralschaden.
Nun ist Konrad Kustos nicht bekannt, ob es schon jemals im
demokratischen Deutschland bei einer nichtgenehmigten Demonstration
flächendeckende Identitätsfeststellungen gegeben hat. Nach aller Erfahrung
jedenfalls nicht, auch dann nicht, wenn es dabei zu erheblichen Gewaltexzessen
kam, was über die Jahre eher Gewohnheit als Ausnahme bei linken Demonstrationen
war. Man denke nur an die regelmäßig friedlich beginnenden und im Chaos
endenden Demonstrationen zum 1. Mai. Entweder wird hier also mit zweierlei Maß
gemessen oder die Zeiten haben sich geändert, vermutlich beides. Wer heute nicht
der staatlich vorgegebenen Meinung ist, wird unverhältnismäßig reglementiert und
bestraft, selbst wenn er sich den Regeln unterwirft. Wenn das keine Zeitenwende
ist…
Als noch die Mitte regierte, war Demokratie und staatliche
Toleranz möglich. Unter der nach links bis links-absurd gewanderten politischen
Polarität von Staat und Mainstream gilt das nicht mehr. Die Erkenntnis
bewahrheitet sich immer wieder: Extreme Denkmodelle lassen sich nicht mit
Freiheitlichkeit vereinbaren. Wir haben ein kybernetisches Paradox zu
konstatieren, nämlich dass ausgerechnet der freiheitliche Ansatz, den die Linke
seit den 70er-Jahren für sich beansprucht, zur Unterdrückung der Freiheit
führt. Und dass der „Kampf gegen Rechts“ der schrittweisen Einführung
totalitärer Strukturen dient.
Schon bisher konnten wir im Zusammenhang mit den Egidas
beobachten, dass von interessierten Kreisen aus real existierenden bürgerlichen
Bedenken kurzerhand rechtsradikale Umtriebe konstruiert wurden, während der
linke Widerstand glorifiziert und von allen Schuldvermutungen freigesprochen
wurde. Zum Exzess getrieben hat das der ehemals bürgerlich-demokratische
Berliner Tagesspiegel in seinem durch und durch ernst gemeinten Artikel „Danke,liebe Antifa!“,
dem hier aus gegebenem Anlass schon bald ein eigener Post gewidmet werden muss.
Auch mit dem ideologischen System, das hinter der Janusköpfigkeit
der Rechtsinterpretation steht, werden wir uns auf diesem Blog in den nächsten
Wochen und Monaten noch häufiger beschäftigen. Heute soll aber vorerst nur das
Phänomen einer erschreckenden moralischen Einseitigkeit und Realitätsferne und
seine Konsequenzen interessieren.
Man kann beginnen bei den Berichten des Verfassungsschutzes,
die nachweisen, dass linke Gewalt in der Bundesrepublik quantitativ und
qualitativ die rechte locker in den Schatten stellt. Man kann auf tägliche,
wenn auch oft geschönte, Medienberichte von linken Ausschreitungen,
Gewalttaten, Drohungen, Nötigungen und Selbstjustiz zurückgreifen, um sich ein
Bild zu machen, von wo die größere Gefahr ausgeht. Man kann aber auch als ein
aktuelles Beispiel die Geschichte der Legida Revue passieren lassen.
Als sich am 21. Januar Legida noch im Aufschwung befand und
dementsprechend massiv von den geistigen und politischen Machthabern
angegriffen wurde, waren 4400 Polizisten in Leipzig unterwegs, um die Angriffe
von linken Kräften auf den friedlichen Demonstrationszug möglichst zu
unterbinden. Die folgenden Fakten zu den folgenden Vorfällen stammen aus der
wohl jeder Legidafreundlichkeit unverdächtigen Berliner Morgenpost.
„Gegendemonstranten versuchten massiv, die Polizeisperren zu
Legida zu durchdringen und setzten unter anderem Feuerwerkskörper und
Laserpointer gegen Polizisten ein, mehr als zehn Beamte wurden verletzt. Die
Zugstrecken von Leipzig nach Dresden, nach Meißen und nach Chemnitz wurden
durch Brandanschläge auf Signalleitungen lahmgelegt, mutmaßlich durch
Linksextremisten, ebenso der Citytunnel unter der Innenstadt, durch den sonst
der S-Bahn-Verkehr rollt. Offenbar sollten Pegida-Anhänger an der Reise von
Dresden nach Leipzig zu Legida gehindert werden. Bei der dritten Kundgebung von
Legida am 30. Januar brachten vermutlich wieder Linksextreme den Bahnverkehr
von Leipzig in die Richtungen Borna, Altenburg und Meißen zum Erliegen, auch
dieses Mal durch Brandanschläge.“
Linke Gewalt hat (nicht nur) in Leipzig Tradition. Seit Jahresbeginn war es zu mehreren
Anschlägen auf Polizeistationen gekommen, die vermutlich von Linksextremen
verübt worden waren. Die linksextreme Szene in Leipzig ist neben Hamburg und
Berlin eine der größten in Deutschland und verfügt laut Verfassungsschutz über
rund 750 Mitglieder. Für Berichte über rechte Gewalt muss man da schon nach
Dresden gehen, und selbst dort entpuppen sie sich dann plötzlich - nach dadurch
„verursachten“ erheblichen Attacken Linksradikaler auf öffentliche Gebäude - als
Konflikte unter drogensüchtigen Drogenhändlern aus dem Migrantenmilieu. Die
Realität hat manchmal einen besonderen Sinn für Humor.
Das Legidaverbot vom vergangenen Montag mag zum Teil
tatsächlich auf interne Konflikte zwischen der Stadt und dem Innenministerium
zurückzuführen sein. In einem theaterreifen Stadt-und-Land-Spiel wird jedoch
der Schwarze (vorsorglich gestrichen wegen Selbstzensur) Peter
hin-und-her-geschoben, bis die grundsätzliche Kritik an der Maßnahme im Sande
verläuft. Als laut Stadtsprecher Has(s)berg) „gerne“ gewünschter Nebeneffekt
wird den Legidanern damit der Schwung genommen.
Es mag sogar eine Sorge mitgespielt haben, die Demonstranten
wirklich nicht vor dem linken Mob („die Geister, die ich rief“) ausreichend
schützen zu können. Und es ist auch verständlich, dass die Polizei ihre
Polizisten nicht in einer Endlosschleife von linken Eiferern verprügeln lassen
will, die sich hinterher als moralische Sieger feiern lassen. Kein Wunder, dass
es der sächsischen Polizistenausbildung an Nachwuchs mangelt (und deshalb auch
kein Wunder, wie Sarrazin kürzlich aufdeckte, dass Migranten in Berlin künftig
schneller, also weniger integriert in den Polizeidienst einrücken können
sollen).
Letztendlich ging es aber darum, worum es in der ganzen
Debatte geht, nämlich politische Vorlieben gegen den Geist der Demokratie
auszuspielen. Praktisch für das System, dass es derzeit überhaupt noch kein der
Antifa und ihren bürgerlichen Mitläufern äquivalentes rechtes Potential gibt,
sonst würde es bald jedem auffallen, dass linke Demos stattfinden und die
anderen eher nicht.
Die Unterlassung der Verfassung wird jedenfalls Schule
machen und sich weder auf die Egidas noch auf Polizistenmangel beschränken, wie
es Qpress
so schön auf den Punkt brachte: „Gründe werden sich genug finden, vornehmlich
laufen diese auf „öffentliche Sicherheit”, „Aufrechterhaltung der Ordnung” oder
auf „Terrordrohungen” hinaus, alles kann dabei frei erfunden werden und den
jeweiligen Stimmungslagen der Bevölkerung oder der vorherrschenden
Propaganda-Situation angepasst werden.“
Deshalb ist das Verbot vom Montag einerseits historisch ein
einmaliger Vorfall, andererseits eine vielfältig nutzbare Schablone für die
Zukunft. Man weiß jetzt nicht nur, wie man das Demonstrationsrecht aushebelt,
sondern man hat auch eine elementare moralische Hemmschwelle überschritten. In
welche Richtung diese Verbote gehen werden, ist jedenfalls klar, denn am
nächsten 1. Mai werden bundesweit ausreichend Polizisten zur Verfügung stehen,
um die Antifa marschieren zu lassen.
Und überhaupt: Kann von jetzt an jedwedes undemokratische
Gewaltpotential demokratische Demonstrationen oder andere Meinungsäußerung verhindern?
Da zittert sogar die grüne Verbotspartei und kritisiert zu recht das
„Armutszeugnis“: „Sachsens Bürger können sich endgültig nicht mehr sicher sein,
dass sie ihr Grundrecht auf Versammlungsfreiheit jederzeit ausüben können".
Die Verkehrung von Recht und Unrecht, Gewalt und
Friedlichkeit, Meinungsfreiheit und Repression in unserem Land schreitet immer
weiter voran. Die Gewalt „für den guten Zweck“ dient der moralischen Erbauung
des Establishments, das der Antifa
mit „klammheimlicher Freude“
die nötige Deckung gibt.
Mit dem Demo-Verbot lässt das System bisher nur die Muskeln
spielen. „Wir können, haben es aber eigentlich noch nicht nötig…“ Der
qualitative Schritt vom Montag aber ist die beginnende Kriminalisierung
unerwünschter Gedanken. Ein Schritt, der jeden der
Noch-existierenden-richtigen-Demokraten (demnächst wohl besser bekannt unter
der Kurzform „Nerd“) erschauern lässt.

Werter Herr Kustos,
AntwortenLöschenerstaunlich, erstaunlich, wie Sie versuchen, den Bock zum Gärtner zu machen und den Gärtner zum Bock.
Daher gehe ich davon aus, dass die Überschrift „Leiden der Legida“ nur ironisch gemeint sein kann.
Nur ganz nebenbei – ich erinnere mich im Gegenzug sehr wohl daran, wie insbesondere sogenannte "Linke" mit Berufsverboten (Radikalenerlass) belegt wurden, während Altnazis in führenden Positionen saßen.
Die „Linken“ wurden systematisch benachteiligt und in die „linke Ecke“ gedrängt, vom Verfassungsschutz „gesinnungsbeschnüffelt“ (was weit über die Feststellung von Personalien hinausgeht) und in ihrem Recht beschnitten, ihre Berufe auszuüben mit der Folge finanzieller Einbußen und sozialer Kaltstellung.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wertete diese Berufsverbote übrigens 1995 als Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. Dem schließe ich mich – als übrigens in jeder Hinsicht skeptische Parteilose – an und leite den Schluss ab, dass die Demokratie sich keineswegs primär gegen Rechtsgesinnte richtet oder gar gegen Legida, Pegida und wie diese Vereinigungen sonst noch so heißen.
Kopfschüttelnde Grüße aus dem 7gebirge
Annette S. aus K.
Liebe Annette S., schön dass Sie immer noch dabei sind. Vielleicht will Ihr Unterbewusstsein eben doch raus aus dem Realitätstunnel? Ich hätte mich jedenfalls gefreut, wenn Sie zu meiner umfänglich Sorge um die heutige Demokratie etwas gesagt hätten. Stattdessen bemühen Sie die Historie, aber die ist nicht statisch und hat hier deshalb keinerlei argumentative Relevanz. Damals war ich auch links und hab allerhand Mist mitgemacht. Was wir alles ungestraft machen konnten, ist im Rückblick unglaublich. Aus dieser (Lern-)Zeit entspringt auch mein radikales Bekenntnis zur Mitte und gegen jede Ideologie. Es gab sicher auch mal gerechtfertigte, mal ungerechtfertigte Disziplinierungen, die meisten dieser "Berufsverbote" entpuppten sich hinterher als Propaganda. Doch das ist hier alles gar nicht das Thema: Die Welt hat sich gedreht, die linke Denkweise ist durch die Institutionen marschiert und hat vom Niedergang profitiert (ein weites Feld, das hier nicht ausführen will). Damals wurden sicher auch die Linken "beschnüffelt", wie es angesichts der damaligen Gewaltbereitschaft einer wehrhaften Demokratie zusteht, heute wird stattdessen demokratischer, friedlicher Protest verhetzt und bekämpft. Die Parameter haben sich vollkommen verändert, wie können Sie das ignorieren? Die linke Sicht- und Handlungsweise, die wie jedes Extrem von Natur aus totalitär ist, hat die Macht und demontiert die Demokratie. Sie merken das nicht, weil sie das a) nicht wollen und b) Ihren ÖR-Medien vertrauen (Heute-Show bis Tagessschau). Das lässt uns am Ende beide kopfschüttelnd zurück und, wie ich schon betonte, schmerzt mich das in Ihrem Falle angesichts Ihrer Fähigkeiten besonders.
AntwortenLöschenViele Grüße ins Siebengebirge KK
Nun, Sie haben die Linken ins Spiel gebracht, ich habe mich lediglich auf Ihre Vorlage bezogen und das „Leiden“ von Legida, Pegida und anderen Gruppierungen dieser Art ein wenig zu relativieren versucht.
LöschenIm Übrigen möchte ich betonen, dass ich weder „links“ noch „rechts“ bin oder war, sondern dass ich nach wie vor bemüht bin, die Realität möglichst wenig zu polarisieren.
Das ermöglicht mir zwar – ebensowenig wie Ihnen – auch keine Objektivität, aber die Möglichkeit, die Welt mit vielleicht doch transparenteren Scheuklappen zu sehen.
In diesem Sinne wünsche ich ein schönes Wochenende!
Annette S. aus K.
Passt nicht gerade zur Überschrift, aber ich möchte dieses Video hier trotzdem nochmal reinstellen, da mich es immer noch wundert, warum es so wenig verbreitet ist.
AntwortenLöschenDer ehemalige Spiegel Journalist Harald Schumann redet Klartext und prangert die Interne Pressefreiheit in Deutschland an.
Schumann: “… das ist in der deutschen Presse Gang und Gäbe, dass Chefredakteure oder Resortleiter ihren Untergebenen sagen, wie sie zu denken haben. Dass Vorgaben gemacht werden, was sie recherchieren dürfen und was nicht, und dass viele junge Kollegen daran gehindert werden überhaupt kritische Journalisten zu werden weil ihre Vorgesetzten das gar nicht wollen.”
Interviewer: “Sie nehmen ausdrücklich die ÖR-Anstallten nicht aus, warum?”
Schumann: “Weil ich genügend Kollegen aus ÖR-Anstallten kenne, die mir genau solche Geschichten berichtet haben und mir das hundertfach bestätigt haben. Insofern, die sind da nicht aus zunehmen.”
https://www.youtube.com/watch?v=d1ntkEbQraU
Legida und Pegida macht einen großen Fehler wenn man sich immer aufs gleiche Thema fokusiert, " Der Islam und immer wieder der Islam. Ja der Islam ist ein großes Problem für Deutschland und Europa wenn weiter Tür und Tor weit und breit offen steht und jeder hier unkontrolliert die Grenze passieren darf. Der Slogan sollte der Mißbrauch von unkontrollierter Masserneinwanderung sein, ohne in jedem zweiten Satz auch die Religion zu nennen. Irgendwann kommt das als feindlich und rassistisch rüber. Schließlich sind nicht die Menschen schuld, die auf der Suche nach einem besseren Leben sind, sondern jene, die bei uns die Schleusen für Alle öffnen und Kriege weltweit freien Lauf geben.
AntwortenLöschenIch glaube, das ist ein Missverständnis - nicht der Islam ist die Bedrohung und auch nicht die Menschen, die dieser Religion angehören, sind es, sondern die IslamistInnen.
LöschenDas ist ein großer und vor allem entscheidender Unterschied, behauptet kühn
Annette S. aus K.
Ich glaube, DAS ist ein Missverständnis. Der Vorredner wollte uns darauf hinweisen, dass nicht die Religion das Kernproblem ist, sondern fremdes, schwer zu integrierendes Kultur- oder Nichtkulturgut. Wie ich finde, ein sehr wichtiger Gedanke. Ihre Unterscheidung von Islamern und Islamisten ist hingegen nicht kühn, sondern eine Mainstreambehauptung, die die problematische bis gefährliche Ideologie des Islam (und anderer fundamentalistischer Religionen und Ideologien) mit einer widersinnigen Sprachkonstruktion vernebeln soll. Ein qualitativer Unterschied kann zwar willkürlich bei Terroraktionen gesetzt werden, aber für mich ist eine Haftstrafe für Autofahrerinnen oder jahrelange Haft mit regelmäßigem Auspeitschen für einen Blogger kein zu respektierendes Kulturerbe.
LöschenIch habe habe bloß etwas weiter in die Zukunft geschaut. Es ist ein riesengroßer Fehler wenn man Religionen vermischt. 10 Prozent fremder Religion kann ein Land verkraften, werden es mal 25-30 Prozent ist der Konflikt unausweichlich. Dann haben wir in den meisten Städten schon 50 Prozent Muslime. So etwas kann nicht gut gehen. Multi Kulti funktioniert nur so lange es genug zum futtern gibt und ein wenig Geld für Freizeit übrig bleibt. Entstehen Verhältnisse wie in Frankreich zurzeit, wo die Wirtschaft erst leicht schwächelt und die Probleme schon jetzt unüberschaubar werden, was wird wohl los sein, wenn ein Währungswechsel mit folgendem Wirtschaftseinbruch kommt und das System von Null starten muss.
LöschenSchwere Konflikte sind dann vorprogrammiert. Wer was anderes behauptet ist weltfremd oder schafft es nicht Zusammenhänge zu machen. Oder Variante 2. Das Volk wird langsam so eingeschüchtert und wird irgendwann sich in einer Diktatur befindeen wo alles schon im Keim erstickt wird. Der Wohlstand dürfte dann auf dem Niveau des heutigen Bulgarien und Rumänien sein.
Jaja, das Märchen vom Islam als gefährliche Ideologie wird immer wieder gern erzählt, werter Herr Kustos. Bei allem Respekt, aber solche Äußerungen sind mehr als problematisch (siehe § 166 StGB).
LöschenUnd vom Auspeitschen von Bloggern sind wir auch ganz weit entfernt.
Ich kann verstehen, werter Anonym, dass Sie Angst vor Wohlstandsabbau haben. Aber lesen Sie bitte noch einmal nach, was Sie da alles in einen Pott werfen.
Nicht die Religionen werden vermischt, sondern Kulturen. Und wie kommen Sie zu der Aussage, dass 25 – 30 Prozent - von was genau eigentlich? - unausweichlich in den Konflikt führt? Wo steht das?
Die Frage ist doch wohl eher, welche Ängste und Überzeugungen geschürt werden und wie engstirnig Menschen sind.
Natürlich gibt es Verteilungskonflikte, wenn die Tröge leer sind.
Aber glauben Sie wirklich, dass die leer sind, weil Menschen aus anderen Ländern zuwandern? Oder womöglich deswegen, weil sie eine andere Kultur bzw. Religion haben als wir?
Oder können Sie sich auch vorstellen, dass die leerer sind, weil Firmen ins Ausland abwandern und hier Arbeitsplätze vernichten?
Meine These: „Das Volk“ – wie auch immer Sie diesen Begriff definieren – wird nicht eingeschüchtert, sondern verblödet. Und zwar mit ganz einfachen populistischen Behauptungen, die ungefragt und ungehindert nicht nur die grauen Zellen zersetzen.
Denken Sie doch mal darüber nach!
Eine schöne und interessante Beschäftigung, findet Annette S. aus K.
Bitte bewahren Sie die Contenance. Andere Kommentatoren zum Nachdenken aufzufordern ist ein Zeichen von Hilflosigkeit und einfach schlechter Stil. Manchmal reicht übrigens auch schon hinzuschauen, dann muss man nicht an Märchen glauben. Dann sieht man Zwangsverschleierungen, Fernhalten vom Sportunterricht und andere Ausgrenzungen, gerade von MädchenInnen. Zwangsheiraten, Ehrenmorde und Genitalverstümmelung als Sonderformen will ich gar nicht aufzählen, die kommen ja in den besten Familien vor.
LöschenDas lasse ich dann mal lieber unkommentiert :-) ...
LöschenUnd empfehle in meiner Hilflosigkeit die ernsthafte und tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Islam.
Sonnige Grüße
Annette S. aus K.
Also verstehe ich das richtig, lieber KK, deine These ist, dass die staatlichen Organe heutzutage nur gegen rechte Gewalt massiv vorgehen und die Personalien flächendeckend feststellen, linke Gewalt dagegen hinnehmen oder sogar unterstützen? Und natürlich wieder die Medien, die über linke Gewalttaten nicht berichten, sonder nur über rechte?
AntwortenLöschenIch denke, da trügt dich deine selektive Wahrnehmung. Unsere freundliche allwissende Suchmaschine weist mich auf folgende aktuelle Artikel der FAZ und der Leipziger Volkszeitung hin:
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/leipzig-randale-von-linksautonomen-13373250.html
http://www.lvz-online.de/nachrichten/aktuell_themen/legida-und-proteste/legida/grossaufgebot-der-polizei-beendet-spontan-demo-im-leipziger-sueden/r-legida-a-270833.html
Sie berichten über die Randale durch 200 Linksautonome, deren Personalien festgestellt worden sind - es wurden (Höchststrafe für junge Leute) sogar deren Handys beschlagnahmt.
OK, eine (1) Pegida-Demo wurde verboten. Seltsamerweise wurde das in der unterwanderten liberalen Presse allgemein kritisiert, und sogar (wie du selbst schreibst) von den Grünen. Bin mal gespannt, wann die AfD kritisiert, dass eine Demo für den Bau einer Moschee von der Polizei aus Sicherheitsgründen verboten wurde (reines Gedankenexperiment).
Die andere Frage, die du aufwirfst, ist die der Links-Rechts-Statistik bei Gewalttaten. Das kann ich nicht beurteilen. Es ist auch eine Frage der Beurteilung - wann ist eine Straftat rechts, wann links?
Ich weiss nur, dass ich persönlich das Gefühl habe, dass immer mehr Menschen in meinem Umfeld in Assoziationsketten abtauchen, in denen Worte wie Islam, Lügenpresse, Nachdenkseiten, "Russische Interessen respektieren" und ähnliches auftauchen. Andere Worte wie Euro, Schuldenkrise, TTIP, Banken, die anfangs auch in diesem Zusammenhang aufgetaucht sind und nicht nur in linkem Gedankengut, sind ziemlich verschwunden (wofür stand die AfD mal?). Als Verschwörungstheoretiker könnte man glauben, da hat jemand erfolgreich ein paar Ideen in die Köpfe geschubst, um ein paar andere Ideen zu verdrängen. Denn wenn ein Thema von links UND von rechts unterstützt wird, hat die Politik kaum noch Möglichkeiten, dem auszuweichen.
Oder anders formuliert - der Informationskrieg läuft schon längst, intensiver und heftiger, als wir alle ahnen. Es gibt nur eben nicht "die" Manipulatoren, sondern deren viele, und wir sind gleichzeitig die Akteure und deren Spielbälle. (Sorry, ich bin schon in der Grundschule bei Aufsätzen manchmal etwas vom Thema abgekommen...)
Hallo, ich denke wir brauchen eine Bewusssteinsveränderung. Wir konzentrieren uns auf einzelne Gruppen, anstatt es global zu sehen. Das Fundament wackelt und wir versuchen das 1. Stockwerk zu sanieren. Die Elite, die die Welt kontrolliert moechte, das wir das machen und uns zerstreiten oder in die Unendlichkeit argumentieren. So schaffen sie sich Freigeister vom Hals. Schlage vor, dass wir wenigstens unsere gemeinsamen Punkte nennen, und diese dann geschlossen von unseren Sklaventreibern fordern. Sonts wird das nix, meines Erachtens.Gruss Pschemek
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